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Benutzername: HSL
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Bewertungen

Insgesamt 694 Bewertungen
Bewertung vom 05.12.2020
Kurswechsel im Kopf
Hayes, Steven C.

Kurswechsel im Kopf


ausgezeichnet

Mein Eindruck
Der Autor ist Professor für Psychologie an der University of Newada. Er hat über 35 Jahre Berufserfahrung in Psychologie und mehr als 45 Bücher und über 600 Fachartikel geschrieben. Er ist einer er einflussreichsten Psychologen der Welt.
Somit wundert es auch kaum, dass sein Werk aus dem Jahre 2019 mit der amerikanischen Originalausgabe und dem Titel“ A liberated mind how to privot toward what matters“ aus über 480 Seiten, 21 Kapiteln und 3 Teilen besteht.
Er ist auch der Begründer von ACT Akzeptanz- und Commitment-Therapie und diese dient als konkrete Handlungsaufforderung, zu agieren und in Aktion zu treten.
Im Kapitel drei werden drei Wellen der Psychotherapie beschrieben, die Verhaltenstherapie, die kognitive Verhaltenstherapie und schließlich die Transformation, in dessen Mittelpunkt die Frage steht, was wir denken und fühlen auf die Überlegung verlagert, in welcher Beziehung wir zu unseren Gedanken und Gefühlen stehen.
Die Vorstellung, psychische Probleme als verborgene Krankheit zu betrachten, hat mittlerweile einen besorgniserregenden Tribut gefordert. Sie hat zunächst eine beruhigende Wirkung, denn sie enthält ein Körnchen Wahrheit: Dass wir leiden ist nicht unsere Schuld. Doch macht man sich dieses Konzept zu eigen, hat man oft das Gefühl, ein Leben lang Medikamente nehmen zu müssen um diesen Zustand überhaupt zu ertragen.
So redet uns der innere Diktator ein, dass ein psychisch starres Vermeidungsverhalten dem gesunden Menschenverstand entspricht.
Die Strategie, vor dem inneren Schmerz davonzulaufen oder ihn zu leugnen, scheint auf den ersten Blick logisch zu sein. Da Schmerzgefühle unangenehm sind, neigen wir dazu, schwierige Gedanken, Gefühle und Erinnerungen als „Probleme“ einzuordnen und die Beseitigung als „Lösung“ zu betrachten.
Wenn wir die müßigen Versuche einstellen, die Spuren zu entfernen, die unsere Lebensgeschichte in unserem tiefsten Inneren hinterlassen hat, haben wir die Möglichkeit, aus all unseren Erfahrungen zu lernen.
Unsere Aufmerksamkeit hat etwas mit einer Taschenlampe vergleichbares. Sie gestattet uns, unsere Wahrnehmung zu fokussieren. Wenn das sanfte Licht des gegenwärtigen Lichts darin geübt ist, sich auf die Vergangenheit zu richten, sind wir imstande, die unliebsamen und wirklichen hässlichen Aspekte unserer Geschichte aufrichtiger und mit mehr Selbstempathie zu betrachten

Denn das perfekte Leben gibt es nicht, erfüllt kann es trotz mancher Herausforderung dennoch sein.
Wenn wir die ungebetene Elemente und Erlebnisse unseres Lebens akzeptieren und lernen die frei gesetzte Kraft zu nutzen, können wir unser Leben in seiner Fülle akzeptieren und uns neu ausrichten. So beginnt der Kurswechsel im Kopf.

