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Bewertung von Marius aus Hungen

Die Frau Bartelotti bekommt ein Kind zugeschickt, aus versehen. Sie wollte kein Kind bekommen uind nimmt das Packet an, obwohl Sie nicht weiß was drin ist. Es stellt sich raus …


    Broschiertes Buch

19 Kundenbewertungen

Mit Kindern hat Frau Bartolotti nicht viel am Hut. Darum fällt sie aus allen Wolken, als sie mit der Post einen Sohn geschickt bekommt: Konrad aus der Konservenbüchse. Er ist schrecklich ordentlich und nahezu perfekt, und Frau Bartolotti ist sehr chaotisch. Aber dann gewinnt Frau Bartolotti Konrad so lieb, dass sie ihn gar nicht wieder hergeben will - auch wenn die unheimlichen Menschen aus der Konservenfabrik schon nach ihm suchen ...…mehr

Produktbeschreibung
Mit Kindern hat Frau Bartolotti nicht viel am Hut. Darum fällt sie aus allen Wolken, als sie mit der Post einen Sohn geschickt bekommt: Konrad aus der Konservenbüchse. Er ist schrecklich ordentlich und nahezu perfekt, und Frau Bartolotti ist sehr chaotisch. Aber dann gewinnt Frau Bartolotti Konrad so lieb, dass sie ihn gar nicht wieder hergeben will - auch wenn die unheimlichen Menschen aus der Konservenfabrik schon nach ihm suchen ...
  • Produktdetails
  • Oetinger Taschenbücher Bd.387
  • Verlag: Oetinger Taschenbuch
  • Seitenzahl: 157
  • Altersempfehlung: ab 10 Jahren
  • Erscheinungstermin: 1. Dezember 2015
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 137mm x 15mm
  • Gewicht: 260g
  • ISBN-13: 9783841503879
  • ISBN-10: 384150387X
  • Artikelnr.: 42775602
Autorenporträt
Christine Nöstlinger, geboren 1936 in Wien, ist die profilierteste Vertreterin der österreichischen Kinderliteratur. Sie studierte Gebrauchsgrafik und schrieb zunächst für Tageszeitungen, Magazine und den ORF. 1970 erschien ihr erstes Kinderbuch "Die feuerrote Friederike", das sie selbst illustrierte. Seitdem hat Christine Nöstlinger weit über 100 Erzählungen, Bilderbuchgeschichten und Romane verfasst. Ihr Werk ist in mehr als 20 Sprachen übersetzt und wurde international ausgezeichnet. Sie erhielt das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst und den Astrid-Lindgren-Gedächtnispreis, den höchstdotierten Kinderbuchpreis der Welt. In der Begründung der Jury heißt es, Christine Nöstlinger sei eine "wahre Nichterzieherin vom Kaliber Astrid Lindgrens". Christine Nöstlinger hat zwei erwachsene Töchter und lebt in Wien.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 29.09.2005

Band 4
Lust an der Anarchie
Christine Nöstlinger: „Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse”
Konrad kommt per Post als Paket ins Haus. Frau Berti Bartolotti hat ihn nicht bestellt. Aber da sie etwas schusselig ist und gern Bestellcoupons ausfüllt und einfach abschickt und oft auch nicht mehr weiß, was sie alles bestellt hat, behält sie Konrad, was aber gar nicht so einfach ist. Denn Konrad befindet sich als verschrumpeltes Halbfertigprodukt in einer Konservendose und muss erst einmal mittels der beigelegten Nährlösung auf Vordermann gebracht werden. Das glückt überraschend einfach. Nun ist Konrad ganz. Ein perfektes Kind. In der Fabrik, wo er herkommt, hat man ihn als Musterknaben gebaut, zum perfekten Traumkind einer Spießerfamilie programmiert. So was feines Kleines, superbrav und megahöflich, hätten viele Eltern gern. Nicht aber Frau Berti Bartolotti. Wie aus dem stinklangweiligen Superkind ein ganz normaler, frecher Junge wird, der am Ende auch noch trickreich vor seiner plötzlich auftauchenden echten Bestellfamilie gerettet werden muss, das wird in diesem ebenso lustigen wie spannenden Buch der österreichischen Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger erzählt.
Ein Kinderbuch? Natürlich. Aber nicht nur. Die Kids, die es lesen, werden sich diebisch freuen über Konrads Verwandlung in eine unberechenbare Alltagsgestalt, die sie nur zu gut kennen. Er ist dann wie sie, wie sie wären, wenn sie dürften, wenn sie nämlich so leicht chaotische, so schusselig-nette Eltern hätten wie sie in dem wenig perfekten Exemplar Berti Bartolotti vorgestellt werden. Zu ihrem Freund Egon, dem Apotheker, der sich als Vater des perfekten kleinen Konrad aufspielen möchte, sagt Frau Bartolotti erbost: „Dauernd wollen die Erwachsenen die Kinder anschmieren. Dauernd zeigen sie ihnen: Schaut nur her, wie mächtig und wie gescheit, wie klug und wie gut wir sind.” Und das geht der Berti Barolotti eben über die Hutschnur.
Bei allem Vergnügen also, das junge Leser an dieser glänzend erzählten Geschichte haben werden, ist es doch auch ein höchst lehrreiches Werk für die Erwachsenen, die Eltern, die es gekauft haben. Auch sie sollten es lesen. Sie werden sich amüsieren, manchmal schlucken, vielleicht seufzen, endlich aber könnten sie erkennen, dass Berti Bartolotti, diese Mutter wider Willen, so schusselig-vernünftig ist, wie sie, die lesenden Eltern, es einmal sein wollten. „Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse”, 1975 erschienen, ist im besten Sinne ein Buch für wirklich die ganze Familie.
Christine Nöstlinger, 1936 in Wien geboren, wo sie immer noch lebt, hat so ziemlich alles abgeräumt, was es an Jugendliteraturpreisen zu gewinnen gibt. Auch der „Konrad” ist auf der Auswahlliste des Deutschen Jugendliteraturpreises gelandet, und das ist fast schon so gut wie der Preis selbst. Durch alle Bücher Christine Nöstlingers zieht sich ein leiser, doch unüberhörbarer Gesang von der Lust an Anarchie, an kindlichem Selbstbewusstsein, an frecher, durchsetzungsfähiger Selbstbestimmung. Darin steckt Aufklärung über den ganz gewöhnlichen Alltag, darüber wie er ist, wie er sein könnte, wie er sein soll. Nöstlingers Geschichten sind Befreiungstaten. Deshalb tun sie so gut. KLAUS PODAK
Eine Büchse mit lebendigem Inhalt
Illustration: Frantz Wittkamp
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