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Der Roman einer Generation, für die das Hereinbrechen des Computerzeitalters identisch ist mit dem eigenen Erwachsenwerden. Randscharf, raffiniert, brillant. Dies ist die Geschichte von Marleen, die sich, noch ehe sie lesen lernt, in die Welt der Buchstaben verliebt. Hineingeboren in eine erfolgreiche Werber- und Illustratorenfamilie, träumt sie früh von wahrhaft Großem: der perfekten Schrift. An der Kunsthochschule hat sie Rückenwind, kann Marleen sich selbst Kontur verleihen. Ihr Pioniergeist treibt sie voran, bald steckt sie mittendrin in der Jobwelt der Achtziger - und erliegt deren…mehr

Produktbeschreibung
Der Roman einer Generation, für die das Hereinbrechen des Computerzeitalters identisch ist mit dem eigenen Erwachsenwerden. Randscharf, raffiniert, brillant.
Dies ist die Geschichte von Marleen, die sich, noch ehe sie lesen lernt, in die Welt der Buchstaben verliebt. Hineingeboren in eine erfolgreiche Werber- und Illustratorenfamilie, träumt sie früh von wahrhaft Großem: der perfekten Schrift. An der Kunsthochschule hat sie Rückenwind, kann Marleen sich selbst Kontur verleihen. Ihr Pioniergeist treibt sie voran, bald steckt sie mittendrin in der Jobwelt der Achtziger - und erliegt deren Verheißungen. Die Medien erfahren einen Schub, plötzlich geht alles rasend schnell, schon hat man den Halt verloren. Sie muss erste Rückschläge einstecken, berufliche wie private. Flexibilität ist gefragt, schon in den Anfangszeiten der Globalisierung, und Marleen gibt sich flexibel, koste es, was es wolle - in der Hoffnung, dass ihr Traum weniger flüchtig ist als die Welt, gegen die es gilt, ihn wahrzumachen.
  • Produktdetails
  • Suhrkamp Taschenbücher Nr.4472
  • Verlag: Suhrkamp
  • Seitenzahl: 255
  • Erscheinungstermin: 9. Dezember 2013
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 121mm x 27mm
  • Gewicht: 274g
  • ISBN-13: 9783518464724
  • ISBN-10: 3518464728
  • Artikelnr.: 38214471
Autorenporträt
Ziegler, Ulf Erdmann
Ulf Erdmann Ziegler, geboren 1959 in Neumünster/ Holstein. Sein Roman Hamburger Hochbahn stand auf Platz 1 der SWR-Bestenliste, 2008 erhielt er den Friedrich-Hebbel-Preis. 2012 erschien Nichts Weißes, später nominiert für den Deutschen Buchpreis und den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis, »eine neue Art realistischen Erzählens«. Ulf Erdmann Ziegler lebt in Frankfurt am Main.
Rezensionen
»... ein bildkräftiger und bedeutungsstarker Roman. Das liegt am genauen, scharfen Blick des Erzählers, seinem Sinn für Details wie auch für die großen Zusammenhänge, die sich aus der kunstvollen Komposition der Einzelteile ergeben, und nicht zuletzt an der präzisen und sinnlichen Sprache, die Personen und gesellschaftlichen Konstellationen ihre je eigene Geschichte entlocken kann.«
"Eine Architektur des Denkens und Fühlens."
Ulrich Rüdenauer, taz. die tageszeitung 23.08.2012

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Ulf Erdmann Ziegler hat den "perfekten Deutschen-Buchpreisanwärter-Roman" geschrieben, meint Astrid Kaminski und findet eine ganze Reihe von Gründen für diese Perfektion. Das Buch sei - unter anderem - "historisch wertvoll, implizit gesellschaftskritisch", die Identifikationsfigur sei nicht "zu exotisch" und trotz einiger Witze über die Deutsche Bahn sei "Nichts Weißes" deswegen nicht gleich humorlos, wie die Rezensentin versichert. Die Perfektion reizt Kaminski aber zu leisem Widerspruch. Die Ausrutscher der ansonsten idealisierten Protagonistin Marleen seien "kluge Beigaben" des Autors, manche Charaktere entsprechen fast Stereotypen und Zieglers Erzähltechnik ähnele einem strukturalistischen Setzkasten. Dem Autor gelinge eigentlich alles, was er sich vermutlich vorgenommen habe, meint die Rezensentin. Daraus, dass der Roman den Leser nicht "sprachlich überrumpelt" oder in seine "Fragestellung verwickelt", will sie ihm deshalb keinen Vorwurf machen. Kaminskis Widerspruch bleibt - halbwegs - unterschwellig.

© Perlentaucher Medien GmbH