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Benutzername: HSL
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Bewertungen

Insgesamt 663 Bewertungen
Bewertung vom 09.04.2020
Volle Tonne, leere Teller
Brühl, Jochen

Volle Tonne, leere Teller


sehr gut

Mein Eindruck
Das Buch mit dem sehr aussagekräftigen Titel ist ein Werk mit Gesprächen von fast zwanzig Menschen. Viele mehr oder weniger bekannt, deren Engagement gegen über Armut, Verschwendung, für Gerechtigkeit und notwendiges Engagement unser Gesellschaft einsetzen. Die Tafel ist die größte Bürgerbewegung der Bundesrepublik, deren weitaus mehr als 60.000 ehrenamtliche Mitarbeiter dafür sorgen, das Bedürftige ihr täglich Brot bekommen. Und auch hier wie überall haben, beide Seiten was davon, die Bedürftigen und die Spender, erstere haben was zu essen und letztere müssen, oder brauchen die Nahrungsmittel nicht entsorgen, selbst der Staat ist Nutznießer aus der Sache, er braucht diesen Menschen nicht das geben, was ein Sozialstaat als Aufgabe hätte. Schon wenn man bedenkt, das die Tafeln jedes Jahr ca. 260.000 Tonnen retten, dann erkennt man vielleicht, was in den letzten 25 Jahr aus der Initiativgruppe „Berliner Frauen“ geworden ist. So sieht Sabine Werth die Tafeln als einen Finger in der Wunde, wir weisen auf Notwendigkeiten hin, natürlich beseitigen wir keine Armut, wir lindern sie.
Von Hunger kann Deutschlands bester Koch ein Lied singen, wie er selbst sagt, ist er das Hungergefühl nie richtig losgeworden. Wer allerdings Hunger leidet, dem ist vieles andere herzlich egal, der will vor allen Dingen erst einmal: keinen Hunger mehr haben. Raue bricht auch immer bewusst aus dem Kreis der Feinschmecker aus begibt sich dorthin wo das Leben weniger schön ist. Er unterstützt soziale Projekte mit Geld und Sachspenden und versucht dadurch jungen Menschen eine Perspektive zu geben.
Doch auch nicht nur sozial engagierte Menschen kommen in der Runde zu Wort, sondern auch Reiche, sehr Reiche, wie die 28-järige Paula Schwarz, Tochter der Schwarz-Familie, deren Privatvermögen nicht mehr in Millionen sondern in Milliarden gemessen wird.
Sie sieht den Ursprung der wachsenden Ungleichheit im zunehmendem Egoismus. Dabei sind ihrer Meinung nach die privaten Strukturen genauso wie der Staatsapparat verantwortlich für diesen Schiefstand. Auf die Frage was ihr Geld bedeutet, antwortet sie : „Möglichkeiten, das ist Geld.“
Auch der bekannte Film – und Fernsehschauspieler Hannes Jaenicke kommt zu Wort. Er nennt „Anpissen eine deutsche Volkskrankheit. Immer herumnörgeln, immer herummeckern, die deutsche Seele sei nur schwer zu erheitern. Wie so viele so ist auch er frustriert und sie ist deutlich und nachvollziehbar. Doch er nimmt die Industrie genauso wie den Endverbraucher in die Verantwortung. Er glaubt nicht, das die Politik alles lösen kann und soll, es ist ein Dreisatz, so Jaenicke. Die Politik, die Industrie und der Endverbraucher müssen was bewegen.
Doch wenn wenn es nur ein Tropen auf den heißen Stein ist, sein Lebenssinn liegt darin, dahin zu gehen, wo es Durst gibt.
Wie sehen Sie das?

