Werke 22. Journalistisches Reden Interviews - Bernhard, Thomas
89,00 €
versandkostenfrei*

inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
0 °P sammeln

    Buch mit Leinen-Einband

Als öffentlichkeitsscheu galt Thomas Bernhard - doch seine ersten Schreibversuche unternahm er als Reporter einer Zeitung. Leserbriefe schrieb er gerne, seine letzte Publikation ist ein Brief an die Salzkammergut-Zeitung . Inzwischen ist klar: Thomas Bernhard hat durch Artikel, Interviews, Reden, Feuilletons sein Bild als Mensch und Schriftsteller ganz präzise konturiert. Es ist ihm zwar nicht gelungen, mit der öffentlichen Meinung so zu spielen, dass sie ihn genauso betrachtet, wie er sich betrachtet wissen wollte, doch der sich der Medien bedienende Autor setzte alles daran, sich als eine…mehr

Produktbeschreibung
Als öffentlichkeitsscheu galt Thomas Bernhard - doch seine ersten Schreibversuche unternahm er als Reporter einer Zeitung. Leserbriefe schrieb er gerne, seine letzte Publikation ist ein Brief an die Salzkammergut-Zeitung . Inzwischen ist klar: Thomas Bernhard hat durch Artikel, Interviews, Reden, Feuilletons sein Bild als Mensch und Schriftsteller ganz präzise konturiert. Es ist ihm zwar nicht gelungen, mit der öffentlichen Meinung so zu spielen, dass sie ihn genauso betrachtet, wie er sich betrachtet wissen wollte, doch der sich der Medien bedienende Autor setzte alles daran, sich als eine Figur seiner Romane zu inszenieren.

Die vorliegende Ausgabe versammelt zum ersten Mal sämtliche zwischen 1950 und 1989 von Thomas Bernhard für die Öffentlichkeit bestimmten Texte - von den Gerichtsreportagen im Salzburg der fünfziger Jahre über die Tiraden der sechziger und siebziger Jahre gegen Gott und den Rest der Welt bis zu den Interviews im Zusammenhang mit Heldenplatz kurz vor seinem Tod.
  • Produktdetails
  • Verlag: Suhrkamp
  • Seitenzahl: 1488
  • Erscheinungstermin: 7. November 2015
  • Deutsch
  • Abmessung: 212mm x 134mm x 86mm
  • Gewicht: 1541g
  • ISBN-13: 9783518415221
  • ISBN-10: 3518415220
  • Artikelnr.: 20830405
Autorenporträt
Bernhard, Thomasgeboren am 9. Februar 1931, gestorben am 12. Februar 1989 in Gmunden (Oberösterreich). 1952-1957 Musik- und Schauspielstudium an der Akademie Mozarteum Salzburg, ab 1957 freier Schriftsteller. Zahlreiche Auszeichnungen, u. a. Österreichischer Staatspreis 1967, Georg-Büchner-Preis 1970.Kummer, Lukasgeboren 1988 in Innsbruck. 2007 zog er nach Kassel, um an der Kunsthochschule Illustration und Comic zu studieren. Von 2009 bis 2015 arbeitete er neben dem Studium für das Mechanische Institut der Uni Kassel als Illustrator und Gestalter. 2014 Studienabschluss und anschließendes Jahr als Meisterschüler bei Hendrik Dorgathen. Lukas Kummer arbeitet freischaffend als Illustrator und Comiczeichner. Veröffentlichungen in diversen Zeitschriften und Fanzines. Seine erste Graphic Novel "Die Verwerfung" erschien 2015, "Die Gotteskrieger" 2017. Zuletzt bei Residenz erschienen: "Die Ursache" (2018) und "Der Keller" (2019).
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Freudig verkündet Rezensent Karl-Markus Gauß das Erscheinen dieses Doppelbands, der die große Thomas-Bernhard-Werkausgabe abschließt. Die Auswahl der Herausgeber, die sich nur auf jene journalistischen Arbeiten, Reden, Interviews und Leserbriefe beschränkt, die eindeutig Bernhard zuzuordnen sind, findet der Kritiker klug und seriös, auch die Kommentierung erscheint ihm überzeugend. Die Texte selbst liest der Rezensent mit größtem Interesse: Gauß kann kaum glauben, wie aus dem jungen Journalisten, der häufig so nachlässig, klischeehaft und voreingenommen schreibt, dass dem Leser die Schamesröte ins Gesicht steigt, ein derart bedeutender Autor werden konnte. Allein Bernhards Besprechungen von Leseabenden "abgehalfterter" Salzburger Nazipoeten lassen jede Kritik und Ironie vermissen, loben dafür aber umso mehr Innigkeit, Ernsthaftigkeit und Naturempfinden der Dichter, berichtet der Rezensent. Die Texte über die Salzburger Heimat findet Gauß kitschig; mit Entsetzen liest er insbesondere die meist obrigkeitshörigen Gerichtsreportagen, etwa wenn Bernhard das Foltern von Jugendlichen einer Erziehungsanstalt verteidigt. Nichtsdestotrotz hat der Rezensent hier auch gelungene Texte, etwa einfühlsame Flüchtlingsreportagen oder herrliche Interviews, entdeckt.

© Perlentaucher Medien GmbH
"Diese 22 Bände Bernhard sind eine editorische Meisterleistung."

Rüdiger Görner, Die Presse, Wien 24.12.2015