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Der Literaturnobelpreisträger Günter Grass liest sein erfolgreichstes Werk: ein kunstvoll erzähltes Stück Weltgeschichte mit einem Helden, wie es ihn nie zuvor gab. Ein Lebens- und Zeitpanorama, das vom Danzig des beginnenden 20. Jahrhunderts bis zur Bundesrepublik der Adenauer-Zeit reicht.
Ein literarischer Trommelwirbel von 28 Stunden. Gelesen vom Dichter selbst, der berühmt ist für seine hervorragende Vortragskunst. Mit der »Blechtrommel« wurde Grass 1959 über Nacht berühmt. Sie ist ein lust- und kunstvoll erzähltes Stück Weltgeschichte, mit einem Helden, wie es ihn nie zuvor gab. »Ich…mehr

Produktbeschreibung
Der Literaturnobelpreisträger Günter Grass liest sein erfolgreichstes Werk: ein kunstvoll erzähltes Stück Weltgeschichte mit einem Helden, wie es ihn nie zuvor gab. Ein Lebens- und Zeitpanorama, das vom Danzig des beginnenden 20. Jahrhunderts bis zur Bundesrepublik der Adenauer-Zeit reicht.
Ein literarischer Trommelwirbel von 28 Stunden. Gelesen vom Dichter selbst, der berühmt ist für seine hervorragende Vortragskunst. Mit der »Blechtrommel« wurde Grass 1959 über Nacht berühmt. Sie ist ein lust- und kunstvoll erzähltes Stück Weltgeschichte, mit einem Helden, wie es ihn nie zuvor gab. »Ich kenne keine epische Darstellung des Hitlerregimes, die sich an Prägnanz und Triftigkeit mit der vergleichen ließe, welche Grass, gleichsam nebenbei in der Blechtrommel liefert.« (Hans Magnus Enzensberger) Aus Sicht des grotesken Außenseiters Oscar Matzerath erzählt der moderne Schelmenroman ein Stück Weltgeschichte: von Danzig zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur BRD der Adenauer Zeit; vom kaschubischen Kartoffelacker bis zur Heilanstalt in Düsseldorf.
  • Produktdetails
  • Verlag: Steidl
  • Gesamtlaufzeit: 1680 Min.
  • Erscheinungstermin: 16. September 2009
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 9783865215123
  • Artikelnr.: 26523350
Autorenporträt
Günter Grass (* Danzig 1927) wuchs als einziger Sohn in relativ ärmlichen Verhältnissen in Polen auf. Um der familiären Enge entgehen zu können, meldete er sich, nach eigenen Aussagen, trotz kritischer Betrachtungsweise 1941 für die Hitlerjugend und wurde in die Waffen-SS eingezogen. Nach Kriegsende begann er, literarisch zu arbeiten. Er wurde Mitglied der mittlerweile berühmten Schriftsteller-Gruppe 47 und sein Erstlingsroman "Die Blechtrommel" aus dem Jahr 1959 verschaffte ihm auf Anhieb internationalen Erfolg. Günter Grass wurde 1999 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Sein letzter biografischer Roman, "Beim Häuten der Zwiebel" 2006, in dem erstmals Grass' Mitgliedschaft in der Waffen-SS bekannt wurde, sorgte für viel Aufmerksamkeit. Günter Grass starb am 13. April 2015 in Lübeck.

Das meint die buecher.de-Redaktion: Günter Grass gehört zu den bedeutendsten Autoren der Nachkriegsliteratur. Nicht nur als Autor, sondern auch als engagierter politischer Denker wurde Grass zu einer wichtigen Instanz.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 21.02.2021

Das lesen doch nur die Streber

Sie freue sich auf die zwei Jahre Leistungskurs, sagte unsere Deutschlehrerin, und dass sie auch gern mit uns das Programm diskutieren würde, "aber damit das von vornherein klar ist: Wir lesen auf keinen Fall die ,Blechtrommel'! Die ist mir zu unappetitlich."

Normalerweise sind es ja die Schülerinnen und Schüler, die von Schullektüre traumatisiert sind. Aber eine von Schullektüre traumatisierte Lehrerin: Das war interessant. Und sie war sogar Direktorin unseres Gymnasiums: eine unzeremonielle Katholikin mit liberalem Humor trotz emsländischen Migrationshintergrunds. Anderseits, wer würde schon darauf pochen, die "Blechtrommel" zu lesen, wenn die Lehrerin selbst es nicht ausgehalten hatte? Doch nur Streber.

Genau. Also las ich die "Blechtrommel", freiwillig, allein und zu Hause. Genau wie die "Deutschstunde" von Lenz, ein Roman, der so sagenhaft horrorlangweilig sein sollte, dass sich Gerüchte darüber auf den Fluren unserer Schule wie Gespenster hielten. Mir aber gefiel er. "Die Blechtrommel" dagegen - "unappetitlich" trifft es schon, weil es ja oft um fieses Essen geht, Aale im Pferdekopf, immer wieder aufgekochtes Nudelwasser, Zwiebeln. Wie das nun mit dem Romanthema zusammenhing, ja was das Thema eigentlich sein soll, weiß ich nicht: Ich habe den Roman ja nicht in der Schule gelesen, und es ist auch nicht vorstellbar, dass "In der ,Blechtrommel' geht es um fieses Essen" eine erfolgversprechende Antwort im Deutsch-LK gewesen wäre.

Eine preiswürdige Interpretation der "Blechtrommel" aus einem Deutsch-Abitur ein paar Jahre zuvor war mal in unserem Schuljahrbuch abgedruckt gewesen (anderer Lehrer, stärkerer Magen). Ich wäre froh zu behaupten, dass es die Mechanik der Schullektüre war, die alles, was man nicht in der Schule lesen muss, interessant wirken lässt und umgekehrt alles stigmatisiert: Aber am Ende war es nur rasender Ehrgeiz, was mich die "Blechtrommel" aushalten ließ. Wie sehr das zum Aufsteiger Grass gepasst hat, habe ich damals nicht gewusst.

Tobias Rüther

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"Vor 50 Jahren ist 'Die Blechtrommel' erschienen - ein Jahrhundertroman, der Günter Grass' Weltruhm begründete."
Eckart Baier, Buch Journal 01/2009