Bewertung vom 20.03.2020
Der Navigator für den Führungsstart

Der Navigator für den Führungsstart


sehr gut

Mein Eindruck

Zuerst ist mit beim Anschauen der Kartenbox ein ungewöhnlicher Preis aufgefallen, 50 Euro für 77 Karten, für die ersten 100 Tage. Dann muss es sich ja lohnen, man kann es ja steuerlich gelten machen.
Das Kartenset besteht aus 8 verschieden Kartenarten gekennzeichnet durch jeweils eine andere Farbe. Darauf befinden sich immer drei Textteile: „Nützliche Fragen“ „Warum“ und „Tipps“. Die Grundlage stammt aus dem Buch „Einstieg in die Führungsrolle: Praxisbuch für die ersten 100 Tage“ Das Mindmap im beigefügten Heftchen geht von drei Stufen aus: Vorbereitungsphase (Startposition, persönliche Situation), Übergabe, die ersten 100 Tage (Sprung ins Wasser, erste Standortbestimmung und Reifeprüfung) zum Schluss ein Boxenstopp (ein Jahr nach dem Start).
Denn wichtig ist nun eine Strategie für die Einstiegsphase, denn viele neue Führungskräfte gehen mit den besten Absichten in die Startphase, lassen sich dann aber davon abbringen. Damit die ersten 100 Tage ein Erfolg werden, ist der „Navigator für den Führungsstart“ ein hilfreicher Wegweiser und Leitfaden für den Alltag und als Fahrplan um immer auf Kurs zu bleiben.
Wie navigieren Sie Ihre neue Führungsrolle?

Bewertung vom 19.03.2020
Überzeugungstäterin
Westphal, Susanne

Überzeugungstäterin


sehr gut

Mein Eindruck

Schon aus der Inhaltsangabe ist zu erkennen, das der Titel gut gewählt ist. Denn Überschriften wie Neinsagen, Gelungene Selbst-PR, oder in Meetings Gehör finden bis hin zu Souverän Provokationen und Beleidigungen umgehen, deuten auf eine selbstbewusste Frau mit ihren Überzeugungen hin. Nicht umsonst heißt ihr Unternehmen „Institut für Arbeitslust, in dem sie sich mit Verhandlungsgeschick und Durchsetzungsstärke beschäftigt.
Wer Entscheidungen trifft wirkt souverän, den Bewerber werden gern im Restaurant getestet, dabei wird die Unfähigkeit sich zu entscheiden, als hinderliche Charaktereigenschaft wahrgenommen. „Richte Deinen Focus auf die Lösung und nicht auf das Problem, so riet Mathma Ghandi. Denn hier geht es um die Geschwindigkeit sich zu entscheiden, doch es geht auch einfacher, wenn man unsicher ist, die Münze werfen, klappt immer. So rät die Überzeugungstäterin, wenn man groß rauskommen will, sich zuerst sichtbar zu machen. Sichtbar in Form von verschiedenen Aufgaben wie verschiedene Arten von Projekten oder andere Aufgaben die einen wichtigen Bereich des Unternehmens darstellen. Sichtbare Projekte die innen und außen große Aufmerksamkeit genießen.
Doch auch in der sozialen Komponente hat die Autorin Lösungen für zu viel umsonst arbeiten, selbst für einen guten Zweck. Sie hat eine Zahl an „Hilfsleistungen“ und drüber hinaus, sagt sie rigoros aber bestimmt ab, meist aus geschäftlichen oder zeitlichen Gründen.
Doch man muss nicht unbedingt Vorträge halten um gesehen zu werden, Frau/Mann kann auch schreiben, so Susanne Westphal, denn auch über soziale Medien bekommt sie Gehör und man wird auf sie aufmerksam. Auch über Messen, Kongresse oder Netzwerkveranstaltungen sieht die Autorin gute Chancen sich zu etablieren.
Als eine gute Kapitalanlage nennt sie auch das Netzwerk mit einer darauf folgenden Überschrift „Frauen sind grandiose Netzwerkerinnen“. So pflegt die Überzeugungstäterin ihre wichtigsten Kontakte ganz intensiv und nimmt sich Zeit für handschriftliche Grüße und denkt an Geburtstage und findet immer ein paar persönliche Worte.
Bei Provokationen zeigt sie im Kapitel „Sätze für die Handtasche“ über bedingte Zustimmung, Referenzen zitieren oder auch geschlossene Fragen möglichst kurz zu beantworten, wenn sie provozierend sind.
Alles in allem ein sehr kurzweiliges nicht allzu sehr in die Tiefe steigende Buch für die Frau die so einen interessanten Einstieg oder Aufstieg in beruflichen oder auch alltäglichen Themen voranbringen wollen
Sind Sie schon eine Überzeugungstäterin?

