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William Shakespeares Romeo und Julia in einer spannenden Hörspiel-Fassung für alle Generationen. Erleben Sie Shakespeares Tragödie von jungen Schauspielern im Original szenisch gelesen und mit Hörspielszenen lebhaft illustriert. Ein Erzähler führt durch die Handlung und erläutert das Werk. William Shakespeare (1564 - 1616) schuf mit Romeo und Julia eine bewegende Liebesgeschichte und dramatische Weltliteratur. Im italienischen Verona leben zwei verfeindete Familien, die Montagues und Capulets. Über Generationen hinweg liefern sie sich Straßenkämpfe und begehen Blutrache. Eines Abends begegnen…mehr

Produktbeschreibung
William Shakespeares Romeo und Julia in einer spannenden Hörspiel-Fassung für alle Generationen. Erleben Sie Shakespeares Tragödie von jungen Schauspielern im Original szenisch gelesen und mit Hörspielszenen lebhaft illustriert. Ein Erzähler führt durch die Handlung und erläutert das Werk.
William Shakespeare (1564 - 1616) schuf mit Romeo und Julia eine bewegende Liebesgeschichte und dramatische Weltliteratur.
Im italienischen Verona leben zwei verfeindete Familien, die Montagues und Capulets. Über Generationen hinweg liefern sie sich Straßenkämpfe und begehen Blutrache. Eines Abends begegnen sich Romeo und Julia auf einem Fest zum ersten Mal und verlieben sich ineinander. Doch Verzweiflung kommt auf, als beide feststellen, dass der Andere der verfeindeten Familien angehört. Sie beschließen, ihre Liebesbeziehung geheim zu halten und bitten einen befreundeten Mönch um Hilfe. Er traut sie, weil er hofft, dass so der jahrelange Konflikt der verfeindeten Familien gelöst wird. Nach einem Streit mit Romeos Freund Mercutio, tötet Tybalt diesen. Romeo rächt sich und ersticht seinerseits Tybalt, den Neffen der Gräfin Capulet. Die tragische Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf.
Autorenporträt
William Shakespeare (1564-1616) gilt als einer der größten Dichter und Dramatiker der Weltgeschichte. Er verfasste zahlreiche Dramen, Tragödien, Komödien und Gedichte, mit denen er schon zu Lebzeiten Anerkennung und Wohlstand errang. Aber erst in den folgenden Jahrhunderten wurde er zum Prototypen des literarischen Genies, ohne den die Entwicklung der neueren Literatur von Goethe über Brecht bis in die Gegenwart hinein undenkbar ist.
Trackliste
CD
1Einführung00:02:13
2Prolog00:00:39
3Erste Szene. Ein öffentlicher Platz00:05:28
4Dritte Szene. Ein Zimmer in Capulets Haus. Gräfin Capulet und die Wärterin00:02:51
5Vierte Szene. Eine Straße. Romeo, Mercutio, Benvolio, mit fünf oder sechs Masken, Fackeltrögern und anderen00:01:35
6Fünfte Szene. Ein Saal in Capultes Hause. Musikanten, Bediente Kommen00:03:17
7Zweite Szene. Capulets Garten. Romeo kommt.00:09:27
8Dritte Szene. Ein Klostergarten. Bruder Lorenzo kommt mit einem Körbchen00:03:34
9Vierte Szene. Eine Straße. Benvolio und Mercutio kommen00:02:41
10Fünfte Szene. Capulets Garten. Julia erscheint00:03:21
11Sechste Szene. Bruder Lorenzos Zelle. Lorenzo und Romeo00:01:36
12Erste Szene. Ein öffentlicher Platz00:02:49
13Zweite Szene. Ein Zimme in Capulets Haus. Julia erscheint00:04:25
14Dritte Szene. Bruder Lorenzos Zelle. Lorenzo und Romeo kommen00:05:50
15Fünfte Szene. Galerie vor Julias Zimmer mit Blick auf den Garten. Romeo und Julia00:06:33
16Erste Szene. Bruder Lorenzos Zelle00:04:15
17Dritte Szene. Juliens Kammer00:02:02
18Fünfte Szene. Juliens Kammer. Julia auf dem Bette. Die Wärterin kommt00:01:01
19Erste Szene. Mantua. Eine Straße. Romeo erscheint00:02:44
20Zweite Szene. Verona. Lorenzos Zelle00:00:40
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Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 25.04.2013

