Die Schatten der Fische - Hwang Chi-Woo

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In den Gedichten Hwang Chi-Woos treffen sich Lakonismus westlicher, insbesondere amerikanischer Poesie mit der Anwesenheit des Buddha und den Pr¿ngen des Konfuzianismus. ¿Das Werk von Hwang Chi-Woo ist geeignet, ein Tor zu ¿ffnen, das bisher nur angelehnt stand¿, hei¿ es im Nachwort des Lyrikers Uwe Kolbe, der sich als Generationsgef¿te sieht. Nat¿rlich markieren die Erfahrungen mit der Diktatur, das Leben in einem geteilten Land Parallelen in den Biographien beider Dichter, aber vor allem ist es der moderne Zugriff Hwang Chi-Woos auf seine Stoffe, der ihn f¿r deutsche Leser direkter,…mehr

Produktbeschreibung
In den Gedichten Hwang Chi-Woos treffen sich Lakonismus westlicher, insbesondere amerikanischer Poesie mit der Anwesenheit des Buddha und den Pr¿ngen des Konfuzianismus. ¿Das Werk von Hwang Chi-Woo ist geeignet, ein Tor zu ¿ffnen, das bisher nur angelehnt stand¿, hei¿ es im Nachwort des Lyrikers Uwe Kolbe, der sich als Generationsgef¿te sieht. Nat¿rlich markieren die Erfahrungen mit der Diktatur, das Leben in einem geteilten Land Parallelen in den Biographien beider Dichter, aber vor allem ist es der moderne Zugriff Hwang Chi-Woos auf seine Stoffe, der ihn f¿r deutsche Leser direkter, unvermittelter zug¿lich erscheinen l¿ als andere seiner Landsleute. ¿Es hat den Anschein, als spr¿e er auch auf uns Europ¿ zu. Als seien die Ver¿erungen in der s¿dkoreanischen Gesellschaft, wie dieser Autor sie am eigenen Leibe erfahren hat, Motor f¿r eine freiere und vielf¿igere Sprache geworden.¿
  • Produktdetails
  • Verlag: Wallstein / Wallstein Verlag GmbH
  • Seitenzahl: 109
  • Erscheinungstermin: März 2006
  • Deutsch
  • Abmessung: 230mm x 147mm x 14mm
  • Gewicht: 264g
  • ISBN-13: 9783892449973
  • ISBN-10: 389244997X
  • Artikelnr.: 20760665
Autorenporträt
Der Autor Hwang Chi-Woo wurde 1952 in Haenam im S¿den der koreanischen Halbinsel geboren. Sein erstes Studium in Seoul beendete er mit Verz¿gerung, weil er nach Teilnahme an studentischen Protestaktionen ¿ noch zu Zeiten des Diktators Park Chung-Hee ¿ zum Milit¿zwangsrekrutiert wurde. Seinen MA-Kurs, in Kwangju begonnen, mu¿e er schlie¿ich an einer dritten Universit¿fortsetzen, weil er in der Protestbewegung von 1980/81 als einer der Studentenf¿hrer verhaftet und zwangsexmatrikuliert worden war. Nach dem MA-Abschlu¿1985 promovierte er und wurde schlie¿ich Professor an der Koreanischen Gesamtakademie der K¿nste. Der Autor ver¿ffentlichte neben Gedichtb¿en auch Theaterst¿cke und Essays.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Der Gedichtband des bedeutendsten koreanischen Autors vermittelt dem Leser einen guten Eindruck von dessen Vielseitigkeit: angefangen von den "rätselhaften, filigranen" Beobachtungen wie dem titelgebenden "Die Schatten der Fische" bis hin zur "sardonischen Klage" über das Vergehen in "Der lange, arge Weg", findet Marion Löhndorf. Nicht nur die Kulturen stießen bei Hwang Chi Woo aufeinander, auch Moderne und Tradition: "nicht unvereinbar, aber der Autor gibt sein Missfallen an einer Welt, deren romantische Winterwälder von Radarstationen und Coca-Cola-Werbungen gesäumt sind, deutlich zu erkennen". Gerne setzt der Dichter die üblichen Wertungen außer Kraft: Krankheit werde zum Normalzustand, das Vitale wirkt grotesk. Im Stilistischen trete der Hang zum Gegensätzlichen ebenfalls deutlich hervor. Gehobener und umgangssprachlicher Ton wechseln sich ab und gehen ebenso "elegante und komplizierte" Verbindungen ein, konstatiert Löhndorf. Die Stimmung sei "meist schwermütig, manchmal weltverdrossen", die Rezensentin registriert aber zu ihrer Freude auch eine Neigung zu Witz und Selbstironie.

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