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Die fesselnde Geschichte einer leidenschaftlichen und unmöglichen Liebe Eher zufällig nimmt eine Frau aus einer Buchhandlung ein Bändchen mit Gedichten mit, geschrieben von einem gewissen Jakob Stumm. Sie weiß sofort, dass sie auf etwas Einmaliges gestoßen ist, und der Gedanke an den Dichter aus der DDR lässt sie nicht mehr los. Sie ruft ihn an und legt wieder auf, sie schickt ihm Briefe, bis er endlich aus Leipzig nach Nürnberg kommt und bleibt ... In betörenden Bildern erzählt Natascha Wodin von einer Liebe und ihrer Unmöglichkeit - zu unterschiedlich sind die Welten, die Erfahrungen, die Bedürfnisse, zu groß ist die mitgebrachte Verstörung.…mehr

Produktbeschreibung
Die fesselnde Geschichte einer leidenschaftlichen und unmöglichen Liebe
Eher zufällig nimmt eine Frau aus einer Buchhandlung ein Bändchen mit Gedichten mit, geschrieben von einem gewissen Jakob Stumm. Sie weiß sofort, dass sie auf etwas Einmaliges gestoßen ist, und der Gedanke an den Dichter aus der DDR lässt sie nicht mehr los. Sie ruft ihn an und legt wieder auf, sie schickt ihm Briefe, bis er endlich aus Leipzig nach Nürnberg kommt und bleibt ... In betörenden Bildern erzählt Natascha Wodin von einer Liebe und ihrer Unmöglichkeit - zu unterschiedlich sind die Welten, die Erfahrungen, die Bedürfnisse, zu groß ist die mitgebrachte Verstörung.
  • Produktdetails
  • rororo Taschenbücher .27489
  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • Seitenzahl: 272
  • Erscheinungstermin: 20. November 2018
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 113mm x 25mm
  • Gewicht: 218g
  • ISBN-13: 9783499274893
  • ISBN-10: 3499274892
  • Artikelnr.: 52472519
Autorenporträt
Wodin, Natascha
Natascha Wodin, 1945 als Kind sowjetischer Zwangsarbeiter in Fürth/Bayern geboren, wuchs erst in deutschen DP-Lagern, dann, nach dem frühen Tod der Mutter, in einem katholischen Mädchenheim auf. Auf ihr Romandebüt "Die gläserne Stadt", das 1983 erschien, folgten etliche Veröffentlichungen, darunter die Romane "Die Ehe" und "Nachtgeschwister". Ihr Werk wurde unter anderem mit dem Hermann-Hesse-Preis, dem Brüder-Grimm-Preis und dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet, für "Sie kam aus Mariupol" bekam sie den Alfred-Döblin-Preis, den Preis der Leipziger Buchmesse und den August-Graf-von-Platen-Preis verliehen. Natascha Wodin lebt in Berlin und Mecklenburg.
Rezensionen
Natascha Wodin vermeidet jeden Hassliebekitsch, sie schreibt ihren düsteren, autobiographisch inspirierten Monolog um Leidenschaft, Projektion, Wahn und Selbstzerstörung, um das Ringen der Literatur mit der Realität in schwelgerischem Ton und bleibt dennoch nüchtern in ihrem Versuch, das Geschehene zu begreifen. Der Spiegel

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 28.05.2009

Auf der dunklen Seite

Zwei Wohnungen, zwei Welten, zwei Männer und eine Hinundhertasche, in der sie das Unglück mit sich schleppt, so stellt Natascha Wodin ihre Ich-Erzählerin vor. Mit dem Unglück ist sie seit ihrem Debüt "Die gläserne Stadt" vertraut, auch mit der Zerrissenheit, die ihren Ursprung in ihrer Herkunft als Kind eines ukrainischen Zwangsarbeiters und einer deutschen Mutter hat, die sich das Leben nahm. In ihrem neuen Buch will die namenlose Chronistin einer unheilvollen Leidenschaft nicht nur sich, vielmehr auch den Geliebten retten und geht dabei fast zugrunde. Jakob Stumm heißt der bewunderte, geliebte und zuletzt gehasste Dichter. Es ist kein Geheimnis, dass Natascha Wodin mit der Figur eines Exzentrikers das Porträt des Schriftstellers Wolfgang Hilbig gezeichnet hat, mit dem sie einige Jahre verheiratet war. Jakob Stumm quält die Geliebte mit Eifersucht, Trunksucht, Gewalttätigkeit. Vergeblich versucht sie ihm zu helfen, im Westen Fuß zu fassen. Aber da gibt es noch den Freund Paul. Er