Van Helsing, 1 DVD - Hugh Jackman,Kate Beckinsale,Richard Roxburgh
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Hat das Böse endlich seinen Meister gefunden? Der legendäre Monsterjäger Van Helsing befindet sich im Namen des Vatikans auf einem Kreuzzug, um die Welt von allem Übel zu befreien. Als er nach Transsylvanien geschickt wird, um das Land vom Terror des berüchtigten Vampirs Graf Dracula zu befreien, trifft er auf eine Gleichgesinnte: Anna Valerious, die letzte Überlebende eines alten Adelsgeschlechts. Sie ist entschlossen, das Monster und seine Gespielinnen zu töten und so den Fluch, der seit Urzeiten auf ihrer Familie lastet, zu brechen. Gemeinsam nehmen sie den Kampf gegen einen Feind auf, der niemals stirbt ...…mehr

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Produktbeschreibung
Hat das Böse endlich seinen Meister gefunden? Der legendäre Monsterjäger Van Helsing befindet sich im Namen des Vatikans auf einem Kreuzzug, um die Welt von allem Übel zu befreien. Als er nach Transsylvanien geschickt wird, um das Land vom Terror des berüchtigten Vampirs Graf Dracula zu befreien, trifft er auf eine Gleichgesinnte: Anna Valerious, die letzte Überlebende eines alten Adelsgeschlechts. Sie ist entschlossen, das Monster und seine Gespielinnen zu töten und so den Fluch, der seit Urzeiten auf ihrer Familie lastet, zu brechen. Gemeinsam nehmen sie den Kampf gegen einen Feind auf, der niemals stirbt ...
  • Produktdetails
  • Anzahl: 1 DVD
  • Hersteller: UNIVERSAL PICTURES VIDEO
  • Gesamtlaufzeit: 126 Min.
  • Erscheinungstermin: 6. September 2004
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Englisch
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 16:9 (anamorph codiert), PAL
  • Tonformat: Deutsch DD 5.1 ...
  • EAN: 5050582285765
  • Artikelnr.: 13017884
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 02.05.2004

Untote tragen kleine Karos
Ruhmeshalle oder Resterampe? In dem Film "Van Helsing" jagt der Held Vampire, Werwölfe und andere Monster

Als Orson Welles Anfang der vierziger Jahre nach Hollywood kam, um "Citizen Kane" zu drehen, da soll er nach Besichtigung der RKO-Studios nur gesagt haben: "Das ist die größte Modelleisenbahn, die ein Junge je hatte." Das stimmt noch immer, nur daß Modelleisenbahnen heute elektronisch betrieben werden, daß in den Kinderzimmern statt Metallbaukästen Computer und Star-Wars-Figuren neben Playmobil und Ritterburgen stehen. In Hollywood werden mittlerweile mehr Bits und Bytes verarbeitet als in manchem Rechenzentrum, und statt Kulissenmalern machen Computergraphiker Karriere. Doch wenn Regisseure dürfen, wie sie wollen, dann spielen sie noch immer wie Kinder, die Indianer gegen Marsmännchen in Bauernhöfen kämpfen lassen und die Nachhut mit dem Piratenschiff oder dem Space Shuttle herbeischaffen.

Wie eine Kinderzimmerphantasie, die ungefähr 130 Millionen Dollar gekostet hat, muß man sich auch Stephen Sommers' Film "Van Helsing" vorstellen, der in der kommenden Woche die Blockbuster-Saison 2004 eröffnet. Der Mann, der mit "Die Mumie" und "Die Mumie kehrt zurück" unter den Pyramiden Kassengold fand, hat sich seine Geschichte mit der Begeisterung eines Kindes ausgedacht und aufgeschrieben: Was wäre eigentlich, wenn man all die Monster, mit denen das Studio Universal in den dreißiger und vierziger Jahren nicht nur viel Geld verdiente, sondern auch Archetypen des Kinos in die Welt setzte, in einen Film steckte? Eine Art Familienzusammenführung, eine Ruhmeshalle der Untoten - oder, schlimmstenfalls, eine Resterampe? Wenn Dracula, Dr. Frankenstein und sein namenloses Monster auf Werwölfe träfen, nachdem Dr. Jekyll und Mr. Hyde schon frühzeitig erledigt wurden? Und wenn man das Ganze nach dem Muster der Bond-Filme zusammenbaute?

