Chronik der großen Transformation 2. Artikel und Aufsätze (1920-1945) - Polanyi, Karl

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Den Schwerpunkt des zweiten Bandes unserer dreibändigen Polanyi-Ausgabe bilden die Analysen der internationalen Beziehungen. Polanyi untersucht das System von Versailles, die Wechselfälle des Völkerbundes, den Frieden von Locarno, die Auseinandersetzung zwischen "Revisionismus" und "Antirevisionismus", den Aufstieg des Faschismus in Italien, das Scheitern der Beschwichtigungspolitik, die Machtergreifung des Nationalsozialismus in Deutschland, den spanischen Bürgerkrieg und schließlich die Konflikte, die in den Zweiten Weltkrieg münden. Polanyis zentrale These ist, dass der Beginn der dreißiger…mehr

Produktbeschreibung
Den Schwerpunkt des zweiten Bandes unserer dreibändigen Polanyi-Ausgabe bilden die Analysen der internationalen Beziehungen. Polanyi untersucht das System von Versailles, die Wechselfälle des Völkerbundes, den Frieden von Locarno, die Auseinandersetzung zwischen "Revisionismus" und "Antirevisionismus", den Aufstieg des Faschismus in Italien, das Scheitern der Beschwichtigungspolitik, die Machtergreifung des Nationalsozialismus in Deutschland, den spanischen Bürgerkrieg und schließlich die Konflikte, die in den Zweiten Weltkrieg münden. Polanyis zentrale These ist, dass der Beginn der dreißiger Jahre einen irreversiblen historischen Bruch darstellt, durch den der Charakter der internationalen Beziehungen grundlegend verändert wird. Die Allianzen wie die Kontroversen hängen nach 1933 nicht mehr von den Widersprüchen des "Systems von Versailles" ab, sondern vom Gegensatz zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Projekten: Demokratie versus Faschismus bzw. Sozialismus versus Kapitalismus. Gleichzeitig macht er deutlich, dass die Ursprünge der faschistischen Bewegungen in der Krise des liberalen Kapitalismus und nicht in der Machtergreifung der Sowjets zu suchen sind. Er widerspricht damit vehement allen Interpretationen, die den Faschismus als eine Reaktion gegen die sozialistische Bedrohung darzustellen versuchen. Im letzten Artikel schließlich skizziert er die Alternativen einer Nachkriegsordnung, die bis heute aktuell sind: Universeller Kapitalismus oder pluralistische Weltordnung?
Autorenporträt
Karl Polanyi (1886-1964), in Wien geboren, studiert Recht und Philosophie in Budapest, gründet und wird erster Präsident des Galilei-Kreises, eines Begegnungszentrums für fortschrittliche Intellektuelle. 1919 nach Wien und von dort 1933 nach England emigriert, arbeitet er bis 1938 für den Österreichischen Volkswirt. Von 1940-43 erhält er ein Stipendium, um in den USA die Arbeit an der Great Transformation abzuschließen. Von 1947 bis 1953 ist er als Visiting Professor an der Columbia University tätig. 1957 publiziert er (zusammen mit C.M Arensberg und H.W. Pearson) Trade and Market in the Early Empires. Posthum erschienen: Dahomey and the Slave Trade (1966); Primitive, Archaic and Modern Economies(1968), The Livelihood of Man(1977); in deutscher Sprache: The Great Transformation(1978), Ökonomie und Gesellschaft (1979).

Die Herausgeber
Michele Cangiani unterrichtet ökonomische Soziologie an der Universität Venedig. Neben der Herausgabe zahlreicher Schriften Karl Polanyis in italienischer Sprache gehören zu seinen Veröffentlichungen: The Milano Papers (Hg.), Montréal 1997; Economia e Democrazia, Padua 1998.

Claus Thomasberger lehrt Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftspolitik an der FHTW Berlin und der Wirtschaftsuniversität Wien. Zu seinen Veröffentlichungen gehören: Europäische Währungsintegration und globale Währungskonkurrenz, Tübingen 1993; Europäische Geldpolitik (Hg.), Marburg 1995.