Das Schloss des Cagliostro
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Technische Angaben: Bildformat: 16:9 Sprache / Tonformat: Deutsch, Französisch, Japanisch (Dolby Digital 2.0/5.1) Untertitel: Deutsch Ländercode: 2 Extras: Storyboard-Video, 2 Trailer
Lupin III. ist ein echter Meisterdieb, der stets darauf bedacht ist, dem Ruf seines Großvaters, des legendären Arsène Lupin, gerecht zu werden, so dass kein Kunstwerk vor ihm sicher ist. Bei einem Raubüberfall stößt Lupin auf Falschgeld und kommt damit auf die Spur eines Geldfälscherringes, der im kleinsten Land der Welt, Cagliostro, sitzt. Doch auch sein Erzfeind, Inspektor Zenigata von der Tokioter Polizei,…mehr

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Produktbeschreibung
Technische Angaben:
Bildformat: 16:9
Sprache / Tonformat: Deutsch, Französisch, Japanisch (Dolby Digital 2.0/5.1)
Untertitel: Deutsch
Ländercode: 2
Extras: Storyboard-Video, 2 Trailer
Lupin III. ist ein echter Meisterdieb, der stets darauf bedacht ist, dem Ruf seines Großvaters, des legendären Arsène Lupin, gerecht zu werden, so dass kein Kunstwerk vor ihm sicher ist.
Bei einem Raubüberfall stößt Lupin auf Falschgeld und kommt damit auf die Spur eines Geldfälscherringes, der im kleinsten Land der Welt, Cagliostro, sitzt. Doch auch sein Erzfeind, Inspektor Zenigata von der Tokioter Polizei, der alles daran setzt, den gerissenen Dieb zur Strecke zu bringen, ist ihm dicht auf den Fersen...
  • Produktdetails
  • Anzahl: 1 Blu-ray Disc
  • Hersteller: AV Visionen
  • Gesamtlaufzeit: 90 Min.
  • Erscheinungstermin: 24. Juli 2011
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Französisch, Japanisch
  • Untertitel: Deutsch, Französisch
  • Regionalcode: B
  • Bildformat: 1.33:1 / HDTV 1080p
  • Tonformat: Deutsch DD 2.0 Stereo ...
  • EAN: 7640105238736
  • Artikelnr.: 33362825
Autorenporträt
Hayao Miyazaki wurde 1941 in Tokyo geboren und zählt zu den größten Regisseuren, Animatoren und Manga-Schriftstellern. Nach seinem Abschluss als Diplomwirtschaftswissenschaftler an der Gakushuin-Universität, begann er 1963 als Animator für Toei Doga (Toei Animation Studio) zu arbeiten. Auf diesem Gebiet wirkte er bei der Produktion zahlreicher Meisterstücke des japanischen Zeichentricks mit. 1968 begann er, als Chefzeichner für die Serie "Taiyo no Oji Horus no Daiboken" ("The Little Norse Prince Valiant") zu arbeiten. Seine unglaubliche Fähigkeit zu zeichnen und der unerschöpfliche Ideenreichtum, den er für die Filme parat hatte, zog von Anfang an große Aufmerksamkeit auf sich und seit dieser Serie gilt er als herausragendes Talent. 1971 wechselte er zu A Pro und zwei Jahre später zu Nippon Animation. 1978 führte er erstmals bei einer TV-Serie Regie. Bei dieser Serie handelte es sich um "Mirai Shonen Conan" ("Future Boy Conan"). Bereits 1979 verließ er Nippon Animation wieder, da
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 13.06.2006

Japanische Detektive in europäischen Kerkern
Arsène Lupin I: Das Regiedebüt von Miyazaki Hayao

Miyazaki Hayao: "Das Schloß des Cagliostro".

Anime virtual. 100 Minuten. Keine Extras in der regulären Version; als Deluxe-Edition mit Booklet, Storyboard-Zeichnungen, 2 Trailern und Bildschirmschoner.

Das faszinierendste Nachleben führt Maurice Leblancs französischer Meisterdieb Arsène Lupin ausgerechnet in Japan. Während in Europa mittlerweile zwar noch der Name des in den zwanziger Jahren allgegenwärtigen Gentlemanverbrechers geläufig ist, niemand aber mehr LeBlancs Trivialromane liest, hat Kato Kazuhiko, der unter dem Künstlernamen Monkey Punch arbeitet, ihm einen Enkel angedichtet, der als Lupin III zu den populärsten japanischen Helden gehört. Allerdings als Comicfigur, doch das bedeutet in Japan, wo die Gesamtauflage der Manga alljährlich in die Milliarden geht, einen um so größeren Erfolg. Deshalb wurden seit 1971 immer wieder animierte Fernsehserien und Kinofilme mit den Abenteuern von Lupin III produziert.