Bewertung vom 29.11.2020
Die Macht der Clans
Heise, Thomas;Meyer-Heuer, Claas

Die Macht der Clans


ausgezeichnet

Mein Eindruck
Das Werk der Autoren ist schon in der 2.Auflage und ist sowohl als gebundenes Buch als auch als E-Book erhältlich.
So verfügt „Die Macht der Clans“ über 10 Kapitel, deren Titel von 817.260 Euro in 79 Sekunden“, über „Der Kokser, deutscher Hip-Hop und falsche Polizisten“ bis hin zu „Neue Ansätze in der Clan-Politik“.
Es wird schon zu Beginn klar, dass es seit einigen Jahren Stadtteile gibt, die sozio-kulturell im Sinne einer aufgeklärten Mehrheitsgesellschaft „gekippt“ sind. Die Macht hat den deutschen Rechtsstaat und die Macht seiner Strafverfolgungsbehörden ersetzt.
Erst seit einigen Jahren setzt sich in der Politik die Einsicht durch, dass es hier um mehr geht als um Klassifizierung einzelner Straftaten. Immer wieder wird eine hermetisch abgeschlossene, hierarchisch organisierte Gruppierung gebildet und ein eigenes, außerhalb der Gesetze stehendes Wertesystem etabliert. Bei den Clans ist es dann tatsächlich die Großfamilie, die über allem steht.
Die Ausbreitung der arabischen Clans hat in Deutschland eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Als sie vor ca. 40 Jahren nach Westdeutschland kamen, waren die meisten mittellos und ungebildete Flüchtlinge aus den ärmsten Regionen des Nahen Ostens. Im Wesentlichen sind drei Faktoren für die „Erfolgsgeschichte“ der kriminellen Clans verantwortlich. Zum einen hatte die Bundesrepublik eine völlig verfehlte Integrationspolitik, die es den Neuankömmlingen praktisch unmöglich machte, einer geregelten Arbeit nachzugehen. Zweitens lag es an einer Rechtsauffassung, in deren Raster das Individuum als asoziales, parasitäres unmoralisches Wesen überhaupt nicht vorkam. Der dritte Faktor ist das Selbstverständnis der Clan-Mitglieder selbst, im Verhalten der Bundesrepublik und ihrer Behörden nichts anderes sehen konnten als Schwäche.
Das alles erschuf zusammen jeden Brutschrank, in dem die kriminellen Clans in den vergangenen Jahrzehnten nahezu ungestört gediehen.
Der deutsche Staat und dessen föderalistisches System tut sich schwer mit dieser Flüchtlingswelle. Es herrscht Chaos wohin man schaut, und keine Behörde blickt wirklich durch.
Warum die familiären Strukturen der Clans ursächlich sind und für ihren kriminellen Erfolg und wie diese Strukturen gleichzeitig die Integration ihrer Mitglieder in demokratische, westlich geprägte Gesellschaft verhindern. Es geht um familiäre Wertesysteme , in denen Ehre, Treue, Loyalität und Gehorsam regieren und darum wie sehr diese Werte, gepaart mit Skrupellosigkeit , die Werte einer aufgeklärten individualistischen Gesellschaft dominieren.

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Bewertung vom 29.11.2020
Zur Kasse, bitte! (eBook, ePUB)
Albers, Wolfgang

Zur Kasse, bitte! (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Mein Eindruck

So enthält das Werk Überschriften wie „Die Entstehung der sozialen Sicherungssysteme“ , Der Arzt als Unternehmer“ oder „ Die Wandlung der Krankenhäuser in Proficenter und Renditefabriken“.
Allein diesen Überschriften kann man schon entnehmen, das es mit dem Gesundheitswesen nicht mehr weit her ist und die Situation hat sich bis heute nicht verbessert.
Dennoch reichen die Anfänge des Gesundheitssystems weit in das 19. Jahrhundert zurück und gilt als eines der stabilsten Säulen des bundesrepublikanischen Sozialstaats.
Seit 1869 galt für Ärzteschaft mit ihrem neuen und freien Berufsstand die Gewerbefreiheit. Das brachte den Kassen anfänglich große Schwierigkeiten, überhaupt qualifizierte Ärzte für die Versorgung ihrer Versicherten zu finden. So wollten die Ärzte nicht als Angestellte der Krankenkassen fungieren, sondern pochten auf ihre Selbstständigkeit, die sich bis heute erhalten hat.
Ausgangspunkte aller Reformen im Gesundheitswesen sind seit Mitte der 1970er Jahre Grundüberzeugungen, dass sich die Sozialpolitik an Reduzierungen der Arbeitskosten zu orientieren habe. Unter der Vorgabe einer „einnahmeorientierten Ausgabenpolitik“ folgte eine „Kostendämpfungspolitik“ mit der die Kosten zwar nicht gesenkt, aber für die Arbeitgeber dadurch „gedämpft“ wurden, dass man sie schlichtweg auf die Beschäftigten abwälzte.
Die Zukunft einer erfolgreichen Gesundheitspolitik liegt deshalb auch weniger in einer einheitlichen Grundversorgung für alle, sondern darin, dass die Versicherten sich „frei nach ihrer Bevorzugung“ alternativ für ein höherwertigeres Leistungsangebot in der privaten Krankenversicherung entscheiden können.
Die kassenärztliche Leistung wird nach dem sogenannten „Einheitlichen Bewertungsmaßstab“ (EBM) vergütet.
Dabei wird in einem umfangreichen Katalog jeder ärztlichen Leistung eine bestimmte „Punktzahl“ zugemessen. Diese Punktzahlen werden zur Abrechnung addiert und dann mit dem einheitlich festgelegten „Punktwert“, der aktuell zehn Cent beträgt, multipliziert. Es wird im Gesundheitswesen viel Geld ausgegeben, es wird aber auch viel Geld verdient und obwohl die finanzielle Situation der sozialen Kassen immer in den schwärzesten Farben gemalt wird, bleiben zahlungskräftige Interessengruppen wie die Pharmaindustrie von einschneidenden Reformen weitgehend unberührt.

