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mimitatis_buecherkiste
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Krefeld

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Insgesamt 766 Bewertungen
Bewertung vom 03.01.2026
Arenz, Ewald

Katzentage


gut

Als die Bahn streikt, stranden die Kollegen Paula und Peter in einer fremden Stadt. Seit längerer Zeit gibt es eine Anziehungskraft zwischen ihnen, nun wird sich zeigen, ob diese bei der unfreiwilligen Auszeit weiterhin Bestand haben wird.
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»Es prickelte, so zu tun, als seien sie ein Paar. Als hätten sie gemeinsame Rituale. Auf der einen Seite sich darüber lustig zu machen und auf der anderen Seite auszuprobieren, wie es sich anfühlte. Mit dir, Paula. Mit dir, Peter.« (Seite 25)
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Ich muss zugeben, ich bin ein wenig enttäuscht von der Geschichte, die überwiegend ein fast schon peinlicher Balz-Tanz zwei erwachsener Menschen voller Selbstzweifel ist. Sie möchte am liebsten die Devise von Harald Juhnke umsetzen, der einst sagte: »Meine Definition von Glück? Keine Termine und leicht einen sitzen«. Er hingegen nach einer miteinander verbrachten Nacht das Eheversprechen erhalten. Es gibt zwar einige vielversprechende Ansätze, die aber letztendlich nicht umgesetzt werden. Die Illustrationen von Florian Bayer hingegen sind eine Augenweide und der Grund dafür, dass meine Bewertung nicht ins bodenlose fällt. Die wunderschönen Bilder ergänzen die Erzählung und bereichern diese. Insgesamt eine nette Kurzgeschichte für zwischendurch, passend und perfekt bebildert.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 02.01.2026
Strunk, Heinz

Kein Geld Kein Glück Kein Sprit


ausgezeichnet

»Er hatte so sehr gehofft, dass er irgendwie durchkommt, einfach sein Leben zu Ende leben darf. Wo er doch so gut wie keine Ansprüche stellt: Kein Sex, kein Fun, kein Geld, kein Alk. Nur rauchen und naschen und Mezzomix. Und selbst das wird ihm jetzt gestrichen.« (Seite 73)
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In dem vorliegenden Buch sind Kurzgeschichten versammelt, es sind welche dabei, wie das Leben sie schreibt, aber auch solche, die man sich nur ausdenken kann, wenn man eine sehr, sehr lebhafte Fantasie hat. Manche sind so kurz, gerade angefangen sind sie schon zu Ende, andere wiederum schaffen es, dass ich das Gefühl habe, ein halbes Leben sei vorbei, obwohl nur wenige Seiten hinter mir liegen. Gemeinsam haben alle einen großen Unterhaltungswert sowie den Umstand, dass ich anerkennen muss, wie gut Heinz Strunk mit der Sprache umgehen kann.
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Heinz Strunk gibt den unterschiedlichsten Menschen eine Stimme, besonders den Verletzten, den Versehrten, den Kaputten und den Verzweifelten. Niemand wird verschont, er kennt keine Gnade. Virtuos jongliert er mit Wörtern und Sätzen, er verbindet, benennt und ordnet, dass es eine Freude ist. Für mich als Fan von Kurzgeschichten ist dieser Band ein Glücksgriff, aber auch bei einem Roman des Autors wäre ich ab sofort gerne dabei. Wer Ungewöhnliches mag, wird die Sammlung lieben. Lesenswert!

