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Benutzername: 
Carina
Wohnort: 
Wehrheim

Bewertungen

Insgesamt 88 Bewertungen
Bewertung vom 04.11.2013
Fritzi und ich
König, Jochen

Fritzi und ich


ausgezeichnet

Beschreibung: 

Mit 27 Jahren erfährt Jochen, dass seine Freundin schwanger ist. Während für ihn sofort klar ist, dass er dieses Kind möchte, ist sie sich nicht sicher. Schlussendlich kommt die kleine Fritzi auf die Welt. Die beiden entscheiden sich dafür, dass Jochen derjenige ist, der den 12-einmonatigen Erziehungsurlaub nimmt und Fritzis Mutter die zwei Vaterschaftsmonate. Aus diesem Grund zieht Fritzi nach der Geburt zu ihrem Vater. Der wird jetzt vor einige Probleme gestellt. Denn er möchte nicht nur ein guter Vater und eine gute Mutter zugleich sein, sondern auch seine Freiheiten nicht aufgeben und weiter das Partyleben führen. 


Meine Meinung:

Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und an vielen Stellen sehr schmunzeln müssen. Denn ist wirklich erschreckend, wie Menschen darauf reagieren, wenn da Kind beim Vater und nicht bei der Mutter wohnt. 

In diesem Roman erzählt Jochen König über seine eigenen Erfahrungen mit Behörden, die ihre eigenen Bestimmungen nicht kennen, mit Erzieherinnen, die sich sehr darüber wundern, dass ein Vater seine Tochter in den Kindergarten bringt oder auch mit Reaktionen von anderen Menschen, die Fritzi immer für einen Jungen halten. 

Auch spricht der Autor kleinere, aber ebenso wichtige Themen wie Verhütung, Stillen und Beruf an. 

Dieses Buch hat mir gezeigt, dass wir Menschen sehr in Rollen denken. Für mich ist es wirklich unverständlich, warum ein Vater dafür gelobt wird, dem Baby die Windeln zu wechseln oder den Haushalt zu schmeißen. Frauen machen dies schon seit hunderten von Jahren. Aber bei ihr wird dies als selbstverständlich angesehen. 


Fazit:

Dieses Buch sollte man unbedingt gelesen haben, wenn man sich über eine, leider noch immer noch, ungewohnte Rollenverteilung informieren möchte. Es hat sehr viel Spaß gemacht es zu lesen, da neben der Ernsthaftigkeit dieses Themas die Unterhaltung nicht zu kurz kam.

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 04.11.2013
Schatten über Allerby / Mabel Clarence Bd.3
Michéle, Rebecca

Schatten über Allerby / Mabel Clarence Bd.3


ausgezeichnet

Beschreibung:

Zum dritten Mal wird die 63 Jährige Mabel Clarence Teil einer Mordermittlung. Die junge Lady Michelle Carter-Jones wird in tot in ihrer Badewanne aufgefunden. Die aufgeschnittene Pulsader sowie die eingenommen Schlaftabletten lassen keinen anderen Schluss als Selbstmord zu. Doch da hat Inspektor Waden die Rechnung ohne Mabel gemacht. Denn diese saß wenige Tage zu vor noch mit der jungen Lady zusammen, die eine Überraschungsparty für ihren im Rollstuhl sitzenden Ehemann arrangieren lassen wollte. 
Durch Zufall gelingt es Mabel, sich als Pflegerin vom Captain im Allerby House Zutritt zu verschaffen. Was sie da erfährt bringt sie Schlussendlich in Gefahr.


Meine Meinung:

Das Cover hat mir sehr gut gefallen. Es hat direkt die richtige Atmosphäre des Buches rüber gebracht. Es ist englisch und unheimlich. Die grauen und dunklen Farben lassen direkt auf ein Geheimnis schließen. 

Schon nach wenigen Seiten war ich von diesem Buch begeistert. Die britischen Landschaften wurden sehr schön beschrieben, sodass man direkt das Gefühl hatte in England zu sein. Es wurde wirklich eine tolle Atmosphäre geschaffen.

