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Mit seinem Debütroman Hin und weg bezauberte Ethan Hawke Kritiker und Leser gleichermaßen. Eine berührende und aufwühlende Liebesgeschichte erzählt auch Aschermittwoch , allerdings mit ganz anderen Vorzeichen: Es fängt an mit einem Ende. Ein Mann verlässt eine Frau. Urplötzlich will Jimmy einfach nicht mehr. In einer Krankenhauscafeteria in Albany, Upstate New York, verkündet er der völlig überraschten Christy, es sei aus, ohne jedoch zu ahnen, dass ihrer beider Geschichte damit erst wirklich losgeht. Christy, zutiefst verunsichert, macht sich auf den Weg zu ihrer Familie in Texas. Jimmy, der…mehr

Produktbeschreibung
Mit seinem Debütroman Hin und weg bezauberte Ethan Hawke Kritiker und Leser gleichermaßen. Eine berührende und aufwühlende Liebesgeschichte erzählt auch Aschermittwoch, allerdings mit ganz anderen Vorzeichen: Es fängt an mit einem Ende.
Ein Mann verlässt eine Frau. Urplötzlich will Jimmy einfach nicht mehr. In einer Krankenhauscafeteria in Albany, Upstate New York, verkündet er der völlig überraschten Christy, es sei aus, ohne jedoch zu ahnen, dass ihrer beider Geschichte damit erst wirklich losgeht. Christy, zutiefst verunsichert, macht sich auf den Weg zu ihrer Familie in Texas. Jimmy, der seinen Entschluss sofort bereut, nimmt in seinem uralten Straßenschlitten die Verfolgung auf und fängt Christy auf dem verschneiten Parkplatz einer Greyhound-Station ab. Sein mit aller Verve vorgebrachter Heiratsantrag wirft Christy kurzzeitig aus der Bahn, zumal sie schwanger ist, was Jimmy erst später erfährt. Heiraten heißt auch Abschied nehmen von manchen Träumen, und so wird ihre gemeinsame Fahrt nach Houston zu einer Reise in die eigene Vergangenheit, die sie mit den verborgenen Quellen ihrer Ängste, Leidenschaften und Hoffnungen konfrontiert.
Alternierend mal aus Jimmys, mal aus Christys Perspektive erzählt, ist Aschermittwoch der bewegende Roman eines jungen Paares, das sich seiner selbst vergewissern muss und dabei nicht um die Erkenntnis herumkommt, dass jemanden zu lieben ebenso schmerzhaft und enttäuschend sein kann wie sich selbst mit all seinen Schwächen anzunehmen.
  • Produktdetails
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Abmessung: 21 cm
  • Gewicht: 451g
  • ISBN-13: 9783462030754
  • ISBN-10: 3462030752
  • Artikelnr.: 10343555
Autorenporträt
Ethan Hawke, Jg. 1970, ist Schauspieler ('Club der toten Dichter', 'Before Sunrise', 'Gattaca', 'Schnee, der auf Zedern fällt', 'Hamlet' u.a.) und Schriftsteller.
Rezensionen
"Psychologisch präzise und gleichzeitig von anrührender Zärtlichkeit." (Brigitte)

"Irritierend schön ... Was gibt es noch zu sagen von diesem Buch? Dass es eine große Qualität hat, weil es zugleich ruppig und sanft ist und niemals prätentiös, affektiert oder großkotzig salopp. Es stimmt einfach, der Ton stimmt, und die Geschichte, die keine ist, stimmt auch. Die Liebe ist nicht greifbar, sie ist das, was wir von ihr träumen. Alle Achtung, wenn das einer mit etwas über zwanzig schon weiß." (Elke Heidenreich, Radio Bremen)

"Alle, die unkten, es sei nur wegen des berühmten Namens, mussten nach Erscheinen zugeben, dass Hawke mit seinem ersten literarischen Versuch gleich einen Volltreffer gelandet hat." (Peter Henning, Cosmopolitan)

"Ethan Hawke beschreibt den Rausch und die Katastrophe eines Gefühls, und der Leser kann sich schön in beidem verlieren." (Stern)

