39,99
versandkostenfrei*
Preis in Euro, inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
0 °P sammeln

  • Broschiertes Buch

Jetzt bewerten

Mikropolitik - als die auf eigenen Vorteil bedachte Instrumentalisierung Anderer in organisationalen Ungewissheitszonen - wird nicht auf personale Motive oder Haltungen zurückgeführt, sondern als sowohl flexible wie konstruktive Nutzung der Widersprüchlichkeit organisationaler Steuerungsprinzipien verstanden.
Nach einem Resümee des empirischen Forschungsstandes wird dafür plädiert, die Erfassung und Differenzierung der mikropolitischen Taktiken in ein umfassendes Handlungsmodell einzubetten, das neben kognitiven Situationsrepräsentationen und Erfolgskalkülen weitere Bedingungen
…mehr

Produktbeschreibung
Mikropolitik - als die auf eigenen Vorteil bedachte Instrumentalisierung Anderer in organisationalen Ungewissheitszonen - wird nicht auf personale Motive oder Haltungen zurückgeführt, sondern als sowohl flexible wie konstruktive Nutzung der Widersprüchlichkeit organisationaler Steuerungsprinzipien verstanden.

Nach einem Resümee des empirischen Forschungsstandes wird dafür plädiert, die Erfassung und Differenzierung der mikropolitischen Taktiken in ein umfassendes Handlungsmodell einzubetten, das neben kognitiven Situationsrepräsentationen und Erfolgskalkülen weitere Bedingungen berücksichtigt. Mikropolitik scheint von vorneherein moralisch disqualifiziert zu sein, weil es ihr darum geht, Andere zum Mittel für eigene Zwecke zu machen.

Die Reflexion von Mikropolitik aus den Perspektiven dominierender (wirtschafts-) ethischer Positionen erweist eine solche Pauschal-Verurteilung als einseitig und fragwürdig. Mit Blick auf die Möglichkeiten organisationaler Akteure werden drei pragmatische Strategien einer moralischen Rechtfertigung und Kultivierung von Mikropolitik erörtert: moralisches Satisfizieren, Moral lernen und den Widerstreit moralischer Prinzipien aushalten und nutzen.