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 29.12.2025
Tägder, Susanne

Die Farbe des Schattens


ausgezeichnet

Der elfjährige Matti Beck wird gesucht, mitten in einem Wohngebiet verschwand der Junge spurlos, die unmittelbar hinzugezogene Polizei tappt im Dunkeln, bis Kriminalhauptkommissar Arno Groth eine Spur findet, die zu einem zurückliegenden Verbrechen führt. Nicht alle sind von dieser Fährte überzeugt, aber Groth gräbt beharrlich weiter und stößt auf Parallelen, die nicht von der Hand zu weisen sind.
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»Auf Groths Klopfen öffnen die Becks die Tür, die schlaflose Nacht steht beiden ins Gesicht geschrieben. Im undichten Fass der Hoffnung haben sie an diesem Morgen den Bodensatz erreicht.« (Seite 62)
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Susanne Tägder wurde für »Das Schweigen des Wassers« mit dem Wittwer-Thalia-Debütkrimipreis ausgezeichnet und für den Glauser-Preis in der Sparte Debüt nominiert. Mit der vorliegenden Fortsetzung knüpft sie an diesen Erfolg an und legt einen atmosphärischen und tiefgründigen Kriminalroman vor, der sich nicht hinter dem ersten Band zu verstecken braucht. Die Figur des Kriminalhauptkommissars ist gebrochen, aber nicht zerbrochen, er selbst ein akribischer, um nicht zu sagen genialer Ermittler, der sich selbst nicht in den Vordergrund stellt. Man muss den ersten Teil nicht unbedingt gelesen haben, die wichtigsten Informationen werden beiläufig eingestreut, verpasst dann allerdings einen phantastischen Kriminalroman.
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»Die Wohnung atmet schwer unter dem Gewicht der Nachlässigkeit. Groth schaut sich um und nimmt wahr, dass sich der Alltag der Becks an den verstreuten Habseligkeiten ablesen lässt. An der Garderobe haben sich die letzten Monate in Schichten angesammelt.« (Seite 19)
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Ich bin Team Arno Groth, war nach der Lektüre des ersten Buches bereits mehr als begeistert vom Schreibstil und Plot. Das Wissen um die echten Fälle, die den fiktiven Geschichten zugrundeliegen, verstärkt den Sog der Erzählung und fördert einen Nervenkitzel, dem ich mich kaum entziehen kann. Bereits nach den ersten Seiten kommt bei mir das Gefühl auf, dass dies eines dieser Bücher wird, die man am liebsten sofort erneut lesen möchte, obwohl man sie gerade erst begonnen hat. Und ich werde nicht enttäuscht, außer dadurch, dass ich viel zu schnell am Ende angekommen und nun zum Warten verdammt bin. Ausgezeichnet mit dem dritten Platz beim 42. Deutschen Krimipreis 2025 national. Phänomenal!

5 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 28.12.2025
Rode, Tibor

Animal


ausgezeichnet

Dr. Henrik Rabenstein reicht beim Landgericht Hamburg Klage ein, seine Mandantin ist das Schwein Rosa, das gegen seine Haltungsbedingungen und auf seine Freilassung klagt. Die Gegenseite, ein niederländischer Agrarkonzern, wird vertreten durch den jungen Anwalt Dr. Ben Lorentz, dessen Weltsicht schon bald erschüttert wird. Mafiöse Strukturen, skrupellose Menschen und dazu geht es um eine Menge Geld. Beide Seiten haben viel zu verlieren.
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»Anders als bei den Ferkeln eben, die laut quiekend und neugierig in die Welt hinausgeschaut hatten, nicht wissend, welches Schicksal sie in diesem Leben erwartete, lag in diesem Blick eine große Hoffnungslosigkeit. Rosa wusste mittlerweile, wo ihr Platz auf dieser Welt war und was sie vom Leben noch zu erwarten hatte.« (Seite 243)
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Trotz des unfassbar interessanten Themas, immerhin geht es unter anderem um die Kommunikation mit Tieren, kam ich nur langsam voran, was den Einstieg in die Geschichte angeht, was ich jedoch nicht als unangenehm empfunden habe. So vielschichtig und komplex wie die Story war, so faszinierend waren die Ansätze und Möglichkeiten, die Tibor Rode skizziert und auch wiedergegeben hat. Dabei sind die Ausführungen in seinem True-Science-Thriller gar nicht mehr so weit von der Wirklichkeit entfernt, denn vieles davon basiert auf realen Fakten. Und genau dies machte einen großen Reiz für mich aus, wie ich zugeben muss. Ungeahnte Möglichkeiten tun sich auf, phantastische Aussichten liegen in nicht allzu weiter Ferne.
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Mir hat der Thriller sehr gefallen, die Mischung war ausgewogen, es gab nicht nur Schwarz und Weiß, sondern auch einige Schattierungen von Grau dazwischen, was ich sehr begrüßt habe. Ich bin zum Nachdenken gekommen, genau wie Tibor Rode, wie er im ausführlichen Nachwort verrät. Mein erstes Buch des Autors wird sicherlich nicht mein letztes gewesen sein. Große Leseempfehlung!

