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"Wir haben ein Volk vor Augen, das Geschichte macht, das die Welt und sich selbst verändert. Wir haben ein kämpfendes Volk vor Augen und also einen kämpferischen Begriff volkstümlich", schrieb Bertolt Brecht 1938. Dies zur Volkstümlichkeit der Kalendergeschichten aus eigener Produktion, die Brecht kurz nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem Lesebuch zusammenstellt. Der Band gehört 1949 - neben dem neunten Heft der Versuche (mit Mutter Courage und ihre Kinder), dem Antigonemodell 1948 und dem Dreigroschenroman - zu den ersten Ausgaben, mit denen sich Brecht nach den Jahren des Exils in den…mehr

Produktbeschreibung
"Wir haben ein Volk vor Augen, das Geschichte macht, das die Welt und sich selbst verändert. Wir haben ein kämpfendes Volk vor Augen und also einen kämpferischen Begriff volkstümlich", schrieb Bertolt Brecht 1938. Dies zur Volkstümlichkeit der Kalendergeschichten aus eigener Produktion, die Brecht kurz nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem Lesebuch zusammenstellt. Der Band gehört 1949 - neben dem neunten Heft der Versuche (mit Mutter Courage und ihre Kinder), dem Antigonemodell 1948 und dem Dreigroschenroman - zu den ersten Ausgaben, mit denen sich Brecht nach den Jahren des Exils in den verschiedenen Besatzungszonen Deutschlands als Stückeschreiber und Regisseur und mit den Kalendergeschichten als Erzähler und Lyriker vorstellt - für die junge Generation zum ersten Mal.
Brechts Sammlung besteht aus acht Erzählungen und acht erzählerischen Gedichten, die im Wechsel angeordnet sind. 39 "Geschichten vom Herrn Keuner" bilden die siebzehnte und letzte "Kalendergeschichte".

Erfolg
HerrK. sah eine Schauspielerin vorbeigehen und sagte: "Sie ist schön." Sein Begleiter sagte: "Sie hat neulich Erfolg gehabt, weil sie schön ist." Herr K. ärgerte sich und sagte: "Sie ist schön, weil sie Erfolg gehabt hat."
  • Produktdetails
  • Bibliothek Suhrkamp Bd.1343
  • Verlag: Suhrkamp
  • Originaltitel: Kalendergeschichten
  • Artikelnr. des Verlages: 22343
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 153
  • Erscheinungstermin: 1. Oktober 2001
  • Deutsch
  • Abmessung: 182mm x 120mm x 16mm
  • Gewicht: 216g
  • ISBN-13: 9783518223437
  • ISBN-10: 3518223437
  • Artikelnr.: 09834371
Autorenporträt
Bertolt Brecht (eigentlich Eugen Bertold Friedrich B., 10.2.1898-14.8.1956) wurde als Sohn eines leitenden kaufmännischen Angestellten in Augsburg geboren.
Nach seinem Abitur im Jahr 1917 begann er ein Literaturstudium in München und besuchte nebenbei naturwissenschaftliche und medizinische Lehrveranstaltungen. Im Jahre 1918 mußte er sein Studium unterbrechen. Es folgten Kriegsdienst in einer Kaserne und die Arbeit als Sanitätshelfer - seine Antikriegshaltung formierte sich.
Bis 1924 lebte er in Berlin. 1933 emigrierte er nach Dänemark, blieb dort bis 1939 und ging dann 1941 in die USA. 1947 kehrte er nach nach Europa zurück; das Land seiner Wahl wurde die Schweiz. 1949 ging er schließlich nach Berlin zurück.
Brecht begann mit expressionischtisch-anarchistischen Dramen ("Baal", 1918/19; "Trommeln in der Nacht", 1919). Großen Erfolg hatte er dann mit der desillusionistischen, die bürgerlichen Konventionen verspottenden "Dreigroschenoper" (1928, nach J. Gays "Beggar's Opera", Musik von Kurt Weill) und seiner an F. Villon und den Bänkelsang anknüpfenden Lyrik "Hauspostille", 1927. Zu seinen Hauptwerken gehören außerdem "Mutter Courage", 1939; "Der gute Mensch von Sezuan, 1942; "Leben des Galilei", 1938/39, mehrfach bearbeitet; "Der kaukasische Kreidekreis", 1945.
Brechts Stil und Sprache übten großen Einfluß auf die moderne Dichtung aus. Sowohl in den Dramen wie in der Lyrik Brechts spielen neben der sozialen Kritik auch andere Motive, besonderes Mitleid mit dem Menschen, eine Rolle. In dem 1949 in Ost-Berlin gegründeten "Berliner Ensemble" schuf sich Brecht zusammen mit seiner Frau Helene Weigel eine Experimentierbühne; seine Inszenierungen erlangten Weltruhm. Er starb im Jahre 1956 an den Folgen eines Herzinfarkts.