Bewertung vom 14.03.2020
Shenzhen
Hirn, Wolfgang

Shenzhen


ausgezeichnet

Mein Eindruck
Schon der Name erinnert mich mehr an einen Frauennamen als einen Bezirk von einer Millionenstadt mit zehn Stadtbezirken.
Doch es macht auch neugierig, ein Buch über eine Millionenstadt im Fernen Osten zu schreiben, denn für die restlichen Chinesen ist Shenzhen als Modellstadt und Reformlabor schon immer das Vorbild, denn hier durfte schon immer mehr experimentiert werden als wo anderswo.Viele junge Leute kommen von überall aus dem Land mit unternehmerischen Wünschen und Träumen, es erinnert ein bisschen an Silcon Valley, doch mit einem großen Unterschied, das auch die benötigte Hardware für diese Ideen und Prototypen zu Verfügung steht.
Einst vor 40 Jahren ein Fischerdorf mit 30 000 Einwohnern und heute eine 20 Millionen-Metropole. Shenzhen profitierte wie kaum eine andere Stadt von der fortgesetzten Reform- und Öffnungspolitik des Landes.
Es ist eine junge Stadt gemessen an den Bewohnern, das Durchschnittsalter beträgt ca. 30 Jahre. Es gibt keine jüngere Stadt in China. Nach offiziellen Angaben hat die Metropole die höchste Dichte an Start-ups im ganzen Land. Und hier wird auch nicht nach akademischen Titeln gefragt, ehe wann man an die Börse geht.
Es herrscht ein „entrepreneurial spirit“ der eine magische Anziehungskraft auf junge, kreative und unternehmerisch gesinnte Menschen ausübt.
Und hier gibt es alles was ein Start-up-Unternehmer braucht:A cceleratoren, Inkubatoren bis hin zu Venture Capitals. Doch ganz wichtiger Satz der hier und kaum wo anders auf der Welt zu finden ist: Alles, wozu du woanders Tage oder Wochen brauchst, kannst du hier in Stunden erledigen. (Deutschland sei gewappnet!)
Innerhalb eines Tage von der Geschäftsidee zum Prototypen – hier ist es möglich.
Besonders zu erwähnen sind hier zwei Konzerne eines völlig neuen Typs. Beide sind Ökosysteme. Sie bieten Dutzende von Leistungen und Produkten an. Der Kunde muss und soll gar nicht mehr zu Konkurrenz wechseln. Er bekommt hier alles aus einer Hand. Beide verknüpfen das Internet mit künstlicher Intelligenz.
Doch auch die Investitionen summieren sich zu einer stolzen Zahl. Während Deutschland oder die USA 2-3 % des BIP in Forschung investieren, sind es in Shenzhen stolze 4,13 %.
GBA, drei Buchstaben die wir uns in Zukunft merken sollten. (Greater Bay Area)
Es ist ein Zusammenschluss von Hongkong und Macao mit den neun Städten der Provinz Guangdong. Hier entsteht was Gigantisches, etwas Unvergleichbares. Es wird der dichteste Ballungsraum der Welt, verbunden durch ein hypermodernes Verkehrsnetz2, denn kurze Wege sind ein bedeutender Wettbewerbsvorteil.
Es war ein langer Weg – vom einstigen Fischerdorf zu einem neuen Machtzentrum der Welt.

Bewertung vom 13.03.2020
Know yourself!
Lee, Bruce

Know yourself!