„Deregulieren“ „Eigenverantwortung“ sind die Schlüsselbegriffe der neuen Sozialpolitik. Der Wettbewerb wird es richten, so das neoliberale Credo.
Alle Reformmaßnahmen seit den 70er Jahren liefen im Kern nur auf eine Verschlechterung oder eine Verteuerung der Gesundheitsversorgung für die große Mehrheit der Bevölkerung hinaus.
Der Einstieg in die Industrialisierung und Normierung der Medizin als Ausdruck ihrer Ökonomisierung bildete das neue Finanzierungssystem der diagnosebezogenen Fallpauschalen, dessen Einführung bereits mit dem Gesundheitsstrukturgesetz von 1992 eingeleitet wurde.
Mit den neuen diagnostischen und therapeutischen Richtlinien werden nun dem behandelnden Ärzten prägnant festgelegte Behandlungspfade vorgegeben, von denen nicht abzuweichen ist. Jeder medizinische Schritt außerhalb eines solchen Pfades wäre jeweils gesondert wohl zu begründen. Die ärztliche Behandlung verliert dadurch an ihrer patientengerechten Individualität.
Mit dieser neuen Ausrichtung im Gesundheitssystem wird Gesundheit zur Ware und ist ein Ausmaß dessen, was sich der Einzelne an Gesundheit erkaufen kann, natürlich abhängig von seiner Kaufkraft. Oder wie Goethe urteilte: „Dem Arzt verzeiht, die Krankheit ist ein Kapital“. Hierzu ist nun alles gesagt und warum der Eid bzw. das Arztgelöbnis des Hippokrates schon längst nicht mehr gilt. In Deutschland werden weder der Eid noch das Genfer Gelöbnis verpflichtend geleistet, diese werden nur in medizinethischen Diskussionen als ethische Richtlinie beziehungsweise Ehrenkodex argumentativ angeführt.

Bewertung vom 29.11.2020
Biologische Vielfalt erhält die Lebensgrundlagen aller Lebewesen
Voigt, Wolfgang

Biologische Vielfalt erhält die Lebensgrundlagen aller Lebewesen


sehr gut

Mein Eindruck
Das Sachbuch von Wolfgang Voigt in der 1.Auflage aus dem Jahre 2017 beschreibt wie auf dem Cover ersichtlich, die zentrale Rolle der Honigbiene im biologischen Kreislauf.
So besteht das Buch nur aus 3 Kapiteln mit seinen fast 160 Seiten und zahlreichen Überschriften wie „Waldameisen werden durch Honigbienen gefördert“, „Der Wald – die ursprüngliche Heimat der Honigbiene“, oder „ Die Gesundheit der Bienen obliegt der Verantwortung des Menschen“, bis letztendlich „Eine Welt ohne Bienen ist undenkbar“.
Die Honigbienen, die Hügel bauenden Waldameisen, Hummeln, Wespen und die in den wärmeren Regionen lebenden Termiten, spielen in der natürlichen Umwelt als individuelle Völker eine sehr wichtige Rolle. Sie sind als Bestäuber von Blütenpflanzen, aber auch als Nahrungsquelle vieler anderer Insekten fressender Lebewesen eine in unserer Natur nicht zu vernachlässigende Komponente, auf die bei weitem nicht verzichtet werden kann.
Ameisen, von denen es über 9500 Arten gibt, sind die dominantesten Lebewesen der Erde. Von über hundert nachgewiesenen Ameisenarten in Deutschland, sind nur 33 nicht gefährdet. Neun einheimische Hügel bauende Waldameisen tragen zur Stabilisierung des „Ökosystems Wald“ herausragend bei. 150 Pflanzenarten werden durch Ameisen verbreitet und helfen dadurch beim Erhalt biologischer Vielfalt.
Als Gefahr für den Fortbestand der Bienen wird die fortgesetzte Vergiftung der natürlichen Umwelt durch Pflanzenschutzmittel und auch durch die Varroamilbe (ein Parasit, der die Bienen schädigt) genannt. Die Gefährdung durch Pflanzenschutzmittel, welche absolut bedrohliche Gifte im natürlichen Kreislauf sind, dürfen auf keinem Fall mehr von Herstellern, Konzernen, Politikern usw. als harmlos und „ungefährlich“ eingestuft werden.
Pollenallergien haben ihre Ursache im Rückgang von blühenden Pflanzen, die normalerweise von Insekten bestäubt werden. Im Umkehrschluss gibt es nämlich eine Zunahme von Pflanzen, die durch den Wind bestäubt werden.
Für Nahrungsmittelallergien sind Industriell hergestellte, aller Ursprünglichkeit beraubten Lebensmittel verantwortlich. Zurückzuführen ist das Ganze auch auf unsere heutige Überzivilisation und ihren regelnden Hygienevorschriften, die nur wenig Keime übrig lassen und somit das Immunsystem der Menschen sehr anfällig macht und kaum noch abwehren kann.
Die Natur liefert Leistungen die technisch gelöst werden müssen, ohne erheblichem Aufwand und zu hohen Kosten. Je intakter die Selbstreinigungskräfte der Böden und Gewässer, desto weniger Dünger muss aufgebracht werden.
Aus ethischer Sicht besteht die Verpflichtung, möglichst die gesamte noch vorhandene biologische Vielfalt zu erhalten. Jedoch arbeitet die Industrie daran, sie durch künstliche Nahrungsmittel zu ersetzen. Menschen sind es, die ihr Lebensumfeld mit einer beängstigenden Energie essentiell gefährden und dabei ihre eigenen Lebensgrundlagen mutwillig und aus Dummheit zerstören. Der Autor stellt aus seiner persönlicher Einsicht und praktischer Fachkompetenz zahlreiche unbequeme, zwingende Fragen zum Nachdenken. Er erwähnt ehrlich die ihm daraus entstandenen Beschwernisse. Seine Lösungsvorschläge zur Thematik und Problematik sind durchweg wohl fundiert und belegter-weise nachvollziehbar und sogar machbar. Danke für dieses Buch!