"Ethan Hawke ist mit 'Hin und weg' ein überaus anrührendes, liebenswertes Buch geglückt." (Der Standard)
Besprechung von 18.08.2002
"Irgendwie hilft es"
Warum Hollywoodstar Ethan Hawke nun schon seinen zweiten Roman geschrieben hat

Ein lauer Sommerabend in New York. Im Central Park haben sich etwa 2500 Menschen unter freiem Himmel vor einer Bühne versammelt, die meisten davon Frauen, alle jung und ausnehmend hübsch. Weil Stühle und Bänke bis auf den letzten Platz belegt sind, sitzen viele einfach im Schneidersitz auf dem Kunstrasen und warten auf den, der gleich hier lesen wird. Heute ist in Amerika sein zweiter Roman erschienen, "Aschermittwoch" heißt er, und sie werden ihn lieben, vor allem die Frauen. Er handelt von Gefühlen und Beziehungen, vom Heiraten und vom Kinderkriegen, und sein Verfasser ist ein echter Hollywoodstar. "Ladies and Gentlemen", kommt es über Lautsprecher, "please welcome the one and only Ethan Hawke!"

Mit schlenkernden Hüften kommt er ans Lesepult. Graues Hemd und Armeehosen. Sehr lässiger, sehr langsamer Gang. Kurzer Blick ins Publikum, die Stirn zur Begrüßung in Falten gelegt. Dann erklärt er kurz, daß er das Buch abwechselnd aus der Perspektive einer Frau und der eines Mannes geschrieben hat und daß sich deshalb bitte niemand wundern soll, wenn gleich von "meiner Schwangerschaft" die Rede sein wird. Das Kapitel, das er liest, ist aus Sicht der Frau erzählt. Ihr Freund erzählt von einem Footballspiel, und sie fragt sich dabei, ob sie diesen Mann, den Vater ihres ungeborenen Kindes, wirklich heiraten will. Eine Hand hat Hawke lässig am Stehpult, mit der anderen gestikuliert er frei. Er wirkt fast schon aufreizend entspannt, wie jemand, der sich in seinem Körper sehr wohl fühlt und sich seiner Wirkung genau bewußt ist. "Hat Spaß gemacht, mit euch den Sonnenuntergang zu sehen", sagt er am Schluß und hebt kurz die Hand. Dann schlendert er, ohne sich noch einmal umzudrehen, unter begeistertem Applaus von der Bühne.

Am nächsten Vormittag sitzt Ethan Hawke in einem Café in der Nähe des Gramercy Park und wartet auf sein Frühstück. Rührei mit Spinat hat er bestellt. Und Würstchen. Er hat Hunger. Die letzte Nacht ist noch lang geworden. Nach der Lesung gab es eine Party, und wie es aussieht, ist Hawke erst vor fünf Minuten aufgestanden. Bißchen zerknautscht sieht er aus, mit noch duschfeuchten Haaren, die dunkle Wassertropfen auf seinem grünen Hemd hinterlassen. Er hat Schlaf in den Augen, in seinem Kinnbart wird sich wenig später etwas Rührei verfangen. Ethan Hawke privat. Mit dem hüftschlenkernden Bühnenprofi vom gestrigen Abend hat er nicht viel gemein. Jungenhaft wirkt er, ein bißchen hibbelig vielleicht. Sehr normal und seltsam vertraut. Wie jemand, den man schon ganz lange kennt.

Und man kennt ihn ja wirklich schon lange. Aus der Schule, gewissermaßen. 1988 spielte er in "Club der toten Dichter" einen der Schüler, die Robin Williams für die Literatur entflammt. Da war er 18 Jahre alt und hatte tatsächlich eine große Leidenschaft für Bücher. Im Englischunterricht hatte er Salinger entdeckt (die ersten 20 Seiten aus "Fänger im Roggen" kann er heute noch auswendig) und begonnen, selbst Kurzgeschichten zu schreiben. Die erste hatte den salingeresken Titel "Es gibt zwei Arten von Menschen - Arschlöcher und verlogene Säcke, ich ziehe es vor, mich selbst als Arschloch zu betrachten" und handelte davon, daß ein Junge mit seiner Freundin Schluß macht. Seine Englischlehrerin fand, er habe großes Talent, doch Hawke konzentrierte sich auf die Schauspielkarriere. Mit Filmen wie "Reality Bites" (1994), "Before Sunrise" (1995) oder "Gattaca" (1997) wurde er zu einem der erfolgreichsten Schauspieler Amerikas. "Ich liebe diesen Beruf", sagt Hawke, "aber mein Kopf langweilt sich schnell. Ich habe den Antrieb, immer wieder etwas Neues zu machen."