Bewertung vom 26.12.2025
Wahl, Caroline

Die Assistentin


ausgezeichnet

Statt einer Karriere als Musikerin landet Charlotte in einem Verlag als Assistentin des Verlegers. Ein sicherer Job, finden die Eltern, die sowieso nichts von einem Dasein als Künstlerin halten. Charlotte ist ehrgeizig und ambitioniert, obwohl ihre Vorgängerinnen fast alle hingeschmissen haben. Sie und der Verleger arbeiten gut zusammen, meistens jedenfalls, wenn er nicht gerade in einem Zustand ist, der dazu führt, dass Charlotte einem Nervenzusammenbruch nah ist und kündigen will. Aber noch ist es nicht so weit, obwohl der Frieden brüchig ist.
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Mit dem vorliegenden Buch ist Caroline Wahl eine großartige Persiflage auf die Verlagswelt gelungen. Mit feiner Ironie, einer Prise Sarkasmus sowie viel, wirklich viel schwarzem Humor gelingt es ihr, ein Bild der Branche zu zeichnen, das vielleicht nicht weit von der Wirklichkeit entfernt ist. Zumindest nicht immer, fürchte ich. Durch die allwissende Erzählstimme, die permanent andeutet, aber nichts verrät, bekommt die Geschichte einen interessanten Touch, die stellenweise Überhand nehmenden Wiederholungen reizen die Lesenden, um zu unterstreichen, wie machtlos Charlotte sich fühlt, die sich in einer scheinbar ausweglosen Situation wähnt. Für Fans von »Der Teufel trägt Prada« genau das richtige Buch, aber sogar ich als Muffel, was lustige Geschichten angeht, bleibe begeistert zurück. Herrlich!

5 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 23.12.2025
Evans, Virginia

Die Briefeschreiberin


weniger gut

Die 73 Jahre alte Sybil van Antwerp ist im Ruhestand, sie war Juristin und verbringt ihren Lebensabend nun vorrangig damit, handschriftliche Briefe zu verfassen und zu beantworten. Die Menschen, denen sie schreibt, sind so unterschiedlich wie die Themen, nicht selten kommen dabei Dinge zur Sprache, die nach vielen Jahren oder Jahrzehnten ans Licht wollen, ob gewollt oder nicht.
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»Du möchtest wissen, wie ich schreibe? Ich setze mich mit einem Stapel Briefpapier und meinen Lieblingsstiften an den Schreibtisch. Der steht vor einem kleinen Fenster mit Blick auf den Fluss.« (Seite 176)
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Der Klappentext klang interessant und ich mag Bücher in Briefform sehr, sodass ich mich auf das Buch gefreut hatte. Leider war es mir jedoch von Anfang an nicht möglich, eine Verbindung zu Sybil van Antwerp aufzubauen, bis zuletzt blieb sie mir fremd. Ihre Brief- und E-Mail-Freundschaften waren für mich nur mäßig interessant, der Funke wollte einfach nicht überspringen, denn es fehlte mir das gewisse Etwas, das mich sonst oft in den Bann zieht. Die ausgetauschten Texte kamen mir manchmal belanglos vor, in die Länge gezogene Ausführungen, die nicht selten banal gewesen sind. Das im Klappentext erwähnte große Geheimnis war tragisch, ohne Frage, aber etwas Neues und Ungewöhnliches war es sicherlich nicht. Eine Geschichte, die mir eher nicht lange im Gedächtnis bleiben wird.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 20.12.2025
Fitzek, Sebastian