Die Charaktere der einzelnen Personen sind sehr gut herausgearbeitet. Gerade die Protagonistin Mabel Clarence hat eine tolle Persönlichkeit. Ihre pfiffige und direkte Art macht sie sehr sympathisch und lässt den Leser an vielen Stellen schmunzeln. Vor allem die Szenen mit dem Inspektor hatten einen unglaublichen Charme. Es ging gar nicht anders, als sie ins Herz zu schließen. 

Die Spannung wird das ganze Buch über sehr hoch gehalten, sodass man es gar nicht aus der Hand legen konnte. Hätte ich es manchmal nicht gemusst, hätte ich es in einem durch gelesen. Der Schreibstil hat mir wirklich sehr gut gefallen, da er manchmal sehr beschreibend und manchmal sehr direkt war. Die perfekte Mischung. 


Fazit:

Dieses Buch ist absolut lesenswert. Jeder der englische Krimis und Miss Marple liebt, sollte die Fällte um Mabel Clarence gelesen haben. Ich wurde sehr gut unterhalten und hatte Spaß am mit Rätseln.

5 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 04.11.2013
Ein Schmetterling im November
Ólafsdóttir, Auður Ava

Ein Schmetterling im November


gut

Beschreibung: 

Eine junge, sprach begeisterte Isländerin steht auf einmal alleine da. Zuerst beendet ihr Liebhaber die Affäre und am selben Abend verlangt auch noch ihr Mann die Scheidung, da seine Kollegin Nina-Lind ein Kind von ihm erwartet. 
Kurze Zeit später sucht sie eine Wahrsagerin auf, die ihr prophezeit, dass sie im Lotto gewinnen und ihren Traummann finden wird. Als sie dann tatsächlich einen ganzen Batzen gewinnt nimmt sie sich vor zu reisen. Die Reise tritt die dann allerdings nicht alleine an. Der gehörlose Sohn ihrer hochschwangeren Freundin begleitet sie. 


Meine Meinung: 

An sich finde ich das Cover sehr schön. In der Buchhandlung wüsste ich jetzt allerdings nicht, ob ich es direkt kaufen würde. 

Sehr schade fand ich es, dass im Klappentext so viele interessante und schöne Dinge angesprochen wurden, die aber im Laufe des Buches nicht mehr aufgegriffen wurden. So wurden viele Dinge unbeantwortet gelassen.

Der Einstieg in die Geschichte war nach den ersten 20 Seiten gelungen. Denn an den Schreibstil musste ich mich ein wenig gewöhnen. Aber irgendwie konnte mich das ganze nicht packen. Ich hatte öfter mal das Problem, einfach nicht mehr weiter lesen zu wollen, da es entweder total langatmig wurde, oder ich einfach nicht wusste, was mir die Autorin mit der Szene sagen wollte, da sie für mich einfach keinen Sinn gemacht hat. 

Was mit gut gefallen hat waren die Beschreibungen der Landschaften. Hier ab ich wirklich den Wunsch gehegt, selbst nach Island zu reisen und mir alles genauestens anzusehen. 
Auch wie die Protagonisten mit dem kleinen Tumi umgeht ist wirklich schön beschrieben. Hat sie anfangs noch ein großes Problem mit Kindern und weiß nicht, wie sie mit ihnen umgehen soll, ändert sich dieses im Laufe des Buches. 

Was mich die ganze Zeit über sehr gestört hat war, dass man keinen Namen der Protagonistin erhalten hat. Ich konnte einfach keine Beziehung zu ihr aufbauen. So war sie mir auch am Ende des Buches immer noch sehr Fremd. 

Interessant fand ich die kursiv geschriebenen Texte. Diese waren der eigentliche Grund, wieso ich immer weiter gelesen habe. Nur hier hat man wirklich etwas über die namenlose Protagonistin erfahren. 


Fazit:
Wer dieses Buch lesen möchte, sollte es definitiv in den etwas dunkleren Monaten tun. Und am besten auch nur, wenn man viel Zeit hat. Denn für mal so schnell zwischendurch ist es definitiv nicht geeignet. 

