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Am 3.August 1914 erklärt das Deutsche Reich Frankreich den Krieg. Nicht nur Franzosen begeistern sich für die Mobilmachung, auch Ausländer wie der 26-jährige Schweizer Frédéric Louis Sauser wollen ihre Wahlheimat verteidigen. Einen Aufruf zur freiwilligen Musterung unterzeichnet er mit seinem Pseudonym: Blaise Cendrars. Ein Jahr später kehrt er schwerverletzt von der Front zurück. Der Krieg hat nicht nur an seinem Körper Spuren hinterlassen, auch sein Schreiben wird nie mehr sein wie zuvor. Stefan Zweifel hat eine Auswahl von Prosatexten zusammengestellt, in denen Cendrars seine…mehr

Produktbeschreibung
Am 3.August 1914 erklärt das Deutsche Reich Frankreich den Krieg. Nicht nur Franzosen begeistern sich für die Mobilmachung, auch Ausländer wie der 26-jährige Schweizer Frédéric Louis Sauser wollen ihre Wahlheimat verteidigen. Einen Aufruf zur freiwilligen Musterung unterzeichnet er mit seinem Pseudonym: Blaise Cendrars. Ein Jahr später kehrt er schwerverletzt von der Front zurück. Der Krieg hat nicht nur an seinem Körper Spuren hinterlassen, auch sein Schreiben wird nie mehr sein wie zuvor. Stefan Zweifel hat eine Auswahl von Prosatexten zusammengestellt, in denen Cendrars seine Kriegserfahrungen reflektiert. "Ich tötete", 1918 in einer von Fernand Léger illustrierten schmalen Broschüre erschienen, ist das grausame Geständnis eines legalen Mordes, der Aufschrei eines Soldaten, der im Zweikampf um sein nacktes Überleben kämpfen musste. Zwanzig Jahre später erschien das bewegte, pathetische Gegenstück dazu, die Kurzgeschichte "Ich blutete": Der frisch armamputierte Cendrars liegt im Lazarett, Schmerzen, Fieber und Erinnerungen an das Schlachtgetümmel umnebeln ihn, der Todesengel naht. Doch da geschieht ein Wunder. Ich tötete - ich blutete: Cendrars war im Grossen Krieg Täter und Opfer, er kannte beide Seiten.
  • Produktdetails
  • Verlag: Lenos
  • 1. Aufl.
  • Seitenzahl: 150
  • Erscheinungstermin: 27. Mai 2014
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 118mm x 19mm
  • Gewicht: 274g
  • ISBN-13: 9783857874451
  • ISBN-10: 3857874457
  • Artikelnr.: 49939160
Autorenporträt
Blaise Cendrars, geboren 1887 als Frédéric Louis Sauser in La Chaux-de-Fonds. Mit sechzehn lief er von zu Hause weg und kam nach längeren Reisen durch Russland, die Mandschurei und China 1910 erstmals nach Paris. Freundschaft u.a. mit Apollinaire, Chagall, Robert und Sonia Delaunay, Léger, Modigliani. Spätere Reisen führten den Schriftsteller u.a. nach Rom (1921), Brasilien (1924-1928) und Spanien (1931). Ab 1950 lebte Cendrars in Paris, wo er 1961 starb. Sein Gesamtwerk umfasst etwa vierzig Bände.
Rezensionen
Die von Stefan Zweifel erstmals übersetzten Kriegserzählungen von Blaise Cendrars lassen Rezensentin Claudia Mäder den Krieg in seiner ganzen Schonungslosigkeit nachvollziehen. Prosa von atemloser Taktung und maschineller Rhythmik, Sätze wie Schüsse, liest die Rezensentin und erlebt, wie Mensch, Natur und Maschine miteinander im und zum Kampf verschmelzen. Die Kriegsbegeisterung des Autors spricht für Mäder aus diesen Texten und die Überblendung von Moral und Reue in der Exstase des Tötens. Allerdings bietet der Band der Rezensentin auch einen anderen Cendrars, den späteren, der auch den Schrecken des Krieges hervorzukehren weiß. Schade nur, meint Mäder, dass Vorwort und Kommentar die Textauswahl so wenig im Gesamtwerk zu verorten vermögen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Die von Stefan Zweifel erstmals übersetzten Kriegserzählungen von Blaise Cendrars lassen Rezensentin Claudia Mäder den Krieg in seiner ganzen Schonungslosigkeit nachvollziehen. Prosa von atemloser Taktung und maschineller Rhythmik, Sätze wie Schüsse, liest die Rezensentin und erlebt, wie Mensch, Natur und Maschine miteinander im und zum Kampf verschmelzen. Die Kriegsbegeisterung des Autors spricht für Mäder aus diesen Texten und die Überblendung von Moral und Reue in der Exstase des Tötens. Allerdings bietet der Band der Rezensentin auch einen anderen Cendrars, den späteren, der auch den Schrecken des Krieges hervorzukehren weiß. Schade nur, meint Mäder, dass Vorwort und Kommentar die Textauswahl so wenig im Gesamtwerk zu verorten vermögen.

© Perlentaucher Medien GmbH