Versuch die Metamorphose der Pflanzen zu erklären. Dt. /Isländ. - Goethe, Johann W von
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Wenige Monate nach der Schließung des einzigen Goethe-Institutes in Island, im März 1998 eröffnet Wolfgang Müller in Reykjavík ein "privates Goethe-Institut" - als Installation im Nylistsafn-Museum. Drei Jahre später, im März 2001 droht die Rechtsabteilung der Goethe-Institutszentrale plötzlich mit hohen Strafgeldern für den Fall, das sich Müller weiterhin Direktor eines Goethe-Institutes nennen würde. Um das unter finanziellen Problemen leidende Goethe-Institut nicht mit einem Prozess gegen sich zu belasten, nennt Müller sein Projekt nach Goethes letztem Enkel, in Walther von Goethe…mehr

Produktbeschreibung
Wenige Monate nach der Schließung des einzigen Goethe-Institutes in Island, im März 1998 eröffnet Wolfgang Müller in Reykjavík ein "privates Goethe-Institut" - als Installation im Nylistsafn-Museum. Drei Jahre später, im März 2001 droht die Rechtsabteilung der Goethe-Institutszentrale plötzlich mit hohen Strafgeldern für den Fall, das sich Müller weiterhin Direktor eines Goethe-Institutes nennen würde. Um das unter finanziellen Problemen leidende Goethe-Institut nicht mit einem Prozess gegen sich zu belasten, nennt Müller sein Projekt nach Goethes letztem Enkel, in Walther von Goethe Foundation um. Die Foundation hat nun die Erstübersetzung und Veröffentlichung von Goethes erstem naturwissenschaftlichen Text ins Isländische ermöglicht. Daneben findet sich auch der deutsche Originaltext von 1790 in unveränderter Orthographie. Das Buch ist zudem mit einem Text zur Entstehungsgeschichte der Walther von Goethe Foundation versehen. Die Metamorphose der Pflanzen zählt zu Goethes naturwissenschaftlichen Hauptwerken. Es ging ihm um den Nachweis eines organischen Aufbaus der Naturphänomene und einer prozeßhaften Entwicklung. Mit der Arbeit kann man Goethe als einen der bedeutensten Vorläufer Darwins bezeichnen, sie gilt als wegbereitend für die Darwinsche Evolutionslehre. Zu Goethes Zeit hat die "Metamorphose der Pflanzen" nur sehr reservierte Aufnahme gefunden. Im Vergleich zur rein experimentellen und rationalistischen modernen Naturwissenschaft enthalten Goethes Untersuchungen durchaus spekulative Elemente. Aber sein Blick auf das Ganze hat angesichts des heutigen Zerfalls in immer spezialisiertere Disziplinen seine vermehrte Bedeutung behalten.
  • Produktdetails
  • Verlag: Schmitz, Martin / Schmitz, Martin Verlag
  • Seitenzahl: 112
  • Erscheinungstermin: Januar 2002
  • Deutsch, Isländisch
  • Abmessung: 180mm x 116mm x 12mm
  • Gewicht: 134g
  • ISBN-13: 9783927795327
  • ISBN-10: 3927795321
  • Artikelnr.: 27450450
Autorenporträt
Johann W. von Goethe, geb. am 28.8.1749 in Frankfurt a.M., gest. am 22.3.1832 in Weimar. Jurastudium in Leipzig und Strassburg. Lebenslanges Wirken in Weimar. Reisen zum Rhein, nach der Schweiz, Italien und Böhmen. Frühe Erfolge mit den Sturm und Drang-Stücken 'Götz' und 'Werther', Gedichte (herrliche Liebeslyrik), Epen, Dramen ('Faust', 'Tasso', 'Iphigenie' u. v. a.), Autobiographien. Zeichner und Universalgelehrter: Botanik, Morphologie, Mineralogie, Optik. Theaterleiter und Staatsmann. Freundschaft und Korrespondenz mit den grössten Dichtern, Denkern und Forschern seiner Zeit (Schiller, Humboldt, Schelling . . .). Goethe prägte den Begriff Weltliteratur, und er ist der erste und bis zum heutigen Tag herausragendste Deutsche, der zu ihren Vertretern gehört.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Als "endgültigen Beweis für die Verwandlung von Dichtung in Wahrheit" sieht Ansgar Warner diesen ersten Band in der "eigenen Schriftenreihe" der in Reykjavik ansässigen Walther von Goethe Foundation, benannt nach dem "kaum bekannten schwulen Enkel" des Dichters. Zwar bekenne der Herausgeber Wolfgang Müller, seines Zeichens "Elfenforscher, Musiker und Orchideenfreund", dass die hier vorgestellte Pflanzenmorphologie von Goethe "wissenschaftlich überholt" sei, aber sprachlich eben "sehr schön", berichtet Warner. Allerdings hat den Rezensenten das skurrile Hin und Her zwischen Goethe-Institut und Herausgeber, das schließlich zur Gründung der Foundation in Reykjavik führte, ganz offensichtlich mehr beeindruckt als der Goethesche Text, über den wir hier nichts weiter erfahren.

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