5 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 22.10.2013
Und dann kam Ute
Schröder, Atze

Und dann kam Ute


sehr gut

Beschreibung:
Atze Schröder ist bekennender Single und bei allen als Frauenheld bekannt. Er genießt die Männerabenden bei sich im Haus und hat immer einen Spruch parat. Zunächst ändert sich dies auch nicht als die schwangere Waldorflehrerin Ute in die Wohnung unter ihm einzieht, da die liebe Helga nach Gran Canaria zieht. Doch das erste Mal in seinem Leben sieht er in ihr mehr als ein "Lustobjekt". Denn sie ist so ganz anders, als die anderen Frauen. Sie trägt keine High-Heels und verzichtet auf viel Schminke. Auch trägt sie lieber Hosen anstatt zu kurz geratene Röcke. Ob und wie Atze mit diesen neuen Gefühlen zurecht kommt erfahrt ihr hier.

Meine Meinung:
Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, finde ich das Cover noch schöner gestaltet. Schon am Anfang war es ein totaler Blickfänger. Mit ihm selbst im Vordergrund, wissen alle direkt Bescheid. Denn viele werden es kaufen, weil es von und mit ihm ist und nicht weil sie einen anspruchsvollen Roman erwarten.
Wer Atze Schröder Fan ist, es auf Anhieb lieben. Die Geschichte startet mit einer "Bedienungsanleitung" für das Buch und schon diese lässt den Leser lachen und schmunzeln. Mit diesem genialen Einstieg ist man direkt in der Geschichte drin und erlebt einen Atze Schröder wie er leibt und lebt.
Zunächst hatte ich die Befürchtung, dass es ihm nicht gelingen wird, den typischen Atzecharakter auch in einem Buch nieder zu schreiben. Doch bei vielen seiner Sprüche hatte man das Gefühl, als würde er neben einem sitzen und sie persönlich vorlesen.
Circa nach der Hälfte des Romans, werden die Sprüche zwar etwas weniger, aber verbindet dafür ernste Themen mit Humor.
Ich persönlich finde Atze Schröder wirklich gut. Allerdings nicht so gut, als das ich ihn mir von Morgens bis Abends anhören könnte. Deshalb musste ich auch dieses Buch mit Unterbrechungen lesen, da es einfach zu viel wurde.

Fazit:
Im Großen und Ganzen ist es wirklich ein klasse Buch, welches auch nicht Atze-Fans mögen werden, wenn sie hier und da ein paar Abstriche machen. Alle anderen werden dieses Buch lieben und auch viele bekannte Charaktere wiederfinden.

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 18.10.2013
Burnout - für immer auskuriert
Spogis, Alice

Burnout - für immer auskuriert


ausgezeichnet

Beschreibung:

Ella Brandt fühlt sich in ihrer Haut nicht mehr Wohl. Sie fühlt sich ausgelaugt, hat keinen Job mehr und auch ihre Beziehung besteht nicht mehr. Ihren letzten Ausweg sieht sie in der Dunenburg-Klinik. Trotz aller Skepsis, kann Ella dort Bekanntschaften knüpfen, wie zum Beispiel zu ihrer Zimmernachbarin Mascha oder Frauenschwarm Lysander. Vor allem erstgenannter scheint es mit der Spezialtherapie von Dr. Rottmann besser zu gehen. Doch auf einmal ist alles anders. Denn Mascha wird tot in ihrem Zimmer aufgefunden und auch eine weitere Leiche lässt nicht auf sich warten. Was geschieht in der Dunenburg-Klinik? Genau dieses versucht Ella herauszufinden und stößt dabei auf unfassbare Dinge.



Meine Meinung:

Ich finde, dass es sich hierbei um einen sehr gelungenen Debüt-Roman von Alice Spogis handelt. Gerade ihre sehr ausführlichen und detaillierten Beschreibungen von Umgebung und Mensch machen dieses Buch besonders. Was manche vielleicht als langatmig empfinden, gefällt mir hier sehr gut. Denn meiner Meinung nach, sollte man sich einen fremden Ort immer gut vorstellen und auch die Handlungen von den Charakteren nachvollziehen können. Selten gelingt dieses, wenn man ihnen nur zwei Sätze widmet. Die kleine Skizze der Klinik am Anfang hat dem Leser somit schon mal ein erstes Bild vorgegeben.

Es wird oft zwischen erzählenden Personen gewechselt. Durch diese erhält man immer weitere kleine Puzzleteile, um zum einen Ella oder die anderen besser kennen zu lernen, andererseits aber auch, um dem Geheimnis der Dunenburg-Klinik auf die Schliche zu kommen.

