Der Triumph der Löwen - Lemke, Arnold
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Die Deutsche Fußballmeisterschaft 1966 ist der größte Triumph in der Vereinsgeschichte des TSV 1860 München. Mit Spielern wie Radenkovic, Brunnenmeier, Patzke und Grosser sowie dem "Zuckerbrot-und-Peitsche"-Trainer Max Merkel dominierte man die Konkurrenten und belegte am Ende der Saison verdientermaßen Platz eins. Der Lokalrivale Bayern München war gerade erst aufgestiegen und fußballerisch noch die klare Nummer zwei in der bayerischen Landeshauptstadt. In ganz München, und keinesfalls nur auf dem Marienplatz, wurden die Löwen damals gefeiert und bejubelt. Die Autoren berichten von den…mehr

Produktbeschreibung
Die Deutsche Fußballmeisterschaft 1966 ist der größte Triumph in der Vereinsgeschichte des TSV 1860 München. Mit Spielern wie Radenkovic, Brunnenmeier, Patzke und Grosser sowie dem "Zuckerbrot-und-Peitsche"-Trainer Max Merkel dominierte man die Konkurrenten und belegte am Ende der Saison verdientermaßen Platz eins. Der Lokalrivale Bayern München war gerade erst aufgestiegen und fußballerisch noch die klare Nummer zwei in der bayerischen Landeshauptstadt. In ganz München, und keinesfalls nur auf dem Marienplatz, wurden die Löwen damals gefeiert und bejubelt. Die Autoren berichten von den Stationen der Meistersaison und sprechen mit einigen der damaligen Protagonisten. Viele Fotos lassen das Flair der Sechziger und das der sechziger Jahre wiederaufleben. Eine echte Hommage an einen großen Traditionsverein.

Limitierte und nummerierte Ausgabe: 1860 Exemplare!
  • Produktdetails
  • Verlag: Die Werkstatt
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 136
  • Erscheinungstermin: 14. April 2016
  • Deutsch
  • Abmessung: 300mm x 215mm x 15mm
  • Gewicht: 1034g
  • ISBN-13: 9783730702727
  • ISBN-10: 3730702726
  • Artikelnr.: 44149646
Autorenporträt
Roman Beer ist Löwen-Fan, seit er denken kann. Er arbeitet als Abteilungsleiter Fußball ehrenamtlich bei 1860 München und ist im Verlag Die Werkstatt Autor des Stadionbuchs »Kultstätte an der Grünwalder Straße«. Der Buchhändler Claus Melchior ist Mitverfasser der ebenfalls im Verlag Die Werkstatt erschienenen Vereinsgeschichte »Die Löwen«. Arnold Lemke ist Architekt und engagiert sich für die Rettung baukultureller Strukturen in München wie das Sechzger-Stadion.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Rudolf Neumaier wird gern nostalgisch mit den Autoren Roman Beer, Arnold Lemke und Claus Melchior, die in ihrem Buch den Mythos TSV 1860 ergründen. Sie machen das laut Rezensent zwar mit der Gewissenhaftigkeit von Historikern und größtmöglicher Nüchternheit, wenn sie Spieltag für Spieltag der Meister-Saison 1966 abklappern. Allein die Spielernamen und die Kuriositäten des Geschäfts zu jener Zeit lassen Neumaier jedoch ins Schwelgen kommen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 02.05.2016

