12,00 €
versandkostenfrei*

inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
0 °P sammeln

Bewertung von Haserl aus Bayern

Ja ja der Räuber Hotzenplotz. Mensch war das eine Kindheit.... schön. Wir Erwachsenen vergessen immer zu schnell, das wir auch einmal Kinder waren. Wenn ich dann solch ein Buch …


    Gebundenes Buch

42 Kundenbewertungen

Der Kinderbuch Klassiker von Otfried Preußler, für Kinder ab 6 Jahren mit schwarz-weißen Illustrationen.
Kasperl und sein Freund Seppel machen sich auf, den wilden Räuber Hotzenplotz zu fangen, der Großmutters Kaffeemühle gestohlen hat. Unglücklicherweise geraten sie dabei in die Hände des Räubers Hotzenplotz und des bösen Zauberers Petrosilius Zwackelmann, denn so einfach lassen Räuber sich nicht fangen. Werden es die beiden Freunde schaffen sich aus ihrer Gefangenschaft zu befreien?…mehr

Produktbeschreibung
Der Kinderbuch Klassiker von Otfried Preußler, für Kinder ab 6 Jahren mit schwarz-weißen Illustrationen.

Kasperl und sein Freund Seppel machen sich auf, den wilden Räuber Hotzenplotz zu fangen, der Großmutters Kaffeemühle gestohlen hat. Unglücklicherweise geraten sie dabei in die Hände des Räubers Hotzenplotz und des bösen Zauberers Petrosilius Zwackelmann, denn so einfach lassen Räuber sich nicht fangen. Werden es die beiden Freunde schaffen sich aus ihrer Gefangenschaft zu befreien?
  • Produktdetails
  • Räuber Hotzenplotz Bd.1
  • Verlag: Thienemann In Der Thienemann-Esslinger Verlag Gmbh
  • Artikelnr. des Verlages: 105903
  • 1962.
  • Seitenzahl: 128
  • Altersempfehlung: ab 6 Jahren
  • Erscheinungstermin: 22. Januar 2001
  • Deutsch
  • Abmessung: 213mm x 150mm x 18mm
  • Gewicht: 299g
  • ISBN-13: 9783522105903
  • ISBN-10: 3522105907
  • Artikelnr.: 00450215
Autorenporträt
Otfried Preußler, geb. am 20. Oktober 1923 in Reichenberg/Böhmen, kam nach dem Krieg und fünf Jahren hinter sowjetischem Stacheldraht nach Oberbayern. Er lebte mit seiner Familie in der Nähe von Rosenheim, war bis 1970 Volksschullehrer und widmete sich seither ausschließlich seiner literarischen Arbeit. Sich selbst mit Vorliebe als Geschichtenerzähler bezeichnend, gilt er heute als einer der namhaftesten und erfolgreichsten Autoren Deutschlands. Preußlers Kinder- und Jugendbücher haben inzwischen eine Gesamtauflage von über 40 Millionen Exemplaren erreicht und liegen in rund 260 fremdsprachigen Übersetzungen vor, seine Bühnenstücke zählen zu den meistgespielten Werken des zeitgenössischen Kindertheaters. Er starb am 18.02.2013 in Prien am Chiemsee.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 26.05.2018

Wenn Sie nicht stillhalten, Herr Hotzenplotz, geht es nicht!
Otfried Preußlers jüngste Tochter hat ein Theaterstück ihres Vaters zum Kinderbuch umgeschrieben - leider etwas mutlos

So eine Mondfahrt ist schon eine unruhige Sache: Als Seppel dem Räuber Hotzenplotz diesen sachdienlichen Hinweis gibt, ist der gefährlichste Halunke im ganzen Landkreis, gerade erst aus dem Spritzenhaus entwischt, schon wieder eingefangen. Er weiß es nur noch nicht. Stattdessen glaubt Hotzenplotz, gleich tatsächlich von Kasperl und Seppel auf den Mond geschossen zu werden.

Schließlich hatte er die beiden doch persönlich beim Streit ertappt, wer von ihnen in das selbstgebastelte Geschoss steigen und sich am Mond - der, wie jeder weiß, aus purem Silber ist - bereichern solle. Schließlich hatte er die beiden doch gezwungen, stattdessen ihm den seltsam an einen Kartoffelsack erinnernden Raumanzug überzuziehen, ihn zur Sicherheit festzuschnüren und - "stillhalten!" - in die enge Röhre zu stecken, auf der doch immerhin das Wort "Mondrakete" geschrieben steht. Jetzt wird der alte Räuber langsam ungehalten: Dass er sich nicht gerne "Hopsenklotz" oder "Rotzenkopf" nennen lässt, wissen alle Kinder, die je Otfried Preußlers Kinderbuch aus dem Jahr 1962 und die beiden Folgebände gelesen haben. Und diese alterslosen Klassiker zu lesen kann man jedem Kind nur wünschen. Im vergangenen Jahr war Susanne Preußler-Bitsch, die jüngste Tochter des im Februar 2013 gestorbenen Schriftstellers, auf ein Bühnenstück ihres Vaters gestoßen, ein kurzes Spiel um Hotzenplotz, Kasperl, Seppel und den Wachtmeister Dimpfelmoser, nach Aktenlage unveröffentlicht: Ihr war, jubelte der Thienemann-Verlag Anfang Mai, "sofort klar, welchen Schatz sie in den Händen hielt".