ausgezeichnet

Mein Eindruck
Da ich selbst ein großer Bruce Lee Fan bin, war es für mich selbstverständlich dieses Buch zu lesen. Es besticht schon durch sein legendäres Foto aus einem seinem Filme. John Little, der Autor, hat durch den exklusiv private Aufzeichnungen über Bruce Lee erhalten und auf über 260 Seiten in 8 Unterteilungen von Grundprinzipien, Fragen des täglichen Lebens, über Leistung und Erfolg bis hin zum Prozess des Werdens und höchste Prinzipien eingeteilt.
So schreibt er im Kapitel „Handeln“: Nur Handeln verleiht dem Leben Kraft. Nur Handeln verleiht dem Lebens seine Kraft, so wie nur Mäßigung ihm sein Charme verleiht.
Im Kapitel „Bildung“ sagt er: Der Wert von Selbstbildung. Durch Selbstbildung entstehen großartige Menschen.
Oder im Kapitel „Erfolg“. Erfolg: Eine Definition. Erfolg bedeutet, etwa aufrichtig und mit ganzem Herzen zu tun. Außerdem braucht man die Hilfe anderer um ihn zu erzielen.
Zum Schluss erkennt er das institutionelle Organisationen Gefangene von Konzepten hervorbringen. Lehrkräfte stecken oft in einer Routine fest. Doch noch schlimmer ist es, das natürliche Wachstum der Schüler blockiert wird, indem man sie in eine leblose Form presst.
Wenn man sich diese Zeilen auf der Zunge zergehen lässt oder weitere seiner über 800 Lebensweisheiten verinnerlicht, wird man verstehen, warum er nicht nur als Kampfkünstler oder Schauspieler so eine große Popularität genoss, sondern weil er die Prinzipien der daoistischen und buddhistischen Lehre verinnerlicht und das Beste daraus gelernt und weiter gegeben hat.
Ein Buch das ich jedem Menschen an Herzen legen möchte, um täglich darin zu lesen, somit können auch wir uns selbst erkennen.

Bewertung vom 09.03.2020
Food War
Grimm, Hans-Ulrich

Food War


ausgezeichnet

Mein Eindruck
Ich bin ein Bewunderer von Hans-Ulrich Grimm und habe auch schon einen Vortrag von ihm besucht. Sein neuestes Werk besticht nicht nur mit seinem Titel, welcher auch wie die vergangenen sehr provokativ ist. In seinen über 240 Seiten hat er sein Werk in 12 Kapitel unterteilt, in Überschriften wie Kranke Gesellschaft, Trickreiche Wissenschaft oder globale Verfettung die einiges an Sprengstoff beinhalten dürften.So kommt er zu Beginn zu der Aussage, mittlerweile einen Krieg ums Essen gebe und das es wie überall auch Gewinner und Verlierer gibt. Wer die Gewinner sind, dürfte hinsichtlich bekannt sein, es ist die Nahrungsmittelindustrie und Gesundheitsindustrie die gut an diesem haltlosen Zustand verdienen.Doch auch die Verbraucher sollen auf der Gewinnerseite stehen,da sie ja nur wenig für ihre Nahrung zahlen, aber umso mehr für ihre Krankheiten.Auf der Verliererseite stehen nicht nur die Kranken, sondern auch die, dieden unteren sozialen Schichten angehören.Eine völlig neue Form von Nahrung, mit der die Menschen heute konfrontiert sind, deren Risiken die Menschen sich nicht bewußt sind , auch wenn die Ärzte vor den Inhaltsstoffen warnen.Das diese Art von modernen, isolierten und künstlich erzeugten Nahrungsmitteln der Gesundheit schadet, ist selbst unter Medizinern unumstritten.Sie können auf das Gehirn und andere wichtige Stoffwechselabläufe einwirken, das Verhalten beeinflussen, die Konzentration schwächen und zu zahlreichen Krankheiten wie Alzheimer führen.Doch gibt es wohl kaum einen Wirtschaftszweig der solche Sympathien genießt wie die Medizinbranche. Alle wünschen sich ja, möglichst schnell zu genesen, wenn sie krank sind. Und alle sind stolz und glücklich wenn man im Notfall eine Hochleitungsmedizin zur Seite hat.Denn was der Verbraucher nicht weiß, dass die industrieell gefertigten Produkte vom Körper als Unverträglichkeiten, Allergien zu Krankheiterregern identifiziert werden, und dies entsprechende Gesundheitsfolgen hat.Die Lobby regiert die Welt, agiert inmitten der offiziellen Institutionen und die Konsumenten spielen keine Rolle mehr und die gewählten Volksvertreter erst recht nicht. In den westlichen Industrieländern leben die Reichen länger und gesünder, die Krankheiten bekommen die Armen. Doch die Deutschen tragen das klaglos und ohne zu murren, denn sie haben ja keine Zeit zu murren, sie müssen ja arbeiten um sich das alles leisten zu können. Bei der Steuer gelten ja Freibeträge, bei den Sozialbeiträgen, also für die Finanzierung der Krankheitsindustrie geht es nicht so sozial zu, da gibt es keine Gnade.Je mehr jemand verdient, desto geringer ist sein Anteil für die Solidargemeinschaft. So Tudge schreibt in seinem Buch „So shall wie reap“ was so viel wie „Was der Mensch isst, wird er ernten.
Wie ernähren Sie sich?

