16,90 €
versandkostenfrei*

inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
0 °P sammeln

    Gebundenes Buch

1 Kundenbewertung

Vor langer Zeit, als man für den Dollar noch 870 Lire erhielt, kam Joseph Brodsky zum ersten Mal nach Venedig. Er war zweiunddreißig Jahre alt und kannte die Stadt bisher nur aus einem zerfledderten Buch von Henri de Regnier und von ein paar kostbar gehüteten Postkarten, die ihm eine Jugendfreundin einst zum Geburstag geschenkt hatte. Aber seit jener Zeit stand für den Dichter aus Petersburg fest: "Sollte ich einmal Rußland verlassen dürfen, dann würde ich sofort nach Venedig reisen." Seitdem ihn seine Landsleute ausgebürgert haben, reist er nun jedes Jahr von New York nach Venedig, im Winter,…mehr

Produktbeschreibung
Vor langer Zeit, als man für den Dollar noch 870 Lire erhielt, kam Joseph Brodsky zum ersten Mal nach Venedig. Er war zweiunddreißig Jahre alt und kannte die Stadt bisher nur aus einem zerfledderten Buch von Henri de Regnier und von ein paar kostbar gehüteten Postkarten, die ihm eine Jugendfreundin einst zum Geburstag geschenkt hatte.
Aber seit jener Zeit stand für den Dichter aus Petersburg fest: "Sollte ich einmal Rußland verlassen dürfen, dann würde ich sofort nach Venedig reisen." Seitdem ihn seine Landsleute ausgebürgert haben, reist er nun jedes Jahr von New York nach Venedig, im Winter, wenn die Luft klar ist und die Farben von jener Durchsichtigkeit, wie wir sie von den Bilder Canalettos kennen. Seiner Liebe zu Venedig, der "Stadt des Auges", die auf keinem festen Fundament steht, gibt er in diesem Buch Ausdruck.
  • Produktdetails
  • Verlag: Hanser
  • Originaltitel: Fondamenta degli Incurabili
  • Artikelnr. des Verlages: 505/20028
  • 4. Auflage
  • Seitenzahl: 128
  • Erscheinungstermin: 9. März 2001
  • Deutsch
  • Abmessung: 209mm x 127mm x 15mm
  • Gewicht: 288g
  • ISBN-13: 9783446200289
  • ISBN-10: 3446200282
  • Artikelnr.: 04289337
Autorenporträt
Joseph Brodsky (* Sankt Petersburg 1940, † New York 1996), Sohn jüdischer Intellektueller, verließ mit 15 Jahren die Schule, arbeitete in verschiedenen Berufen und fing an, Gedichte zu schreiben. Daneben übersetzte er Gedichte ausländischer Autoren, wobei er sich die Fremdsprachen selbst beibrachte. Dem Freigeist und Rebellen Brodsky warf das Regime "Parasitentum" vor - Zwangsarbeit und spätere Ausweisung aus der Sowjetunion folgten. Nach kurzer Station in Europa reiste Brodsky in die USA und erhielt 1977 die amerikanische Staatsbürgerschaft. Der Lyriker Brodsky schrieb auch Essays oder autobiografische Erinnerungen ("Erinnerungen an Leningrad"). Den Nobelpreis für Literatur erhielt er im Jahr 1987.