Der Nachbar


ausgezeichnet

Die ehemalige Strafverteidigerin Sarah Wolff ist mit ihrer Tochter in ein Haus am Stadtrand von Berlin gezogen. Bald fällt ihr auf, dass sich seltsame Vorkommnisse häufen, allerdings sind diese alle positiver Natur; eine unbekannte Person hilft ihr, indem sie den Müll rechtzeitig rausstellt oder Einkäufe erledigt, ohne sich zu erkennen zu geben. Bald jedoch überwiegt das Gefühl der Angst, als Sarah erkennt, dass sie in keiner Minute alleine ist.
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Sehr schnell und einfach kam ich ins Buch rein, die Geschichte entwickelte recht früh einen unheimlichen Sog. Nach einigen Kapiteln hatte ich das in den Geschichten des Autors fast schon fest verankerte Gefühl, außen vor zu sein und nicht wirklich zu verstehen, um was es nun ging. Ich wusste aber natürlich, dass dies die übliche Verschleierungstaktik von Sebastian Fitzek ist, um mich zu verwirren und kurz darauf mit einer spektakulären Wendung zu überraschen. So kam es dann auch! Es blieb nicht bei einem Twist, denn Sarah blieb nichts erspart, sodass es im weiteren Verlauf ziemlich turbulent zugegangen ist. Zum Ende hin fuhr der Autor noch einmal richtig schwere Geschütze auf, was dazu führte, dass ich kurz davor war, die Augen zu verdrehen, zum Glück aber nur fast. Der Showdown war dramatisch, die Auflösung passend und bei der unterhaltsamen Danksagung normalisierte sich auch mein Blutdruck wieder. Das war großartig!

7 von 7 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 18.12.2025
Herngren, Moa

Schwiegermutter


ausgezeichnet

Als in der Wohnung ihres Sohnes Andreas Wasserleitungen ausgetauscht werden müssen, bietet Åsa ihm und seiner Freundin Josefin an, solange bei ihr einzuziehen. Das Zusammenleben gestaltet sich schwierig, trotz umfangreicher Bemühungen seitens Åsa, mit ihrer Schwiegertochter in Spe eine gute Beziehung aufzubauen. Je mehr Åsa sich bemüht, umso mehr zieht sich das Paar zurück, bis die Situation schließlich untragbar wird und eskaliert.
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»Hätte ich doch nur nicht. Hätte ich stattdessen. Wäre ich doch nur. Ich konnte nicht aufhören, darüber nachzudenken, was geschehen wäre, wenn ich mich anders verhalten hätte.« (Seite 26)
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Den überwiegenden Teil der Geschichte bestreitet Åsa als Ich-Erzählerin, man muss sich als Leserin und Leser also darauf verlassen, dass sie wahrheitsgemäß wiedergibt, was passiert sein muss, bevor die Situation völlig außer Kontrolle geraten ist. Und das tut Åsa auf ihre ganz eigene Weise. Ich brauche lange, um zu durchschauen, wie ihre Denkweise funktioniert und auch dann komme ich einfach nicht dahinter, was ausgelassen wird. Erst als im letzten Teil des Buches die Perspektive wechselt und das Geschehen später von außen betrachtet wird, setze ich für mich die Puzzleteile zusammen, die dadurch ein stimmiges Bild ergeben, dies aber nur vielleicht, denn so richtig klar wird alles dadurch nicht. Klingt kompliziert, ist es jedoch nicht.
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»War das jetzt meine Strafe? Ich hatte doch schon ein schlechtes Gewissen. Jetzt hätte ich es am liebsten ungeschehen gemacht. Ich hatte keine bösen Absichten gehabt, aber natürlich war es unverzeihlich, dass ich die Lage so falsch eingeschätzt hatte. Ich schämte mich.« (Seite 110)
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Der Weg zur Auflösung war lang, aber langatmig war er deswegen nicht. Es faszinierte mich ungemein, von Åsa zu erfahren, was geschehen ist, sowie mir nach und nach eine Meinung bilden zu können, die keine endgültige war. Bis zuletzt schwankte ich zwischen Sympathie und Unglauben, hatte Spaß, fühlte aber auch Wut. Ein großartiges Familiendrama, das mich perfekt unterhalten hat. Lesen!

