Benutzer
Benutzername: 
harakiri
Wohnort: 
Ostalb
Buchflüsterer: 

Bewertungen

Insgesamt 1196 Bewertungen
Bewertung vom 01.01.2026
Schneider, Anna

Grenzfall - Ihr Grab in den Fluten / Jahn und Krammer ermitteln Bd.6 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Seit Beginn an bin ich ein Fan der Grenzfall-Reihe und wurde auch bei diesem neuen Fall nicht enttäuscht.
Ein großes Unwetter über den Deutschen Alpen sorgt für Panik. Und nicht nur bei den von der Überflutung Betroffenen. Dann findet Alexa einen Toten, der nicht dem Unwetter geschuldet ist. Und tritt eine Lawine an Ereignissen los. Gleichzeitig wird auf der österreichischen Alpenseite Bernhard Krammer zu einem Fall gerufen, bei dem ein Geschwisterpaar vermisst wird. Und er sorgt sich um Alexa…
Bereits zum 6. Mal ermitteln Krammer und Jahn parallel, bzw. gemeinsam. Der Band ist, wie alle Bände dieser Reihe, in sich abgeschlossen. Mehr Spaß macht es, wegen der Familienzusammenhänge, aber, wenn man die Vorgängerbände auch kennt.
Anna Schneider baut ihren neuen Band nach bewährtem Muster auf: Die Erzählung wechselt zwischen beiden Ermittlern ab und einige Kapitel in kursiver Schrift lassen den Leser noch tiefer in die Vorgeschichte eintauchen. Diese Vorgehensweise erhöht die Spannung noch zusätzlich. Zusätzlich sorgt Schneiders flüssige und anschauliche Schreibweise dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag.
In „Ihr Grab in den Fluten“ verarbeitet Schneider die Flutkatastrophe im Ahrtal vor einigen Jahren. Ihr Roman ist fiktiv, enthält dennoch prägende Erlebnisse. Zudem hat mich ein weiteres Element zutiefst schockiert. Schneiders neuer Fall ist nichts für schwache Nerven.
Fazit: wieder ein 5-Sterne-Buch und ich freue mich auf den nächsten Fall, der bereits fürs Frühjahr 2027 angekündigt ist.

Bewertung vom 31.12.2025
Jensen, Jens Henrik

Oxen. Interregnum


ausgezeichnet

„Mehr Geduld“
Mit diesem kleinen Zitat beginne ich meine Rezension zu Oxen – Interregnum. Geduld braucht es aber in diesem Band auf keinen Fall. Denn die Handlung startet dramatisch, bleibt dramatisch und endet dramatisch. Und spannend.
Die Story beginnt mit dem Mord an einem Politiker und fast zeitgleich werden zwei IT-Studenten ermordet. Diese beiden Stränge laufen parallel ab und sorgen durch den Wechsel zusätzlich für Spannung. Irgendwann laufen diese beiden Stränge zusammen und führen unweigerlich zum Showdown.
Jensens Charaktere sind wieder überaus klug gezeichnet. Hier sticht vor allem Dajana Djovic hervor – die hat mir persönlich sehr gut gefallen. Und auch Oxens persönlichen Kampf fand ich mehr als klasse gemacht. Mossmann, Franck und Oxen sind einfach ein unschlagbares Team. Und das müssen sie auch sein, wenn sie die Neubildung des Danehofs verhindern wollen. Schwierig nur, wenn einem ein scheinbar übermächtiger Gegner gegenübersteht. Und gerade das macht die Spannung und die Dramatik der Handlung aus. Auch wenn die Handlung teilweise auf der Stelle trat und minimale Längen hatte, konnte sie mich voll überzeugen und mitreißen.
115 Kapitel, fast 600 Seiten und ein Schreibstil, der das Wort „Hut ab“ mehr als verdient.
Fazit: Interregnum ist ein Buch, das man nicht zur Seite legen kann. Mit jeder Seite hofft man, bald das Ende zu erreichen, um zu erfahren, wie es ausgeht, ist aber dennoch mit jeder Seite traurig, dass das Buch bald endet.