1996 veröffentlichte er seinen ersten Roman, "Hin und weg", ein wunderschönes kleines Buch über das Ende einer ersten großen Liebe. Einfach und unsentimental. Eine Geschichte über das Erwachsenwerden. Daß das Ganze aus der Perspektive eines in New York lebenden Schauspielers erzählt war, machte die Lektüre für viele natürlich besonders reizvoll. Und Hawke bestritt auch gar nicht erst, über sein eigenes Leben geschrieben zu haben: "Jeder anständige erste Roman ist autobiographisch", findet er. Daß auch das neue Buch als wahre Geschichte aus seinem Leben gelesen werden wird, nimmt er schulterzuckend in Kauf. Gute Kunst müsse immer echt sein, sagt er, und daß er nur über Dinge schreiben könne, die ihn unmittelbar betreffen. Es gibt allerdings eine Person, die ganz und gar nicht glücklich darüber ist, daß Ethan Hawke so persönlich schreibt: Ethan Hawkes Ehefrau, die schwanenhälsige Schauspielerin Uma Thurman.

"Uma macht sich natürlich Sorgen, daß alle Welt denken könnte, sie sei mit der Ich-Erzählerin aus meinem Buch identisch", sagt Hawke (und für alle, die sich nicht sicher sind - er spricht es Uma aus, nicht Juma). "Ist sie nicht. Ich habe die weibliche Erzählstimme dazuerfunden, um in einen Dialog mit mir selbst zu treten." Die Erzählperspektiven wechseln sich kapitelweise ab, und so erfährt der Leser die Geschichte einer Liebe von beiden Seiten. Es ist die Geschichte von Christy und Jimmy, die nach ihrer Trennung auf einer Autofahrt quer durch Amerika wieder zueinanderfinden und sich auf dieser Reise vom unverbindlichen Liebespaar zu einer kleinen Familie entwickeln. An vielen Stellen ist dabei von Religion die Rede. "Ich habe diese ganze Theorie, daß man, wenn man versucht, wenn man wirklich versucht, jemanden zu lieben - und ich meine nicht nur, daß man diesen Menschen dann gerne um sich hat -, wenn man versucht, ihn kennenzulernen, wertzuschätzen und zu lieben, daß darin die erste richtige religiöse Erfahrung liegt. Bei mir war das so. Es war der erste Schritt aus mir hinaus." Heiraten, sagt er, habe auf ihn eine kathartische Wirkung gehabt. Und Schreiben?

"Schreiben ist für mich, als wäre da etwas in meinem Kopf, das mich nachts nicht schlafen läßt. So ein Gefühl, als wolle ich meinen besten Freund anrufen und ihm sagen, daß er mich in einem bestimmten Punkt mißverstanden hat. Wenn ich an mir selbst etwas nicht verstehe, dann fühle ich das Verlangen, darüber zu schreiben. Ich weiß, ich fühle etwas, aber ich weiß nicht so genau was. Darum geht es mir beim Schreiben, darum schreibe ich. Um herauszufinden, was ich meine. Um zu verstehen, warum ich mich manchmal so dumm benehme. Irgendwie hilft es."

