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Ein monumentaler Roman über Ruhm und Leid in einer frühen Ära der Globalisierung Kanton 1838. Über den sagenumwobenen Perlfluss gelangen Glückssucher und Abenteurer aus aller Welt in die chinesische Hafenstadt: Für den jungen Maler Robin Chinnery ist die pulsierende Metropole der ideale Zufluchtsort, um den Heiratsplänen, die seine Mutter für ihn hat, zu entkommen. Der britische Botaniker Fitcher Penrose ist in Begleitung seiner jungen Assistentin Paulette unterwegs nach Kanton, um dort nach einer geheimnisvollen Kamelienart zu suchen, der wahre Zauberkräfte zugesprochen werden. Und der…mehr

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Produktbeschreibung
Ein monumentaler Roman über Ruhm und Leid in einer frühen Ära der Globalisierung Kanton 1838. Über den sagenumwobenen Perlfluss gelangen Glückssucher und Abenteurer aus aller Welt in die chinesische Hafenstadt: Für den jungen Maler Robin Chinnery ist die pulsierende Metropole der ideale Zufluchtsort, um den Heiratsplänen, die seine Mutter für ihn hat, zu entkommen. Der britische Botaniker Fitcher Penrose ist in Begleitung seiner jungen Assistentin Paulette unterwegs nach Kanton, um dort nach einer geheimnisvollen Kamelienart zu suchen, der wahre Zauberkräfte zugesprochen werden. Und der indische Kaufmann Bahram Modi erhofft sich mit der größten Ladung Opium, die er je von Kalkutta nach Kanton transportiert hat, das Geschäft seines Lebens. Es sieht so aus, als würden die Dinge gut für ihn anlaufen, denn man beruft ihn in die Kantoner Handelskammer. Doch dann beginnen die autoritätseinflößenden Mandarine den ausländischen Kaufleuten auf den Leib zu rücken, denn der chinesische Kaiser will den Handel mit Opium verbieten. Und plötzlich stehen alle Zeichen auf Krieg ... Ein schillerndes Epos, ein entlarvender Blick auf die Ursprünge unseres Wirtschaftssystems und eine Verbeugung vor der chinesischen Kulturgeschichte, betörend und spannend zugleich.

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  • Produktdetails
  • Verlag: Random House ebook
  • Originaltitel: River of Smoke
  • Seitenzahl: 720
  • Erscheinungstermin: 19.11.2012
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783641096632
  • Artikelnr.: 37211777
Autorenporträt
Ghosh, Amitav
Amitav Ghosh wurde 1956 in Kalkutta geboren und studierte Geschichte und Sozialanthropologie in Neu-Delhi. Nach seiner Promotion in Oxford unterrichtete er an verschiedenen Universitäten. Mit Der Glaspalast (Blessing, 2000) gelang dem schon vielfach ausgezeichneten Autor weltweit der große Durchbruch. 2006 legte er den Essayband Zeiten des Glücks im Unglück (Blessing) vor. Zuletzt erschien seine Romantrilogie Das mohnrote Meer (2008), Der rauchblaue Fluss (2012) und Die Flut des Feuers (2016) bei Blessing. Ghosh lebt in Indien und den USA.

Hermstein, Rudolf
Rudolf Hermstein, geb. 1940, studierte Sprachen in Germersheim und ist der Übersetzer von u.a. William Faulkner, Allan Gurganus, Doris Lessing, Robert M. Pirsig und Gore Vidal. Er wurde mit dem Literaturstipendium der Stadt München sowie mehrfach mit Stipendien des Deutschen Übersetzerfonds ausgezeichnet.
Rezensionen
"... die akribische Bildhaftigkeit entwickelt enorme Suggestivkraft - unmöglich, sich vom Buch loszureißen." Martin Kämpchen, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 08.01.2013

Da qualmen Opiumpfeifen und Köpfe

Indiens aktuelle Rivalität mit China hat eine Vorgeschichte im neunzehnten Jahrhundert, und Amitav Ghosh schreibt seine "Ibis"-Romantrilogie über dieses Thema.

