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Niemand ist frei davon, Dummheiten zu sagen. Das Unglück ist, sie feierlich vorzubringen" (Montaigne). In diesem Klassiker der satirisch-humanistischen Literatur kommt die Dummheit höchstpersönlich zu Wort, und lobt sich - überraschenderweise rhetorisch brillant und mit feiner Ironie - selbst. Erasmus von Rotterdams Argumentation, bzw. die der Dummheit, ist dabei so geschickt, dass man sich immer wieder dabei ertappt ihr beizustimmen. Und das nicht zu Unrecht: so ist Dummheit scheinbar für alles, was in der Welt geschieht,ein Stückchen mitverantwortlich und wohl untrennbar mit der Conditio Humana verbunden.…mehr

Produktbeschreibung
Niemand ist frei davon, Dummheiten zu sagen. Das Unglück ist, sie feierlich vorzubringen" (Montaigne). In diesem Klassiker der satirisch-humanistischen Literatur kommt die Dummheit höchstpersönlich zu Wort, und lobt sich - überraschenderweise rhetorisch brillant und mit feiner Ironie - selbst. Erasmus von Rotterdams Argumentation, bzw. die der Dummheit, ist dabei so geschickt, dass man sich immer wieder dabei ertappt ihr beizustimmen. Und das nicht zu Unrecht: so ist Dummheit scheinbar für alles, was in der Welt geschieht,ein Stückchen mitverantwortlich und wohl untrennbar mit der Conditio Humana verbunden.
  • Produktdetails
  • Klassiker der Weltliteratur
  • Verlag: Marixverlag
  • Artikelnr. des Verlages: 626-00467
  • 1. Aufl.
  • Seitenzahl: 192
  • Erscheinungstermin: Februar 2014
  • Deutsch
  • Abmessung: 205mm x 128mm x 22mm
  • Gewicht: 308g
  • ISBN-13: 9783865393586
  • ISBN-10: 3865393586
  • Artikelnr.: 40088246
Autorenporträt
Erasmus von Rotterdam wurde als Gerrit Gerritszoon um das Jahr 1465 in Rotterdam geboren. 1458 trat er in das Chorherrenstift der Augustiner ein und wurde 1492 zum Priester geweiht. Er studierte Theologie in Paris und lernte bei einem kurzen Aufenthalt in England Thomas Morus kennen. In den darauffolgenden Jahren lebte Erasmus in Italien, England und Basel und veröffentlichte zahlreiche theologische Schriften. Mit seiner Schrift De Libero Arbitrio (Vom freien Willen) brach er mit der Reformation und Luther in der Frage nach dem Verhältnis des freien Willens zur Gnade Gottes. Erasmus von Rotterdam starb 1536 in Basel.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 11.10.2011

Der Humanist
vor dem Spiegel
Erasmus lobt die Torheit
Erasmus von Rotterdam gehört zu den ungelesensten unter den berühmten oder zu den berühmtesten unter den ungelesenen Schriftstellern Europas. Der Manesse-Verlag, bekannt für seine schlanken Klassiker-Editionen, ist angetreten, das zu ändern; und zwar diesmal nicht durch eine Dünndruck-, sondern durch eine prächtige Großausgabe von Erasmus’ wirkungsmächtigstem Werk „Lob der Torheit“, im Original „Moriae Encomium id est Stultitiae Laus“. Das Nachwort von Kurt Steinmann preist es als sprachlich brillant, als ein unterhaltsames Buch, das uns noch heute zum Lachen bringe, als ironisch-polemisches Meisterwerk. Ist es das? Die Schönheit des Bandes (mit Aquarellen von Cornelia Schleime) ermuntert dazu, es endlich einmal selbst herauszufinden. Die viel bewunderte sprachliche Brillanz tritt in die deutsche Version jedenfalls nicht hinüber – und zwar nicht, weil Steinmanns Übersetzung hinter ihr zurückbliebe, sondern einfach, weil der zeitverhaftete (und sagen wir es offen: unfruchtbare) Stolz des Humanisten, so gut Latein zu können wie Cicero, bei uns heute nur als das Normalniveau des literarischen Deutschen ankommt. Dieser Text ist viel zu sehr mit dem Genuss seiner selbst beschäftigt; er gleicht einem Menschen, der vor einem Spiegel tanzt. Er verspottet die Gelehrten, die lediglich ihre Lesefrüchte ausbreiten, tut aber, wenn er zwanzig antike und stark kommentarbedürftige Eigennamen pro Seite ausbreitet, durchaus nichts anderes.
Darüber hinaus ist er nicht gut komponiert. Es spricht, als allegorische Personifikation, die Torheit selbst. Aber sie bleibt nicht bei sich; sie ist dreimal etwas völlig anderes. Zuerst figuriert sie als die notwendige Illusion, die die Menschen sich machen müssen, um es in diesem vermaledeiten Leben auszuhalten, als Leidenschaft, als Nachsicht, die sich die Ehepartner schenken müssen, um einander überhaupt zu ertragen und so weiter. Das ist menschenfreundlich gedacht; aber nicht in der nötigen Tiefe, sonst hätte Erasmus Bedürfnis und Praxis gewiss auf einen anderen Namen als ausgerechnet den der Torheit getauft.
Darauf erscheint, zweitens, der Sittentadel, geschult an den Satiren des Horaz, jedoch im spätmittelalterlichen Geist der Gilde verfasst, so scharf und witzig wie es halt geht, wenn man ganz im Allgemeinen bleiben will; insgesamt, trotz seiner Kühnheiten gegen die alte katholische Kirche, der langweiligste der drei Teile. Und schließlich noch jene christliche Torheit, die der Apostel Paulus meint, wenn er schreibt: Die Juden nehmen Anstoß, die Griechen rufen: Torheit – wir aber predigen Christus den Gekreuzigten! Hier hat die Torheit mit der Narrenkappe, um die es doch eigentlich gehen sollte, nichts mehr zu suchen.
Dieses Buch, so lässt sich abschließend sagen, hätte das Zeug zu einem wahrhaft humanen Werk gehabt. So ist es leider bloß ein humanistisches geworden.
BURKHARD MÜLLER
Erasmus von Rotterdam
Das Lob der Torheit
Eine Lehrrede. Aus dem Lateinischen übersetzt, kommentiert und mit einem Nachwort versehen von Kurt Steinmann. Mit Bildern von Cornelia Schleime. Manesse Verlag, Zürich 2011. 176 Seiten, 59,95 Euro.
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"Das Loblied der Torheit ... trifft auch heutige Popanze und lässt die von Kurt Steinmann neu aus dem Lateinischen übersetzte Satire noch immer funkeln." Die Furche, Wien