Bewertung vom 09.03.2020
Wie ich mich durchsetze - (fast) immer
Kemme, Torsten

Wie ich mich durchsetze - (fast) immer


ausgezeichnet

Mein Eindruck
Das Buch von Torsten Kemme liegt mir in der 1.Auflage von 2018 vor.
Es ist in vier Gruppen; Grundlagen, Durchsetzungsstrategien, kombinierte Strategien und Verstärker auf 250 Seiten eingeteilt. So nennt der Autor zu Beginn die Bedürfnispyramide nach Maslow, mit ihren 5 Bedürfnisbereichen, die als Stufen einander aufbauen und die mehr oder weniger allgemein etwas über die Bedürfnisstruktur des Menschen der westlichen Welt aussagen.
So erhält man für den Überzeugungsakt und eine entsprechende Argumentation, Anregungen für eine gute Orientierung ebenso wenn es um das Abwägen geht, welche Bedürfnisse der Gegenüber hat.
Die Strategie 5 „Bedürfnisse wecken“ verfolgt den Zweck, dem Anderen seine Bedürfnisse und Sehnsüchte bewusst zu machen, diese ihm dann zu erfüllen und damit gleichzeitig seine eigenen Absichten zu verwirklichen. Dennoch kommt der Autor zu der Ansicht, das diese Strategie vor allem bei Menschen fruchtetet, die ein geringes Selbstwertgefühl haben.
Mit der Kombination verschiedener Strategien verstärkt sich die Durchsetzungskraft der Überzeugungsarbeit und erhöht zugleich die Erfolgswahrscheinlichkeit. Neben einem Strategie-Mix zieht Torsten Kemme auch das sequentielle Anwenden von Einzelstrategien in Betracht, und am besten dann, wenn der ersten Ansatz keinen Erfolg versprach, kann man eine zweite Strategie praktizieren.
In den letzten fünfzig Seiten kommen dann noch das halbe Dutzend Verstärker von der Glaubwürdigkeit über Körpersprache bis hin zu Strategeme ausführlich zur Sprache.
Im Grunde genommen, soll beim Sich-Durchsetzen kein Ich gewinne und Du verlierst entstehen. Das Ziel und das lässt sich in den meisten Fällen auch realisieren, ist eine Win-Win Situation diese hängt allerdings von unserer moralischen Einstellung ab.
Wie setzen Sie sich durch?

Bewertung vom 09.03.2020
Shaken
Fleming, Ian; Lane, Josephine

Shaken


ausgezeichnet

Mein Eindruck
Das Buch ist stilvoll mit einem Hardcovereinband versehen und im Taschenbuchformat auf über 200 Seiten anspruchsvoll aufbereitet.
Zu Beginn wird über die „Freude des Trinkens“ von Ian Fleming gesprochen, warum Wodka mit Pfeffer bestreut wurde, Bourbon nur mit reinem Quellwasser gemixt wurde und warum Ian Fleming seine Drinks nicht selbst mixte.
Doch dann folgen auf zwei Seiten angerissen (hier ist die Schrift sehr klein) das Zubehör für eine Bar-Ausstattung, von Gläsern und Zubehör über Techniken und Zutaten bis hin zur Garnierung.
Im Hauptteil auf über 160 Seiten gibt es Rezepte von:
1) Straight up,
2) On the Rocks,
3) Longdrinks
4) Fizz und
5) Exotische Cocktails
Dabei tauchen exotische Namen wie Pussy Galore auf – dieser Drink wurde 1964 von Honor Blackman in der Verfilmung von Goldfinger dargestellt.
Smersch, ein Cocktail, deren Zutat Noilly Prat mit Oliven 48 Stunden in Wermut eingelegt werden müssen und dessen Name grob übersetzt „Tod den Spionen“ bedeutet.
Dreamy Pines ein optisch sehr ansprechender Longdrink bei dem für den Vanilliesirup benötigte Vanillieschote 24 Stunden im Zuckersirup ziehen lassen muss. Ein Drink aus dem Film „Der Spion der mich liebte“,der Name kommt vom Hotel Dreamy-Pines Motor Court Hotel, welches 15 Kilometer westlich des Lake George liegt.
So findet man zu jedem Drink eine Zutatenliste mit Rezept und einem wunderschönen Foto des Getränks, mit jeweils zwei Seiten Geplauder aus den verschiedenen Filmen, mit Herkunft des Namens der einzelnen Mixturen.
Ein Buch das in jede Bibliothek gehört und so manchen Männerabend auf eine ganz andere Weise beginnen und aufhören lässt.
Wann shaken Sie Ihren nächsten Drink?

