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Wir leben in einem parasitären System. Darin ist die schnelle Mitnahme von Gewinn, Shareholderdividenden und Bankerboni attraktiver als das Schaffen von Wert, als der produktive Prozess, der eine gesunde Wirtschaft und Gesellschaft antreibt. Wir verwechseln die Schöpfer mit den Abschöpfern und haben den Blick dafür verloren, was wirklich Wohlstand schafft. Die renommierte amerikanisch-italienische Ökonomin Mariana Mazzucato stellt in ihrem neuen Buch die für die Veränderung unseres Wirtschaftssystems entscheidende Frage: Wer schöpft Werte und wer zerstört sie? Im Kern geht es darum, in welcher…mehr

Produktbeschreibung
Wir leben in einem parasitären System. Darin ist die schnelle Mitnahme von Gewinn, Shareholderdividenden und Bankerboni attraktiver als das Schaffen von Wert, als der produktive Prozess, der eine gesunde Wirtschaft und Gesellschaft antreibt. Wir verwechseln die Schöpfer mit den Abschöpfern und haben den Blick dafür verloren, was wirklich Wohlstand schafft. Die renommierte amerikanisch-italienische Ökonomin Mariana Mazzucato stellt in ihrem neuen Buch die für die Veränderung unseres Wirtschaftssystems entscheidende Frage: Wer schöpft Werte und wer zerstört sie? Im Kern geht es darum, in welcher Welt wir eigentlich leben wollen. Wir brauchen einen neuen Kapitalismus, von dem alle etwas haben! "Eine Ökonomin entzieht der Businesselite die Lizenz zum Auftrumpfen." manager magazin
  • Produktdetails
  • Verlag: Campus Verlag
  • Originaltitel: The Value of Everything. Making and Taking in the Global Economy
  • Artikelnr. des Verlages: 50998
  • Seitenzahl: 407
  • Erscheinungstermin: 5. März 2019
  • Deutsch
  • Abmessung: 225mm x 147mm x 33mm
  • Gewicht: 642g
  • ISBN-13: 9783593509983
  • ISBN-10: 3593509989
  • Artikelnr.: 53202833
Autorenporträt
Mariana Mazzucato ist Professorin für Innovationsökonomie und Public Value sowie Direktorin des Institute for Innovation and Public Purpose am University College London. Sie berät Politiker in aller Welt zu Fragen eines smarten und nachhaltigen Wachstums, unter anderem auch die NASA, die Europäische Raumfahrtagentur ESA und die Inter-American Development Bank. 2014 hat sie ihr viel beachtetes Buch "Das Kapital des Staates" veröffentlicht.
Inhaltsangabe
VorwortGeschichten über die Entstehung von Wohlstand 11Einführung. Makers versus Takers 19Landläufige Kritik an der Wertabschöpfung 23Was ist Wert? 25Die Produktionsgrenze28Der Wert einer Werttheorie32Zum Aufbau des Buches36Kapitel 1. Eine kurze Geschichte des Werts 43Die Merkantilisten: Handel und Staatsschatz 45Die Physiokraten: Die Antwort liegt in der Krume 51Die klassische Ökonomie: Der Wert der Arbeit 57Kapitel 2. Wert als subjektive Größe: Der Aufstieg der Marginalisten 87Andere Zeiten, andere Theorien 88Der Niedergang der Klassiker 89Vom Objektiven zum Subjektiven: Eine neue Werttheorie auf der Basis individueller Präferenzen 91Der Aufstieg der »Neoklassiker« 94Kapitel 3. Wie misst man den Wohlstand der Nationen? 