Bewertung vom 28.10.2020
Was ist eigentlich normal?

Was ist eigentlich normal?


ausgezeichnet

Mein Eindruck
In dem kleinen Gesellschaftsbuch von ca. 160 Seiten vom Claudius Verlag, schließen sich 5 Autoren zusammen.und erörtern in je einem Kapitel den interessanten Inhalt zur Lage von Normalität und Norm.
Reiner Anselm Professor für Systematische Theologie berichtet über „Natürlichkeit als schwache Norm in der Medizinethik“, Vermeidliches und Unvermeidliches, Stephan Schaede, Direktor der evangelischen Akademie über „Brüchig und porös“ in Partnerschaft und Familie, Arnulf von Scheliha Professor für Systematische Theologie behandelt das Thema „Fit und Fair“ in Körperlichkeits- und Sportethik, Cornelia Mügge, Dr. Assistentin am Lehrstuhl für Moraltheologie und Ethik schreibt über Normalität und Normen in der Tierethik und der letzte Beitrag ist von Klaas Huizing, ebenfalls Professor für Systematische Theologie mit „Ausgrenzungs- und Integrationspotenziale des Netzes“. Diese und ähnliche Fragen sind es, die in der Systematischen Theologie gestellt und zu beantworten versucht werden. Somit den verbindlichen Inhalt des christlichen Glaubens aus der heutigen Sicht zu formulieren, und zwar unter Rückgriff auf die Bibel, die kirchliche Lehrüberlieferung, die Vernunft und die Erfahrung.
In der Einführung des gesamten Lesestoffs wird als erstes auf das Coronavorspiel eingegangen, indem bereits Mitte April 2020 von Olaf Scholz, Jens Spahn und auf Bundesebene die Aussage getroffen wurde, das es bis 2021 Normalität wird mit dem Virus zu leben. Woher sie glauben es zu wissen, lasse ich mal dahingestellt sein. Also vom Burkaverbot zur Maskenpflicht und zur sozialen Enthaltsamkeit mit passgenauen Maßnahmen. Was bisher immer, in eine „neue Normalität“ ausgerufen wurde, wird selten wieder zurück genommen, denn es dringt in das Massenbewusstsein ein. Nicht umsonst prophezeit man die Krise bereits bis ins Jahr 2021 hinein. So wie ich es heute einschätze, will man kein Zurück und opfert Freiheit und Rechte und das freizügige Zusammenleben in einer errungenen offenen Gesellschaft für die „neue Normalität“. Wir erleben gerade eine Fassaden-Normalität, durch Außenlenkung welche konkrete Handlungsanweisungen für das Sozialverhalten gibt. Dies könnten Praktiken von anonymen Strukturen sein, die keine direkte Rückadressierung zu lassen. Alle Beiträge gefallen mir gut und geben Grund zum Nachdenken insbesondere von Cornelia Mügge, denn die Auseinandersetzung mit der Rolle von Normalität und Normen in der Tierethik sollen zu einem besseren Verständnis führen, wenn man die Rechtfertigungen der Tiernutzung für die Ernährung hört.
Das was wir Menschen als normal bezeichnen und das kommt in allen der 5 Beiträgen klar zum Vorschein, dass wir aus Gewohnheit heraus Dinge tun, die wir besser hinterfragen sollten. Denn nicht immer hat die Mehrheit recht, denn sie kann sich ebenso täuschen. Traditionen und darauffolgende Argumente der Mehrheit sind dominant geworden, doch kann man sie weiterhin rechtfertigen? Normalität sind keine hinreichenden Argumente, Rechtfertigungen von Praktiken und Verhaltensweisen, nur weil ein menschliches Maß im Bereich der Familie, der Arbeitswelt, der Politik und der Wirtschaft eingeführt wurde.
Was ist für Sie eigentlich normal?