Balgen
um den Ball
Als der TSV 1860 München Meister
wurde - ein Jubiläums-Band
Die Fußbälle, das lässt sich bestens bei Champions-League-Übertragungen beobachten, zischen heute wie Flipperkugeln über den Platz – wie Flipperkugeln aus Zelluloid. Der Kick selbst wirkt wie ein Videospiel: Die Männer auf dem Platz sind nicht mehr nur gut getrimmt, sie sind exakt programmiert. Manche, ein gewisser Ronaldo etwa, bewegen sich sogar wie Roboter. Ihre Programmierer, die Trainer, sprechen ja tatsächlich von Systemen, welche wiederum auf Philosophien beruhten. Philosophien! Im Fußball! Mitunter bietet dieser aufgeblasene Fußball von heute zwar recht gute Unterhaltung, aber Spektakel konnten die Kicker schon veranstalten, als die Stehplatzkarte bei einem Bundesliga-Topspiel noch 2,90 Mark kostete, die Bälle schwer wie Kanonenkugeln über den Platz flogen und das Spiel noch mehr nach einem jugendlichen Balgen um den Ball als nach Philosophien ausschaute.
  Vor genau fünfzig Jahren wurde der TSV 1860 München deutscher Meister. Aus diesem Anlass haben Claus Melchior, Roman Beer und Arnold Lemke ein Meisterschafts-Werk geschrieben, das nur wegen des Titels „Der Triumph der Löwen“ nach Jubiläumsbroschüre klingt. In Wahrheit sind Sentimentalitäten allenfalls zwischen den Zeilen und Ergebnissen versteckt, denn das Autorengespann aus einem Buchhändler und zwei Architekten hat so gewissenhaft in alten Zeitungen recherchiert, wie man das sonst nur von Historikern kennt. So bemerken sie zum Beispiel beiläufig, dass die Profis damals gleich auf der Rückfahrt am Tag nach einem Bundesliga-Auftritt zu Freundschaftsspielen antanzen mussten – eine wichtige Einnahmequelle, als es noch keine Fernsehmillionen gab. Die Texte dieser Chronik sind sehr nüchtern geschrieben. Und dennoch blüht bei der Lektüre die Nostalgie.
  In dieser Zeit trat man Reisen zu Europapokal-Spielen auch mal mit nur zwölf Mann an. Weil er „das Fliegen schlecht vertrug“, wurde der Spieler Heiß vom Trip nach Izmir dispensiert. Am Samstag darauf gegen Borussia Neunkirchen war er umso agiler und schoss beim 4:1 zwei Tore.
Spieltag für Spieltag, vom ersten bis zum 34., beschreiben die Autoren jedes einzelne Löwenspiel.
  München war damals die Fußballstadt Nummer eins in Deutschland. Bei den Lokalrivalen der Löwen, den Bayern, kickten schon Müller und Beckenbauer. Die Löwen aber hatten Petar Radenković, Fredi Heiß, Rudi Brunnenmeier, Željko Perušić, Peter Grosser, Friedhelm Konietzka, Otto Luttrop, Wilfried Kohlars, Manfred Wagner, Hansi Reich und Bernd Patzke – diese und die restlichen Namen kann so mancher der immer noch zahlreichen Sechzig-Fans aufsagen wie das Vaterunser. Vor allem hatten die Sechziger einen ausgefuchsten Trainer: Max Merkel, einen selbstgerechten und wegen seines Sarkasmus berüchtigten Österreicher. Später schrieb er Kommentare in der Bild-Zeitung.
  Immer wieder flammen Diskussionen über seine brachialen Trainingsmethoden auf. Denn allzu oft wirkte seine Truppe schlapp. Merkel tat die Kritik ab: „Wer keine Stimme hat, darf nicht an der Oper singen wollen.“ Den unermüdlichen Mittelfeldmotor Perušić nannte er Hendl. Und nach einer Derby-Schlappe gegen die Bayern bezeichnete er sein gesamtes Personal als „Hausmeister“. Dieses Spiel fand am 8. Januar auf einer Schneepiste statt – so etwas wie eine Winterpause kannte die Bundesliga noch nicht. Mit 40 000 Zuschauern war es nicht ausverkauft.
  Überhaupt fällt auf, dass sich der Anhang im Titelrennen des Jahres 1966 noch vergleichsweise gleichmütig verhielt: Zum vorletzten Heimspiel gegen Mönchengladbach, als 1860 punktgleich mit Dortmund an der Spitze konkurrierte, war mit 22 000 nur das halbe Grünwalder Stadion voll. Die Meisterfeier geriet dann aber zu einem Event: Trotz Regens säumten Tausende die Straßen beim Autokorso der Sieger. Es war die Krönung einer Saison, die den TSV 1860 zu einem Fußball-Mythos machte. Am kommenden Sonntag spielen die Löwen gegen Paderborn um den Klassenerhalt in der zweiten Liga. Es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn nicht mehr als 40 000 kommen. Die Mannschaft wirkt relativ unprogrammiert, aber zuletzt hat sie sich zweimal siegreich um den Ball gebalgt.
RUDOLF NEUMAIER
Roman Beer, Arnold Lemke, Claus Melchior: Der Triumph der Löwen. Die Meisterschaft 1966 des TSV München von 1860. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2016. 130 Seiten, 19,90 Euro.
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