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"Wenn ich im Elysium wäre und man mir sagte, da links stehen Goethe und Schiller, rechts Haydn, Beethoven, Mozart, ich würde nicht links, sondern rechts gehen und Worte der Liebe und des Dankes finden", bekannte einmal der grosse Baselbieter Dichter Carl Spitteler.
Die Musik war diesem Dichter alles andere als gleichgültig, und er tritt uns in seinen Schriften als ihr engagierter Anwalt entgegen: mit grosser Sachkenntnis und einer Sprache voller Witz und Innigkeit. Nicht nur als Musikkritiker hatte Spitteler Gelegenheit, sich zu allen möglichen Aspekten zu äussern, auch in seinem…mehr

Produktbeschreibung
"Wenn ich im Elysium wäre und man mir sagte, da links stehen Goethe und Schiller, rechts Haydn, Beethoven, Mozart, ich würde nicht links, sondern rechts gehen und Worte der Liebe und des Dankes finden", bekannte einmal der grosse Baselbieter Dichter Carl Spitteler.

Die Musik war diesem Dichter alles andere als gleichgültig, und er tritt uns in seinen Schriften als ihr engagierter Anwalt entgegen: mit grosser Sachkenntnis und einer Sprache voller Witz und Innigkeit. Nicht nur als Musikkritiker hatte Spitteler Gelegenheit, sich zu allen möglichen Aspekten zu äussern, auch in seinem dichterischen Werk taucht dann und wann die Musik auf, und schliesslich erfahren wir in den autobiographischen Schriften viel über den wachen, emotionalen und ergriffenen Hörer Spitteler - und darüberhinaus über den genialen Vermittler, der für musikalische Zusammenhänge weitab vom Fachjargon treffende Bilder findet und seine Leserinnen und Leser in Bann schlägt.

Aus der Fundgrube von Spittelers Schaffen hat Andreas Wernli die schönsten und wichtigsten Beiträge zusammengestellt.
Autorenporträt
Spitteler, Carl
Carl Spitteler wurde 1845 in Liestal (Kanton Basel-Landschaft) geboren. Nach dem Studium der Geschichte bei Jacob Burckhardt und der evangelischen Theologie wirkte er als Privatlehrer zuerst in Russland und Finnland, dann in der Schweiz. Nach verschiedenen journalistischen Tätigkeiten (u.a. bei Der Bund und Neue Zürcher Zeitung) lebte er seit 1892 als freier Schriftsteller in Luzern, wo er 1924 hochgeehrt starb. Neben seinem schriftstellerischen Wirken nahm Spitteler auch mit kunst- und kulturkritischer Publizistik zur Zeitgeschichte Stellung. Seine radikale Neutralitätsrede Unser Schweizer Standpunkt erregte 1914 grosses Aufsehen. 1919 wurde Spitteler für sein Hauptwerk Olympischer Frühling mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet.

Wernli, Andreas
Andreas Wernli, Dr. phil., hat Musiktheorie und Musikwissenschaft in Zürich studiert, war dort Dozent an Universität, Konservatorium und Musikhochschule und leitete während mehrerer Jahre die Musikabteilung von Schweizer Radio DRS. Seit den neunziger Jahren ist er als freischaffender Musikwissenschaftler und Kulturmanager in Basel tätig.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

"Längst vergriffene" musikalische Essays Spittelers, Fred Sallenbachs und Adolf Krügers Untersuchungen über dessen Musikprosa und journalistische Texte hat Herausgeber Andreas Wernli für diesen Band wieder ausgegraben gewidmet, berichtet Jean-Jacques Dünki. Er findet Spittelers musikalische Einsichten "bestürzend modern", auch wenn man sein "elitäres Denken" ein wenig belächeln könne - etwa wenn dieser seine Tante zitiert, die ihm das Klavierspielen mit den Worten beibringt: "Fingerübungen, das ist bloß etwas für den musikalischen Pöbel; geniale Menschen fangen mit Bach an."

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