Bewertung vom 29.12.2025
Cross, Ethan

Im Labyrinth der Furcht


gut

Der Band beginnt direkt im Anschluss an den Vorgänger „Im Labyrinth der Rache“ und man sollte diesen gelesen haben, damit man die Zusammenhänge versteht.
Ackerman und seine Familie befinden sich in den Händen des Hüters. Gleichzeitig verfolgt Nadja Shirazi ein Täter-Duo, das sich „Der Präparator“ nennt.
So weit, so gut. Und eigentlich bietet dieses Szenario viel Raum für einen tollen, aufregenden Krimi. Den ich leider nicht fand. Ich mag Ackerman und seine Schläue, die ging hier aber völlig unter. Die Handlung driftete in weiten Teilen zu dem – für mich unwichtigen – Teil mit Willard und Leon ab. Zudem sorgte das Geschwafel des Hüters für zusätzliche Gähn-Faktoren.
Dabei startete das Buch durchaus spannend und ich war gespannt, wie sich Ackerman wohl aus dieser Situation befreien kann. Denn hey, das hier ist Ackerman, der sich überall herauswindet. Und das passende Werkzeug hatte er ja auch schon bald im Mund. Was sich dann aber abspielte konnte mich nicht überzeugen.
Dabei ist Cross‘ Schreibstil wie gewohnt mitreißend und locker. Er kombiniert tolle Ideen mit spannenden Momenten und in zwei getrennten Büchern (die Konservatoren als eigenständiges Buch) hätte es auch für mich wunderbar funktioniert.
Fazit: Für mich ist dieser Teil ein Übergangsteil zum dritten Band, den man nicht gebraucht hätte.

Bewertung vom 20.12.2025
Fast, Brooke

To Cage a Wild Bird


ausgezeichnet

Endlich mal wieder eine gute Dystopie lesen – und ich wurde bei „To cage a wild bird“ fündig.
Tolle Charaktere, eine rasante Handlung und eine scheinbar unlösbare Aufgabe. Diese Dinge machen den Debutroman der Autorin aus. Bereits auf den ersten Seiten ist man gefangen und mag das Buch nicht aus der Hand legen. Kleinere Logikfehler (wie können sich die Charaktere immer so unbeobachtet im Gefängnis aufhalten? – und wie schafft es jemand, gewisse Gegenstände in selbiges zu bringen?) stören nicht weiter beim Genuss der Lektüre. Ich habe mich sehr wohlgefühlt und fiebere jetzt dem zweiten Band entgegen.
Fazit: eine tolle Handlung, sehr gut geschrieben. Weiter so!

Bewertung vom 20.12.2025
Blake, Matthew

Sophie L. (eBook, ePUB)


gut

Sophie oder Josephine?
In den Wirren der Nachkriegstage kommt es zu einem verhängnisvollen Todesfall in einem Hotel in Paris.
Viele Jahre später taucht eine verwirrte Frau in dem Hotel auf und behauptet, sie sei nicht Josephine, sondern Sophie und sie habe Josephine getötet. Was stimmt noch? Die Enkelin der Frau begibt sich nach Paris und versucht, das Geheimnis zu lösen.
Anna O fand ich ganz stark und ich hatte gehofft, dass der Autor an seinen Erfolg anknüpft. Leider ist ihm das – für mich – nicht so ganz gelungen. Über weite Strecken fand ich die Handlung etwas langatmig. Und der Aufbau war auch nicht meins. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit war noch ok, aber dann wird in der Gegenwart noch ein Jahr zurückgeschaut und zusätzlich erscheint noch ein Auftragsmörder in neuen Kapiteln, das war mir dann zu viel hin und her. Olivias Geheimnis wurde groß aufgebauscht und dann lapidar kurz aufgeklärt. Auch die Story mit dem Museum klang irgendwie hölzern und konstruiert.
Das Ende war dann aber gut, hier habe ich mich gut aufgehoben gefühlt. Die Aufklärung war etwas überraschend, was ich immer sehr gerne mag.
Fazit: Sophie L ist ein Buch, das man lesen kann, aber nicht muss.