Bewertung vom 28.10.2020
Karten, Konten und Kanäle: Wie wir in Zukunft bestellen und bezahlen
Gladis, Ralf

Karten, Konten und Kanäle: Wie wir in Zukunft bestellen und bezahlen


sehr gut

Mein Eindruck
Karten, Konten und Kanäle Ralf Gladis Hanser Verlag ****

Mein Eindruck

Das Buch mit Hardcovereinband und gebundener Ausgabe hat nur 130 Seiten und dafür aber 11 Kapitel mit sehr interessanten Überschriften wie „Der vernetzte Kunde“, „Internationalisierung“ oder „Online Marktplätze“. Doch auch „Internet der Dinge, „Künstliche Intelligenz“ bis hin zu „Kryptowährungen“ werden behandelt.
Schon zu Beginn wird klar gestellt, das die Zeiten von Massenwerbung und Massenware vorbei sind und der Kunde über möglichst viele Medien immer wieder angesprochen und beworben werden muss. Der Anbieter wird nun zu einer immer größerer Flexibilität gezwungen.
Doch die Zukunft gehört dem E-Commerce sehr zum Leidwesen vieler regionaler kleiner und mittlerer Geschäfte im stationären Handel. Denn wir bestellen online per App wo und wann wir auch Lust haben und die Lieferung kommt dann zumindest in den Großstädten schon nach ein paar Stunden auf vier Rädern oder vielleicht auch schon per Luftfracht.
Doch Pragmatiker versetzen sich gerne in ihre Kunden. Denn aus deren Perspektive erkennen sie mehrere ergänzende Spielarten des selben Phänomen: Denn E-Commerce umfasst alles, mit Ausnahme des physischen Verkaufs am POS und des Fernabsatzes per Print-Katalog per Fax oder Telefon. Welche Bedeutung Smartphones für den E-Commerce haben, entscheidet der Standort. In einigen Ländern gibt es kaum einen Unterschied zwischen E-Commerce und M-Commerce, schon während der weltweiten Boomphase hatte der PC keine Chance, an dieser Technik teilzuhaben.
Wenn auch noch Luft nach oben ist, jeder dritte Bürger im geschäftsfähigen Alter deckt noch seine kompletten Konsumbedürfnisse im stationären Handel.
In einer Zeit wo das Warenangebot online wie offline genau gleich ist, wird erkennbar, das der Preis nur als Differenzierungsmerkmal – Im Guten wie im Schlechten vom Konsument gesehen wird.
Allerdings hat sich das Self-Scanning , von den Kassenherstellern seit geraumer Zeit angeboten, nicht zu deren und den des Kunden bewährt. Die Geräte werden im deutschen Supermarkt nur angenommen, wenn hilfreiches Personal bereitsteht und ein Bargeldwechsler angeschlossen ist, ein Hemmschuh für die Automation.


Die Zukunft im internationalen E-Commerce ist global, egal ob Waren aus China oder digitale Geschäftsmodelle aus den USA. Doch es gilt sich im internationalen Wettbewerb in den Kopf des Kunden hineinzuversetzen, das gilt auch für die Auswahl der Bezahlmethode, wer bezahlt was, wann,warum und womit?
„Open Banking“ nennt sich ein Konzept in Anlehnung an Trends und Bewegungen des Internetzeitalters wie Open Source oder Open Access. Sie wird auch als Spielart der Plattform-Ökonomie in der im Idealfall die Zweierbeziehung zwischen Kunde und Bank durch ein baukastenartiges Modell ersetzt wird, gesehen.
Doch von echtem Open Banking kann erst die Rede sein, wenn der Datenaustausch über einheitliche Softwareschnittstellen abgewickelt wird, an die sich andere Marktteilnehmer andocken können.
Die Zukunft ist das Internet of Things. Es verschwindet das Bargeld und aus Verbindungen werden Daten und aus Daten werden Services. Geräte werden zu Botschaftern, Gegenstände werden transaktional. Und wie wird bezahlt? Lautlos und mit voll automatisierten „silent payments“.
Wer hätte das gedacht?

