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Ein Griesgram, der namenlose Protagonist dieses abgründigen "äußeren Monologs", stellt in wütenden Tiraden die abgeschmackte Belanglosigkeit dieser Welt bloß, der sich Frau und Kinder, der einzige Freund, überhaupt die gesamte Menschheit längst ergeben haben. Doch seine Überheblichkeit befreit ihn nicht, vielmehr zwingt sie ihn immer wieder zurück ins enge gesellschaftliche Korsett. Gides Erzählung, eine zynische "Weihnachtsgeschichte", bei der sich sein Protagonist gehörig verrechnet, ist das verschrobene Protokoll einer griesgrämigen Implusion und einer tödlichen Explosion, fabelhaft in…mehr

Produktbeschreibung
Ein Griesgram, der namenlose Protagonist dieses abgründigen
"äußeren Monologs", stellt in wütenden Tiraden die abgeschmackte
Belanglosigkeit dieser Welt bloß, der sich Frau und Kinder, der
einzige Freund, überhaupt die gesamte Menschheit längst ergeben
haben. Doch seine Überheblichkeit befreit ihn nicht, vielmehr zwingt
sie ihn immer wieder zurück ins enge gesellschaftliche Korsett.
Gides Erzählung, eine zynische "Weihnachtsgeschichte", bei der sich
sein Protagonist gehörig verrechnet, ist das verschrobene Protokoll
einer griesgrämigen Implusion und einer tödlichen Explosion, fabelhaft
in Szene gesetzt von Nanne Meyer.
Erst 1993 entdeckt, entstand das Manuskript "Le Grincheux"
vermutlich in den Jahren 1925/26 und erscheint nun erstmals in
deutscher Sprache.
  • Produktdetails
  • Verlag: Matthes & Seitz Berlin
  • Seitenzahl: 63
  • Erscheinungstermin: Februar 2015
  • Deutsch
  • Abmessung: 205mm x 126mm x 12mm
  • Gewicht: 165g
  • ISBN-13: 9783957570024
  • ISBN-10: 3957570026
  • Artikelnr.: 40756511
Autorenporträt
André Gide, (1869-1951) zählt zu den bedeutensten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Sein literarisches, essayistisches und autobiografisches OEuvre widmet sich dem Widerstreit von Freiheit und bürgerlicher Moral und beeinflusste von Oscar Wilde bis zu Jean-Paul Satre Autoren unterschiedlichster literarischer Strömungen. Tim Trzaskalik, geboren 1970, Philologe und Übersetzer, übertrug unter anderem Werke von Philippe Beck und Jean Bollack aus dem Französischen ins Deutsche Nanne neyer, geboren 1953 in Hamburg, erhielt zuletzt den Hanna- Höch-Preis. Sie ist Professorin an der Kunsthochschule Berlin Weißensee.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Mit diebischer Freude hat Joseph Haniman André Gides erst 1993 aufgetauchte Erzählung "Der Griesgram" gelesen. Als wunderbar scharfsinnige Charakterskizze lobt der Rezensent dieses Werk, in dem er dem grummelnden inneren Monolog der Titelfigur folgt, zugleich aber auch Gides feinsinnige Handlungsdramaturgie bewundert. Interessiert, wenn auch nicht ganz überzeugt, liest Hanimann auch das Nachwort Tim Trzaskaliks, lobt insbesondere dessen "knurrend elegante" Übersetzung und lässt sich darüber hinaus gern von Nanne Meyers Illustrationen zum Denken anregen.

© Perlentaucher Medien GmbH