Wie schon sein erstes Buch ist auch "Aschermittwoch" eine Geschichte über das Erwachsenwerden. Wie verändert sich das Leben, wenn plötzlich Verantwortung für ein Kind hinzukommt. Was bedeutet es, sich wirklich für einen Menschen zu entscheiden. Was gibt man auf, was bekommt man dafür. Er sei sein ganzes Leben gewöhnt gewesen zu machen, was er wolle, sagt er. "Wenn ich Lust hatte, einen Film in Bolivien zu drehen, dann habe ich eben einen Film in Bolivien gedreht. Ich habe niemanden gefragt, mußte auf niemanden Rücksicht nehmen." Heute hat er eine Frau und zwei Kinder, eine vierjährige Tochter und einen sieben Monate alten Sohn. "Das ist natürlich schon eine riesige Umstellung. Aber alles ist letztendlich alltäglich. Du denkst, sich zu verlieben wäre diese Riesensache, und das ist es ja auch. Aber irgendwann ist es sehr normal. Du gehst zusammen ins Bett, du wachst zusammen auf, sieben Tage die Woche." Und so sei das eben auch mit Kindern. "Ich bin zwar jetzt Vater, aber ich bin noch derselbe Mensch. Es kommt vor, daß ich es vergesse. Daß ich rausgehe, einen Kaffee trinken, und dann kommt jemand und sagt, wie geht's den Kindern? Den Kindern? Welchen Kindern? Oh ja, ja richtig, ich habe ja jetzt Kinder."

Ethan Hawke redet und ißt und rutscht auf seinem Stuhl hin und her und überlegt, ob er eine Zigarette rauchen soll oder lieber nicht, und sucht in seinen Taschen für alle Fälle schon mal nach Kleingeld und nimmt noch einen Schluck Eistee, alles gleichzeitig. Er habe ein Problem damit stillzusitzen, sagt er. Vor allem, wenn er so viel über sich selbst rede, werde er immer ganz nervös. Den Titel seines neuen Buches hat er von T. S. Eliot geklaut. Wegen einer Zeile in dessen Gedicht "Ash Wednesday": Teach us to care and not to care / Teach us how to sit still. "Das müßte eigentlich an meiner Wand stehen", sagt er.

Es ist ein gutes Jahr für Ethan Hawke: Für seine Rolle in "Training Day" war er für einen Oscar nominiert; er hat bei dem Low-Budget-Film "Chelsea Walls" zum ersten Mal Regie geführt; der Sohn; das zweite Buch - ganz schön viel passiert. Nächstes Jahr werde das sicher anders sein, sagt er. "Meine Frau hat ein paar Jahre nicht gearbeitet, und jetzt hat sie diesen großartigen Job, um wieder zurückzukehren. Sie ist wirklich glücklich und wirklich aufgeregt. Ich bin mir sicher, im nächsten Jahr wird niemand Notiz von mir nehmen, weil der neue Tarantino rauskommt, mit Uma in der Hauptrolle." Dann sei er damit dran, auf dem Rücksitz Platz zu nehmen, sagt er. Von Stillsitzen sagt er nichts.