Zwei kleine Kritikpunkte habe ich trotz meiner Begeisterung für das Buch. Den Titel finde ich nicht ganz so passend, da man doch recht wenig über Ella und ihre Krankheit erfährt. In dem Zusammenhang fehlte mir dann etwas Tiefe. Der andere Kritikpunkt bezieht sich auf das Ende. Ich möchte natürlich nicht zu viel verraten, aber gerade in der Auflösungsszene war es mir zu medizinisch, zu ausschweifend. Hier hab ich nicht unbedingt alles verstanden.

Das Cover hingegen finde ich sehr gelungen. In der Buchhandlung hätte es mich direkt angesprochen. Und was ich besonders schön finde ist, dass man es nach dem Lesen des Buches noch besser versteht.


Fazit:

Ein wirklich schöner Debüt-Roman, der möglicherweise auch eine Fortsetzung erhält. Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen, der es genauso wie ich mag, in die neue Welt abzutauchen und den langen und detaillierten Beschreibungen ein „zu Hause“ zu geben. Wer eher auf kurze knackige Bücher steht, sollte hier lieber die Finger von lassen. Da hier keine halben Sterne verliehen werden können, runde ich auf und es gibt 5 Stück.

5 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 07.10.2013
BLACKOUT - Morgen ist es zu spät
Elsberg, Marc

BLACKOUT - Morgen ist es zu spät


ausgezeichnet

Was geschieht, wenn es zu einem Stromausfall kommt, welcher nicht innerhalb von wenigen Minuten oder Stunden der Vergangenheit angehört? Was geschieht, wenn nicht nur unsere Stadt oder unser Land davon betroffen ist, sondern große Teile Europas? Genau dieses Geschehen ist da Thema dieses Buches.
An einem Februartag kommt es zu einem Stromausfall in Europa. Durch einen Zufall kommt bei dem italienischen Informatiker Manzano der Verdacht auf, dass es sich hierbei um einen Hackerangriff handelt. Doch keine Behörde nimmt ihn ernst. Bis er durch Kontakte bei Europol und dem dort Angestellten Komissar Bollard landet. Wie es der Zufall so will, tauchen plötzlich E-mails auf Manzanos Laptop auf, die auf ihn als Drahtzieher hinweisen. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit...


Meine Meinung:

Bei diesem Roman handelt es sich schon um einen "Wälzer" (800 Seiten). Gerade bei solch langen Büchern kann es schnell passieren, dass es langatmig und langweilig wird. Doch dies ist hier absolut nicht der Fall. Wenn man sich einmal durch die ersten 60 Seiten gekämpft hat, gekämpft deshalb, da es hier doch sehr technisch war, kann man es nicht mehr weglegen. Das Buch lässt sich sehr gut lesen und regt einen zum nachdenken an.

Dieses Buch scheint wirklich gut recherchiert zu sein. Diesen Eindruck bekommt man jedenfalls durch die vielen Handlungsorte und Personen, die sehr glaubhaft rüber gebracht werden.

Wer hat sich schon mal wirklich damit auseinander gesetzt, was wir ohne Strom wären? Ich war mir Anfangs gar nicht so bewusst, welche erschreckenden Konsequenzen ein Stromausfall mit sich ziehen würde. Ebenfalls interessant war es zu sehen, wie die Menschen mit einer solch drastischen Veränderung umgehen und was der bloße Überlebenswille mit einem anstellt.

Vor allem die Diskussionsrunden mit dem Bundeskanzler und den Ministern waren besonders gut gelungen. Hier wurde dem Leser die Auswirkungen sachlich vor Augen geführt, sodass man sich fragte, "was wäre, wenn sowas auch bei uns passieren würde. Wäre der Staat darauf vorbereitet? Oder hätte ich alles notwendige im Haus?"

Die kurzen Kapitel sind anfangs ein bisschen störend, da man noch nicht alle Charaktere genau zu ordnen kann. Nach den ersten 100 Seiten jedoch, macht dieses genau die Spannung des Buches aus. Denn man möchte von jedem wissen, wie es bei ihm ausgeht, wie er reagiert usw. Es hat eine Menge Spannung aufgebaut.

