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Urban Gardening - Gärtnern ohne Garten und ohne Erde! Dieses Handbuch zeigt Ihnen, wie Sie Gemüse auch dort anbauen können, wo echte Erde gar nicht oder nur in geringen Mengen vorhanden ist. Innovative und leicht umzusetzende Anbauverfahren und -systeme, entwickelt aus der Hydrokultur, Permakultur und der ökologischen Landwirtschaft, ermöglichen erdelose Kulturen auf Balkon, Terrasse oder Dach. Viele Grafiken und Bilder veranschaulichen, wie Anbau- und Bewässerungssysteme funktionieren. So können Sie ressourcenschonend und platzsparend in der Stadt Gemüse anbauen und ernten.

Produktbeschreibung
Urban Gardening - Gärtnern ohne Garten und ohne Erde! Dieses Handbuch zeigt Ihnen, wie Sie Gemüse auch dort anbauen können, wo echte Erde gar nicht oder nur in geringen Mengen vorhanden ist. Innovative und leicht umzusetzende Anbauverfahren und -systeme, entwickelt aus der Hydrokultur, Permakultur und der ökologischen Landwirtschaft, ermöglichen erdelose Kulturen auf Balkon, Terrasse oder Dach. Viele Grafiken und Bilder veranschaulichen, wie Anbau- und Bewässerungssysteme funktionieren. So können Sie ressourcenschonend und platzsparend in der Stadt Gemüse anbauen und ernten.
Autorenporträt
Yohan Hubert ist Direktor der"Association française de Culture Hors-Sol". Der 2006 gegründete Verein setzt sich für die Bepflanzung innerstädtischer Räume ein und schlägt Möglichkeiten und Techniken vor, um auch auf unfruchtbaren Böden oder in erdelosen Bereichen Pflanzen anzubauen.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 01.06.2016