Bewertung vom 07.03.2020
Heilen mit der Kraft des Ayurveda
Kucera, Sarah

Heilen mit der Kraft des Ayurveda


ausgezeichnet

Mein Eindruck
Ayurveda klingt nicht nur wie Musik, sondern ist es auch für den Körper und die Seele. Ich bin dankbar dafür das es immer mehr Verbreitung, auch in der westlichen Welt findet. Die ganzheitliche Heilkraft des Ayurveda ist für mich unumstritten, denn ich durfte sie bei meinem Aufenthalt 2014 in Indien kennenlernen und die Wirkung und Heilung meiner rheumatischen Erkrankung ist gelungen, da wo heute die Schulmedizin versagt. Diese uralte Weisheit aus Fernost ist für mich eines der besten Heilkünste überhaupt. Die Autorin Sarah Kucera ist Chiropraktikerin, Yogalehrerin und zertifizierte Ayurveda – Therapeutin. Sie begründete ihr eigenes Gesundheitszentrum mit Heilpflanzenapotheke in Kansas City (Missouri). Der vor mir liegende, ins deutsch übersetzte Ratgeber vermittelt 100 uralte Rituale, die sich für jeden Interessierten umsetzen lassen. Es ist kein Geheimnis mehr, dass die Aussage: „ Du bist was Du isst“ absolut zutrifft und die Ayurveda bietet schon immer köstliche pflanzliche Ernährung an, die sich bereits über tausende von Jahren bewährt hat. Industriell erzeugte Lebensmittel wie es in den westlichen Ländern vorangetrieben wurde, verändern nicht nur das Mikroben in unserem Darm, wir werden auch krank und übergewichtig davon. Gesundheit wurde zu einem Geschäft und die Pharmaindustrie könnte ohne unsere Krankheiten nicht existieren. Wir wurden mit der Einnahme von Medikamenten immer mehr versklavt, doch wenn wir wollen können wir uns davon befreien, nämlich mit dem richtigen Essen und beispielhaften Ritualen, wie es diese wunderbare Lektüre zeigt. In diesem Buch vom Riva Verlag werden Maßnahmen beschrieben, die Körper und Geist harmonisieren und wieder mit dem Rhythmus der Natur übereinstimmen. Viel zu lange haben wir uns in die Hände von Ärzten begeben, doch nun können wir wieder viel mehr Eigenverantwortung für unsere Gesundheit übernehmen. Dazu gehören pflanzliche Ernährung, genügend Schlaf, Bewegung und Meditation. Bei der ayurvedischen Sichtweise geht es darum, Ungleichgewichte aus denen Krankheiten entstehen zu erkennen und zu korrigieren. Sehr oft sind es auch die einfachen Dinge die uns Lebensqualität verschaffen, wie die Lehren des Yoga und der Ayurveda. Nämlich die Selbstfürsorge mit Ölmassagen, Spaziergängen, Kräutertees genießen, sowie Gewürze und heilsame Nahrungsmittel verwenden. All die krankmachenden Phänomene sind aus dem immer mehr Wollen aus der Wirtschaft und Industrie entstanden. Glück und Zufriedenheit ist nichts was man Erwerben kann. Alles sollte im Einklang mit der Natur geschehen und das wir auch auf unseren Körper hören. Wir haben ein System geschaffen, nur durch unser unbewusstes Verhalten und die Autorin versucht uns wieder mit ihrem ausgezeichneten Buch zur Selbstliebe zurück zu führen. Eben das was seit Jahrtausenden in den fernöstlichen Heilmethoden praktiziert wird und somit das beste System für Mensch und Natur bedeutet. Dieses Buch kann ich nur empfehlen mit samt Ritualen, feinsten Teemischungen bis hin zu Schlafenszeiten, Wechselatmungen, Tagebuch-Schreiben und Herangehensweise bei hormonellen Problemen der Frauen und noch vieles mehr. Ein Glossar der Heilpflanzen und ayurvedischer Fachbegriffe, sowie Bezugs- und Informationsquellen sind ebenfalls im Ratgeber enthalten. Für mich ist diese Lektüre ein wahrer Goldschatz. 5 Sterne ist es auf alle Fälle wert.

