Moscheen, Wein und böse Geister - Ibn Naqiya
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Die "Verwandlungen" des Ibn Naqiya sind ein ungehobener Schatz der arabischen Literatur. Nur durch Glück hat sich eine einzige Handschrift der anstößigen, alle Konventionen aufs Korn nehmenden Erzählungen über die Jahrhunderte erhalten. Erstmals aus dem Arabischen übersetzt, entfalten die Geschichten auch für heutige Leser ihren subversiven Charme.
Bagdad war im 11. Jahrhundert vielleicht die wichtigste, sicher aber die interessanteste Stadt der Welt, bevölkert von Theologen, Philosophen und Freigeistern, Künstlern und Kaufleuten, Söldnern und Banditen. In diesem Milieu spielen die zehn
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Produktbeschreibung
Die "Verwandlungen" des Ibn Naqiya sind ein ungehobener Schatz der arabischen Literatur. Nur durch Glück hat sich eine einzige Handschrift der anstößigen, alle Konventionen aufs Korn nehmenden Erzählungen über die Jahrhunderte erhalten. Erstmals aus dem Arabischen übersetzt, entfalten die Geschichten auch für heutige Leser ihren subversiven Charme.

Bagdad war im 11. Jahrhundert vielleicht die wichtigste, sicher aber die interessanteste Stadt der Welt, bevölkert von Theologen, Philosophen und Freigeistern, Künstlern und Kaufleuten, Söldnern und Banditen. In diesem Milieu spielen die zehn zwischen Derbheit, Posse und Raffinement changierenden Episoden des Bagdader Schriftstellers Ibn Naqiya (1020 - 1092). In ihrem Mittelpunkt steht der listenreiche al-Yaschkuri, der sich mithilfe seines Sprachwitzes, seiner Verschlagenheit und seiner stets neuen Verwandlungen durch eine unwirtliche Welt schlägt. Verkleidet als Bettler oder Prediger, als frommer Moscheebesucher, Gelehrter oder Prophet zieht er durch die Lande und meistert pfiffig und unverschämt die Herausforderungen des (Über-)Lebens.
  • Produktdetails
  • Neue Orientalische Bibliothek
  • Verlag: Beck
  • Seitenzahl: 140
  • Erscheinungstermin: 18. Juli 2019
  • Deutsch
  • Abmessung: 208mm x 131mm x 17mm
  • Gewicht: 226g
  • ISBN-13: 9783406739446
  • ISBN-10: 340673944X
  • Artikelnr.: 56008104
Autorenporträt
Stefan Wild Professor em. für Semitische Philologie und Islamwissenschaft an der Universität Bonn, gehört zu den besten Kennern der klassischen arabischen Literatur. Für sein wissenschaftliches Lebenswerk wurde er mit dem Preis der Helga und Edzard Reuter-Stiftung ausgezeichnet.
Inhaltsangabe
INHALT

Vorwort

Einleitung: Ibn Naqiya und seine Zeit

1. Der Schauplatz: Bagdad im elften Jahrhundert
2. Der Verfasser: Ibn Naqiya
Das Buch der Perlen über die Vergleiche im Koran
Das Buch Tha?lab

3. Das Genre der Makamen
Standreden gegen die Mächtigen 25
Hamadhani, Hariri und Harizi: Europäische Nachbildungen der Makamen des Hariri

4. Ibn Naqiyas Makamen und ihre Themen
Subversive Kunst
Der Skandaldichter Abu Nuwas als Vorbild
Lob des Weins
Schmähungen und Gegenschmähungen
Sexualität und Homoerotik
Toleranz der Ambiguität
Verbotene Musik
Neuzeitliche Makamen-Kritik an Ibn Naqiya und seinem Vorgänger

5. Überlieferung und Übersetzung

Ibn Naqiya: Die Verwandlungen

Vorwort des Ibn Naqiya
1. Die Eidechsen-Makame
2. Die Grabräuber-Makame
3. Die Moscheen-Makame
4. Die Bagdad-Makame
5. Die Herbst-Makame
6. Die Materialisten-Makame
7. Die Dichter-Makame
8. Die Dschinnen-Makame
9. Die Wein-Makame
10. Die Propheten-Makame

Anhang
Anmerkungen zur Einleitung
Literatur
Rezensionen
"Eine Lektüre, amüsant und lehrreich zugleich, die großes Gefallen findet. Dank dem Herausgeber für die Mühe." Deutsch-Arabische Gesellschaft, Helga Walter-Joswig "Stefan Wild bringt eines der schillerndsten Werke der klassischen arabischen Dichtkunst in federleichtes Deutsch und führt zugleich wie nebenher in eine Kultur ein, die beispielhaft fromm und empörend frivol sein konnte - am selben Ort, zur selben Zeit, im selben Buch." Navid Kermani