Krimitipp, S.T. Abby, „Secret – Du sollst mich fürchten“
„The Mindf*ck-Series“, so nennt S.T. Abby alias C.M. Owens ihre supererfolgreiche, in vielen Ländern der Welt bereits gefeierte Reihe. Thromance-Fans hierzulande können nun auch mitreden, denn endlich erscheint die Reihe auch auf Deutsch. Band 1, „Secret – Du sollst mich fürchten“, und Band 2, „Blood – Du sollst bereuen“, kommen zeitgleich auf den Markt. Im August geht es dann weiter mit der Liebesgeschichte um eine Serienkillerin und einen FBI-Profiler. Wir widmen uns hier Band 1 – und so geht es los.
Vor zehn Jahren hatte Lana Myers noch einen anderen Namen und sah auch völlig anders aus. Damals wurde sie Opfer eines grausamen Verbrechens. Heute hat sie eine neue Identität. Und sie rächt sich an den Tätern von damals – alles Männer aus ihrer Heimatstadt Delaney Grove. Ein Kaff, in dem jeder jeden kennt. Lana ist eine der meistgesuchten Serienkillerinnen der USA. Doch niemand weiß, dass hinter den furchtbaren Morden eine Frau steckt. Das FBI tappt im Dunkeln, und Lana arbeitet weiter ihre Liste ab. Nun ist Ben an der Reihe.
Die Killerin und der Profiler
Bevor sie sich Ben widmet, sitzt sie in einem Café und wird von einem penetrant-arroganten Typen angebaggert. Craig heißt er. Klar, sie lässt ihn abblitzen, er zieht verärgert ab und setzt sich wieder zu seinem Kollegen. Das vermutet Lana jedenfalls. Sie ist ziemlich gut im „Profiling“, also im Lesen von Situationen und Menschen. Als Lana bezahlen will, erfährt sie von der Bedienung, dass sie von besagtem Kollegen eingeladen wurde. Er bedanke sich für die Show, lässt er ausrichten. Lana will sich aber auf keinen Fall einladen lassen und erwischt den Mann noch auf dem Parkplatz. Logan Bennett heißt er und ist ein richtig guter Profiler. Er trifft Lana mit seiner Analyse ihres Auftritts mitten ins Herz. Eigentlich darf sie das nicht zulassen. Sie will, sie muss kalt bleiben …
Logan arbeitet beim FBI als Profiler, sein Spezialgebiet: Serienkiller. Der nervige Kollege Craig ist übrigens Pressesprecher der Bundesbehörde. Die erste Begegnung zwischen Lana und Logan hatte es also in sich. Doch nun widmet sich Lana erst einmal ihrem neuen Opfer: Ben. Alle glauben, ein großer schwerer Mann sei der Täter – denn Lana trägt bei den Morden riesige Männerstiefel und mit Steinen beladene Rucksäcke. Sie handelt überlegt, und sie hat einen loyalen Helfer an ihrer Seite: Jake, Lanas „guter bester Freund“. Er hilft ihr dabei, die Routinen der Opfer auszuspionieren und Hindernisse wie Alarmanlagen aus dem Weg zu räumen. Und Jake hat seine eigenen Gründe dafür, Lanas Rachefeldzug zu unterstützen …
Keine Gnade
Ben steht unter der Dusche, als Lana die Treppe zu ihm hochsteigt. Als Ben Lana zuletzt sah, war sie 16. Nach zehn Operationen und zehn Jahren erkennt Ben Lana nicht mehr. Erst ihre Frage „Lust zu spielen?“ bringt seine Erinnerung auf Trab. Doch er kann nicht fassen, dass sie es ist. Denn alle glaubten damals, sie sei tot. Doch Lana hat überlebt, und nun muss Ben büßen. Als Lana fertig ist mit Ben – drei Tage später –, fehlen ihm drei Pfund Fleisch, darunter auch sein Penis. Lana glaubt nicht an Gnade. Sie will ihn leiden sehen. „Er wird betteln und flehen. Er wird beten, ohnmächtig zu werden. Aber er wird alles spüren. Genauso wie wir damals.“
Als das FBI am Tatort eintrifft, sind die Wände mit dem Blut von Ben bemalt. Mit am Tatort: Logan Bennett. Dass alle bis dahin fünf Opfer aus demselben Ort stammen, lässt ihn eine Theorie über einen möglicherweise schwulen Täter aufstellen. Denn warum hasst jemand einen ganzen Ort, will Rache üben? Aus enttäuschter Liebe? Was steckt hinter diesen grausamen und langsamen Hinrichtungen? Lana agiert hierbei absolut kalt. So kalt, wie sie es auch gern Logan Bennett gegenüber wäre. Doch das gelingt ihr einfach nicht.
