Die Chinesen - Baron, Stefan; Yin-Baron, Guangyan
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Ausgezeichnet als Wirtschaftsbuch des Jahres
"Ein spannendes und außerordentlich lehrreiches Buch." Sigmar Gabriel; ehemaliger Außenminister
"Differenziert und faktenreich" Bundeszentrale für politische Bildung
Auf der Bestenliste "Sachbücher des Monats Mai 2018" von DIE WELT, NEUE ZÜRCHER ZEITUNG, WDR 5, ÖSTERREICH 1 und TELEPOLIS
Mit seinem ebenso tiefschürfenden wie hochaktuellen Porträt des Volkes, das wie kein anderes die Welt von morgen prägen wird, legt das deutsch-chinesische Autorenpaar ein unverzichtbares Standardwerk zum Verständnis der Chinesen vor.
"Ein mutiges
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Produktbeschreibung
Ausgezeichnet als Wirtschaftsbuch des Jahres

"Ein spannendes und außerordentlich lehrreiches Buch." Sigmar Gabriel; ehemaliger Außenminister

"Differenziert und faktenreich" Bundeszentrale für politische Bildung

Auf der Bestenliste "Sachbücher des Monats Mai 2018" von DIE WELT, NEUE ZÜRCHER ZEITUNG, WDR 5, ÖSTERREICH 1 und TELEPOLIS

Mit seinem ebenso tiefschürfenden wie hochaktuellen Porträt des Volkes, das wie kein anderes die Welt von morgen prägen wird, legt das deutsch-chinesische Autorenpaar ein unverzichtbares Standardwerk zum Verständnis der Chinesen vor.

"Ein mutiges Buch. Ein Psychogramm einer ganzen Nation von 1,4 Milliarden Menschen zu erstellen, ist keine leichte Aufgabe. Die Autoren meistern sie mit beeindruckender Kenntnis und dem Mut, auch sicher geglaubte Einschätzungen kräftig gegen den Strich zu bürsten". Eberhard Sandschneider; Professor für Politik Chinas und internationale Beziehungen, FU Berlin

"Dieses Buch ist für alle, die in China Geschäfte machen wollen, eine lehrreiche, aber auch spannende Lektüre und die umfassendste Darstellung von Land und Leuten, die ich kenne." Heinrich von Pierer; langjähriger Vorstandsvorsitzender von Siemens

"Ein Buch, das für kontroverse und fruchtbare Diskussionen sorgen kann." Jörg Wuttke; langjähriger Präsident der Europäischen Handelskammer in China

  • Produktdetails
  • Ullstein Taschenbuch 6132
  • Verlag: Ullstein TB
  • 5. Aufl.
  • Seitenzahl: 448
  • Erscheinungstermin: 29. November 2019
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 121mm x 30mm
  • Gewicht: 316g
  • ISBN-13: 9783548061320
  • ISBN-10: 354806132X
  • Artikelnr.: 56300068
Autorenporträt
Baron, Stefan§Stefan Baron, geboren 1948, hat in Köln und Paris Volkswirtschaft, politische Wissenschaften und Sozialpsychologie studiert und anschließend als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kieler Institut für Weltwirtschaft geforscht, ehe er eine preisgekrönte Karriere als Journalist begann. Er arbeitete u.a. als Wirtschaftsredakteur und Finanzkorrespondent beim Spiegel sowie später 16 Jahre als Chefredakteur der WirtschaftsWoche. Der China-Experte gehörte viele Jahre dem Board of Trustees des American Institute for Contemporary German Studies an. Zuletzt war er globaler Kommunikationschef der Deutschen Bank. Heute ist er als Publizist und Berater tätig
Rezensionen
"Sehr gern gelesen habe ich das Buch "Die Chinesen" von Stefan Baron und Guangyan Yin-Baron. Nun sehe ich das wohl mächtigste Volk der Erde mit neuen Augen." Florian Harms T-Online.de 20200721

