Verborgene Schätze, versunkene Welten - Vry, Silke
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"Ich sehe wunderbare Dinge", flüsterte Howard Carter, als er in das Grab Tutanchamuns blickte. Eine Sternstunde der Archäologie, ein weltberühmter Fund - und nicht zuletzt die spannende Geschichte eines Entdeckers. Silke Vry erzählt in diesem Buch 21 Geschichten von Pionieren der Archäologie. Von Heinrich Schliemann, der im sagenumwobenen Troja mehr sah als nur eine Legende. Von Giuseppe Fiorelli, der die Toten Pompejis zum Leben erweckte. Oder von John Lloyd Stephens und Frederick Catherwood, die im südamerikanischen Dschungel auf die versunkenen Stätten der Maya stießen. Martin Haakes…mehr

Produktbeschreibung
"Ich sehe wunderbare Dinge", flüsterte Howard Carter, als er in das Grab Tutanchamuns blickte. Eine Sternstunde der Archäologie, ein weltberühmter Fund - und nicht zuletzt die spannende Geschichte eines Entdeckers. Silke Vry erzählt in diesem Buch 21 Geschichten von Pionieren der Archäologie. Von Heinrich Schliemann, der im sagenumwobenen Troja mehr sah als nur eine Legende. Von Giuseppe Fiorelli, der die Toten Pompejis zum Leben erweckte. Oder von John Lloyd Stephens und Frederick Catherwood, die im südamerikanischen Dschungel auf die versunkenen Stätten der Maya stießen.
Martin Haakes stimmungsvolle Bilder lassen den Leser noch tiefer eintauchen in das Abenteuer Archäologie!
  • Produktdetails
  • Verlag: Gerstenberg Verlag
  • Seitenzahl: 160
  • Altersempfehlung: ab 10 Jahren
  • Erscheinungstermin: 1. Juli 2017
  • Deutsch
  • Abmessung: 271mm x 217mm x 22mm
  • Gewicht: 882g
  • ISBN-13: 9783836959940
  • ISBN-10: 3836959941
  • Artikelnr.: 47996299
Autorenporträt
Dr. Silke Vry ist Archäologin, Kunsthistorikerin, Grafikerin und Autorin. Sie lebt mit ihren zwei Kindern in Hamburg.
Rezensionen
Besprechung von 08.12.2017
Hieroglyphenglück
Eine illustrierte Geschichte der Archäologie
Archäologische Entdeckungen haben immer etwas vom Abenteuer an sich. Der Dreischritt von Glauben, Suchen, Finden prägt viele Fundgeschichten, etwa Heinrich Schliemann und Troja, Howard Carter und Tutenchamun oder Johann Ludwig Burckhardt und die nabatäische Felsenstadt Petra im heutigen Jordanien. Zu diesen drei Schritten kommen unbedingt noch jene Aspekte, die man nicht planen kann: Zufall, Glück, Geistesblitz.
Die Archäologin und Kunsthistorikerin Silke Vry erzählt in unbeschwertem Ton, unterstützt von ebenso leichtfüßigen Illustrationen Martin Haakes, die Geschichten von 21 Ausgrabungssensationen, zum Beispiel die Entzifferung der Hieroglyphen durch Jean-François Champollion. Diese Tat machte aus dem mit Rätseln und Aberglauben vollgestopften alten Ägypten mit einem Mal eine Höchstkultur, deren Felsinschriften, Papyrusaufzeichnungen und Wandmalereien nun enthüllten, wie die Pharaonen über drei Jahrtausende hin einer von heute aus gesehen unvorstellbar gut funktionierenden stabilen Staatsmacht und -kultur vorstanden, göttlich und menschlich zugleich.
Natürlich war Felice de Fredis 1506 kein Archäologe im wissenschaftlichen Sinn, sondern ein Weinbauer, der durch Zufall die einzigartige Skulpturengruppe des Laokoon auf dem Forum Romanum fand, die dann Michelangelo sofort als Meisterwerk bewunderte. Auch Yang Zhifa, der 1974 beim Graben eines Brunnens auf die grandiose Terracotta-Armee des Kaisers Qin Shi Huangdi aus dem dritten vorchristlichen Jahrhundert stieß, war Reisbauer. Ganz anders dagegen die Welt der modernen Unterwasserarchäologie, in der mögliche Fundorte gezielt untersucht werden.
Trotzdem bleibt immer der erste Moment des glücklichen Schocks, als etwa Franck Goddio 1995 Altägyptisches unter Wasser entdeckte. Eigentlich war Goddio Finanzexperte, doch dann entwickelt er die Unterwasserarchäologie vom Hobby zum florierenden Zweig der Ausgrabungswissenschaft. Selbstverständlich darf ein Mann wie der Ethnologe Thor Heyerdahl nicht fehlen, der mit der Fahrt des Floßes Kontiki gewissermaßen die experimentelle Archäologie erfunden hat, also wissenschaftliche Thesen durch reales Ausprobieren zu beweisen. Nun, die Osterinsel wurde trotz der Kontiki-Fahrt nicht von Südamerika, sondern von anderen pazifischen Inseln aus besiedelt, das belegen genetische Untersuchungen. Übrigens heißt Rapa Nui, so der einheimische Name für die Insel, nicht„Nabel der Welt“. Das wäre nämlich in der Rapanui-Sprache „Te Pito te Henua“.
HARALD EGGEBRECHT
Silke Vry/Martin Haake: Verborgene Schätze, versunkene Welten. Große Archäologen und ihre Entdeckungen. Gerstenberg Verlag, Hildesheim 2017. 160 Seiten, 24,95 Euro.
Illustration aus Silke Vry und Martin Haake:
Verborgene Schätze, versunkene Welten. Grosse Archäologen und ihre Entdeckungen
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