Man muss kein Kenner der Materie sein, um diese Einschätzung zu teilen: Einige unserer schönsten Kinderbücher stammen von dem 1923 in Böhmen geborenen Schriftsteller, und Hotzenplotz ist seine berühmteste Figur. Jetzt sollte sich die Gelegenheit bieten, die Backlist um ein neues "Original" zu ergänzen und den Räuber, unlängst erst in den Neuauflagen seiner Abenteuer koloriert, mit frischen Illustrationen in die Gegenwart zu holen.

Wenige Tage später versandte Thienemann einen Brief seiner Verlegerin: Die Geschichte finde sich doch schon in einem "Reader's Digest"-Band des Jahres 1969, schrieb Bärbel Dorweiler, dort wiederum sei auf eine Broschurreihe "Puppenspiele" aus dem Jahr 1967 als Ort der Erstveröffentlichung verwiesen: "Hatten wir etwas Entscheidendes übersehen?"Preußler, so schildert es seine Tochter, habe eigentlich auf allen Typoskripten deren Veröffentlichung vermerkt und seine Bibliographie akribisch geführt. Das Theaterstück habe sich ohne Vermerk in einem Ordner mit der Aufschrift "Ideen und Fragmente" gefunden. Es ist nicht dieser Irrtum, der das "erzählte Kasperltheater zwischen zwei Buchdeckeln" etwas matt erscheinen lässt, sondern die versuchte Gratwanderung zwischen Originalbehauptung und -treue auf der einen und der erforderlichen Ausschmückung und Ausweitung auf der anderen Seite.

Die gekonnt plazierten Interaktionsmomente des Kasperletheaterstücks mit dem kindlichen Publikum mussten entfallen. Stattdessen rahmt jetzt die Kochkunst der Großmutter, die im fünfzig Jahre alten Stück nicht vorkommt, die Handlung. Wenn es 1967 mit dem Gefangenen zur Post gehen soll, um Hotzenplotz, wenn schon nicht auf den Mond, dann doch immerhin dahin zu schicken, wo der Pfeffer wächst, geht es heutzutage lieber in die Kreisstadt ins Gefängnis. Das nimmt der Geschichte etwas Ruppigkeit - und ein Motiv vorweg, das in der Abfolge der drei bisherigen Bücher erst vorkommt, als Dimpfelmoser längst Oberwachtmeister ist. Bedauerlicher als diese kleinen Abänderungen ins Betuliche ist, dass Preußler-Bitsch eine selbstgeschaffene Gelegenheit auslässt, dem neuen Abenteuer Schwung zu geben: Ursprünglich sollen die zuschauenden Kinder Dimpfelmoser zur Hilfe rufen, sobald Hotzenplotz sicher verpackt ist. In der Buchfassung indes laden Kasperl und Seppel die Räuberrakete auf ihren altbekannten Handwagen und rumpeln mit ihm vor die Polizeiwache, während Hotzenplotz schimpft, er wolle befreit werden. Wie es klänge, wenn er die wilde Fahrt für den Raketenstart hielte, hätte wohl nur Otfried Preußler zu schreiben gewusst.

FRIDTJOF KÜCHEMANN

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
…mehr
Es gibt diese Mutter, die mir, nachdem sie den "Hotzenplotz" erworben hatte, ihn wenige Tage später zurückbrachte und mich sehr streng kritisierte: "Sie denken doch nicht im Ernst, dass ich diesen ollen Kram meinem Kind vorlese!". Doch ich denke das! Und ich denke das sogar mit allem Ernst, den Leseförderung erfordert. "Der Räuber Hotzenplotz" ist noch immer eine Perle der Kinderliteratur, eben weil er weder modisch, noch oberflächlich hohl, noch langweilig ist. Im Gegenteil: Er ist für kleine Kinder, die noch nicht vollkommen von technischen Medien verdorben sind, ein gigantisches Abenteuer, sprachlich und natürlich zum Thema "Wie kann man dafür sorgen, dass die Welt in Ordnung ist?". Sie ist nämlich nicht in Ordnung, nirgends und zu keiner Zeit. Und Räuber gibt es an jeder Ecke, das weiß jedes Kind, auch wenn Kinder von heute in der Regel weder eine Großmutter kennen, die in Ohnmacht fällt, noch eine leibhaftige Kaffeemühle, die deren ganzes Glück darstellt, weil sie beim Mahlen ihr Lieblingslied "Alles neu macht der Mai" spielt. Aber sie kennen Zauberer, und das sind all die Erwachsenen um sie herum, die Dinge tun, die sie noch nicht verstehen können. Aber sie haben eine Ahnung davon, wie herrlich es ist, diese großen Zauberer zu ärgern und zu verunsichern, so wie der Kasperl, der sich dumm stellt und einfach den wunderbaren Namen des Zauberers Petrosilius Zwackelmann nach allen Regeln der Kunst verwandelt: in Zwackelmann, Zeprodilius Wackelzahn, Reprozilius Fackelspan, und und und... Glücklicherweise weiß der Verlag, welche Schätze diese Texte von Otfried Preußler sind, und er hat die Illustrationen der Originalausgabe neu kolorieren lassen, und es ist ganz wunderbar, was dabei herausgekommen ist. Gabriele Hoffmann (Leanders Leseladen, Heidelberg)…mehr