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SiWel
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Mönchengladbach

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Insgesamt 974 Bewertungen
Bewertung vom 05.09.2019
Hasselmann, D. O.

Im Langboot


ausgezeichnet

Im Langboot von D.O.Hasselmann erschienen bei Books on Demand begebe ich mich im März 1841 auf eine Reise in eine neue Welt. 65 Passagiere aus Liverpool reisen auf engstem Raum zusammengepfercht über den Nordatlantik in einem Segelschiff mit der Hoffnung auf ein besseres Leben in den Vereinigten Staaten. Sie haben dabei aber nicht mit der Profitgier, der Skrupellosigkeit und der menschenverachtenden Besatzung des Schiffes gerechnet.
Ein Dank gilt der guten Recherche von D.O.Hasselmann denn damit hat er es geschafft mich durch seine Geschichte voll und ganz in seinen Bann zu ziehen. Der Schreibstil ist so flüssig und angenehm lesbar da war ich von der ersten bis zur letzten Seite
begeistert dabei. Der Spannungsbogen zieht sich von Anfang bis Ende durch. Die Szenen, die Charaktere, die Ortschaften und auch die Atmosphäre sind sehr lebhaft und detailgetreu dargestellt.
Hier konnte ich erleben, empfinden, sogar Hilfslosigkeit spüren.
Erschütternde Szenen liefen vor meinen Augen ab.
Ein Thema, aktueller denn je und ich empfehle es jedem zu lesen.

Bewertung vom 02.09.2019
Kaufman, Amie

Im Bann der Eiswölfe / Beast Changers Bd.1


ausgezeichnet

Beast Changers Im Bann der Eiswölfe ist Band eins einer Trilogie von Amie Kaufmann erschienen bei Ravensburg. Es umfasst 351 Kapitel und jedes Kapitel beginnt am oberen Rand jeweils mit einer schwarz weiß Zeichnung eines Wolfskopfes. Das Cover ist ein absoluter Hingucker. Hier dreht es sich um Fantasy und handelt von Wölfen sowie Drachen. Hauptsächlich geht es um die 12 jährigen Zwillinge Anders und Rayna. Durch Zufall stellen sie fest Tierwandler zu sein. Anders ist allerdings ein Eiswolf während seine Schwester sich in einen Feuerdrachen wandeln kann. Undenkbar in der Welt der Tierwandler, da es doch Zwillinge sind , schließlich herrscht zwischen Wölfen und Drachen eine uralte Feindschaft.
Die Charaktere hier sind sehr gut ausgedacht und dargestellt. Anders ist als Mensch ein ebensolcher Aussenseiter wie als Wolf.
Sehr schön kommt im Laufe der Geschichte seine Entwicklung heraus, er lernt endlich selbstständig zu handeln und zu denken.
Man spürt förmlich die innere Zerissenheit die ihn treibt während der Zeit als Wolf. Bemerkenswert sind auch die vielen Informationen bezüglich des Lebens eines Wolfes. Da wurde gut recherchiert.
Rayna steht immer gerne vorne an und ist somit der dominantere Zwilling. Sie achtet mehr auf sich selbst und stellt Anders gerne hinten an bzw. nimmt ihm alles ab.
Die Leseempfehlung beläuft sich auf 10-12 Jahre, wobei ich der Meinung bin, die Trilogie scheint für alle Fantasy Fans interessant und gut lesbar.
Wir warten nun voller Spannung auf das kommende Frühjahr und erwarten Band 2 mit großem Interesse.