Verlorene
Liebesmüh?
Shakespeare-Übersetzer Frank Günther und der Brand
William Shakespeare und Brand-Katastrophen gehören offenbar zusammen. 1613, drei Jahre vor seinem Tod, brannte das Londoner Globe Theatre, dessen Miteigentümer er war, vollständig ab, und zwar, wie es die Ironie des Schicksals wollte, während einer Vorstellung von „Heinrich VIII.“. Das Feuer war ein schwerer Schlag für Shakespeare und seine Truppe, die von einem Tag auf den anderen ihre Spielstätte und damit ihre Einnahmequelle verloren hatten. Ein Jahr später wurde das Theater zwar wieder aufgebaut, aber Shakespeare war nicht mehr dabei. Er hatte seine Anteile an die Kollegen verkauft. Offenbar fühlte er sich zu alt, um noch einmal neu anzufangen. „Aber“, sagt Frank Günther, „man müsste es ihm ja nicht nachmachen“.
  Seit den Siebzigerjahren übersetzt Günther, geboren 1947, Shakespeares Gesamtwerk ins Deutsche. Angefangen hat dieses Mammutprojekt ganz harmlos, als er, damals noch Regisseur, „Viel Lärm um nichts“ in Angriff nahm, eine Auftragsarbeit, die der studierte Anglist mit Gewalt und einer gehörigen Portion Naivität in zwei Wochen durchpeitschte. Gut dreißig Jahre später ist eine Lebensleistung daraus geworden: Ende 2015 soll endlich der letzte der auf 39 Bände angelegten Ausgabe herauskommen, von denen 34 bereits erschienen sind, damit die Edition rechtzeitig zu Shakespeares 400. Todestag komplett vorliegt.
  Günther wäre dann der erste, der den ganzen Shakespeare allein ins Deutsche übersetzt hat. Seine Übertragungen werden als Taschenbücher bei DTV verlegt und in einer aufwendig ausgestatteten bibliophilen Ausgabe bei ars vivendi in Cadolzburg, einem kleinen Verlag, der mit ungeheurem Idealismus ein großes Werk zu seiner Sache gemacht hat.
  Frank Günther wirkt im Gespräch mit der SZ erstaunlich gefasst, wenn man bedenkt, dass bei dem Lagerbrand in der Nähe von Leipzig sein Lebenswerk in Flammen aufgegangen ist. Von 22 Bänden der Ausgabe ist fast der gesamte Bestand betroffen, allerdings unterschiedlich schwer. Rund fünfzig Prozent sind durch Feuer, Löschwasser und Ruß unbrauchbar geworden, ein anderer Teil der Auflage „stinkt nur“, so Günther. Dieser kontaminierte Restbestand, dessen Umfang noch unklar ist, kann eventuell durch entsprechende chemische Aufbereitung noch gerettet werden. Auf 1,2 Millionen Euro beläuft sich der gesamte Schaden.
  „Ich bin jetzt 65“, sagt Frank Günther mit Galgenhumor, „die Krebswerte steigen“, und sein Alkoholkonsum habe seit der Nachricht erkennbar zugenommen. Aber sich zu motivieren, am große Shakespeare-Buch weiter zu schreiben, das im nächsten Jahr bei DTV geplant ist, falle ihm gerade nicht ganz leicht. Andererseits sei die Günthersche Shakespeare-Ausgabe ja nicht aus der Welt, „die Subskriptionsexemplare sind ausgeliefert und die öffentlichen Bibliotheken bestückt. Jetzt kommt alles darauf an, dass die Versicherung einspringt und den Schaden reguliert.“ Denn aus eigener Kraft könne ein so kleiner Verlag wie ars vivendi den Nachdruck nicht stemmen.
  Laut ars vivendi -Verleger Norbert Treuheit habe die Allianz die Deckung zugesagt, „aber nur wenn die Versicherung zeitnah überweist“, sagt er gegenüber der SZ, „können wir unseren Zeitplan einhalten und nachproduzieren“. Insgesamt 191 Titel seines Verlages sind betroffen. Als ihn vor zwei Wochen die Nachricht erreichte, sei er, so Treuheit, erst mal in Schockstarre verfallen. „Aber wir sind Kämpfer“, und deshalb werde er alles tun, damit die Shakespeare-Ausgabe zum Jubiläum, auf das sie gezirkelt ist, vollständig vorliegt.
  Aber selbst wenn alles gut geht, steht dem Verleger eine Heidenarbeit bevor: „Wir müssen erneut die verschiedenen Fassungen zusammentragen und die Korrekturen abgleichen“, denn Druckvorlagen in dem Sinne gebe es schließlich heutzutage nicht mehr. So wirkt sich die Digitalisierung, die dem gedruckten Buch ohnehin zusetzt, in diesem Fall mit doppelter Härte aus. Besonders schwer sei der Schlag für ihn gewesen, sagt Norbert Treuheit noch, weil das Projekt schon in der Vergangenheit zwei Rückschläge verkraften musste. Krankheitsbedingt war der Abschluss der Edition mehrmals verschoben worden, sie stand bereits kurz vor dem Scheitern. Nachdem 2014, der 450. Geburtstag Shakespeares, als Termin nicht zu halten war, wäre eine neuerliche Verzögerung fatal.
  Im Gegensatz zu Shakespeare, der vor dem Feuer kapitulierte, wollen seine deutschen Sachwalter standhaft bleiben. Kein zweites Mal soll er seine Bühne verlieren, zumindest nicht seine verlegerische bei ars vivendi.
CHRISTOPHER SCHMIDT
Frank Günther in seinem Haus in Rot an der Rot bei Biberach.
FOTO: ARS VIVENDI
  
  
William Shakespeare:
Romeo und Julia.
Aus dem Englischen von Frank Günther. Band 5
der Gesamtausgabe.
Verlag ars vivendi,
Cadolzburg, 1. Auflage 2000. 296 Seiten, 30 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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