Bewertung vom 28.10.2020
Ein Spiegel für die Seele
Fryling, Alice

Ein Spiegel für die Seele


ausgezeichnet

Mein Eindruck
Alice Fryling ist Enneagramm-Trainerin und geistliche Begleiterin in den USA. Die Autorin empfindet eine große Sympathie für „Alice im Wunderland“, da auch sie sich immer wieder fragte „wer in aller Welt bin ich denn“ ? Dieses Buch wurde aus dem Amerikanischen übersetzt und vom Claudius Verlag im September 2020 veröffentlicht. Das Enneagramm ist eine uralte Weisheitslehre und Persönlichkeitstypologie. Es hilft uns zu verstehen, wie wir ticken, was uns wichtig ist und was in uns vorgeht. Es bietet uns eine umgekehrte Ansicht unserer Selbst, unserer Gaben, unserer Motivationen und unseres Verhaltens. Ich glaube auch das sich viele damit herum plagen zwischen dem, wer wir sind, und dem, wer wir sein möchten. Das charakteristische Enneagramm-Symbol besteht aus neun Punkten, die auf einem Kreis angeordnet sind und mit neun Linien auf besondere Weise miteinander verbunden sind. Die Punkte repräsentieren die neun ,Grundtypen‘ und ihre unterschiedlichen Grundantriebe, Persönlichkeitsstile und Handlungsstrategien. Noch bis zur 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Enneagramm als Geheimwissen betrachtet. Auch Richard Rohr, ein franziskanischer Lehrmeister bekam von seinem geistlichen Leiter angewiesen, nichts schriftliches darüber weiter zu geben, doch er konnte der Anordnung keine Folge leisten. Seine Worte und die von Suzanne Zuercher wurden integraler Bestandteil auf die eigene Sicht des Enneagramms von Frau Fryling wofür sie und viele Menschen dankbar sein können. Die Autorin gibt zu nächst eine kurze Zusammenfassung und Beschreibung der einzelnen Enneagramm-Räume was unsere Begabungen wie Güte, Liebe, Effizienz, Kreativität, Weisheit, Treue, Freude, Stärke,und Frieden sind. In 12 Kapitel hat Alice Freyling ihr Buch eingeteilt und beschreibt sehr tiefgründig, das wahre und das falsche Selbst, die verschiedenen Triaden des Enneagramms, den Gruppen von drei Gottheiten Herz-, Kopf- und Bauchtriade, die Suche nach dem Heimatraum, die Biblische Wahrheit die das Enneagramm spiegelt, unsere Selbstsucht und so weiter. Nach jedem Kapitelende folgt ein Fragebogen der auch in einer Gruppe angewendet werden kann, sowie eine Anregung zur Meditation. Die Autorin und geistliche Begleiterin wählt einen sehr angenehmen Schreibstil, der auch den Unsicheren dazu verhelfen kann das Enneagramm spirituell zu verstehen. Als Spiegel der Seele bleibt das Enneagramm ein Werkzeug, das irgendwann beiseite gelegt werden kann. Das Enneagramm ist nicht die Antwort, sondern ein Wegweiser. Wegweiser zeigen den Weg; gehen aber müssen wir selbst. Der Mangel an Achtsamkeit ist der Grund unseres Krank - und Gebrochenseins.
Die Achtsamkeit ist der Schlüssel zu vielem und die wichtigste spirituelle Praxis, wie es auch in diesem guten Buche beschrieben wird.

Bewertung vom 28.10.2020
Dry Aged
Lübben, Susanne

Dry Aged


ausgezeichnet

Mein Eindruck
Wer sich mit der Psyche der Menschen beschäftigt, weiß sehr genau, dass Männer anders ticken als Frauen. Deshalb ist es sicher ratsam mehr über das Individuum Mann zu wissen, wenn man gute Beziehungen mit ihm eingehen will. Der Campus Verlag hat hierzu einen Männerratgeber herausgebracht, den Susanne Lübben als zertifizierter Karriere-Coach und Business-Trainer geschrieben hat. Das Cover ist für meine Begriffe sehr ansprechend und gut ausgewählt. Spuren auf seiner Lebensreise zu hinterlassen, ist wohl jedermanns Ziel. Im privaten sowie auch im geschäftlichen Bereich werden die Weichen immer engmaschiger gestellt. Die Rollenspiele und der Verdrängungsmechanismus, ob ich nun Männlein oder Weiblein bin, prägen sich in unserer Gesellschaft und besonders bei der Generation X oft negativ aus.
Der Verlust der Jugend, der Unbekümmertheit und der Gesundheit kann schon Sorgen bereiten, obwohl die Menschen von heute immer älter werden. Die eigenen Anforderungen steigen aufgrund der rastlosen Gesellschaft, die den Versprechungen der Konzerne hinterherlaufen und somit wächst der Druck und das Selbstvertrauen schwindet. Wie kann man nun wieder Freude und Leidenschaft für Dinge die man tut entwickeln.?
Wer das Leben hinterfragt und in diesem Buch betrifft es speziell Männer um die 40 herum, bekommt so eine Strategien geliefert. Eine Abbildung der Karrierelebensphasen von Svenja Hofert in der Einleitung des Ratgebers zeigt mal wieder, das Eigenverantwortung ein Zeichen von menschlicher Reife ist, die heute allzu gern abgegeben wird und deshalb vieles nicht mehr rund läuft. Das Beispiel mit dem guten Stück Rindfleisch (Dry Aged Beef), es weiter zu veredeln und das es erst zu dem im Reifungsprozess wird, was es ist, macht auch den jungen Mann nämlich später zum interessanten, erfahrenen Mann. Sehr schön ist, dass die Autorin nicht nur mit ihrem Verstand arbeitet, sondern auch den Reichtum der inneren Welt betrachtet. Sie behandelt viele Phasen mit denen sich Männer konfrontiert sehen. Über die Ursachen und Folgen berichtet Susanne Lübben sehr ausführlich, klar und direkt. Auch über die Charaktere und Geschlechterrollen die zusätzlich in einer Tabelle dargestellt sind, zeigt sich die grundsätzliche Verschiedenheit bei Mann und Frau. Wer kennt wohl nicht den Satz: „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“, oder „Wann ist ein Mann ein Mann“ usw. Also werden dem kleinen Jungen von Anfang an Gefühle abtrainiert. Also wichtig wird Klarheit in seine Gefühle zu bringen um richtige Entscheidungen zu treffen.
Ansonsten kommt es im zunehmenden Alter immer mehr zur inneren Leere. Für mich ist es sehr beeindruckend, wie tief die Autorin in das Seelenleben der Frauen aber vorrangig der Männer eingeht. Dazu macht sie viele Gegenüberstellungen in Tabellen und Graphiken. Darüber hinaus bietet sie Fallbeispiele, Übungen und praktische Tipps an. Stellt Fragebögen zur Verfügung und gibt somit neue Perspektiven und Orientierung. Das Buch motiviert Situationen neu zu überdenken und kann es wärmstens empfehlen. Wie sehen Sie das?

