Wer hat Angst vor Tell? - Zimmer, Oliver
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Das ist keine Kampfschrift gegen Brüssel. Das ist ein Plädoyer für eine selbstbewusste Republik Schweiz. Der Historiker Oliver Zimmer, geboren in Thalwil, ist Professor für Moderne Europäische Geschichte an der University of Oxford. In diesem Buch zeigt er, wie Max Frisch den Schweizer «Sonderfall» zementiert hat: ausgerechnet mit seinem Wilhelm Tell für die Schule. Zimmer erzählt von Boris Johnson und dem Dalai-Lama, er entlarvt Intellektuelle, die mit Industriekapitänen für die Globalisierung kämpfen - und demonstriert, warum führende britische Richter die EU-Gerichte schon lange vor dem…mehr

Produktbeschreibung
Das ist keine Kampfschrift gegen Brüssel. Das ist ein Plädoyer für eine selbstbewusste Republik Schweiz. Der Historiker Oliver Zimmer, geboren in Thalwil, ist Professor für Moderne Europäische Geschichte an der University of Oxford. In diesem Buch zeigt er, wie Max Frisch den Schweizer «Sonderfall» zementiert hat: ausgerechnet mit seinem Wilhelm Tell für die Schule. Zimmer erzählt von Boris Johnson und dem Dalai-Lama, er entlarvt Intellektuelle, die mit Industriekapitänen für die Globalisierung kämpfen - und demonstriert, warum führende britische Richter die EU-Gerichte schon lange vor dem Brexit gegeisselt haben. Alle nennen sich «liberal» und «demokratisch», aber alle verstehen darunter etwas anderes. Oliver Zimmer kümmert vor allem etwas: unsere persönliche Freiheit.
  • Produktdetails
  • Verlag: Echtzeit
  • Seitenzahl: 181
  • Erscheinungstermin: Dezember 2020
  • Deutsch
  • Abmessung: 216mm x 144mm x 20mm
  • Gewicht: 285g
  • ISBN-13: 9783906807218
  • ISBN-10: 3906807215
  • Artikelnr.: 60487147
Autorenporträt
Zimmer, Oliver§Oliver Zimmer ( 1963 in Thalwil) ist ein schweizerisch-britischer Historiker. Er lehrt an der University of Oxford Moderne Europäische Geschichte. Zimmer studierte an der Universität Zürich Geschichte, Soziologie und Politische Theorie und erwarb seinen PhD an der London School of Economics and Political Science. Von 1999 bis 2004 lehrte er an der University of Durham im Nordosten Englands. Nach einem längeren Forschungsaufenthalt als Fellow der Alexander-von-Humboldt-Stiftung in Tübingen und Augsburg wurde er 2005 nach Oxford berufen. Er ist gleichzeitig Sanderson Fellow am University College Oxford. 2014 beförderte ihn die Humanities Division der University of Oxford zum Full Professor. Oliver Zimmers Forschung und Lehre beziehen sich vor allem auf das lange neunzehnte Jahrhundert in Europa. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehört der europäische Nationalismus sowie die Geschichte der Religion und des Liberalismus. Gegenwärtig beschäftigt er sich mit der Erfahrung von Zeit und Geschwindigkeit im Eisenbahnzeitalter in Grossbritannien und Deutschland. Bei all seinen Forschungen versucht Zimmer, die Perspektiven von Politik-, Kultur- und Sozialgeschichte miteinander zu verbinden. Oliver Zimmer ist regelmässiger Autor der Neuen Zürcher Zeitung.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Dieses Buch wird den Schweizern noch viel zu denken geben, prophezeit der hier rezensierende René Scheu, Feuilletonchef NZZ. Der Historiker Oliver Zimmer, ursprünglich ein "Thalwiler Seebub", lehrt heute zwar in Oxford, aber er vertritt keineswegs die Thesen einer globalisierten Elite, die auch Scheu aus innerstem Herzen ablehnt. Dagegen halte Zimmer einen Radikalliberalismus, der ans 19. Jahrhundert gemahne - überhaupt stelle sich das 21. Jahrhundert wie eine Neuauflage des 19. dar. Heute wie damals mussten die tapferen Tells ihre Armbrust gegen hochfahrende Eliten im Anschlag halten, erklärt Scheu. Die heutigen Eliten handelten dabei sämtlich nach einem Leitmotiv: "Ein Planet, ein Raum, eine Menschheit, eine Vernunft, eine Moral, eine Welt, ein Superstaat." Hiergegen empfiehlt das Autoren-Rezensentenpaar eine direkte Demokratie, wo sicher ist, wer dazu gehört. Auch die EU bekommt bei beiden ihr Fett weg. Immer stärker maßten sich hier nicht gewählte Richter legislative Befugnisse an, kritisieren sie unisono. In der Schweiz stehen einige Abstimmungen zu europapolitischen Fragen an. Glückliche Schweiz, seufzt ein heilfroher Scheu, die das Archaische nicht preisgeben müsse, wo es doch in der Avantgarde sei.

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