JOHANNA ADORJÁN

"Aschermittwoch" von Ethan Hawke erscheint am 21. 8. in der deutschen Übersetzung im Verlag Kiepenheuer & Witsch.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Aus der Bahn geworfen und plötzlich auf dem richtigen Weg
Die Geschichte beginnt mit dem Ende einer Beziehung. Jimmy Heartsock, Ende 20 und Soldat, macht Schluss mit seiner Freundin Christy, 26, mit der er seit eineinhalb Jahren zusammen ist. Warum er das tut, weiß er eigentlich nicht. Kaum ist er sich bewusst, dass er sie verloren hat, will er sie zurück, voll und ganz und - na klar - für immer.
Inzwischen ist Christy auf den Weg zu ihrer Großmutter nach Texas. Sie weiß, dass sie schwanger ist. Nachdem sie bereits eine gescheiterte Ehe hinter sich hat, will sie jetzt das Baby zum Anlass nehmen, ein neues Leben zu beginnen - allein, ohne Jimmy. In Aschermittwoch, seinem zweiten Roman, erzählt der amerikanische Schauspieler und Autor Ethan Hawke eine ganz besondere Liebegeschichte. Wird es den beiden gelingen, wieder zueinander zu finden? Das ist die Frage, auf die der Roman abwechselnd aus der Sicht von Jimmy und Christy eine Antwort gibt.
Eine Reise in die Vergangenheit und zurück in die Zukunft
Die beiden treffen sich, Jimmy macht Christy einen Heiratsantrag, den sie zunächst ablehnt. Als Jimmy von der Schwangerschaft erfährt, gibt es für ihn kein Halten mehr - mehr denn je will er für Christy und das Kind da sein. Er verlässt die Truppe und begleitet Christy. Irgendwann willigt sie in die Hochzeit ein, aber schon am nächsten Tag ist sie sich nicht mehr sicher, ob sie das Richtige getan hat.
Je mehr sich die beiden bewusst werden, dass sie Eltern werden, wird ihnen klar, dass ihre Kindheit zu Ende geht. Jimmy denkt an seinen verstorbenen Vater, der seine Erlebnisse aus dem Vietnamkrieg nicht verkraftete, verrückt wurde und Selbstmord beging. Christy trifft ihren Vater wieder, einen notorischen Womanizer, der nie ein richtiges Verhältnis zu seiner Tochter hatte.
Während Jimmy viele schwierige Situationen gut bewältigt, entwickelt sich Christy nicht weiter und kommt in Gefahr. Plötzlich sieht alles so aus, als wäre das Baby bereits tot. Als Jimmy dann auch noch verhaftet wird, ist die Beziehung in einer schweren Krise...
Ein Roman über das Erwachsenwerden und die große Liebe
Aschermittwoch ist ein Roman, der die großen Themen des Lebens - Liebe und Hass, Hoffnung, Verzweiflung und Eifersucht mit einer unglaublichen Leichtigkeit darstellt. Es ist eine hochemotionale Geschichte, in der die Protagonisten von einem Extrem zum anderen hin- und herschwanken. Dass der Roman dabei nicht ins Kitschige abdriftet, dafür sorgt der bisweilen sehr distanzierte Blick, mit dem Jimmy und Christy auf die vielleicht aufregendste Zeit ihres Lebens zurückblicken. (Birgit Kuhn)

"Aschermittwoch ist ein berührender Versuch über die Liebe und ein Plädoyer dafür, das Leben in die eigene Hand zu nehmen." (Spiegel-Online)
"Keine seichte Hollywood-Romanze, sondern voll das Leben." (Brigitte)
»Hawkes rasant erzählter Roman ist eine kundige Hommage an die Ehe.« (Hörzu)
»Eine berührende , aufwühlende Liebesgeschichte.« (WQ)
»Ein cooler Mix aus romantischer Lovestory und Roadmovie.« (Playboy)
»Eine bittersüße Liebesgeschichte. Hawke zeigt, wie einzigartig und groß, aber auch wie schmerzhaft und enttäuschend die Liebe sein kann. Ich war "Hin und Weg".« (Maxi)
»Ein Wahnsinnstrip ... Hawke hat bereits mit seinem Debütroman "Hin und Weg" bewiesen, dass er gut und vor allem einfühlsam schreiben kann. Aschermittwoch ist ein origineller Mix aus Roadmovie und Lovestory - gelungen aus zwei Perspektiven erzählt.« (Brigitte Young Miss)

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Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Ein Hollywoodstar, der flotte Dialoge schreiben kann und eine Art Roadmovie inszeniert hat, so charakterisiert Jörg Magenau den Autor - und damit auch den Roman. Die Geschichte von Jimmy und Christy, die quer durch die Vereinigten Staaten reisen auf der Suche nach ihrer Beziehung, bietet zwar eine große Authentizität der Figuren, meint er, aber die sei mit einer gewissen erzählerischen Stagnation erkauft. Wer die Typisierung der Protagonisten geschluckt hat, hier der eitle, drogenabhängige Macho, dort die abgeklärte, skeptische Christy, hat verstanden, wie es funktioniert. Eigentlich bietet eine Reise das Motiv der Entwicklung der Figuren geradezu an, so Magenau, hier jedoch reicht es nur zu einer Abfolge skurriler oder auch anrührender Begegnungen und Monologe. "Der Drive bleibt auf der Strecke", urteilt der Rezensent.

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