109BIP: Eine gesellschaftliche Konvention 111Die Geburt der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung 119Die Wertschöpfung des Staats im BIP 122Das Merkwürdige an der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung: BIP facit saltum!128Kapitel 4. Der Finanzsektor: Geburt eines Ungetüms 141Banken und Finanzmärkte verbünden sich 143Das Bankenproblem 145Deregulierung und das Saatgut des Crashs 153Die Herren der (Geld-)Schöpfung 158Der Finanzsektor und die »richtige« Wirtschaft161Von Ansprüchen auf Profite zu Ansprüchen auf Ansprüche 168Schulden in der Familie 173Schlussfolgerung 180Kapitel 5. Der Aufstieg des Kasinokapitalismus 183Der entfesselte Prometheus (mit Pilotenschein) 186Neue Akteure der Volkswirtschaft 192Wie die Finanzwirtschaft Wert abschöpft 197Schlussfolgerung 214Kapitel 6. Die Finanzialisierung der Realwirtschaft 216Der Aktienrückkauf als Bumerang 218Die Maximierung des Shareholder-Value 220Der Rückzug des »geduldigen« Kapitals 228Kurzfristiges Denken und unproduktives Investieren 232Finanzialisierung und Ungleichheit 236Von der Maximierung des Shareholder-Value zum Stakeholder-Value 243Schlussfolgerung 247Kapitel 7. Wertabschöpfung durch die Innovationswirtschaft 249Geschichten um die Wertschöpfung 249Wie kommt es zu Innovation? 251Die Finanzierung der Innovation 256Patentierte Wertabschöpfung 264Unproduktives Unternehmertum 269Die Preisgestaltung der Pharmabranche 271Netzwerkeffekte und Pioniervorteile 278Über Schöpfung und Abschöpfung digitalen Werts 286Risiken und Früchte teilen 289Schlussfolgerung 293Kapitel 8. Der unterbewertete öffentliche Sektor 297Die Mythen der Austerität 301Der Wert des Staats in der Geschichte des ökonomischen Denkens 308Keynes und der antizyklische Staat 312Der Staat in den volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen 316Neue Politische Ökonomie: Theorie der Privatisierung und des Outsourcings 321Es braucht wieder Selbstvertrauen und Ziele 333Privater und öffentlicher Sektor - jeder, was er verdient 337Kapitel 9: Eine Ökonomie der Hoffnung 346Märkte als Ergebnisse 352Volkswirtschaft mit Mission 355Eine bessere Zukunft für alle 358Dank 360Anmerkungen 363Bibliografie 391Register403
Rezensionen
»Angesichts der Frage, wie wir nachhaltiges Wirtschaftswachstum fördern und zunehmender Ungleichheit entgegenwirken können, stellt das Buch von Mariana Mazzucato eine wichtige Diskussionsbasis dar. Ich kann es daher nur jedem als Lektüre empfehlen.« Friederike Welter, Präsidentin des Instituts für Mittelstandsforschung in Bonn, wiwo.de, 14. Oktober 2020»Ein Virus krempelt die Ordnung um. Der Staat, vielerorts als Bürokratiemonster verschrien, das auch noch Steuern dafür verlangt, wird zum Retter in der Not. Da kommt ein Buch gerade zur richtigen Zeit.« Rita Flubacher, Tages-Anzeiger, 6. April 2020»Ich glaube, das hilft, um sich die Zukunft vorzustellen.« Papst Franziskus, Vatican News, 30. März 2020»Wie kann es sein, dass wir heute widerspruchslos akzeptieren, ein bloßes Aufbewahren und Verwalten von Geld sei produktiv? Mazzucato erinnert daran: Bis in die 1960er galt der Finanzsektor im Sinne des BIP nicht als wertschöpfend. Heute rechtfertigen Banker ihre astronomischen Saläre damit, was für Gewinne sie einfahren, und nehmen das als Beleg für Produktivität. Wie es dazu kam, zerpflückt Mazzucato gründlich. Und schlägt vor, was dagegen getan werden könnte.« Pepe Egger, Der Freitag, 11. Dezember 2019»Mazzucato plädiert fur eine Stakeholder-Perspektive mit sozialen und nachhaltigen Zielen, die Management, Beschäftigte und Konsumenten, also Unternehmen und Gesellschaften, angemessen beteiligt. Sie leistet einen lesenswerten Beitrag fur eine von ihr geforderte neue Ökonomie der Hoffnung.« Norbert Fabian, Publik-Forum, 26. Juli 2019»Die Ökonomin rückt in ihrem wichtigen Buch die Verhältnisse Seite um Seite gerade und geht dabei wohltuend differenziert vor.« Caspar Dohmen, Deutschlandfunk »Andruck - Das Magazin für Politische Literatur«, 15. April 2019»Gut lesbar und äusserst lehrreich.« Markus Diem Meier, Tages-Anzeiger, 18. März 2019…mehr