Bewertung vom 28.10.2020
Design Thinking Schnellstart
Osann, Isabell;Mayer, Lena;Wiele, Inga

Design Thinking Schnellstart


sehr gut

Mein Eindruck
Die 2.Auflage der drei Autorinnen dient als Arbeitsbuch für die Design Thinking Methode mit individuellen Fragestellungen und zu speziellen Projekten.
Auf knapp 130 Seiten wird dieses Buch mit der Design Thinking Methode zusammengefasst, konkret in sechs Phasen dargestellt. So lautet die erste Phase „Verstehen“, Phase zwei „Beobachten“, Phase drei „Synthese“, Phase vier „Ideen generieren“, Phase fünf „Prototypen entwickeln“ und zum Schluss die Phase sechs „Testen“. Die ersten 30 Seiten wurden den Fragen gewidmet und zwar wie man das Buch liest, was Kreativität bedeutet und was eine Design Challenge ist. Anschließend folgen die sechs Phasen mit 61 Seiten und abschließend noch 39 über Dokumention, Agendabeispiele und einem Literaturverzeichnis.
So werden zahlreiche Rahmenbedingungen für Kreatives Denken aufgeführt und es tauchen Begriffe wie Zeit (begrenzt und unbegrenzt) Humor, aber auch Kreative Zuversicht oder einfach Machen und aus Fehlern lernen, auf.
Beim Erarbeiten einer Design Challenge sind als Werkzeuge die bekannten 5 W`s, án gegeben, in der eine Checkliste zur Präzisierung mit den vier Punkten; Schreiben, Sammeln, Stilles Clustern und Priorisieren enthalten ist, dass zu sicheren schnellen Erfolgen führt.
In der Warm-up Phase geht es darum, die Teilnehmer zu ermutigen, genau zuzuhören und danach Schlussfolgerungen aus dem Gehörten zu ziehen. Dieser Interpretationsschritt dient dazu, uns ein schnelles Bild von einer Person zu machen und das zu verbalisieren.
Die Vorgehensweise nach dem JTBD Jobs-to-be-done Methode ist aus den 60er Jahren und stammt von Ted Levitt mit seiner bekannten Aussage: „Kunden wollen keinen Bohrer, sie wollen ein Loch in der Wand“.
Bei der Ideenfindung geht es darum, möglichst viele Ideen, basierend auf der Standpunkt-Definition - zu entwickeln. Hierzu gibt es Brainstorming, wichtige Fragestellungen wie, „Welche Idee würde der Nutzer lieben?“, oder „Welche Idee ist am einfachsten umsetzbar?“ Dabei geben die Autoren viele Optionen weiter, von den Ideen Anderer aufzubauen, oder die Möglichkeit, sich gedanklich weit in die Zukunft (z.B. ins Jahr 2050) zu versetzen wo es keine Grenzen gibt, auch nicht in der technischen Umsetzung. Ebenso kommt die Fünf-Mal-Warum-Methode zum Einsatz.
So gilt es für die 3 Frauen als Autorenteam die Erfahrungen aus ihren Workshops mit einzuflechten und wie wichtig es ist, dass Teams die Kernaspekte auf ihrem Weg zum Ziel immer zeitnah dokumentieren.
Es gilt auch, Aufgabenkonflikte früh zu erkennen und als solche zu behandeln, denn sonst können sie sehr schnell in Beziehungskonflikten münden.
Zum Ende des Workshopführers gibt es noch zwei Seiten von Agendabeispielen für einen 1-Tages-Workshop und einen 2-Tages-Workshop, mit zwei Stufen, die lehren „zuerst das Problem zu verstehen“ und „dann das Problem zu lösen“.
Somit hilft dieses Lernlogbuch die praktischen Inhalte mit Ausprobieren und Umsetzen, neben einer konkreten Anleitung, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren bzw. nie den Blick darauf zu verlieren.
Wie würden Sie Workshops gestalten?