bietet Sicherheit und wird zeitweise zur Rettungsplanke für sie und auch für den Dichter. Die Zerreißprobe aber besteht die ménage à trois nicht. Ohne Paul sind die beiden Liebenden jedoch nicht lebensfähig. Als er sie verlässt, treiben sie dem Zusammenbruch und der Trennung entgegen. Vom Tod des Jakob Stumm, der im Westen nie richtig angekommen ist, erfährt die Geliebte durchs Fernsehen. Das Drama einer zerstörerischen Liebe fasziniert in diesem Roman wie auch die genauen Beobachtungen und sprachmächtigen Bilder von der dunklen Seite der Welt. (Natascha Wodin: "Nachtgeschwister". Roman. Verlag Antje Kunstmann, München 2009. 256 S., geb., 20,50 [Euro].) m.f.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 04.09.2009

Mit Kinder- und Mördergesicht
Dem Schrecken abgerungen: Natascha Wodins bewegender Roman über ihre Jahre mit dem Schriftsteller Wolfgang Hilbig
Kann ein Buch ein Leben ändern? Dass so etwas vorkommt, kriegt Natascha Wodin, die sich keine Mühe gibt, ihre Geschichte zu fiktionalisieren, am eigenen Leib und der eigenen Seele zu spüren. In einem Antiquariat nimmt sie beiläufig ein Bändchen Lyrik mit, für 1 DM (die Geschichte beginnt in den Achzigern), es bleibt erst liegen, aber dann öffnet sie es doch, und es schlägt ein wie der Blitz: „Schon von den ersten Zeilen, auf die mein Blick gestoßen war, ging eine Kraft aus, ein Licht, eine Dunkelheit, ein Schmerz, eine Schönheit, eine Wucht, dass ich zurückprallte und mich buchstäblich an der Tischkante festhalten musste, um nicht vom Stuhl zu fallen. Ich wusste sofort, dass ich auf etwas Großes gestoßen war, auf etwas Einmaliges, auf einen Dichter, wie es sie zu allen Zeiten nur vereinzelt gegeben hat.”
Dieses Werk verschmilzt für sie sofort mit dem Urheber, von dem sie außer einem knappen biografischen Abriss und einem alles andere als deutlichen Foto zunächst nichts in der Hand hat. Es zeigt einen ungeschlachten, wohl eher kleinen Mann, klobig und zugleich wie schwankend, mit groben, verschlossenen Zügen, während doch das verfinsternde Gegenlicht, in dem er sich hat knipsen lassen, ihn mit einer Art Heiligenschein umgibt. Den Fabrikarbeiter aus der anderen, unzugänglichen Hälfte Deutschlands glaubt man ihm aufs Bild, „man schien das Maschinenöl an dieser Gestalt zu riechen, den Schweiß körperlicher Arbeit”. Noch kann er es nicht wissen, aber sein Werk ist auf diejenige getroffen, die seine Klopfzeichen vernommen hat. „Wie sollte ich ihm mitteilen, dass ich ihn gehört hatte, dass er ein Gefundener war?”
Jeder Autor wünscht es sich, dass er eines Tages auf diesen Leser stößt, der ihm sein Buch nicht bloß abnimmt und ihn dann wegschickt, sondern ihm das Geschriebene in vollem Maß zugutehält, ihn, ihn selbst um des Werkes willen liebt. Aber aus dieser Begegnung können Gefahr und Schmerz erwachsen, für alle beide, den Findenden so gut wie den Gefundenen.
Der Gefundene heißt Jakob Stumm. Der Name, symbolisch geladen, bedeutet das einzige verfremdende Element in dieser aufgewühlten Lese-, Liebes- und Leidensgeschichte. Man erkennt darin ohne weiteres Wolfgang Hilbig. Das erzählende weibliche Ich des Buchs wird überwältigt von der Vorstellung, dass sie nur wenige hundert Kilometer von ihm entfernt lebt, dass es auch in Leipzig regnen kann, wenn es bei ihr in Nürnberg schlechtes Wetter ist, dass er eine Adresse hat. Sie schreibt ihm über den Verlag einen Brief, auf den sie keine Antwort erhält. Aberwitzig erscheint ihr der Gedanke, dass er eine Telefonnummer haben könnte, die man sich von der Auskunft geben lässt (der Inlands-Auskunft, wie sie bei dieser Gelegenheit lernt) und die man dann einfach so anruft. Sie tut es, der Angerufene bellt seinen Nachnamen ins Telefon und sagt weiter kein Wort; auch die Anruferin schweigt, lange. Das Spiel wiederholt sich, keinen von beiden ermüdet es in seiner vieldeutigen Einhelligkeit.