Bewertung vom 14.12.2025
Motte, Anders de la

Rostiges Grab


ausgezeichnet

Selten gibt es Bücher, die man nicht aus der Hand legen kann. Rostiges Grab ist aber definitiv eins davon, ich habe es an einem Tag durchgesuchtet.
Rostiges Grab ist der dritte Fall für Leo Asker und ihre Spezialeinheit für verlorene Seelen. Bereits der Prolog vermag zu fesseln und diese Spannung zieht sich durch das ganze Buch bis zur letzten Seite. Anders de la Motte gelingt es meisterhaft, Spannung zu erzeugen, indem er den Fall auf mehreren Ebenen entwickelt und in mehreren Perspektiven erzählt. So bleibt die Spannung hoch.
Der Schreibstil ist mitreißend und rasant und die Charaktere, vor allem Asker und Hill, sehr sympathisch. Aber auch das „Graumädchen“, das eigene Kapitel bekommt, konnte mich überzeugen. Vor allem die Auflösung dahinter fand ich sehr gut gemacht.
Man kann dieses Buch unabhängig von den Vorgängerbänden lesen, spätestens nach der Lektüre von „Rostiges Grab“ will man die ersten beiden Bände aber eh lesen. Das Buch endet mit einem Cliffhanger, der bereits auf einen Folgeband anspielt.
Fazit: Einmal begonnen, nicht wieder aufgehört. Rostiges Grab hat alles, was ein perfekter Thriller braucht.

Bewertung vom 14.12.2025
Martin, Tina N.

Sturmschreie / Kommissarin Lind ermittelt Bd.4


ausgezeichnet

Sturmschreie 17.12.
Puh, ich bin noch immer atemlos. Das Buch entwickelt ein wahnsinniges Tempo und ich konnte es kaum zur Seite legen.
Ein toter Asylant wird am Fluss gefunden. Was anfangs wie ein Routinefall aussieht, entwickelt sich zu etwas ganz Großem. Idun und Calle finden keinen Anhaltspunkt, den Fall zu lösen. Erst als sie einen verdeckten Ermittler in das Flüchtlingsheim einschmuggeln, gerät Bewegung in die Sache. Allerdings ganz anders, als sich Idun und Calle das vorgestellt haben.
Martins Schreibweise entwickelt eine düstere und packende Atmosphäre. Die Erzählweise ist direkt und oft hart, vor allem die Szenen in Syrien und der Türkei. Die Handlung spielt auf mehreren Ebenen und beleuchtet die Flüchtlingsdramatik 2015 auf ganz persönliche Weise.
Auch die Charaktere sind sehr vielschichtig und tiefgründig. Sei es Sebastian, der immer auf 5 zählt oder Nadira, die glücklich in Syrien aufwächst – mit allen Personen kann man sich gut identifizieren und in sie hineinfühlen. Man bangt mit ihnen mit und hofft nur das Beste für sie.
Der Fall ist logisch aufgebaut und der Spannungsbogen ist von Anfang bis Ende hoch. Dass die Handlung teilweise auf einer wahren Begebenheit beruht, macht das Buch noch authentischer und mitreißender. So viel Böses kann man sich gar nicht vorstellen.
Fazit: Ein Buch, das Herzklopfen verursacht.

Bewertung vom 08.12.2025
McFadden, Freida

Der Freund - Ist er dein Traumpartner oder dein Killer?


ausgezeichnet

Bücher, die man kaum aus der Hand legen kann, sind selten – doch Freida McFadden gelingt dieses Kunststück immer wieder.