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 11.03.2019

Wie Chinesen denken
Über Konfuzianismus in Wirtschaft und Gesellschaft

Für viele Wirtschaftsvertreter ist China vor allem ein sehr bedeutsamer Wirtschaftsfaktor. Das Reich der Mitte ist ein riesiger Absatz- und Beschaffungsmarkt und in immer mehr Feldern ein sehr ernstzunehmender Wettbewerber. Um die Entwicklungen rund um den epochalen Aufstieg Chinas, bei dem es nicht zuletzt darum geht, die bestehende Ordnung der Welt, die von den Vereinigten Staaten dominiert wird, neu zu justieren, bedarf es nach Meinung der beiden Autoren nicht nur eines Blickes auf die volkswirtschaftlichen Kenngrößen. Man muss sich auch mit der Geschichte, der Kultur und der Geisteshaltung der Chinesen auseinandersetzen. Daher ist es löblich, dass ein Psychogramm der Chinesen - wohl präziser der Han-Chinesen, denn China ist ein Vielvölkerstaat mit nicht unerheblichen ethnischen Konfliktfeldern - skizziert wird.

Die Denkweise der Chinesen ist sehr stark von Konfuzius geprägt, betonen die Autoren. "Zentrales Ziel der konfuzianischen Lehre ist es, das Zusammenleben so zu regeln, dass die Menschen in Harmonie miteinander und mit der Natur leben können." Der Weg dahin ist der "Weg der Mitte". Das Wahren von Maß und Mitte bedeutet, keinen alleinigen Wahrheitsanspruch zu erheben, extremen Meinungen oder Handlungen zu entsagen und in Konflikten Verständnis für die andere Seite aufzubringen. Letzteres hört sich allerdings in Anbetracht des Vorgehens der chinesischen Staatsmacht gegenüber Andersdenkenden reichlich euphemistisch an.

Die Schrift zeigt in drei gut aufeinander aufbauenden Teilen auf, wie sich die konfuzianische Geisteshaltung auf die gesellschaftlichen Entwicklungen in China ausgewirkt hat. Im ersten Teil geht es um die Psychologie eines Volkes. Hier wird das westliche China-Bild im Wandel der Zeiten skizziert, und dabei wird das westliche Hin und Her zwischen Faszination, Furcht und Verachtung gut herausgearbeitet. Teil 2 befasst sich mit Fragen der Erziehung und Sozialisation mit den Aspekten Familie, Hierarchie und Bildung. Dazu gehören auch Denken und Wahrnehmung, Sprache und Kommunikation sowie Moral und Gesellschaft und das Verhältnis Mann und Frau. In Teil 3 geht es um Wirtschaft und Arbeitswelt, Staat und Herrschaft sowie China und die Welt.

Nach der durchweg spannenden Lektüre weiß man mehr über die Rolle des Konfuzianismus in Wirtschaft und Gesellschaft. Man gewinnt ein neues Verständnis für die Ambitionen Chinas und auch für die heftigen Attacken der Trump-Administration, die befürchtet, dass sie den Status quo der amerikanischen Dominanz längerfristig nicht durchhalten kann. Immerhin ist das ehrgeizigste Infrastruktur- und Entwicklungsprojekt der Weltgeschichte die "Neue Seidenstraße" mit einer eurasischen Achse vor allem im Interesse Chinas. Es dient nicht zuletzt dazu, Chinas geostrategische Position zu verbessern.

Dennoch geht nach Meinung der Autoren die größte Gefahr für den Frieden nicht vom chinesischen Nationalismus oder Pekings Aufrüstung aus, sondern von der Fehleinschätzung dieser Absichten wegen mangelnden Verständnisses. Allerdings: "Verstehen bedeutet nicht gutheißen." Erfreulicherweise sind die Autoren nicht unkritische Befürworter des autoritären chinesischen Staatskapitalismus. Sie plädieren für eine multipolare Weltordnung. Ihr Buch bietet fundierte Einblicke in historische Entwicklungen sowie die kulturellen und geisteswissenschaftlichen Fundamente Chinas sowie das völlig andere Wesen "der" Chinesen.

ROBERT FIETEN

Stefan Baron, Guangyuan Yin-Baron: Die Chinesen: Psychogramm einer Weltmacht. Econ-Verlag, Berlin 2018, 448 Seiten, 25 Euro

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