Dann trifft doch ein Brief ein, wenige maschinengeschriebene Zeilen, nur mit Stumms Initialen unterzeichnet. Stumm kommt nach Nürnberg, um vorzulesen, er hat ein Reisestipendium und ein Visum erhalten, und ob man sich nicht auf eine Tasse Kaffee sehen wolle. Sie holt ihn am Bahnhof ab. Jede andere Frau hätte sich von dieser Erscheinung abgestoßen gefühlt. Er trägt speckige Jeans, sein Haar fällt in ranzigen Strähnen auf den Kragen der khakifarbenen Synthetik-Jacke, sein Gesicht wirkt grünlich und sein Blick lauernd.
Die schlimmste Überraschung aber stellt sein wüstes Extrem-Sächsisch dar, das einer Fremdsprache gleicht. Das Treffen zieht sich bis in die Nacht, während Stumm ununterbrochen trinkt, schließlich landen sie um vier Uhr früh zusammen im teuersten Hotel der Stadt und fallen wie Tiere übereinander her.
Wodin beschönigt nichts. Dass Wolfgang Hilbig ein schwerer Soziopath war, lässt sich, auch wenn man sonst nichts von ihm weiß, aus seinen Schriften erahnen. Wie schwer genau, erfährt man mit Schrecken aus diesem Buch; der Schrecken ergreift den Leser noch im Nachhinein, aus der Gewissheit des geleisteten Werks, das dieser Autor seiner persönlichen Verdammnis entriss und das gerettet vorliegt. Wie nur hat dieser sprachlose, zerstörte Mensch im Schreiben eine solche Sprache finden können? Wodin ist nicht die Erste, die die Frage stellt; doch niemand erlebt das Zerspaltene so intensiv wie sie, sie spricht von der janusköpfigen Zweiheit eines Kinder- und eines Mördergesichts. Stumm schlägt die Erzählerin so, dass sie in Todesangst gerät; beide durchleben Stumms kalten Alkohol-Entzug, an dem er fast stirbt.
Er erweist sich als völlig unfähig, die elementaren Dinge des Alltags zu meistern, ohne die ordnende Hand einer Frau (lang war es seine Mutter) versinkt sein Leben sogleich im Chaos, panische Angst beherrscht ihn. Auch als er längst berühmt und wohlhabend ist, zieht er sich nachts an den kleinen Resopaltisch in der Küche zurück, wischt mit dem Ärmel eine Ecke frei, als wäre da noch der Ruß des alten Kellers, wo er Heizer war, und so, nur so, schreibt er. Er ist krankhaft eifersüchtig, zugleich wechselt er mit einer Vielzahl von Frauen intim-obszöne Briefe, die der fassungslosen Erzählerin eines Tages in die Hände fallen; doch offenbar rührt er diese Partnerinnen so wenig an wie sie, die Erzählerin, selbst, nachdem der Überschwang des Anfangs verraucht ist.
„Er litt an der fixen Idee, dass er kein richtiger Mann war, dass die Größe seines Geschlechtsteils nicht ausreichte, um eine Frau zu befriedigen, gleichzeitig hasste er sich mit einem abgrundtiefen Männerhass. In seinen Augen waren sämtliche Frauen auch heute noch Opfer der Männer, die er ausnahmslos für Barbaren, Ungeheuer und Gewalttäter hielt. Keine einzige Frau der Welt, so behauptete er, könne einen Mann lieben, und gleichzeitig sah er sich selbst als Opfer der Frauen, für die er nach seiner Meinung nur Gegenstand des Hohnes und Spottes war.
Männer können nicht lieben, behauptete er, und im selben Atemzug machte er mir die leidenschaftlichsten Liebeserklärungen, die ich je von einem Mann gehört hatte. Aber du glaubst mir sowieso nicht, dass ich dich liebe, sagte er dann, ich kann machen, was ich will, du wirst es mir nie glauben.”
Wie kann es eine Frau mit einem solchen Mann aushalten? Die Antwort ist ebenso schlicht, wie sie Unbehagen weckt: durch Liebe. Durch sie gewinnt das Buch seine radikale Energie. Liebe erlangt hier, möchte man sagen, eine unmittelbar literarische Qualität, indem sie niemals ausweicht und noch dem Beschämendsten schonungslos standhält.
