Das Rätsel Schizophrenie - Häfner, Heinz
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Das Standardwerk zur Schizophrenie Die Schizophrenie gilt in der Öffentlichkeit als Inbegriff der psychischen Erkrankung. Gespeist aus einer Mischung von Vorurteilen, Furcht und Unkenntnis zieht sie besonderes Interesse auf sich, vielleicht weil sie in ihren unbehandelten Symptomen so fremdartig, unverständlich und unberechenbar wirkt. Dieses Buch versucht, die neuesten Ergebnisse der Schizophrenieforschung zu erläutern und so einer der geheimnisvollsten seelischen Erkrankungen den Ruf des Unheimlichen und der Ausweglosigkeit zu nehmen.…mehr

Produktbeschreibung
Das Standardwerk zur Schizophrenie
Die Schizophrenie gilt in der Öffentlichkeit als Inbegriff der psychischen Erkrankung. Gespeist aus einer Mischung von Vorurteilen, Furcht und Unkenntnis zieht sie besonderes Interesse auf sich, vielleicht weil sie in ihren unbehandelten Symptomen so fremdartig, unverständlich und unberechenbar wirkt. Dieses Buch versucht, die neuesten Ergebnisse der Schizophrenieforschung zu erläutern und so einer der geheimnisvollsten seelischen Erkrankungen den Ruf des Unheimlichen und der Ausweglosigkeit zu nehmen.
  • Produktdetails
  • Verlag: Beck
  • 3., überarb. Aufl.
  • Seitenzahl: 440
  • 2005
  • Ausstattung/Bilder: 440 S. mit 54 Abbildungen und 49 Tabellen. 218 mm
  • Deutsch
  • Abmessung: 221mm x 156mm x 29mm
  • Gewicht: 620g
  • ISBN-13: 9783406524585
  • ISBN-10: 3406524583
  • Best.Nr.: 08633054
Autorenporträt
Prof. Heinz Häfner studierte Medizin, Philosophie und Psychologie. Nach Weiterbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Neurologie Habilitation und Berufung auf den Lehrstuhl für Psychiatrie. Planung, Gründung und Leitung des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit, eines außeruniversitären nationalen Forschungsinstituts, das als Stiftung des öffentlichen Rechts mit der Universität Heidelberg eng verbunden ist. 25 Jahre Sfb-Forschung, Mitglied des Advisory Committee for Biomedical Research der WHO, des Wissenschaftsrats und vieler nationaler und internationaler Forschungsgremien, Beratung mehrerer Staaten und Städte in Aufbau und Organisation von Diensten für die seelische Gesundheit. Forschungsleistungen auf dem Gebiet der psychiatrischen Epidemiologie, besonders bei affektiven, schizophrenen und Alterserkrankungen.
Inhaltsangabe
Inhalt
Vorwort

Einleitung: Was Schizophrenie nicht ist
Was ist Schizophrenie?
Die Geschichte der Schizophrenie.
Erleben und Verhalten in der Krankheit - Die Psychopathologie der Schizophrenie
Vorgeburtliche und kindliche Vorläufersymptome der Schizophrenie: Risikofaktoren oder frühe Zeichen einer Krankheit?
Der Verlauf der Schizophrenie
Stigma, Diskriminierung und ihre Folgen
Wie häufig ist die Schizophrenie?
Begleit- und Folgeerkrankungen der Schizophrenie (Komorbidität)
Die Kosten der Krankheit
Neuropsychologische Defizite in der Krankheit: Zeichen der Krankheitsanfälligkeit?
Ursachen und Risikofaktoren der Schizophrenie
Das Fenster zum Gehirn
Schizophrene Störungen und Wahnkrankheiten im Alter
Vorbeugung, Behandlung und Rehabilitation der Schizophrenie
Schizophrenie und Gewalttätigkeit
Die Kunst Schizophrener
Zusammenfassung und Ausblick