Dieser Titel ist nicht als Dozenten-Freiexemplar erhältlich.
  • Produktdetails
  • UTB Uni-Taschenbücher Bd.2743
  • Verlag: Utb; Lucius & Lucius
  • 2., Neuausg.
  • Erscheinungstermin: September 2006
  • Deutsch
  • Abmessung: 216mm x 151mm x 35mm
  • Gewicht: 858g
  • ISBN-13: 9783825227432
  • ISBN-10: 382522743X
  • Artikelnr.: 20756156
Autorenporträt
Prof. Dr. Oswald Neuberger, Jahrgang 1941, ist Diplompsychologe und seit 1980 Professor für Psychologie an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg und dort verantwortlich für die Ausbildung im Fach Personalwesen. Nach dem Studium der Psychologie, Promotion und Habilitation zum Thema Führung war er von 1977 bis 1980 Professor für Organisationspsychologie an der Bundeswehruniversität in München. Neben vielen Veröffentlichungen zu seinen Arbeitsschwerpunkten Kommunikation, Personalentwicklung, Führung und Mikropolitik ist Professor Neuberger Mitherausgeber der "Zeitschrift für Personalforschung".
Inhaltsangabe
'Abbildungsverzeichnis XIII Belegverzeichnis XV Tabellenverzeichnis XVII 1. Das Konstrukt Mikropolitik: Dimensionen, Bewertungen, Abgrenzungen 1 1.1. Mikropolitik als polarisierendes Thema 1 1.2. Was ist mit Mikropolitik gemeint? 4 1.2.1. Einige Mikropolitik-Definitionen 5 1.2.2. Welche Dimensionen liegen den Mikropolitik-Definitionen zu Grunde? 9 1.2.3. Die zusammenfassende Definition 18 1.3. Polity - Policy - Politics 27 1.3.1. Spielregeln - Spielstrategien - Spielzüge 27 1.3.2. Resümee 40 1.4. Positive und negative Funktionen der Mikropolitik 40 1.4.1. Mintzberg - Klein - Ferris; POPS & PSI 45 1.4.2. Ist Mikropolitik pathologisch? 48 1.4.3. Exkurs POP-Skala Zur Operationalisierung einer Mikropolitik-Definition 51 1.4.4. PSI (Political Skill Inventory) 55 1.5. Mikropolitik als abweichendes Verhalten 59 1.5.1. Kontraproduktives Arbeitsverhalten 63 1.5.2. Extra-Produktives Arbeitsverhalten 72 1.5.3. Ist kontraproduktives Verhalten das Gegenteil von extra-produktivem Verhalten? 76 1.5.4. Die Beziehung von kontraproduktivem und extra-produktivem Verhalten zu Mikropolitik 78 1.5.5. Die Landschaft der Mikropolitik: Zwei Ansichten 78 2. Mikropolitische Taktiken und Strategien 85 2.1. Die Erfassung mikropolitischer Taktiken 85 2.1.1. Eine kurze Geschichte der Entwicklung von Taktik-Inventaren: POIS und die Folgen 85 2.1.2. Weitere Taktik-Inventare: Beispiele und Synopsen 90 2.1.3. Alternative Erfassungsmethoden 97 2.2. Taktiken-Mix und Strategien 102 2.2.1. Taktiken-Kombinationen 102 2.2.2. Strategien 107 2.3. Wirkungsanalyse 111 2.4. Reflexion/Kritik 120 2.4.1. Methodologische und theoretische Vorentscheidungen bei der Erfassung von mikropolitischen Taktiken und Strategien 120 2.4.2. Zur Rolle der Operationalisierungen: Das Beispiel 'Rationales Argumentieren' 124 2.4.3. Kontextualisierung und Dekontextualisierung 127 2.4.4. Alternativen zu den Taktik-Listen? Direkter und indirekter Einfluss 132 2.4.5. Fiktionen beim Einsatz und der Erfassung von Taktiken und Strategien 138 2.5. Fazit 144 2.6. Anhang 145 3. Bedingungen der Möglichkeit von Mikropolitik 147 3.1. Mikropolitik: die kreative Nutzung organisationaler Spielräume 148 3.1.1. Bedingungsmodelle in der mikropolitischen Forschung 154 Die Berücksichtigung von Persönlichkeitsattributen 158 Die Berücksichtigung des organisationalen Kontexts 161 3.1.2. Überlegungen zur Merkmalsauswahl: Ein Demonstrationsbeispiel 163 3.1.3. Druck machen und Einschmeicheln: Wovon hängt der Erfolg ab? 166 3.2. Organisationale Ermöglichungsbedingungen mikropolitischer Taktiken 170 3.2.1. Antagonismen innerhalb und zwischen Steuerungsprinzipien 170 3.2.2. Vorüberlegungen zur Bedeutung von Information, Rationalität und Versprachlichung 176 3.3. Organisationale Steuerungsprinzipien: Diskussion der Polaritäten 184 3.3.1. Hierarchie und Autonomie 186 3.3.2. Formalisierung und Improvisation 189_ 3.3.3. Exkurs: Einfache und doppelte Kontingenz 193 3.3.4. Differenzierung und Integration 197 3.3.5. Komplexität und Simplizität 199 3.3.6. Kooperation und Konkurrenz 203 3.3.7. Extrinsische und intrinsische Motivation 206 3.3.8. Vernetzung und Vereinzelung 211 3.3.9. Facta und Ficta (Faktizität und Fiktionalität) 217 3.3.10. Wandel und Bewahrung 224 3.3.11. Einbettung und Abgrenzung 230 3.4. Zusammenfassung 235 4. Komponenten eines Handlungsstruktur-Modells 237 4.1. Mikropolitik aus der Perspektive einer sozialen Handlungstheorie 238 4.1.1. Die dyadische Grundstruktur einer Einflusssituation 242 4.1.2. Inhaltliche Erweiterung der Grundstruktur durch acht Handlungskomponenten 246 4.2. Diskussion der acht Komponenten des Handlungsstruktur- Modells 250 4.2.1. "Ich bin ich": Identität, ein Selbst sein 251 4.2.2. "Ich bin verkörpert": Körperlichkeit, Sinnlichkeit, Materialisierung