Ganz neu ist die Idee des Familientreffens ja nicht. In "Underworld" verbissen sich im vergangenen Jahr Vampire und Werwölfe ineinander. Troja-Krieger Wolfgang Petersen hatte sich kurzfristig schon mit dem Projekt "Batman vs. Superman" beschäftigt, im Spätsommer wird "Alien vs. Predator" ins Kino kommen. Und natürlich hat es das auch bei Universal längst gegeben. 1948 trafen die Komiker Abbott und Costello nicht nur Frankenstein. Da wurden das Monster und Graf Dracula in Kisten nach Amerika verfrachtet, um mit ihnen ein Museum zu bestücken, und als die beiden flohen, kam noch der Wolfman aus London angereist.

Jede einzelne dieser Figuren ist ein Markenzeichen. Schauspieler wie Bela Lugosi oder Boris Karloff wurden durch ihre monströsen Rollen berühmt, Stars wie Anthony Hopkins und Laurence Olivier haben sich in den Vampirjäger Van Helsing verwandelt, und Robert De Niro ließ sich von Kenneth Branagh zum Monster zusammenflicken und zum Leben erwecken. Insofern ist Stephen Sommers' Idee sehr sympathisch, weil sie mit dem Tier auch das Kind im Mann anspricht. Es war auch naheliegend, Kate Beckinsale, die schon in "Underworld" als Vampirin tätig war, neben Hugh Jackman als Van Helsing zu stellen, der frisch aus "X-2" kommt. Beide wissen zwar nicht so recht, was sie miteinander anfangen sollen, wenn die Action einmal aussetzt; aber weil das kaum vorkommt, richtet es auch keinen größeren Schaden an. "Van Helsing" ist auch kein Film, bei dem man über Schauspieler sprechen müßte, allenfalls über Richard Roxburgh, der seinen Dracula wie einen heruntergekommenen Rockstar vom Schlage Alice Coopers anlegt und sich ebenso wie Kate Beckinsale einen harten Akzent zugelegt hat, den man in Hollywood wohl für irgendwie slawisch hält.

Aber die Bauten und Effekte sind wunderbar, auch wenn man auf all den Apparaten, Brücken, Schluchten und digitalisierten Fledermäusen ständig das Preisschild zu sehen glaubt: Zu Anfang schleudert es einen in eine Paris-Miniatur, wo Mr. Hyde, der aussieht wie das Monster aus "Shrek", von den Türmen von Notre-Dame herabstürzt, und Draculas Schloß und das Dorf zu seinen Füßen erinnern einen gerade heute daran, wie bedauernswert all die Menschen sind, die der EU noch nicht beitreten durften: ihnen geht's ein bißchen wie in Transsylvanien. Leider sieht man von den Bauten eher wenig. Die Schnittfrequenz ist hoch, sie geht mit dem Sichtbaren so verschwenderisch um wie der Film mit Kinozitaten. Van Helsing hat einen mönchischen Helfer wie William von Baskerville im "Namen der Rose", der zugleich ein prämoderner Q in der Waffenkammer des Vatikans ist, wo er eine Armbrust erfunden hat, die ihre Pfeile nach dem Prinzip eines Maschinengewehrs verschießt. Und so wie die Menschen unablässig zu Werwölfen oder Vampiren und wieder zurück mutieren, changiert Van Helsing dank seines Huts und seines niedrigen Pulses in Extremsituationen zwischen Indiana Jones und James Bond. Man sollte auch nicht zu genau hinschauen, wie denn nun Werwölfe, das Monster und Dracula genealogisch, mythologisch oder dramaturgisch verknüpft werden. Man fragt sich ja im Kinderzimmer auch nicht, wie all die Plastikritter in eine Legoeisenbahn kommen.

"Van Helsing" wirkt wie die digitale Wiedergeburt des frühen Kinos, das mehr mit Jahrmarkt, Vaudeville und magischem Theater zu tun hatte, als mit dem, was sich als klassischer Hollywoodstil etabliert hat. Es ist, wie die "Matrix"-Sequels oder der "Herr der Ringe", ein Kino der Attraktionen, die vor allem aus Spezialeffekten bestehen, zwischen denen kaum Zeit zum Luftholen bleibt. Dieses Kino ist außerdem, wie man so hübsch sagt, ziemlich selbstreferentiell, und vor lauter Liebe zu den alten Monstern wie Dracula und dessen von Amnesie geplagtem Jäger Van Helsing wird es ihnen ähnlich: Es hat kein Herz und keine Erinnerung.

Bei Van Helsings erster Begegnung mit Frankensteins Monster bricht dem armen Homunculus der Schädel entzwei. Man schaut in seinen Kopf, man schaut auf Drähte und Röhren - und sieht zugleich den Unterschied zu einem Zitatfetischisten wie Quentin Tarantino: Er erweckt seine Kinokreaturen zu neuem Leben, wo Stephen Sommers nur Untote zur letzten Unruhe bettet.

PETER KÖRTE.

"Van Helsing" ist ab Donnerstag im Kino zu sehen.

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