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Belgard, Pommern, März 1945 Ich reiße die Tür auf und schreie: Die Russen sind da! Heinz springt augenblicklich auf: Mama, ich muß los! Heinz, was soll das? Der Krieg ist vorbei! Bleib hier und zieh die Uniform aus ... Beide reden wir auf ihn ein, seine Mutter und ich. Doch mein Freund läßt sich nicht umstimmen, rennt die Treppe hinunter, dreht sich nicht einmal nach seiner weinenden Mutter um. Ich hinterher. An der Haustür umarmt er mich und gesteht: Weißt du, Kalle, ich hätte damals mit dir Muttersöhnchen mitgehen sollen. Jetzt ist es zu spät. Ich habe einen Eid geschworen. Es wird ein…mehr

Produktbeschreibung
Belgard, Pommern, März 1945
Ich reiße die Tür auf und schreie: Die Russen sind da!
Heinz springt augenblicklich auf: Mama, ich muß los! Heinz, was soll das? Der Krieg ist vorbei! Bleib hier und zieh die Uniform aus ...
Beide reden wir auf ihn ein, seine Mutter und ich. Doch mein Freund läßt sich nicht umstimmen, rennt die Treppe hinunter, dreht sich nicht einmal nach seiner weinenden Mutter um. Ich
hinterher. An der Haustür umarmt er mich und gesteht: Weißt
du, Kalle, ich hätte damals mit dir Muttersöhnchen mitgehen sollen. Jetzt ist es zu spät. Ich habe einen Eid geschworen.
Es wird ein Abschied für immer. Ich habe nie wieder etwas von Heinz gehört.
aus: Karl Radtke, Die Nadel im Heuhaufen oder Freunde
  • Produktdetails
  • Zeitgut Taschenbücher Bd.12
  • Verlag: Zeitgut
  • Seitenzahl: 373
  • Erscheinungstermin: Mai 2010
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 126mm x 35mm
  • Gewicht: 380g
  • ISBN-13: 9783866141766
  • ISBN-10: 3866141769
  • Artikelnr.: 29822758
Autorenporträt
Jürgen Kleindienst wurde 1964 in der niedersächsischen Metropole Hannover geboren, studierte Germanistik und Anglistik in Göttingen, arbeitete nebenbei als freier Journalist und geriet 1994 aus bis heute ungeklärter Ursache zur Leipziger Volkszeitung, für die er nach dem Volontariat zunächst fünf Jahre lang in Wurzen als Lokalredakteur tätig war. Seit 2000 ist er dort Kulturredakteur. Neben einem ausgedehnten Studium der hiesigen Gemengelage schreibt er hin und wieder für verschiedene Kleinkunstprojekte in vornehmlich satirischer Absicht.
Rezensionen
Solche Episoden bezeugen die ganze Spannweite menschlichen Verhaltens und Fühlens in einer dramatischen Zeit ... Es ist diese Mischung aus Entsetzlichem und Heiterem, die das Leben in seiner ganzen Vielfalt abbildet. Haften bleiben beim Leser vor allem jene Schilderungen, die sprachlos machen: die Zerstörung Dresdens beispielsweise oder der mutige Versuch rechtschaffener Leute in Oberschlesien, ein Judenkind zu retten. Frankfurter Allgemeine Zeitung Klaus Natorp