Adressen
Sachregister

Vorwort zur vierten Auflage

1. Einleitung

2. Was ist Schizophrenie? Krankheit, Störung, Behinderung?

3. Die Geschichte der Schizophrenie und ihrer Behandlung

4. Erleben und Verhalten - Die Psychopathologie der Schizophrenie

5. Vorläufersymptome der Schizophrenie in Kindheit und Jugend: Risikofaktoren oder frühe Zeichen einer Krankheit

6. Der Verlauf der Schizophrenie und ihrer Symptomdimensionen

7. Stigma, Diskriminierung und ihre Folgen

8. Epidemiologie: Wie häufig ist die Schizophrenie?

9. Auslöser, Begleit- und Folgeerkrankungen der Schizophrenie (Komorbidität)

10. Neuropsychologische Befunde bei Schizophrenie und das Vulnerabilitäts-Stress-Coping-Modell

11. Ätiologische Risikofaktoren für Schizophrenie - Genetik, Person und Umwelt

12. Das Fenster zum Gehirn

13. Schizophrene Störungen im Alter

14. Vorbeugung, Behandlung und Rehabilitation der Schizophrenie

15. Schizophrenie und Gewalttätigkeit

16. Die Kunst Schizophrener - Kunst als Therapie

Personenregister
03
achregister
Rezensionen
Besprechung von 11.05.2005
Ganz ohne Vorurteile
Schizophrenie - ein rätselhaftes Leiden

Vorurteile über Schizophrene gibt es zuhauf. Wer kennt nicht die verzerrende Darstellung von "gewalttätigen Irren". Das Wissen über Schizophrenie ist indes denkbar gering. Kaum bekannt ist zum Beispiel, daß man noch im hohen Alter erstmals von Wahn und Halluzinationen oder dem verwirrenden Auseinanderfallen der eigenen Person heimgesucht werden kann.Nach dem Credo, daß nur gründliches Informieren Abhilfe zu schaffen vermag, hat Heinz Häfner vor vier Jahren ein Buch über "Das Rätsel Schizophrenie" vorgelegt. Das kurz nach seinem Erscheinen prämierte Werk ist jetzt in der 3., vollständig überarbeiteten Auflage erschienen. Häfner ist zum einen als ein international anerkannter und vielfach ausgezeichneter Forscher dazu prädestiniert, den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand lückenlos zu berücksichtigen. Der ehemalige Direktor des Zentralinstitutes für Seelische Gesundheit in Mannheim schöpft zudem aus einer jahrzehntelangen ärztlichen Erfahrung mit Schizophrenen. Ein unbedingtes Wohlwollen gegenüber den Kranken prägt dieses Buch. Weder kokettiert es mit einer Zurschaustellung bizarrer Krankheitsphänomene, der viele Experten in der Vergangenheit nicht widerstehen konnten, noch verbirgt es die Verstörung, die solche Patienten immer auch herausfordern, hinter einem Schutzschild aus biochemischen oder neuropsychologischen Befunden. Deshalb ist das Buch eine Wissensquelle für einschlägig Interessierte oder die Betroffenen selbst. Vor allem deren Angehörige und Freunde finden darin so ziemlich alles über Schizophrenie, nur keine Vorurteile.

mls

Heinz Häfner: "Das Rätsel Schizophrenie. Eine Krankheit wird entschlüsselt". 3. Auflage, Verlag C.H. Beck, München 2005. 440 S., 26,90 Euro.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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"Häfner ist ein eindrucksvoller, sehr empfehlenswerter Band gelungen."
Rheinischer Merkur

"Heinz Häfner ... hat eine bedeutende Monografie vorgelegt, die dem Rätsel Schizophrenie in wohltuend sachlich-wissenschaftlicher Art begegnet und zudem von klinischer Erfahrung und Empathie geprägt ist ... Dieses Werk ist ein Muß für jeden, der sich mit der Schizophrenie beschäftigt."
Henrik Walter, Psychologie heute

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Horst Petri, selbst Psychiater, ist enttäuscht von dem Buch, seine Begründung jedoch widersprüchlich. So beklagt Petri, dass Häfner die Krankheit vor allem auf biologische Ursachen zurückführt, gibt dann aber zu, dass der Autor diese Befunde selbst "durchaus kritisch" vorstellt. Die Hoffnung Häfners, dass die Psychopharmakaforschung bald bessere Medikamente findet, um die "quälende Symptomatik" zu lindern, teilt Petri ausdrücklich. Offenbar steht er Biologie und Chemie gar nicht so abweisend gegenüber, wie es erst den Anschein hat. Enttäuscht ist er wohl vor allem, weil Häfner den "tiefenpsychologischen Beitrag" zu einem "ganzheitlichen Verständnis" der Schizophrenie in seinem Buch völlig außen vor lässt. Der Rezensent ist nämlich überzeugt, dass Schizophrenie mehr ist "als ein gestörter Dopaminstoffwechsel in den Synapsen des Gehirns".

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