Ein Fest für Thromance-Fans
Auch Logan ist hin und weg von Lana. Zumal sie, wie er sagt, „schön, schlau, frech, witzig“ ist und nichts gegen seine abgefahrenen Arbeitszeiten hat. Auch wenn er mal ein Treffen absagen muss, geht sie damit locker um und macht ihm keine Szene. Zu schön, um wahr zu sein.
Die Story bietet wirklich alles, was Thromance-Fans lieben: Hochspannung, Erotik, Romance – und natürlich Lanas Liste, die sie weiter grausam und hocheffektiv abarbeitet. Tyler ist der nächste Kandidat. Band 1, „Secret – Du sollst mich fürchten“ nimmt also kräftig Fahrt auf und endet mit einem so fiesen Cliffhanger, dass klar ist: Band 2 (der zeitgleich erscheint) muss sofort gelesen werden!
GLOSSAR
LANA MYERS
Grüne Augen, attraktiv und eine 1,64 Meter große Kampfmaschine. Das ist Lana Myers. Vor zehn Jahren hieß sie noch anders, sah anders aus. Dann wurde sie eine andere, durch ein grausames Verbrechen. Heute lebt sie zurückgezogen und abgeschottet. Bis sie auf Agent Logan Bennett trifft. Sein Kommentar zu ihrem Klamottenstil: „Boho-Chic, Komfort ist dir wichtiger als Äußerlichkeiten.“ Außerdem wirkt sie, so Logan, auf den ersten Blick so, als hätte sie keinen Bock auf Männer.
Aber natürlich ist Logan der Mann für mindestens den zweiten Blick, und der verrät ihm, dass Lana nur sehr wenige Menschen an sich heranlässt. Vertrauen muss man sich bei ihr erarbeiten. Das schützt sie vor Verletzungen. Denn davon hat Lana schon genug erlebt. Logan weiß all das nicht, aber dass sie einsam ist, das spürt er. Dass Logan „ein lang erloschenes Licht“ in Lana entzündet hat, verwirrt und beglückt sie gleichermaßen. So fühlt sie sich weniger als „Monster“. Zwar hat sie damals überlebt, gestorben sind andere – und doch fühlt sie sich seitdem wie tot. Bis sie Logan trifft ...
LOGAN BENNETT
Logan ist 29 Jahre alt und eigentlich mit seiner Arbeit beim FBI verheiratet. Seine unglaubliche Intuition und eine profunde Ausbildung machen ihn zu einem herausragenden Profiler. Dass Logan auch noch gut aussieht mit seinen vollen Lippen, dem zerzausten dunkelblonden Haar, seinen „sanften blauen Augen“ und dem markanten Kinn – geschenkt. Für Lana wirkt er bei ihrer ersten Begegnung „gleichzeitig erbittert und behutsam“, was sie ziemlich aus dem Gleichgewicht bringt. Logans Motto: „Das Leben ist scheiße, und am Ende stirbt man. Also kann man es genauso gut genießen, solange es noch geht.“ Wie Logan zum FBI kam? Er wurde schon im College rekrutiert und machte dank seiner Gaben schnell Karriere. Beziehungstechnisch sind sowohl sein Job beim FBI mit unorthodoxen Arbeitszeiten als auch seine Intuition echte Killer.
Logans Erfahrung: Viele Frauen wollen sich nicht von ihm erklären lassen, wie sie sich fühlen. Sie wollen lieber von sich aus über ihre Gefühle sprechen. Doch Logan kann einfach nicht anders, er muss andere analysieren. Ein merkwürdiger Charakterzug, wie er selbst weiß. Ob er auch irgendwann hinter Lanas Geheimnisse kommen wird?