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Eine Psychotherapie oder Psychoanalyse mit 70 Jahren? Ist das denn noch der Mühe wert? Diese von Betroffenen, Therapeuten oder Psychoanalytikern häufig gestellte Frage wird von der Autorin eindeutig bejaht. Sie belegt dies anhand zahlreicher Fallgeschichten aus ihrer Praxis und ihrer Supervisionstätigkeit an einer geriatrischen Klinik. Entscheidend ist ihrer Erfahrung nach die Motivation der Patienten, an einer Integration leidvoller und unabgeschlossener Aspekte ihrer Lebensgeschichte arbeiten zu wollen. Schwerpunkte sind dabei die innere Lebensgeschichte, das Erinnern, die Lebensphasen, die…mehr

Produktbeschreibung
Eine Psychotherapie oder Psychoanalyse mit 70 Jahren? Ist das denn noch der Mühe wert? Diese von Betroffenen, Therapeuten oder Psychoanalytikern häufig gestellte Frage wird von der Autorin eindeutig bejaht. Sie belegt dies anhand zahlreicher Fallgeschichten aus ihrer Praxis und ihrer Supervisionstätigkeit an einer geriatrischen Klinik. Entscheidend ist ihrer Erfahrung nach die Motivation der Patienten, an einer Integration leidvoller und unabgeschlossener Aspekte ihrer Lebensgeschichte arbeiten zu wollen. Schwerpunkte sind dabei die innere Lebensgeschichte, das Erinnern, die Lebensphasen, die Angst vor dem Tod. Zudem behandelt die Autorin diese Themen auch in Bezug auf den Psychoanalytiker, der sich damit letztlich in gleicher Weise auseinandersetzen muss wie seine Patienten.
  • Produktdetails
  • Bibliothek der Psychoanalyse
  • Verlag: Psychosozial-Verlag
  • Originaltitel: Vieillir: une decouverte
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 260
  • Erscheinungstermin: Juli 2010
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 149mm x 22mm
  • Gewicht: 380g
  • ISBN-13: 9783837920123
  • ISBN-10: 3837920127
  • Artikelnr.: 28110921
Inhaltsangabe
Inhalt Prolog Kapitel 1 - Die eigene innere Geschichte rekonstruieren Alternsarbeit: Die eigene innere Geschichte rekonstruieren Unsere innere Geschichte: Eine Aneinanderreihung von Ereignissen oder eine zusammenhängende Geschichte? Das Bedürfnis nach Kohärenz Um seinen Platz abtreten zu können
muss man erst einmal einen haben Die Integration der Erinnerungen Kapitel 2 - Eine Sekunde Ewigkeit Vorstellungen von der Zeit
die vergeht Die Erfahrung einer Sekunde Ewigkeit Sekunden Ewigkeit im Flug erhaschen Wie kann man sich eine Zeit vorstellen
die nicht nur eine chronologische ist? Das Leben spielt sich innerhalb der chronologischen Zeit und zugleich außerhalb dieser Zeit ab Und wenn Ewigkeit und chronologische Zeit miteinander vereinbar wären? Das Leben spielt sich in der Gegenwart ab Kapitel 3 - Arbeit an der Erinnerung Verlorene Erinnerungen wieder integrieren? Ein Beispiel der Reintegration einer verlorenen Erinnerung Eine Erinnerung: Teil eines Puzzles oder Bestandteil eines lebendigen Organismus? Bestimmte Erinnerungen beiseiteschieben
um Angst zu vermeiden? Die emotionale Bedeutung eines Schmerzes variiert mit dem Alter Erinnerungen auftürmen oder integrieren? Die Seite umblättern
ja - aber erst
nachdem man sie gelesen hat Kapitel 4 - Die Lebensalter Unsere Gegenwart trägt die Spuren aller Altersstufen
die wir durchlebt haben Verschiedene Arten
sich von seiner Kindheit abzuschneiden Verschiedene Arten
sich von seiner Jugend abzuschneiden Seine Kindheit präsent zu halten bedeutet nicht
»in die Kindheit zurückzufallen« Eine freie Gegenwart
abgegrenzt gegen die Zukunft Man selbst bleiben
ohne der Gleiche zu bleiben Veränderung und Beständigkeit integrieren Sich über die Präsenz des anderen wundern Träume zur Integration verschiedener Altersstufen gegen Ende der Analyse Das Leben beginnt heute Hat das Fortschreiten der Altersstufen einen Sinn? Kapitel 5 - Angst vor dem Tod Welchen Sinn hat unser Leben angesichts des Todes? Wann werde ich mir Zeit zum Leben nehmen? »Nützlich sterben« Nützlich altern: Die Fähigkeit
sich leidenschaftlich zu engagieren Ordnung in seine innere und äußere Welt bringen
