Sechs Reden - Schmidt, Helmut
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"Salus publica suprema lex - das Wohl der Allgemeinheit ist das höchste Gebot - das habe ich von Cicero gelernt."
Dieser Band versammelt sechs Reden von Helmut Schmidt aus jüngster Zeit. Der Bundeskanzler außer Dienst gewährt darin Einblick in sein Verständnis von Moral und Politik, von Gewissen und Vernunft, von der Rolle der Religion in der Gesellschaft, von Freiheit und Demokratie. Es handelt sich um sehr persönliche Zeugnisse eines außergewöhnlichen Staatsmanns.…mehr

Produktbeschreibung
"Salus publica suprema lex - das Wohl der Allgemeinheit ist das höchste Gebot - das habe ich von Cicero gelernt."

Dieser Band versammelt sechs Reden von Helmut Schmidt aus jüngster Zeit. Der Bundeskanzler außer Dienst gewährt darin Einblick in sein Verständnis von Moral und Politik, von Gewissen und Vernunft, von der Rolle der Religion in der Gesellschaft, von Freiheit und Demokratie. Es handelt sich um sehr persönliche Zeugnisse eines außergewöhnlichen Staatsmanns.
  • Produktdetails
  • Verlag: Beck
  • Seitenzahl: 95
  • Erscheinungstermin: 27. August 2010
  • Deutsch
  • Abmessung: 203mm
  • Gewicht: 188g
  • ISBN-13: 9783406608308
  • ISBN-10: 3406608302
  • Artikelnr.: 29963522
Autorenporträt
Helmut Schmidt, geboren 1918 in Hamburg, 1961 - 1965 Innensenator in Hamburg, 1966 - 1969 Fraktionsvorsitzender der SPD im Deutschen Bundestag, 1969 - 1972 Verteidigungsminister, 1972 Bundeswirtschafts- und Finanzminister, 1972 - 1974 Bundesfinanzminister, war von 1974 bis 1982 Bundeskanzler. Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt war er Mitherausgeber der Wochenzeitung 'Die Zeit'. Helmut Schmidt verstarb im November 2015.
Inhaltsangabe
Vorwort

Rede am 20. Juli 2008
aus Anlass des feierlichen Gelöbnisses der Rekruten der Bundeswehr auf dem
Platz vor dem Reichstagsgebäude

Rede in Hamburg im
Gästehaus des Senats am 14. Januar 2009

Rede in Berlin im
Schloss Bellevue am 11. März 2009

Rede am 8. Mai 2007
auf Einladung der Stiftung Weltethos an der Eberhard
Karls Universität Tübingen

Rede am 6. Dezember
2008 auf dem Kongress '100 Jahre Vereinigung Nordwestdeutscher Chirurgen' im
Grand Elysee Hotel in Hamburg

Rede am 5. Mai 2009
vor der SPD-Bundestagsfraktion im Sitzungssaal der SPD-Bundestagsfraktion im
Reichstagsgebäude
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 15.11.2010

Viel gelernt
Helmut Schmidts Reden

Längst hat er sie alle überholt. Kein Bundeskanzler vor oder nach ihm hat nach dem Ausscheiden aus dem Amt derart viel publiziert wie Helmut Schmidt. Selbst Willy Brandt nicht. Der hält zwar, was das zu Lebzeiten Veröffentlichte angeht, uneinholbar die Spitzenstellung, aber bezogen auf die Zahl der nach der Kanzlerschaft vorgelegten Bücher liegt sein Nachfolger vorn. Nach diversen Erinnerungsbänden, Sachbüchern und Gesprächsprotokollen folgen jetzt sechs Vorträge aus den Jahren 2007 bis 2009. Man kann in dieser Minimalisierung der äußeren Form einen Tribut an das biblische Alter oder auch eine Konzentration auf das Wesentliche sehen, das sich gegebenenfalls auf wenigen Seiten festhalten lässt. Vor allem aber erhellt die reduzierte Form der Rede eines der Erfolgsrezepte des Bestsellerautors: Schmidts Bücher leben von ihren autobiographischen Elementen. Auch seine Rede aus Anlass des feierlichen Gelöbnisses der Rekruten der Bundeswehr am 20. Juli 2008, die den Anfang macht. Zwischen der Situation eines Bundeswehrsoldaten, der "einer heute friedfertigen Nation und ihrem heute rechtlich geordneten Staat" dient, und einem Wehrmachtsangehörigen, der "weiterhin seine Befehle und Pflichten befolgt", obgleich er den "verbrecherischen Charakter des ,Dritten Reiches'" inzwischen erkannt hat, liegen Welten. Dass Schmidt den Charakter des Regimes damals überhaupt verstanden hat, führt er einmal mehr auf den "unmenschlichen Schauprozess gegen die Widerstandskämpfer des 20. Juli" 1944 zurück. Der junge Offizier Schmidt war für einen Tag dorthin abkommandiert und verfolgte das Verfahren unter anderem gegen den von ihm namentlich nicht genannten Diplomaten Ulrich von Hassell.

Die Erkenntnis, dass die Deutschen aus der Geschichte gelernt haben, dass "alle acht Bundeskanzler und ihre politischen Parteien und Fraktionen mit der parlamentarischen Demokratie sehr viel klüger umgegangen sind" als die Reichskanzler der Weimarer Republik, schließt ein bescheidenes Selbstlob, aber auch den Hinweis ein, dass Helmut Schmidt Frieden mit seiner Partei gemacht hat - auch auf jenem Feld, das vor 30 Jahren für den Bruch sorgte. Jedenfalls ließ der Altkanzler in einer Rede, mit der er im Mai 2009 die SPD-Bundestagsfraktion beglückte, wie schon zuvor keinen Zweifel, dass er die Außen- und Sicherheits-, namentlich die China-, die Irak- und die Afghanistan-Politik seiner Partei für "voll gerechtfertigt" hält.

GREGOR SCHÖLLGEN

Helmut Schmidt: Sechs Reden. C.H. Beck Verlag, München 2010. 95 S., 14,- [Euro].

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