Die Mumie - Brendan Fraser,Rachel Weisz,John Hannah
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Die Entscheidung, den gleichnamigen Boris-Karloff-Horrorklassiker von 1932 aus den Archiven auszugraben und in ein neues familienfreundliches Zelluloid-Gewand mit aufwendigen Spezialeffekten zu schnüren, hat sich für das krisengeschüttelte Universal-Studio als Glücksgriff erwiesen. Am vergleichbar selben Wochenende wie der letztjährige Überraschungshit "Deep Impact" gestartet, konnte das humorvolle Actionabenteuer im Stile der "Indiana Jones"-Filme rekordbrechende 44,7 Mio. Dollar einspielen und die Sommer-Blockbustersaison würdig eröffnen.
Regisseur Stephen Sommers ("Das Dschungelbuch",
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Produktbeschreibung
Die Entscheidung, den gleichnamigen Boris-Karloff-Horrorklassiker von 1932 aus den Archiven auszugraben und in ein neues familienfreundliches Zelluloid-Gewand mit aufwendigen Spezialeffekten zu schnüren, hat sich für das krisengeschüttelte Universal-Studio als Glücksgriff erwiesen. Am vergleichbar selben Wochenende wie der letztjährige Überraschungshit "Deep Impact" gestartet, konnte das humorvolle Actionabenteuer im Stile der "Indiana Jones"-Filme rekordbrechende 44,7 Mio. Dollar einspielen und die Sommer-Blockbustersaison würdig eröffnen.

Regisseur Stephen Sommers ("Das Dschungelbuch", "Deep Rising"), der auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet, war deutlich daran gelegen, kurzweilige Unterhaltung für die ganze Familie zu bieten. Das düster-romantische Schockeroriginal dient nach gründlicher Entstaubung auch bestenfalls als Anlehnung an das prächtige Popcorn-Spektakel, das sich in knapp 120 Minuten entfaltet. Es wurde genau darauf geachtet, die von ILM kreierten Effekte nicht allzu furchterregend zu gestalten. Stattdessen wird beherzt im selben augenzwinkernd-selbstironischen Sand wie schon "Die Jäger des verlorenen Schatzes" (oder zuletzt "Die Maske des Zorro") gewühlt. Die Harrison Ford/Errol Flynn-Rolle des charmant-schlagfertigen Haudegens ging an den sympathischen Unschuldsbolzen Brendan Fraser, der mit "George, der aus dem Dschungel kam" eine generationsumspannende Fangemeinde gewinnen konnte. Er spielt hier äußerst passabel den wagemutigen Fremdenlegionärs-Offizier Rick O'Connell, der sich anno 1923 mit der bildhübschen Bibliothekarin Evelyn (Rachel Weisz aus "Amy Foster - Im Meer der Gefühle") und deren weichlichen Bruder (John Hannah) auf eine Expedition nach Hamunaptra, der ägyptischen Stadt der Toten, begibt. Wie der opulente Prolog offenbart, handelt es sich dabei um die letzte Ruhestätte des verwerflichen Hohepriesters Imhotep, der vor über 3000 Jahren für seinen Mord am Pharao lebendig begraben wurde. Es dauert auch nicht lange, bis die mordlustige Mumie neues Leben erlangt und sich mit den Körperteilen verschiedener Expeditionsmitglieder vom mit glitschig-grauen Fleischresten bedeckten Skelett zum garstigen Glatzkopf in Gestalt von Arnold Vosloo vollständig regeneriert. Er hat es auf Evelyn als Menschenopfer abgesehen, um seine tote Geliebte ebenfalls auferstehen lassen zu können. Seine Jagd auf die junge Maid eröffnet nun die Bühne für die eigentliche Attraktion des Films: die teils atemberaubenden, teils kitschigen - ab und an allzu offensichtlich als computergeneriert erkennbaren - Effekte (eine weitere Parallele zu "Deep Impact"). So veranlaßt Imhotep eine Heuschreckenplage, es hagelt Feuerbälle vom Himmel, und die Sonne verfinstert sich. Er wirbelt als spektakulär-schreckeinflößender Sandsturm über die weitreichende Wüstenlandschaft, ist der Herr fleischfressender Skarabäus-Käfer (die unter der Haut ihrer Opfer zu knabbern beginnen) und kommandiert eine finstere Armee von Zombies und Skelettsoldaten, daß selbst Sam Raimi seine wahre Freude hätte. Doch Rick und Freunde bieten ihm leichtherzig mit parodistischen Einlagen Paroli.

Gedreht wurde in Marokko, nicht unweit von der Location des ultimativen Wüstenepos "Lawrence von Arabien", dem zu Beginn mit einer explosiven Kampfszene zwischen Legionären und den Tuareg Hommage gezollt wird. Neben der majestätischen Wüstenlandschaft wird mit den beeindruckenden Bauten ansehnlicher Augenschmaus geboten. Insgesamt mag Sommers sich mit seiner etwas unzusammenhängenden Inszenierung zwar nicht gerade als neuer Spielberg empfehlen, doch die erquickliche Verblendung von Action, Abenteuer, Camp und Romantik wird es auch in Deutschland es mit links verstehen, ein breites Publikum um seinen mumifizierten Finger zu wickeln. ara.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Bonusmaterial

Audiokommentar, Entfallene Szenen, Featurettes, Foto-Montage, Trailer
  • Produktdetails
  • Anzahl: 1 DVD
  • Hersteller: Universal Pictures Video
  • Gesamtlaufzeit: 120 Min.
  • Erscheinungstermin: 3. Mai 2003
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Englisch
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Regionalcode: 2, 4
  • Bildformat: Widescreen
  • Tonformat: Dolby Digital 5.1/dts
  • EAN: 5050582008944
  • Artikelnr.: 20173307
Rezensionen
Erinnerungen an Indiana Jones werden wach angesichts von Stephen Sommers ("Das Dschungelbuch") wüstem Mix aus aus Abenteuer, Action, Camp und Romantik. Nicht der klassische Horror, sondern modernste Tricktechnik bestechen in diesem Leinwand-Hit, der augenzwinkernd Schrecken mit Ironie paart. Wacker schlägt sich Brendan Fraser ("George, der aus dem Dschungel kam") als Indy-Verschnitt durch dieses optische Feuerwerk, bei dem einem wahrhaft Hören und Sehen vergeht. Als typisches Family Entertainment konzipiert, wird diese Mumie auch die Videothekenkundschaft einwickeln.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
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