Fast eine Weltgeschichte - Galeano, Eduardo
Marktplatzangebote
2 Angebote ab € 18,00 €

    Gebundenes Buch

Eduardo Galeano ist kein Historiker, wollte nie einer sein. Und doch ist er besessen von dem Wunsch, Geschichte zu erinnern. Mit seinem weltberühmten Buch "Die offenen Adern Lateinamerikas" schrieb er ein grandios unorthodoxes Geschichtswerk. Jetzt überschreitet er die Grenzen seines Kontinents und wendet sich dem Ganzen zu: der Geschichte der Menschheit. Galeano erinnert Geschichte stets, indem er Geschichten erzählt. So hat er auch hier zahllose Begebenheiten versammelt, die aus unterschiedlichsten Quellen stammen: aus der Mythologie, aus historischen Dokumenten, aus modernen Medien. Die auf…mehr

Produktbeschreibung
Eduardo Galeano ist kein Historiker, wollte nie einer sein. Und doch ist er besessen von dem Wunsch, Geschichte zu erinnern. Mit seinem weltberühmten Buch "Die offenen Adern Lateinamerikas" schrieb er ein grandios unorthodoxes Geschichtswerk. Jetzt überschreitet er die Grenzen seines Kontinents und wendet sich dem Ganzen zu: der Geschichte der Menschheit.
Galeano erinnert Geschichte stets, indem er Geschichten erzählt. So hat er auch hier zahllose Begebenheiten versammelt, die aus unterschiedlichsten Quellen stammen: aus der Mythologie, aus historischen Dokumenten, aus modernen Medien. Die auf allen Kontinenten spielen und von allerlei Dingen handeln.
Und doch sind all diese kleinen Geschichten verbunden durch das eine große Interesse Galeanos: Das Verhältnis von Oben und Unten. Von Unterdrückern und Unterdrückten. Von Macht und Ohnmacht.
Die Leichtigkeit und Eleganz seiner Sprache nehmen Galeanos Aussage nie die Schärfe und so geraten seine Miniaturen zur Anklage all derer, die die Geschichte schon immer in ihrem Sinne zu lenken wussten.
  • Produktdetails
  • Verlag: Peter Hammer Verlag
  • Originaltitel: Espejos. Una historia casi universal
  • Seitenzahl: 459
  • Erscheinungstermin: 10. Februar 2009
  • Deutsch
  • Abmessung: 245mm
  • Gewicht: 820g
  • ISBN-13: 9783779502302
  • ISBN-10: 3779502305
  • Artikelnr.: 25677746
Autorenporträt
Eduardo Hughes Galeano, geboren 1940 in Montevideo / Uruguay, wurde mit 20 Jahren stellvertretender Chefredakteur der bekannten Zeitschrift für Kultur und Politik MARCHA in Montevideo. Zwischen 1964 und 1966 war er Direktor der EPOCHA, der Zeitschrift der 'unabhängigen Linken' von Uruguay.
1973 übernahm er in Buenos Aires die Chefredaktion der Zeitschrift CRISIS und leitete sie bis zur Schließung des Verlags 1976. Ab 1976 lebte Guleano im spanischen Exil. Im Frühjahr 1985, nach der Beendigung der Militärdikatur in Uruguay, kehrte er nach Montevideo zurück. Für seine literarische Arbeit erhielt er u.a. den Preis der "Casa de las Americas" und den "American Book Award". Eduardo Hughes Galeano verstarb 2015.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Rezensent Uwe Stolzmann ist durchaus eingenommen von Eduardo Galeanos neuem Werk "Fast eine Weltgeschichte". Dennoch hat es bei ihm einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Das Buch, das als Mischung aus Ideen- und Sozialgeschichte eine linke Universalgeschichte anstrebt, scheint ihm ungemein packend, er attestiert ihm geradezu eine Sogwirkung. Er beschreibt es als Kaleidoskop von Geschichten, Splittern und Zitaten sowie als eine Klage- und Schmähschrift. Am Weltbild des Autors hat sich seiner Einschätzung nach seit dessen Klassiker "Die offenen Adern Lateinamerikas" von 1971 kaum etwas verändert. Unbeirrt arbeite Galeano weiter an seinem linken Universalmythos. Die Lektüre des Werks hat Stolzmann richtig Spaß gemacht - zugegebenerweise auch deshalb, weil Galeanos Philosophie so schlicht sei. Ja, er kommt nicht umhin,die Vereinfachungen und Schwarz-Weiß-Malereien des Autors zu kritisieren . Auch moniert er die fehlenden Belege und Quellenangaben. Letztlich hält er Galeano vor, Fakten und Fiktion so zu mixen, "bis ihm die Mischung mundet". Als "mythenverliebtes Stück Literatur" und eine "Art Heilsgeschichte" findet er das Werk faszinierend. Aber als Erklärung der Welt und ihrer Schrecken ist es nach Ansicht des Rezensenten ungeeignet.

© Perlentaucher Medien GmbH