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 16.12.2025
Bauer, Wolfgang Maria

Kaltblut


sehr gut

Stubber ist ein Einzelgänger, scheu und wortkarg ist er, seit er zurückkam aus der Großstadt, nachdem seine Eltern verstorben sind. Er arbeitet als Sprengmeister, da braucht er nicht gesellig zu sein. Als elf Männer bei einer Explosion sterben, gibt man ihm die Schuld, schließlich war es sein Sprengstoff, da kann es anders nicht sein. Als sein Alibi bestätigt wird, sucht man im Tal den Täter, Stubber aber geht in die Berge, weil die Schuld ihn erdrückt. Die Schuld und die Sehnsucht nach seiner Frau.
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Beim vorliegenden Buch handelt es sich um das Romandebüt des bekannten Schauspielers Wolfgang Maria Bauer. In bildhafter Sprache und Sätzen so karg wie die Landschaft, in der die Handlung spielt, erzählt er die Geschichte von Stubber. Mir hat der Roman gut gefallen, obwohl ich nicht sicher bin, die vielen ungesagten, zwischen den Zeilen stehenden Hinweise richtig verstanden zu haben. Manchmal verschwamm die Grenze zwischen der Realität und der Fiktion, ein bisschen Wahnsinn brach durch, ergab nicht immer, zumindest für mich, einen Sinn. Insgesamt ein außergewöhnlicher und stimmungsvoller Roman.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 15.12.2025
Richell, Hannah

Das Internat


gut

Einen Tag nach Halloween wird in den Wäldern, am Fuße eines berühmt- berüchtigten Turms, die Leiche eines Mädchens gefunden, bekleidet mit einem weißen Kleid und einer seltsamen Vogelmaske im zerschmetterten Gesicht. Schnell ist klar, dass es sich um eine Schülerin des in der Nähe befindlichen Privatinternats handelt. Detective Ben Chase wird mit den Ermittlungen betraut, obwohl seine Tochter das Internat besucht, in dem seine Ex-Frau arbeitet, nicht ahnend, welche Verstrickungen es in diesem Zusammenhang gibt.
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»Zögernd lässt sie den Blick den Körper entlang nach oben wandern, auf der Suche nach einem Gesicht, doch da ist keins, da sind nur blau verfärbte Lippen, leicht geöffnet wie zu einem letzten Atemzug, darüber schimmerndes, schwarzes Gefieder, ein krummer Schnabel, der im Morgenlicht matt glänzt.« (Seite 17)
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Ich habe das neue Buch von Hannah Richell sehnsüchtig erwartet, ihr letzter Thriller »Das Wochenende« ist mir positiv in Erinnerung geblieben. Nach einem gruseligen Prolog sprang die Story direkt zum Abend des Verbrechens und dann ging es direkt auch schon los. Der Schreibstil der Autorin war hier sehr bildhaft, um nicht zu sagen ausschweifend, was zu Lasten der Geschichte ging, denn von einem Thriller erwarte ich nicht so viele Nebensächlichkeiten, wie mir hier präsentiert wurden. Die Spannung wurde hier regelrecht totgeredet, oft auch totgedacht, wenn einzelne Figuren sich gedanklich im Kreis drehten, was mich an mancher Stelle schier wahnsinnig machte. Dies ist schade, denn interessant genug war er ja der Plot. Insgesamt ein solider Spannungsroman, der mich auf den letzten Metern fast verloren hat. Für Fans ruhiger Bücher sicherlich die richtige Lektüre.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.