Die Tri_logische Sezierung des lobbykratischen Zeitalters Band I: Es werde mehr Licht! - Mehr Demokratie wagen in der Lobbykratie? Untersuchung über die Konsequenzen der bürgerlichen Real-Demokratie - Endemann, Joachim H. E.

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[...] diese [sehen sich] als die Damen und Herren der Gesellschaft, und nicht als begünstigte Mitglieder eines Staates [...]. Wenn es auch Fälle geben soll, wo jemand von sich behauptet, er nähme allein aufgrund seiner Qualitäten bestimmenden Einfluss auf die Gesellschaft. Es muss aber die Frage gestellt werden, ob es sich nicht tatsächlich so verhält, dass seine Qualitäten den Bedürfnissen der Machtelite des von ihm bewohnten Nationalstaates entsprechen müssen - wollte er "verändernden" Einfluss auf die Gesellschaft nehmen, seine "Qualitäten" demnach in deren Sinne "brauchbar" sein müssten…mehr

Produktbeschreibung
[...] diese [sehen sich] als die Damen und Herren der Gesellschaft, und nicht als begünstigte Mitglieder eines Staates [...]. Wenn es auch Fälle geben soll, wo jemand von sich behauptet, er nähme allein aufgrund seiner Qualitäten bestimmenden Einfluss auf die Gesellschaft. Es muss aber die Frage gestellt werden, ob es sich nicht tatsächlich so verhält, dass seine Qualitäten den Bedürfnissen der Machtelite des von ihm bewohnten Nationalstaates entsprechen müssen - wollte er "verändernden" Einfluss auf die Gesellschaft nehmen, seine "Qualitäten" demnach in deren Sinne "brauchbar" sein müssten ... Das bedeutete aber auch, dass die Masse der Bewohner eines Nationalstaates keineswegs jene Repräsentanten hätte, die sie verdiente - wie so gern von als besonders radikal geltenden Zeitgenossen behauptet wird (denn es sind ja gar nicht die ihren, bspw. in großen Wahlkrämpfen zur Wahl stehenden Politiker - immerhin dürfte es andernfalls nicht diese eklatanten Widersprüche zwischen dem in solchen Krämpfen Abgesonderten und dem danach politisch Praktizierten geben), sondern die Machtelite eines Nationalstaates hat selbstverständlich an jenen entscheidungsrelevanten Stellen genau solche Figuren, die ihr machttechnisch nützlich sind [...]. - Gewiss, solche mit Feigenblattfunktion, nun, die gibt es schon, und die stellt man auch gern ins Fenster, allerdings, entscheidungsrelevant sind die nie ... [...] Teilband 4, Kapitel: 22: "Der Soziale Rechtsstaat im Gegensatz zum bürgerlichen Sozialstaat", Seiten 54 f.
  • Produktdetails
  • Verlag: Endemannverlag
  • Seitenzahl: 364
  • 2018
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 148mm x 22mm
  • Gewicht: 526g
  • ISBN-13: 9783981801996
  • ISBN-10: 3981801997
  • Artikelnr.: 52415393
Autorenporträt
_In seinen Büchern soll der Charakter des Schriftstellers zum Ausdruck kommen._ Joachim Endemann ist am 26. Oktober 1953 in Mülheim an der Ruhr geboren. Es begann schon in der ersten Schulzeit, zuerst noch aus einem Gefühl heraus, sich zu äußern, wenn "etwas nicht zu stimmen" schien - ob in der Schulklasse oder im Verhalten von Menschen untereinander. Dann, mit wachsendem Bewusstsein, waren es insbesondere die Diskussionen während der weiterführenden Schulzeit (Fachhochschulreife), die zur Artikulation seiner eigenen Sichtweise beitrugen: es zählte das bessere Argument. Diese Entwicklung setzte sich fort während der beruflichen (Schaufenstergestalter; Krankengymnast) und der (primär fernuniversitären) Studienzeit (zuerst 4 Semester an der Fernuniversität Hagen, u.a. Sozialwissenschaften, dann in den 80er Jahren 2 Semester Kunstgeschichte, mit dem Schwerpunkt "Ikonographie", an der Universität Santiago de Compostela und, nochmals Jahre später, d.h. in den 90er Jahren, 4 Semester Études germaniques [inkl. "Histoire contemporaine allemande"] im Rahmen eines Fernstudiums am "Mirail" in Toulouse, d.h. zu der Zeit, als der Autor in seinem Haus in den franz. Pyrenäen oft lange Monate des Jahres verbringen konnte). Unter anderem wurden diese Studien von Übersetzungsarbeiten begleitet, wodurch sich das Verständnis von Themenkomplexen und ihrer mehr oder weniger guten Ausleuchtung durch die jeweiligen schriftlich verfassten Darlegungen festigte. Denn, wie sagt der Autor so treffend: Geschichte ist das eine, die Schreibung von Geschichte, die Geschichtsschreibung also, ist das andere. Das heißt "Geschichte" und "Geschichtsschreibung" sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Ein wesentlicher Ausdruck seines Charakters ist, dass für den Autor in seinem Leben nie "Karrieremachen" von Bedeutung war, sondern statt dessen ein besseres Verständnis von den anderen Menschen und von sich selbst (las man einst nicht ohne Grund am Apollon-Tempel in Delphi: Gnothi sauton: "Erkenne dich selbst"?) - dass sich jenes erschließen möge, was Anthropos bedeuten kann: wozu dann allerdings auch das Wissen von den Bedingungen gehört, dass sich das jedem Menschen innewohnende Potential tatsächlich entfalten kann. Hierin liegt der Ansatz zum Verständnis seiner Bücher, die in der "Edition scheuklappenfrei" erscheinen.