Diese Liebe ist keine Lösung, eher im Gegenteil; es wird dem Leser recht mulmig bei ihr zumute. Sie erscheint wie ein korrespondierender Wahnsinn. Wenn die Erzählerin davon berichtet, wie sie sich mit einem Elektrokabel blutig peitscht, beginnt man zu begreifen, dass sie wohl auch Jakob Stumm wie eine solche sühnende Geißel auf ihrer Haut handhabt. Der Titel des Buchs, „Nachtgeschwister”, deutet es an, wie sehr hier jemand, indem er zu erlösen versucht, selbst erlöst sein möchte.
Und doch erwächst das Buch nicht völlig und ausschließlich aus seinem geliebten abscheulichen Gegenstand. Dass Natascha Wodin, von Wolfgang Hilbig zeitweilig tyrannisch zum Schweigen gebracht, eine bedeutende Schriftstellerin eigenen Rechts ist, beweist sie in der Schilderung jener glücklichen Augenblicke, wenn sie sich ohne Gedanken an Stumm der Schönheit der pfälzischen Landschaft überlässt, wo sie für einige Zeit gemeinsam ein halbverfallenes Haus inmitten der Weinberge bewohnen. Und während Jakob in totengleichem Schlaf den Tag verbringt, streift die Erzählerin durch den Prenzlauer Berg im Jahr 1 nach der Wende und erlebt die große Wandelbarkeit jener Tage, in denen, was fest schien, flüssig wurde, wie ein erotisierendes Bad.
Aber zuletzt bleibt es ein Buch vom Schicksal, das, inständig und unentrinnbar, die Frage, ob es ein glückliches oder unglückliches gewesen sei, abweist. Dass Wodin und Hilbig acht Jahre lang, von 1994 bis 2002, verheiratet waren, wird eher als Fußnote mitgeteilt. Die Autorin hält zum Schluss knapp das Faktum seines Todes vor zwei Jahren fest. Mit diesem erst, fühlt man, hat sie die Freiheit gewonnen, ihr Buch zu schreiben.
Es gilt sonst als Schwäche einer Rezension, wenn sie dem rezensierten Buch das letzte Wort überlässt. Hier sei es trotzdem getan, im Gefühl, dass nicht ein Urteil, sondern eine Geste des Respekts, wie das ehrende Zitat sie darstellt, diesem Buch das Seinige gibt. Es schließt: „Einst war ich sicher, dass ich an ihm sterben würde, nun weiß ich nicht, was es für mich bedeutet, dass er gestorben ist. Ich weiß nicht, was es für mich bedeutet, die Überlebende unserer Geschichte zu sein. Ich sitze in der Nacht und warte auf die Antwort. Ich warte auf die Worte, die mir durch ihn abhanden gekommen sind. Vielleicht, so denke ich mir, hat es mir gar nichts genützt, ihn zu verlassen. Vielleicht hat er mich für immer sprachlos gemacht. Mir bleibt nichts anderes als zu warten. Nacht für Nacht das Warten auf die Worte, die Worte für das, was nicht sagbar ist, für das Rätsel meiner Geschichte mit ihm.” BURKHARD MÜLLER
NATASCHA WODIN: Nachtgeschwister. Roman. Kunstmann Verlag, München 2009. 240 Seiten, 18,90 Euro.
„Wie sollte ich ihm mitteilen, dass ich ihn gehört hatte, dass er ein Gefundener war?”
„In seinen Augen waren sämtliche Frauen auch heute noch Opfer der Männer”
Schicksalhafte Zweisamkeit: Wolfgang Hilbig (1941-2007) und Natascha Wodin, Autorin des Romans „Nachtgeschwister” Foto: privat
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Erst nach Wolfgang Hilbigs Tod konnte Natascha Wodin wohl diesen Roman über ihr Leben mit ihm schreiben, vermutet Burkhard Müller. Der sei dafür aber sehr bewundernswert, man merke, dass Wodin neben dem berühmten Schriftsteller selbst eine bedeutende Autorin ist. Die "Lese-, Liebes- und Leidensgeschichte" der Ich-Erzählerin und des fiktiven Jakob Stumm beschönige nichts: Der Wahnsinn, den beide provozierten und auslebten, sei aus einer Liebe heraus geboren, die bei dem Leser "mulmige" Gefühle verursache. Die "radikale Energie" des Buches sei dieser Liebe geschuldet, die schonungslos ehrlich und deshalb auch sich selbst verletzend dargestellt werde. Müller erkennt, dass die Autorin die eigene Geschichte absichtlich kaum fiktionalisiert hat. Der Rezensent vermutet anhand des Titels "Nachtgeschwister", dass Wodin versucht habe, ihren Ehemann zu erlösen, um selbst erlöst zu werden. Nun habe sie die Freiheit gewonnen und darüber ihr Buch geschrieben.

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