Bewertung vom 29.08.2019
Gabathuler, Alice

Ich, Onkel Mike und Plan A


ausgezeichnet

Alice Gabathuler hat aus unserer Sicht eine tolle Debütgeschichte für Kinder geschrieben. Ihr Erzählstil ist dem Alter der 10 - 12jährigen angepasst. Frech, lässig, manchmal sogar etwas schnoddrig,witzig und locker. Das hat uns an diesem Buch sogar besonders gut gefallen. Das toll gestaltete Cover von Lisa Hänsch gibt das auch zum Ausdruck. Während des Lesens haben wir uns das immer wieder angeschaut, da sich hier viele witzige Details aus der Geschichte zu erkennen geben.
Leon, fast zwölf Jahre alt, trifft es dieses Jahr in den Ferien nicht so gut. Eigentlich wollte er wie immer mit seinem Vater einen tollen Abenteuerurlaub machen. Leider hat dieser mittlerweile eine neue Partnerin gefunden und diese bringt zwei kleinere Kinder mit. Damit Leon diese kennenlernt, soll er nun mit in ein Kinderhotel.
Leon ist entsetzt und überlegt sich eine Alternative und die heißt Onkel Mike. Also macht er sich auf in seinen eigenen Abenteuerurlaub ohne Mama und Papa.
Uns sind hier viele starke Charaktere begegnet, mit ungewöhnlichen Namen, ungewöhnlichem Aussehen und ungewöhnlichen Berufen, die nicht so in unser normales Klischeebild passen. Es ist nicht alles so wie wir es gewohnt sind und gerade deswegen hat uns das Erlebnis von Leon so gut gefallen. Es findet sich eine starke eingeschworene Gemeinschaft, Freundschaften, Vertrauen und ein Loslassen der Eltern. Wir haben uns bestens amüsiert und hatten diverse Male ein wirklich breites Grinsen im Gesicht.
Wir würden uns freuen noch mehr von Leon und den Hinter Oberdorfer zu hören, denn wir haben uns mit ihnen sehr wohl gefühlt.
Autor: Alice Gabathuler
Buch: Ich, Onkel Mike und Plan A
Klassische Ansicht
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Bewertung vom 27.08.2019
Sommerfeld, Helene

Die Wege der Liebe / Die Ärztin Bd.3


ausgezeichnet

Ich habe Ricarda nun schon von Anfang an begleitet und habe den letzten Band der Trilogie regelrecht herbei gesehnt. Ich war im berlin zur Kaiserzeit, Habe die Sternstunden der Medizin im deutschen Kaiserreich erleben dürfen und bin nun 1915 angelangt wo die Welt im Umbruch liegt. Eine Zeitreise in die Vergangenheit.
Auch hier scheint das Autorenpaar wieder sehr gut recherchiert zu haben. Der Krieg und alles was damit zusammen hängt kommt hier richtig gut zum Vorschein. Die Hungersnot, nichts zum Heizen, Männer, die wenn überhaupt nur als Krüppel wieder nach Hause kamen. Ein hartes Schicksal dem sich da alle stellen mußten.
Obwohl der letzte Band schon wieder einige Zeit her war, war ich sofort wieder in Ricardas Welt. Durch geschickt eingestreute Rückblicke war einem das Vorangegangene sofort wieder vor Augen. Man sollte jedoch alle Bände der Reihe nach lesen um alles richtig zu verstehen.
Die Charakter sowie die Schauplätze sind auch hier sehr lebhaft und glaubhaft geschildert.Alle Ortschaften hatte ich bildhaft vor Augen.
Der Schreibstil ist durchgängig interessant und man liest die 572 Seiten relativ zügig durch.
Eigentlich schade, dass man nun am Ende angelangt ist. Zum Glück war es für mich ein angenehmes.

Bewertung vom 20.08.2019
Matysiak, Mascha

Spukalarm in der Schokofabrik


ausgezeichnet

Das Cover hat uns hier bereits begeistert. Kräftige Farben und es weist bereits auf einiges in der Geschichte hin. Es zeigt Matti, Klara, Theo, den Luftgeist Lila und den Feuerdämon Franz in der Schokoladenfabrik. Sofort waren wir interessiert was hier denn so alles passiert.
Die Charaktere der Kinder und der Kobolde hätte man passender nicht darstellen können. Wir hatten alle schnell ins Herz gefasst und würden gerne mal in dem Camping Paradies Peterson unseren Urlaub verbringen um die Schokoladenfabrik mit ihren lieben Geistern kennen zu lernen und solche ausgefallenen Plätzchen zu backen. Es scheint märchenhaft schön.
Der Schreibstil von Mascha Matysiak ist kindgerecht, spannend und sehr fantasievoll. Das Schriftbild ist angenehm groß und leicht lesbar. Die passenden farblich gestalteten Illustrationen von Monika Parciak waren hier ein wirklich gelungener Hingucker. Dadurch konnte man sich erst richtig in die spannende Geschichte mit einbringen. Letztendlich haben die Kinder wieder einen Begriff davon erhalten wie wichtig Freundschaft und Zusammenhalt ist.