Bewertung vom 28.10.2020
Alles Mist? Eine Familie zieht aufs Land
Veit, Susanne

Alles Mist? Eine Familie zieht aufs Land


ausgezeichnet

Mein Eindruck
Eins steht fest, nicht alle werden diesen Wunsch hegen und wäre auch nicht möglich. Doch wenn ich die heutige Situation beobachte und immer mehr Nutz- und Landflächen verschwinden, wird einem schon Angst und Bange. Wenn Einfamilien- oder auch Mehrfamilienhäuser gebaut, Wälder für Autobahnen weichen müssen und insgesamt die Bebauung in Stadt und Land überhand nimmt, weil sie so dicht und eng aneinander stehen, Steingärten angelegt werden, anstatt Grün - Blüh- und Nutzflächen, ist es für mich ein Alarmzeichen. Wenn dann auch noch Häuslesbauer nur mit ihren über alles liebenden Rasen mähen beschäftigt sind und nicht mehr den nerven tötenden Lärm von knapp über den Häusern fliegenden Hubschraubern der Bundeswehr hören, ist unser Miteinander sehr tief gesunken, weil die Prioritäten am Wesentlichen vorbei gehen. Nicht umsonst flüchten im Gegenzug viele Großstädter gern in ihrer Freizeit in die Natur. Und der 2. Faktor ist die Digitalisierung, der viele Bevölkerungsgruppen einfach überfordert und sie nur noch mit einem Brett vor dem Kopf herumlaufen. Wenn das Moderne ist, na dann Dankeschön. So kann ich der Autorin nur beipflichten, indem man versucht der geldgierigen digitalen Industrie, die auch die heutigen Politiker mit immer mehr Machtstreben ansteckt, zu entfliehen. Wohin und wie man es machen kann, erzählt dieses anregende Buch von Susanne Veit und es ist nur eine von unseren Möglichkeiten.
Das tägliche Arbeitspensum lässt den Menschen kaum noch Zeit Gedanken schweifen zu lassen und wie es sich anfühlen würde auf eigener Minifarm zu leben oder ähnliches? Denn es geht heute darum abhängig beschäftigt zu arbeiten, sich mit dem Smartphone zu beschäftigen und treu und brav viele Steuern zu zahlen. Da passt ein Landleben mit Selbstversorgung eben nicht rein. Wie weit haben wir uns von der Natur entfernt und wie nähert man sich ihr nun wieder an? Ein neues Leben zwischen Tieren und Gemüsegarten aufzubauen, gibt sie auch zu, ist nicht einfach und weis um die harte Arbeit, die bei vielen Rückschlägen entstehen. Doch diese haben wir auch in unserer Arbeitswelt. Den Kindern den Umgang mit digitalen Medien zu verbieten, ist meiner Meinung nach die größte Herausforderung und muss Ihnen deshalb Alternativen bieten und schmackhaft machen. Dazu sind wir doch ihre Eltern und dürfen es nicht an Bevormunder abgeben. Ist es dann erst mal geschafft entstehen viele gute Nebenwirkungen. Die Kinder und auch wir Erwachsene lernen wieder Eigenverantwortung zu übernehmen, Ängste zu überwinden und zu einem starken Menschen heran zu wachsen. Es macht Sinn sich mit dem Leben auseinander zu setzen und zu fragen warum wir eigentlich hier sind. Erinnerungen für die Kinder zu schaffen, damit sie sich auch an etwas festhalten können, wenn sie von dieser Erde gehen. Ansonsten geht das Experiment Erde und Mensch zu Grunde und die Zukunft gehört der KI, indem menschliches Denken mechanisiert wird.
Die Glücksversprechen der digitalen Welt, sind eine Vision, außer man möchte wie eine Marionette an den Strippen dieser Industrien hängen. Die Schilderungen der kleinen und größeren Missgeschicke dieser Familie sind sehr gut geschildert und machen neugierig, wie es gelingt wieder mehr in Kontakt mit dem Kreislauf in unserer Natur zu kommen. Es ist ein Buch das nachdenklich macht, wie wir in Zukunft leben wollen. Nicht alle Handlungen der Autorin entsprechen meinen, aber empfinde großen Respekt vor dieser großen Entschlossenheit in unserer immer mehr abhängigen Welt von Multikonzernen.