bevor man stirbt Bewusste Angst vor dem Tod Unbewusste Todesangst Jeder Tod ist einmalig Kapitel 6 - Was steckt hinter Verarmung im hohen Alter? Zwischen psychischer Verarmung und Altern unterscheiden Das Gehirn reorganisiert sich das ganze Leben über Psychische Verarmung und Trauerprozess Innere und äußere psychische Verarmung können sich wechselseitig bedingen Verschiedene Verarmungsmechanismen psychischen Ursprungs Welcher unbewusste Gewinn kann aus psychischer Verarmung gezogen werden? Demenz
eine Abwehr gegen die Angst vor dem Tod? Die Rolle des Neids: Teufelskreis
Tugendspirale Die Freiheit
ins Unbekannte zu starten Kapitel 7 - Alles verlieren
ohne sich selbst zu verlieren Auf psychischer Ebene bewahren
was real verloren wurde Die Bewertung unserer inneren Reichtümer erfolgt zuweilen über den Blick der anderen Alles verlieren
ohne sich selbst zu verlieren Je sichtbarer der Verlust
umso schwerer ist der verborgene Reichtum wahrnehmbar Von schmerzlicher Einsamkeit zum Reichtum
man selbst zu sein Die Sexualität der Alten Auf »Vergangenheiten« verzichten
die wir gar nicht hatten
um die Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen
die die unsrige war Den unbekannten Teil der Zukunft im Voraus integrieren
um uns nicht selbst zu verlieren Altern
ein Kunstwerk Kapitel 8 - Der Reichtum des hohen Alters Die Intensität der Gegenwart Der Reiz der kleinen Dinge Der affektive Wert eines Objekts Die Wichtigkeit anwesender Menschen Die Verwunderung angesichts der Gegenwart des anderen Ein neuer Blick auf den anderen : »Die Entdeckung des halbtiefen Tellers« Das Geheimnis jedes Menschen: Das
was man nie ganz verstehen wird Sich Zeit nehmen
die Stille hören
mit dem Inneren kommunizieren Die Brüchigkeit der Macht bedenken und Abstand gewinnen Endlich frei: »In meinem Alter habe ich nichts mehr zu verlieren« Was mache ich aus den Bausteinen
die ich bei meiner Geburt bekommen habe? Das Beispiel Neto: Eine innere Welt
die der von Guernica ähnelt Vom Chaos zur Harmonie Kapitel 9 - »Die enge Pforte« Eine so enge Pforte
dass sie stets nur einen Menschen passieren lassen kann Die Angst
man selbst zu sein Das Vergnügen
nur man selbst zu sein Elise und die enge Pforte Eine individuell zugeschnittene Pforte Der Lebensstrom beginnt wieder zu fließen Ein verwunderter Blick auf uns selbst Worte können eine Pforte sein
die Gefühle hindurchlässt Eine enge Pforte zum Unermesslichen hin Kapitel 10 - Psychoanalytische Psychotherapie und alte Menschen Ältere Patienten denken nicht an eine Psychotherapie für sich selbst Psychotherapie ist für alte Menschen wertvoll Die Hauptmotive der Patienten in der Psychotherapie Das Identitätsgefühl Die Bedeutung der nonverbalen Kommunikation zwischen altem Patienten und Therapeuten Ist es die Mühe wert
alte Menschen in Psychotherapie zu nehmen? Das Problem der Zeit Kapitel 11 - Psychoanalyse und alte Menschen Es gibt keine Altersgrenze für den Beginn einer Psychoanalyse Vorurteile junger Psychoanalytiker Für die alten Patienten ist keineswegs alles bereits vorbei Eine Öffnung zur Sublimierung hin Ein ödipaler Konflikt
der nicht altert Das kulturelle Umfeld und die alten Menschen Weibliche Sexualität und alte Patienten: Jeannes Analyse Der Reichtum einer Analyse ist unmöglich wiederzugeben Kapitel 12 - Psychoanalytiker sein und älter werden Ein Psychoanalytiker hat mehrere Lebensalter zugleich Die Rolle der Erfahrung Sich für seinen psychischen und körperlichen Gesundheitszustand verantwortlich fühlen Ein Psychoanalytiker im Angesicht seines Lebensendes Senior- und Junioranalytiker Kann man den Sinn eines Theaterstücks erfassen
wenn man seine letzte Replik noch nicht kennt? Kapitel 13 - Großeltern und Generationsunterschied Narziss und die Angst vor Falten Spieglein
wie alt bin ich? Es reicht nicht aus
alt zu sein
um sich als Großeltern zu entdecken Die generationenübergreifenden Beziehungen haben sich weiterentwickelt Der Großelternstatus verdrängt den Elternstatus nicht
sondern kommt zu ihm hinzu Drittes und viertes Alter Die Rolle der Großeltern Die Improvisation geht unablässig weiter Kapitel 14 - Der blaue Ton und die Entdeckung der Liebe Die Angst
zu lieben Ein ganzes Leben
um Lieben zu lernen Der blaue Ton Die Widerspiegelung der Widerspiegelung Den blauen Ton genießen Das Zusammenfallen von Ewigkeit und chronologischer Zeit Um sich entfalten zu können
braucht das Lieben die Einschreibung in beide Zeiten Die Entdeckung
dass man altert Literatur