Der indische Schriftsteller Amitav Ghosh steht seit seinem Romandebüt "The Circle of Reason" (1986) in der ersten Reihe der englischschreibenden Autoren Indiens. "Der Glaspalast" machte den 1956 geborenen Autor vor sieben Jahren schließlich international berühmt. Alle seine Romane saugen ihre Nahrung aus der indischen Erde als Genius Loci und sind inspiriert von der großen Erzähltradition des Landes. Man spürt den langen Atem der altindischen Epen und deren Freude an verschachtelten, sich verästelnden Handlungen. Auch an die Epen angelehnt ist Amitav Ghoshs unbedingtes Vertrauen darauf, dass konventionell realistisches Erzählen noch Wirklichkeit einfängt - ein Glaube, der Europäern immer mehr verlorengeht. Ein nostalgisches Bedauern verführt uns dazu, die ungebremste Erzähllust eines Ghosh oder Salman Rushdie zu feiern.

Ghosh hat Sozialanthropologie in Ägypten studiert und das Fach jahrelang in den Vereinigten Staaten gelehrt. Für den "Glaspalast" hatte er die Geschichte der Beziehungen Burmas mit Indien erforscht. Nach einem Abstecher in die jüngste indische Vergangenheit mit "Hunger der Gezeiten" über das Leben im Gangesdelta und dessen ökologische Bedrohung ist er nun wieder beim Geschichtsroman gelandet.

Seine großangelegte "Ibis"-Trilogie begann mit "Das mohnrote Meer" (F.A.Z. vom 23. August 2008). Der Roman hat die Produktion von Opium in Nordindien zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts zum Thema. Er endete mit der Fahrt der "Ibis", eines Schiffs mit Sklaven und Kontraktarbeitern, von Kalkutta nach Mauritius. Der zweite Teil, "Der rauchblaue Fluss", setzt nun in Mauritius ein und beschreibt die Eingemeindung einiger im Sturm von der "Ibis" entkommener Sklaven in die Inselbevölkerung. Dann bewegt sich die Handlung nach Bombay zu dem Opiumhändler Bahram Modi, der in eine wohlhabende Parsen-Familie eingeheiratet hat und sich vor seiner Frau und sich selbst durch fabelhafte Gewinne im Opiumhandel beweisen will. Bahrams Schiffe segeln seit Jahrzehnten ins chinesische Kanton, um Opium zu verkaufen. Als sich die restriktive chinesische Politik gegen die Einfuhr der Droge immer stärker durchsetzt und sich die berüchtigten Opiumkriege zwischen dem britischen Kolonialreich und China ankündigen, setzt Bahram noch einmal alles auf eine Karte, sprich auf eine Schiffsladung, um mit einem gewagten Coup ein letztes Mal sagenhafte Gewinne zu scheffeln.

Eine Parallelhandlung spannt sich von Mauritius bis nach Kanton. Wir begegnen den botanischen Pionieren der damaligen Zeit bei ihrer Jagd nicht nur nach Entdeckungen im Pflanzenreich, sondern auch nach Erfolgen im lukrativem Handel mit seltenen Gewächsen zwischen China und Europa.

Einige Personen aus dem ersten Band erscheinen abermals im neuen, doch erschafft der seine eigene Welt. Ein Kosmos im Kleinen ist das Viertel der ausländischen Händler in Kanton, die Fanqui-Town, die Ghosh bis in winzige Einzelheiten nachzeichnet. Hierbei, wie im gesamten Text, zeigt sich der scharfe Blick des Anthropologen, der zum Verständnis einer gesellschaftlichen Konstellation alles in den Erzählfluss einbezieht - Kleidung, Möbel, Essensgewohnheiten, einfach alles. Hinzu kommt die präzise Phantasie eines Schriftstellers, der mit Hilfe seines Personals ein Gesellschaftsbild zusammensetzt, das komplexer und prall-anschaulicher kaum denkbar ist.

