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Was bleibt, wenn sie geht? Wie hat sich unser Land in der Ära Merkel entwickelt? Ist Deutschland freier, sicherer, gerechter, ökologischer geworden - oder nicht? Hat die scheidende Kanzlerin recht, wenn sie sagt: "Deutschland geht es gut"? Stephan Hebel zieht die kritische Bilanz einer Kanzlerschaft und kommt zu dem Ergebnis: Hätte Merkel eine andere, sozialere Politik gemacht, ginge es vielen Deutschen jedenfalls besser. Trotz eines anhaltenden Wirtschaftsbooms hat die Spaltung der Gesellschaft zugenommen. Stephan Hebel widerspricht der Behauptung, diese Kanzlerin habe keine eigene Agenda…mehr

Produktbeschreibung
Was bleibt, wenn sie geht? Wie hat sich unser Land in der Ära Merkel entwickelt? Ist Deutschland freier, sicherer, gerechter, ökologischer geworden - oder nicht? Hat die scheidende Kanzlerin recht, wenn sie sagt: "Deutschland geht es gut"?
Stephan Hebel zieht die kritische Bilanz einer Kanzlerschaft und kommt zu dem Ergebnis: Hätte Merkel eine andere, sozialere Politik gemacht, ginge es vielen Deutschen jedenfalls besser. Trotz eines anhaltenden Wirtschaftsbooms hat die Spaltung der Gesellschaft zugenommen. Stephan Hebel widerspricht der Behauptung, diese Kanzlerin habe keine eigene Agenda gehabt. Und er zeichnet am Beispiel zahlreicher Zahlen und Fakten die Spuren nach, die Merkels Neoliberalismus im Leben der Bürgerinnen und Bürger hinterlassen hat.
  • Produktdetails
  • Verlag: Westend
  • Seitenzahl: 128
  • Erscheinungstermin: 11. Januar 2019
  • Deutsch
  • Abmessung: 207mm x 126mm x 15mm
  • Gewicht: 172g
  • ISBN-13: 9783864892547
  • ISBN-10: 3864892546
  • Artikelnr.: 54524585
Autorenporträt
Hebel, Stephan
Stephan Hebel, langjähriger Redakteur der "Frankfurter Rundschau" und politischer Autor, ist seit drei Jahrzehnten Leitartikler und Kommentator. Er schreibt unter anderem auch für Deutschlandradio, "Freitag", "Publik Forum" und weitere Medien. Er ist zudem regelmäßiger Gast im "Presseclub" der ARD und ständiges Mitglied in der Jury für das "Unwort des Jahres".
Rezensionen
Besprechung von 21.01.2019
Vom Zwar
und Aber
Stephan Hebel zieht eine
kritische Bilanz der Merkel-Jahre
Es ist noch keine drei Monate her, dass Angela Merkel ihren Einstieg in den Ausstieg ankündigte – schon liegt ein Buch über ihre Bilanz als Kanzlerin vor. Stephan Hebel hat es geschrieben, Autor für die Frankfurter Rundschau und den Deutschlandfunk. Dass er der schnellste war, stellt das Buch unter den Verdacht unangemessener Hektik, doch gehört der Autor seit vielen Jahren zu den profiliertesten Kritikern der Wirtschafts- und Sozialpolitik Gerhard Schröders und Angela Merkels. Das Fundament hat Hebel über Jahre gegossen, „Merkel – Bilanz und Erbe einer Kanzlerschaft“ ist somit auch ein Buch gewordener Ausbau seines publizistischen Wirkens.
Auf etwas mehr als 100 Seiten versucht Hebel aufzuzeigen, dass Merkel nicht so ideologiefrei agiert hat, wie es ihr nachgesagt wird, sondern bis heute eine neoliberale Agenda verfolgt, in der die Interessen der Wirtschaft Vorrang genießen. Gravierender noch ist aber der Vorhalt, Merkel habe im Mitwirken an Schröders Agenda-Politik wie auch in den Jahren ihrer Kanzlerschaft maßgeblich zu einer Spaltung der Gesellschaft beigetragen, die durch ihre Flüchtlingspolitik nicht verursacht, sondern nur noch verstärkt, beschleunigt und offengelegt worden sei.
Hebel greift von links an. Seine Erwartung an den Staat ist hoch, was das Herstellen von Gerechtigkeit als auch die Radikalität der Instrumente angeht. Trotzdem hat er keine wütende Kampfschrift geschrieben, sondern eine pointierte und oft um Abwägung bemühte Bilanz. Vor allem zu Merkels Sozialpolitik ist es eigentlich ein Zwar-aber-Buch geworden. Das „Zwar“ bezieht sich auf unbestreitbar Positives, zum Beispiel den Rückgang der Arbeitslosenzahl, den Anstieg der Beschäftigung oder die familienpolitischen Fortschritte. Das „Aber“ untersucht dann die Details eines gewachsenen Niedriglohnsektors, die sozialen Auswirkungen von Hartz IV oder die Grenzen der frauenpolitischen Ambitionen Merkels. Manche Defizite sind offenkundig, einige Zahlen deprimierend, die Schlüsse durchaus streitbar, aber als Anstoß zur Diskussion durchaus geeignet.
Es hätte dem Buch nicht geschadet, wenn Hebel sich auf die Sozial- und Wirtschaftspolitik beschränkt hätte. Seine Analysen zur Außen- oder Innenpolitik zum Beispiel fallen arg oberflächlich aus. Da überlässt der Analytiker das Feld zu oft dem Leitartikler. Das größte Manko aber besteht darin, dass Hebel seinem Vorwurf, Merkel hätte mehr gekonnt, wenn sie nur gewollt hätte, kaum die innenpolitischen Zwänge, europäischen Widerstände und die Verantwortung anderer Akteure gegenüberstellt. Hier endet die Bereitschaft zur Abwägung. Gemessen an der Fokussierung aufs Politische, die er im Umgang mit Merkel einfordert, leistet sich Hebel damit selbst in diesem Punkt eine ans Unpolitische grenzende Unwucht.
NICO FRIED
Stephan Hebel:
Merkel. Bilanz und Erbe einer Kanzlerschaft.
Westend-Verlag,
Frankfurt 2019.
128 Seiten, 14 Euro.
E-Book: 9,99 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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"Angela Merkel hat selbst zur Spaltung des Landes und zur Erosion des demokratischen Diskurses beigetragen, bilanziert Stephan Hebel." Frankfurter Rundschau

"Man kann bei der Lektüre über die weitgehend negative Bilanz der amtierenden Bundeskanzlerin eine Menge lernen." Nachdenkseiten

"Unverklärt und sachlich hat Stephan Hebel die Kanzlerschaft Angela Merkels seziert, kritisch beleuchtet und eine Bilanz ihrer Ära vorgelegt."spanFreitag Community

"Ein kritischer Blick auf Angela Merkel. ... Fazit: Mit einer anderen Politik hätte es vielen Menschen in Deutschland heute besser gehen können." Sputnik

"Stephan Hebel greift Angela Merkel von links an. Trotzdem hat er keine wütende Kampfschrift geschrieben, sondern eine pointierte und oft um Abwägung bemühte Bilanz." Süddeutsche Zeitung

"Der Journalist Stephan Hebel hat in einem neuen Buch eine erste Bilanz der Ära Merkel gezogen. Sein Urteil fällt hart aus: Die Kanzlerin habe Deutschland einen "Bärendienst" erwiesen." Merkur.de