Bewertung vom 02.03.2020
Let's rock education - Deutschlands erfolgreichster Mathe-Youtuber
Jung, Daniel

Let's rock education - Deutschlands erfolgreichster Mathe-Youtuber


ausgezeichnet

Mein Eindruck
Das Buch des Vorreiters in Sachen digitaler Bildung hat ein besonderes Credo:Individuelles Lernen statt standardisierter Bildung.
Der bekannte Remscheider ist der Ansicht ,das die Mathematik heute weitaus mehr kann., denn sie dient den Finanzmärkten dazu, gewisse Annahmen über die Zukunft zu treffen, diese werden aufgrund von Prognosen mit Hilfe der Wahrscheinlichkeitsrechnung getroffen, doch lernt man in der Schule zu wenig über Prognosen und Wahrscheinlichkeitsberechnung.
Der Widerspruch in die neue Technologien ist seit griechischen Mythologie bekannt. Doch wie sieht es mit den Gefahren aus. Nicht Computer, Tablets und Smartphone sind weder Übel noch Segen, es kommt immer darauf an was wir damit machen.
Daniel Jung stellt über YouTube Videos mit Lerninhalten zu Verfügung um nicht verstandene Lerninhalte so aufzubereiten. Doch dieses wird zum Teil schon als Konkurrenz für die Schule gesehen. Denn wenn plötzlich Schüler aufgrund der Videos gute oder bessere Noten einfahren, wird sich schon so mancher Lehrer Fragen? Mache ich was falsch?
Finanziell und wirtschaftlich gesehen können Digitale Hochschule in ihren Seminaren bis zu 100 000 Studierende erreichen und das bei bis zu 85% günstigeren Preisen. Leider sieht das in Deutschland ganz anders aus. Die Schulen und das Bildungssystem ist weitgehend kostenlos. Doch belegen zahlreichen Studien, die Bildungs- und Berufschancen dennoch vom Einkommen der Eltern abhängig sind, denn Nachhilfe wird privat finanziert. Die große Hoffnung über das Internet hat sich gelegt, denn die meisten Bücher müssen wir immer noch bezahlen und somit für Bildung auch.
Die digitale Revolution mit seiner enormen Geschwindigkeit hat zur Folge, das die jungen Menschen in ihrer Ausbildung Dinge lernen, die heute auf morgen nicht mehr gebraucht werden.
So zeigen aber Erkenntnisse dass eine gute Lernmethode, nicht ohne persönliches Tutoring auskommt. Es reicht nicht mehr, Lernende mit Informationen zu füttern, oder ihnen etwas hervorragend zu erklären, sie müssen es nachvollziehen und mit unmittelbaren Feedback ein Gefühl für das entwickeln, was sie können und wo es noch hakt.
Denn einfach ausgedrückt, wenn man etwas nicht einfach erklären kann, hat man es nicht verstanden.
So kann ich nur hoffen, das solche neuen Systeme in den Kultusministerien und Unterrichtsplänen Einzug hält, denn in Zukunft werden analoge Klassenzimmer zu digitalen Lernorten.
Wie weit sind Sie in digitaler Bildung?