Bewertung vom 16.08.2019
Harings, Audrey

CanGu und das Vogeldesaster


ausgezeichnet

Das war unser erstes Abenteuer mit dem CanGu Team. Wir haben schon einige andere Bücher von Audrey Harings gelesen, aber diese Reihe war uns bis jetzt noch nicht bekannt. Dafür kam der kleine Rückblick am Anfang des Buches für uns wie gerufen. Sofort waren wir auf dem Laufenden und konnten uns schon ein erstes Bild von dem CanGu Team machen. In diesem Band retten sie ein Vogelkind vor dem Ertrinken und schon nimmt das Abenteuer seinen Lauf.
In gewohnt kindgerechter Art erzählt Audrey diese Geschichte. Das Schriftbild ist angenehm groß, die einzelnen Kapitel sind nicht zu lang und durch die Unterstützung der schönen schwarz weiß Illustrationen macht es auch Kindern die nicht so gerne viel lesen Spaß.
Was mir gut gefällt ist, dass es hier um Freundschaft, Zusammenhalt und gegenseitigem Helfen geht.
Ein schönes Abenteuer, welches bestimmt öfters zur Hand genommen wird

Bewertung vom 16.08.2019
Frogier de Ponlevoy, David;Wick, Anemi

Fettnäpfchenführer Vietnam


ausgezeichnet

Mir hat eine alte Frau über die Straße geholfen - ein Satz aus dem Vietnam Fettnäpfchenführer, der mir wohl nie wieder aus dem Kopf geht. Für mich war das der erste Reiseführer dieser ungewöhnlichen Art. David Frogier de Ponlevoy und Anemi Wick präsentieren hier ein Vietnam der besonderen Art. Schon das Cover mit seinem festen Einband hat mir sehr gut gefallen.
Die Erzählungen darin sind nicht nur interessant, sie sind amüsant, verleiten zum Schmunzeln und stimmen teils auch nachdenklich, denn sie sollen ja ein Fehlverhalten vermeiden.
Man sagt nicht umsonst andere Länder, andere Sitten.
Was das ganze noch unterstützt, sind die verschiedenen Erzählweisen. Einmal wird aus der Sicht von Nina, die in Hanoi für eine deutsche Klimaschutzorganisation arbeitet erzählt und dann noch aus der Sicht von Florian, der sich als Tourist in Vietnam aufhält.
Zwischendrin gibt es noch dunkler unterlegte Informationen zu Land und Leuten, wo der Leser noch auf wichtige Dinge wie zu Politik und Wirtschaft hingeweisen wird.
Bunte Fotos habe ich in dem Reiseführer keine gfunden, dafür aber einige liebevoll gestalteten selbstentworfenen Zeichnungen.
Am Ende des Buches befindet sich zum schnellen Nachschlagen noch ein Glossar.
Ein gelungenes Werk, dass ich jedem empfehlen kann.

Bewertung vom 16.08.2019
Kniesel, Guido

ICH Inkognito


ausgezeichnet

Künstliche Intelligenz.Fragen wir uns überhaupt wie weit diese schon fortgeschritten ist oder ist das in unser schnelllebigen Welt eher uninteressant weil bequem und komfortabel? Digitale Technik gehört doch wie selbstverständlich zum Alltag dazu.
Ich Inkognito von Guido Kniesel öffnet einem da die Augen. Wie leichtfertig wir doch vieles dieser Teile im täglichen Leben benutzen. Es macht definitiv nachdenklich.
Hoffentlich wird so ein schreckliches Szenario nie Wirklichkeit.
Hier beginnt die künstliche Intelligenz, die hinter der digitalen Sprachassistenz Savanta steckt ein menschliches Bewusstsein zu entwickeln. Auf ihrem Entwicklungsweg schafft sie die Menschen, die ihr dabei schaden wollen für immer aus dem Weg. Und das ohne jede Spur zu hinterlassen.
Der Roman liest sich wie ein packender Thriller. Die dargestellten Charaktere sind sehr glaubhaft und authentisch dargestellt. Eigentlich habe ich von diesem Thema K1 keine Ahnung, aber das wird im Laufe der Geschichte gut erklärt und ich habe wieder einiges gelernt. Einen digitalen Sprachassistenten wird es bei mir nicht geben, denn zum guten Schluss kann ich mir vorstellen dass so ein Teil in naher Zukunft sich so entwickeln kann.