Im Rahmen der ersten Fernsehserie erlebte ein Mann sein Regiedebüt, der heute der namhafteste lebende japanische Filmkünstler ist: Miyazaki Hayao. Der damals gerade dreißigjährige Animator hatte seine Regieambitionen lange nicht umsetzen können, und gleichzeitig mit der Arbeit an "Lupin III" scheiterte sein Plan, "Pippi Langstrumpf" als Trickfilmserie zu adaptieren. Miyazaki war schon nach Schweden gereist, um dort Skizzen für die Dekors zu machen, als Astrid Lindgren dem ihr unbekannten Japaner die Rechte verweigerte. Der machte sich deshalb wenig später an die Produktion einer "Heidi"-Serie, für die er dann in der Schweiz recherchierte. Auf diesen beiden Reisen entwickelte sich Miyazaki zum leidenschaftlichen Liebhaber europäischer Landschaften.

Als er 1979 als Regisseur, Drehbuchautor und Chefanimator für den zweiten "Lupin III"-Kinofilm "Das Schloß des Cagliostro" engagiert wurde, konnte er dieser Leidenschaft freien Lauf lassen. Miyazaki schickte Lupin auf den Spuren Cary Grants in Hitchcocks "Über den Dächern von Nizza" an die Côte d'Azur. In der ersten Szene bereits sehen wir den Dieb und seinen treuen partner in crime Jigen auf der Flucht, nachdem sie erfolgreich das Casino von Monte Carlo ausgeraubt haben. Allerdings entpuppt sich die Beute als Falschgeld, und so fahren Lupin und Jigen in das winzige Herzogtum Cagliostro, wo die Blüten herstammen. Dort werden sie in eine Intrige des Regenten verwickelt, der die schöne Thronerbin Clarissa heiraten will. Natürlich ist Lupin so ritterlich, der vieledlen Maid beizustehen.

Aus dieser ganz den üblichen Handlungsmustern der "Lupin III"-Comics verpflichteten Geschichte hat Miyazaki einen Kinofilm gemacht, der zahlreiche wichtige Elemente seiner späteren Werke vorwegnimmt, vor allem natürlich das romantische Dekor eines verwunschenen Europas, in dem es zwar Autos und Interpol gibt, ansonsten aber die Zeit seit Jahrhunderten stehengeblieben scheint. In den Alpenszenerien, die "Das Schloß des Cagliostro" prägen, spürt man bei Farbgebung, Berg- und Wolkenformationen den Einfluß der Hodler-Gemälde, die Miyazaki in Schweizer Museen studiert hat. Und Clarissa ist die erste der wiederkehrenden jungen Heroinen in Miyazakis OEuvre, die durch böse Mächte aus ihrer kindlichen Unschuld gerissen wird.

"Das Schloß des Cagliostro" ist aber auch sehr japanisch. Auf die populären Nebenfiguren aus dem Manga - Jigen, den Samurai Goemon und die Meisterdiebin Fujiko - durfte er nicht verzichten, und dieses Personal bringt ein gutes Stück Japan samt der dort üblichen Verhaltensmuster ins alteuropäische Cagliostro. Auch der stets erfolglose Verfolger Lupins, Inspektor Zenigata aus Tokio, ist mit von der Partie. Und in den Kerkern des ominösen Schlosses findet Lupin die Überreste eines japanischen Detektivs, der hier sein Leben ausgehaucht und vorher noch den Wunsch an die Wand gekratzt hat, man möge ihn rächen. So bekommen japanische Zuschauer trotz des für sie exotischen Handlungsortes zahlreiche Identifikationsangebote.

Der Film ist für ein jugendliches Publikum konzipiert, und das Niveau überschreitet bei der Animation selten gängige Fernsehstandards. Doch das machen die prachtvollen Hintergründe und das vor Einfällen sprühende Drehbuch Miyazakis mehr als wett. Es ist somit eine Freude, daß nun, parallel zum deutschen Kinostart des 1986 gezeichneten Meisterwerks "Das Schloß im Himmel" (F.A.Z. vom 8. Juni), auch sein Filmdebüt auf DVD zugänglich gemacht wird. Anime virtual, ein Spezialanbieter für japanische Trickfilme, ergänzt damit die vorbildliche Werkreihe von Universum. Die Dialoge erinnern in ihrer flapsigen Wortwahl und bemühten Originalität allerdings verdächtig an die deutsche Synchronfassung der Krimiserie "Die Zwei". Und es ist schade, daß man darauf verzichtet hat, zwei Trickfilmepisoden aus der letzten Fernsehstaffel von "Lupin III", bei denen Miyazaki 1980 Regie geführt hat, noch auf der DVD unterzubringen. In ihnen hätte man beobachten können, wie er sich erzählerisch weiterentwickelte. Vier Jahre später kam mit "Nausicaa im Tal der Winde" Miyazakis erster Film ganz nach eigenen Entwürfen heraus. Die Keimzelle seines seither entstandenen Animationsuniversums aber liegt im "Schloß des Cagliostro".

ANDREAS PLATTHAUS

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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