In ihrem neuen Roman begleitet man Sydney Shaw, die verzweifelt auf der Suche nach der großen Liebe ist, jedoch immer wieder enttäuscht wird – bis sie schließlich auch noch in einen Mordfall hineingezogen wird.
Mit zahlreichen Wendungen und Überraschungen hält die Erfolgsautorin ihre Leserinnen und Leser in Atem. Die Geschichte entfaltet sich auf zwei Zeitebenen: Sydney in der Gegenwart und Tom vor zwanzig Jahren. Diese zwei Ebenen machen den großen Reiz des Buches aus, denn sie ergänzen sich perfekt und bauen so Spannung auf. Geschickt konstruiert McFadden eine Handlung, in der sich der Verdacht ständig verschiebt – kaum glaubt man, den Täter zu kennen, eröffnet die neue Seite wieder eine völlig andere Perspektive.
McFaddens Schreibstil ist gewohnt flüssig, anschaulich, spannend und voll hohem Tempo. Die Kapitel enden oft mit Cliffhangern und so ist man immer versucht, noch ein Kapitel mehr zu lesen.
Fazit: Mit ihrem neuen Buch liefert die Autorin wieder einen rasanten Psychothriller, der von der ersten Seite an fesselt und die Leser spannend unterhält.

Bewertung vom 08.12.2025
Stern, Anne

Die weiße Nacht


gut

Normalerweise mag ich Bücher von Anne Stern sehr gerne. Dieses hat mich leider nicht so begeistern können. Die Charaktere blieben oberflächlich und ich konnte keine Bindung aufbauen und auch die Dialoge waren eher hölzern und eine Aneinanderreihung der Story, die irgendwie nicht richtig zusammengepasst hat, hat mich auch gestört. Dazu noch – wer ist Gregor? Die Kapitel waren fast noch die interessantesten, aber haben halt nicht zum Buch gepasst. Vermutlich wird hier eine Fortsetzung aufgebaut.
Die Story tröpfelt so vor sich hin und als der Mord geklärt ist, dauert das Buch immer noch an. Man sollte es vielleicht nicht als Krimi ansehen, sondern als Kriegsgeschichte. Denn die Szenen, in denen die Leute hungern und für Essen Schlange stehen, haben mir sehr gut gefallen.
Fazit: die anderen Bücher von Stern sind eindeutig besser.

Bewertung vom 27.11.2025
Horowitz, Anthony

Tod zur Teestunde


ausgezeichnet

Ein neuer Atticus Pünd ist immer ein Grund zur Freude. Ich muss mich zwar immer erst ein wenig einlesen, weil die Sprache etwas britisch eingefärbt ist, aber wenn ich mich mal eingelesen habe, dann kann ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Das Buch ist wie eine Babuschka-Puppe: ein Buch im Buch im Buch. Herrlich. Herrlich finde ich auch die Art, wie Horowitz seinen Fall aufbaut. Ein Buch löst einen Mordfall, der 20 Jahre zurückliegt.
Die Mischung aus klassischem Whodunit und der Buch-in-Buch-Szenerie macht den besonderen Charme des Buches aus. Obendrauf kommt noch der schwarze Humor des Autors und seine versteckten Rätsel, die er aber meisterhaft aufklärt. Besonders erwähnt seien hier die Anagramme: ein herrlicher Spaß. Zudem hat mich die Suche nach den „Buchzwillingen“ begeistert. Einfach meisterhaft aufgebaut und zusammengesetzt.
Horowitz‘ Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und lebendig und niemals langatmig. Die Spannung zieht sich konstant durch das gesamte Buch und die etwas düstere Atmosphäre, die durch die Szenerie in der alten Villa entsteht, sorgen zusätzlich für ein besonderes Leseerlebnis.
Fazit: Das Buch ist ein sehr unterhaltsamer, clever aufgebauter Krimi, der einfach Spaß macht zu lesen.