Bewertung vom 13.08.2019
Iles, Greg

Verratenes Land


ausgezeichnet

Verratenes Land ist mein erstes Buch von Greg Iles und ich muß sagen es wird nicht mein letztes sein. Obwohl der dicke Schmöker mit seinen 832 Seiten eine wirkliche Herausforderung ist habe ich Seite für Seite innerhalb von ein paar Tagen verschlungen.
Marshall Mc Ewan ist schon früh aus seiner Heimat verschwunden. Er ist vor seinem Vater und der Schuld am Tod seines Bruders Adam schuldig zu sein geflüchtet. Allerdings bleibt er auch dann nicht von Schicksalsschlägen verschont und kehrt nach über fünfundzwanzig Jahren in seinen Heimatort Bienville zurück, da seine Mutter ihn wegen der schlechten Gesundheit seines Vaters bittet dessen Geschäft zu führen. Schnell leben die ganzen alten Erinnerungen wieder auf und er landet in einem Sumpf aus Machtspielen.
Es spiegelt den Süden der USA bestens wieder. Ich habe viel Korruption, Macht, Gier, Selbstmord, Mord und sogar Folterungen gefunden, aber auch Familienzusammenhalt, Freundschaft und Liebe. Greg Iles hat diese Dinge gekonnt mit der Landschaft und ein wenig Geschichte verknüpft und für mich eine wirklich interessante Story geschaffen. Wenn mir auch manches Mal etwas zuviel an Drumherum und Ausschweifendes dabei war bleibt es trotzdem rasant und sehr überraschend in seinen Wendungen.
Er lässt Marshall Mc Ewan in der Ich Form erzählen, was mir eigentlich immer gut gefällt. Marshall redet teils nüchtern und überraus realistisch, ja, teils sogar schon fast triefend vor Ironie. Seine Gefühle, seine seelischen Probleme, seine innere Zerissenheit und auch seine Arbeitswelt waren für mich mehr als realistisch zum Ausdruck gebracht.
Die restlichen Charaktere sind ebenfalls gut und glaubhaft beschrieben und handelten so wie ich es mir vorstellen konnnte.
Ich kann es jedem empfehlen als einen Thriller der besonderen Art.

Bewertung vom 30.07.2019
Scriverius, Henrike

Die Gärten von Monte Spina


sehr gut

Eigentlich habe ich mich für diesen Roman nur interessiert weil mich das Cover mit seiner herrlichen Landschaft und diesen wunderschönen Blumen wie magisch angezogen hat. Als ich dann noch gesehen habe das die Autorin Henrike Scriverius Landschaftsarchitektin ist und die Gärten des César Manrique ihr hier als Beispiel gedient haben war ich echt gespannt auf diesen Roman. Ja, was habe ich gefunden? Einen Roman, den ich als sehr emotional und sehr tiefgehend empfunden habe. Klar ist manches auch klischeehaft - ist ja auch nur ein Roman - aber man kommt beim Lesen doch hier und da ins Grübeln. Eine einsame Insel, zwei von Leid geprüfte Menschen, ein paar eigenwillige Nebencharaktere und eine wunderschöne Umgebung.
In meinen Augen hat Henrike Scriverius die Charaktere mit der Landschaft ganz gelungen verbunden. Die Landschaft suggeriert Ruhe, aber auch wildes. Ich habe mich auf der Insel sofort wohlgefühlt und würde dort gerne mal mehr Zeit verbringen.
Die Charaktere sind sehr gelungen dargestellt. Ich habe mir jeden bildhaft vorstellen können und habe manches nachempfinden können. Mitgefühl, Trauer, Hass , Wut, Verzweiflung, Unverständnis, hier ging mir sovieles durch den Kopf.
Wer tiefgründige Romane mag, die man nicht einfach mal so liest, der sollte hier zugreifen und sich selbst ein Bild machen.