Wichtig ist dem Autor, die Beziehungen der Händler in Kanton "von unten" darzustellen, also vom niederen Volk aus gesehen, mit dessen Dienern und Zubringern, Kleinhändlern und Handlangern, leichten Damen, Bürogehilfen und Matrosen, und in dieses undurchsichtige Geflecht die großen Geschäftsleute wie Bahram hineinzustellen. Sie glauben, selbständig zu handeln, sind aber Marionetten ihrer Gier, der Launen des Meeres und des brodelnden Umbruchs im Milieu des Opiumhandels. Als Leser verliert man im Gestrüpp der Handlungsstränge, Personen und Detailbeschreibungen manchmal den Überblick, doch gerade die akribische Bildhaftigkeit entwickelt enorme Suggestivkraft - unmöglich, sich vom Buch loszureißen.

Zur Authentizität des Geschichtsbildes, das Ghosh zeichnet, gehört die linguistische Exaktheit. Das englische Original beginnt mit den Gesprächen der Schiffbrüchigen auf Mauritius, die mit verballhornten französischen Vokabeln gespickt sind. Der Text gleitet über ins Pidgin-Englisch der indisch-chinesischen Händlerklasse in Kanton, gibt zwischendurch die englische Aussprache eines britischen Botanikers aus Cornwall wieder, mischt bengalische und portugiesische Vokabeln oder Klanganlehnungen hinein und beschwört ein polyphones Babylon herauf, das sprachlich versierte Leser in Verzückung versetzt. Jene, die nicht auf jeder Seite im Glossar des Buches nachschlagen wollen, lenkt es aber eher ab.

Hier zeigt sich die Problematik einer authentischen Übersetzung. Wie gibt man chinesisches Pidgin-Englisch im Deutschen wieder? Kann es durch eine Übersetzung globalisiert werden, ohne abschreckend komisch - eben unauthentisch - zu wirken? Hier ein Beispiel: Ein junger Chinese erklärt Bahram, dass dessen Schiffsladung Opium nicht in Kanton verkauft werden kann. Das erklärt er so: "Mister Barry sag all, was in Herz: Was-Ding woll mach mit Ladung? Die Zeit kannix mach in Kanton. Kannix verkauf. Mister Barry savvy nix-savvy ah?" Fraglos liefern jedoch die beiden Übersetzer, die vor enormen Herausforderungen standen, eine Prachtleistung ab.

Die englischsprachige Kritik vermutete bei Erscheinen von "Der rauchblaue Fluss", dass mit diesem Roman die Epoche des postkolonialen indischen Romans in englischer Sprache abgeschlossen sei und man sich nun immer entschiedener globalen Themen zuwende, wie hier den brennend aktuellen Beziehungen zwischen Indien und China. Auf den dritten Band der "Ibis"-Trilogie darf man gespannt sein.

MARTIN KÄMPCHEN

Amitav Ghosh: "Der rauchblaue Fluss". Roman.

Aus dem Englischen von Barbara Heller und Rudolf Hermstein. Karl Blessing Verlag, München 2012. 720 S., geb., 24,99 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Rezensentin Sabine Vogel muss dieses "in Sprachbildern aufgepinselte Genre-Gemälde" erst einmal sortieren. Weite Teile ihrer Rezension verwendet sie darauf, das überbordende Wirrwarr an Personen und die Konstellationen, in denen diese sich bewegen, zu entknoten. Offenbar macht es der von Vogel zwar geschätzte indische Schriftsteller Amitav Ghosh seinem Lesepublikum alles andere als leicht, sich in dieser im 19. Jahrhundert in China rund um die Manöver zur Eindämmung des Opiumschmuggels situierten, an Figuren, Dingen und Bewegungen überschäumenden Geschichte zu orientieren, wie die Rezensentin auf der Suche nach dem dramaturgischen Faden mit Anzeichen von Erschöpfung schließlich einräumen muss. Allein auf weiter Flur fragt sie sich schließlich (wenn dabei auch etwas ratlos wirkend), ob nicht vielleicht gerade dies das Ziel des Romans gewesen sei.

© Perlentaucher Medien GmbH