Hobby der Hipster
Arbeiten im Garten und auf dem Balkon sind beliebt. Gerade junge Menschen finden es schick, Gemüse anzubauen.
Ihr Wissen beziehen sie aus flott aufgemachten Ratgebern, die sich direkt an diese Zielgruppe richten
VON JOCHEN BETTZIECHE
Vorbei sind die Zeiten, in denen Schrebergärten als spießig galten. Gerade die „Generation 20 plus“ treibt es derzeit auf den Balkon, auf die Terrasse oder in Gemeinschaftsgärten. Gärtnern liegt im Trend. Leider ist viel Wissen in der vergangenen Generation verloren gegangen. Das wollen verschiedene Ratgeber wieder wettmachen. Die kommen jedoch nicht verstaubt und rechthaberisch daher – sonst würde sie in dieser Altersgruppe auch kaum jemand lesen.
  Zumal es nicht beim Lesen allein bleibt. So bietet beispielsweise Gudrun Ongania im Netz zusätzlich Videos an, die Fotos und Texte in ihrem Buch „An die Töpfe, Gärtnern, los!“ (Haupt-Verlag, Bern) unterstützen. Wenn das Pikieren von Jungpflanzen nicht auf Anhieb klappt, können sich die Leser anschauen, wie Ongania die Jungpflanzen mit der Wurzel aus der Erde zieht. Die Autorin setzt in ihrem Buch auf den urbanen Garten, also auf Gärtnern in der Stadt, wobei die Menschen mit wenig Platz auskommen müssen. Viele Fotos zeigen, wie es geht. Die Informationen werden häppchenweise und gut strukturiert serviert, sodass sie sich leichter verarbeiten lassen. Dabei spart Ongania nicht an Tipps, wie man kleine Kompostierer baut oder unkomplizierte Pflanzen wie Radieschen oder Salat anbaut. Das Buch der engagierten Stadtgärtnerin erschien zwar bereits im Jahr 2014, aber es ist wegen der kleinen Filme gerade für Gartenneulinge geeignet, die gerne einen grünen Daumen bekommen würden. Mit ihrem Konzept, den Gemüseanbau in die Städte zu bringen, hat die ehemalige Unternehmensberaterin so viel Erfolg, dass sie jetzt ihr zweites Buch herausgebracht hat. Darin geht es um vertikales Gärtnern, ebenfalls häppchenweise aufbereitet, aber diesmal ohne Begleitvideos.
  Hipster mit Bart und Tattoo, so sieht der junge Gärtner von heute aus, wie er lässig barfuß zwischen Kohlrabi und Salat sitzt. Und genau so ein Model ziert das Cover von „Das 100 % Ernte-Glück-Buch“. Auch hier arbeiten die Autorinnen multimedial. In diesem Fall ziehen die Gartenfreaks ihr Smartphone aus der Hose oder Schürzentasche, wenn sie nicht weiter wissen. Das Buch stellt QR-Codes zur Verfügung, die zu Gartenpraxis-Videos führen. Insbesondere für Einsteiger ist eine Visualisierung durchaus hilfreich. Die Autorinnen haben das Gartenjahr nach den Monaten März bis November strukturiert und jeder Phase ihre Aufgaben zugeteilt. Das ist übersichtlich; insbesondere Anfänger können auf diese Weise sicherlich eine erste Ernte einfahren. Die beiden Bücher gehen allerdings nicht in die Tiefe. Sie eignen sich für Einsteiger, auch für solche, die gar keine Vorkenntnisse besitzen. Jeder, der schon mal Tomaten und Zucchini aufgezogen hat, dürfte damit jedoch unterfordert sein.
  Wer schon länger gärtnert und sich etwas Grundwissen angeeignet hat, der braucht Experten, um in puncto Gartenarbeit weiterzukommen. Und die stammen aus dem Reich der Gärten – Großbritannien. Das Praxis-Handbuch Garten beruht auf der Hörfunksendung „Gardeners’ Question Time“ und wurde für den deutschen Markt aktuell aufgearbeitet. Die vier Autoren Matthew Biggs, John Cushnie, Bob Flowerdew und Anne Swithinbank, die ansonsten bei der BBC Hörerfragen zum Gärtnern beantworten, haben sich für dieses Buch zusammengeschlossen und lassen kaum eine Frage unbeantwortet. Welche Pflanzen eignen sich für heiße, sonnige Mauern, was wächst auf der Schattenseite? Wie locke ich Kleintiere an den Teich? Wie funktioniert biologischer Pflanzenschutz? Das Buch eignet sich sowohl zur durchgehenden Lektüre als auch als Nachschlagewerk. Die Aufmachung ist nicht ganz so modern, wie diejenige anderer Ratgeber, die derzeit auf dem Markt sind. Dafür punktet das Buch beim Inhalt, denn es bleibt kaum eine Frage offen.
  Ein Garten kann eine erhebliche Summe Geld verschlingen. Geld, das die meisten Menschen in Ausbildung oder Studium oder junge Familien nicht haben. Dass es auch günstig geht, wenn man kreativ und ein bisschen geschickt ist, zeigt Alex Mitchell in seinem Buch „Gärtnern für Erbsenzähler“. Denn ganz klar, Recycling und Upcycling – ein Verfahren, bei dem scheinbar nutzlose Materialien in nützliche Produkte verwandelt werden – liegen im Trend, auch im Garten. Selbstgesammelte Samen, geteilte Stauden und Gaben aus dem Garten von Freunden oder Familien: Das Buch zeigt auf, wie es gelingt, eine grüne Oase zu schaffen, ohne den Geldbeutel allzu stark zu beanspruchen. Wer dann noch gemütlich einen Kaffee trinken und währenddessen den Pflanzen beim Wachsen zusehen möchte, der bastelt sich auch noch die Freilandmöbel selbst. Aus ausrangierten Paletten beispielsweise oder aus alten Autoreifen. Gebrauchte Blechdosen dienen als Blumentöpfe, eine alte Gartenleiter als Blumenständer. Bepflanzt werden kann fast alles, und das hat eindeutig seinen eigenen Charme.
  Bleibt nur noch ein Problem: Was sollen all die jungen Leute tun, die sich dem Gartentrend gerne anschließen wollen, aber keinen Garten, sondern höchstens einen Minibalkon haben? Wenn Erde nur in kleiner Menge oder gar nicht vorhanden ist? Älteren Semestern unter den Gärtnern mag es bei dieser Vorstellung grauen, aber es ist machbar: Spezielle Anbauverfahren ermöglichen erdelose Kulturen auf kleinsten Flächen in der Stadt. Wie das geht und wie man ohne Erde anpflanzt, das zeigt der Ratgeber „Urban Gardening – Gemüse anbauen ohne Garten“. So können auch Menschen in dicht besiedelten Wohngebieten ein bisschen Gärtnerglück erleben.
      
Neue Gartenratgeber:
Wanda Ganders, Natalie Kirchbaumer: Das 100 % Ernte-Glück-Buch. BLV-Verlag, München 2016. 144 Seiten, 19,99 Euro
M. Biggs, J. Cushnie, B. Flowerdew, A. Swithinbank: Das Praxis-Handbuch Garten. Den Garten gekonnt anlegen, bepflanzen und pflegen. DVA, München 2016. 320 Seiten, 19,99 Euro
Alex Mitchell: Gärtnern für Erbsenzähler. 100 unkomplizierte Ideen, einen Garten mit kleinem Budget zu gestalten. Kosmos, Stuttgart 2016. 160 Seiten, 20 Euro
Yohan Hubert: Urban Gardening. Gemüse anbauen ohne Garten. Ulmer, Stuttgart 2016. 160 Seiten, 24,90 Euro
Gudrun Ongania: In die Höhe gärtnern. Vertikale Nutzgärten leicht gemacht. Haupt-Verlag, Bern 2016, 192 Seiten, 29,90 Euro
Wer am Beet steht und nicht
weiterweiß, ruft per Smartphone
ein passendes Video auf
Was für ein Prachtexemplar von Melone. Erfolgserlebnisse und Entspannung im Grünen sucht zunehmend die „Generation 20 plus“. Passende Bücher gibt es für Anfänger wie Fortgeschrittene. Manche gärtnern nicht nur, sondern formen ausrangierte Gegenstände zu Gartenmöbeln.
Foto: Dario Secen/Mauritius Images/Lumi Images
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