Die Geschichte lebt hier nicht von den gründlich beleuchtenden Charakteren, die man sich direkt vorstellen kann, sondern wirklich von der Handlung, dem Geschehen. Dies hat mich aber in keiner Weise gestört, weil ich einfach total gefesselt war, als das ich mir darüber noch Gedanken hätte machen können.


Fazit:

Dieses Buch erhält von mir 5 Sterne, da es vom ersten Augenblick an spannend war und den Leser in Atem gehalten hat. Ich konnte das Buch nicht mehr weglegen, da es so erschreckend realistisch war. Nur zu empfehlen!

27 von 34 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 03.10.2013
Sturmwolken am Horizont
Büchle, Elisabeth

Sturmwolken am Horizont


ausgezeichnet

Band 2 der Meindorrf-Saga!

Beschreibung:

1914: Der Krieg ist ausgebrochen und überschattet das Leben vieler Menschen. In Russland verliebt sich Anki van Campen in den jungen Arzt Robert Busch, der aber auf Grund der Situation nach Deutschland zurück kehrt. Demy van Campen ist mittlerweile zu einer jungen Dame herangewachsen, welche aber immer noch ihren eigenen Willen hat und Dinge macht, welche dem Meidorff Oberhaupt nicht gefallen. Doch auf Grund seiner Erkrankung kann er dem nicht viel entgegensetzt. Und so ist es an Demy und den Angestellten gelegen, den Haushalt zusammenzuhalten und darauf zu achten, dass genug Geld zur Verfügung steht, da die Lebensmittel immer knapper werden. Denn ihre Schwester Tilla ist auf Reisen und fühlt sich nicht dazu genötigt ihren Platz in der Familie einzunehmen.
Hannes Meindorff ist an der Front und hat mit der psychischen Belastung zu kämpfen. Sein Ziehbruder Philippe arbeitet bei Fokker an Flugzeugen und versucht Demy ein wenig Hilfe entgegen zu bringen.
Langsam wird den Menschen bewusst, dass der Krieg nicht so schnell zu Ende gehen wird, wie sie geglaubt hatte. Jeder muss nun auf sich und seine Liebsten achten...


Meine Meinung:
Den zweiten Band der Meindorff-Saga kann man auch ohne den ersten Band lesen. Die Autorin gibt immer wieder ein paar Informationen aus diesem um gewisse Handlungen besser zu verstehen.

Auch hier wird die Geschichte an Hand von mehreren Erzählsträngen beschrieben, die dem Buch viel Spannung verleihen. In diesem Band findet die Hauptgeschichte in Russland statt und beleuchtet das Geschehen um Anki van Campen. Ihr Pflichtgefühl lässt sie vorerst auf ihr eigenes Glück verzichten. Sie kümmert sich aufrichtig um die Töchter des Fürstenpaares, ebenso um ihre Freundin Ljudmila, welche nach einer Begegnung mir Rasputin in Depressionen verfällt.

Demy, welche in Berlin eine große Stütze für den Haushalt der Meindorffs geworden ist, ist zu einer jungen Frau herangewachsen. Doch ihren Freiheitswillen und ihr Kämpferherz hat sie dabei nicht verloren, was auch Philippe bewundernd bemerkt.

Besonders gut haben mir die Szenen auf dem Schlachtfeld gefallen. Sie waren sehr anschaulich beschrieben, aber auf keinen Fall brutal. Aber so genau, dass man sich ein gutes Bild von dem Geschehen machen und einen Einblick auf die Auswirkungen auf die Psyche der Soldaten erhaschen konnte.

Ebenfalls gelungen war die Weiterentwicklung der einzelnen Charaktere. Besonders sticht hier Hannes heraus, welcher nach der Hochzeit mit Edith aus seinem Elternhaus verbannt wurde und sich mit "was wäre wenn?" Fragen quält. Die Geschehnisse auf dem Schlachtfeld tuen ihr übriges.

Durch die sehr gut recherchierten Ereignisse gibt die Autorin viele Einblicke in Politik und Adel zur damaligen Zeit. Der flüssige Schreibstil und die viele Informationen lassen die Handlung sehr real erscheinen und einen in die Geschichte eintauchen. Es ist sehr schwer das Buch zur Seite zu legen, da man immer wissen möchte, wie es mit den Meindorffs und van Campens weiter geht.

Doch nicht nur Schreckensbilder und Verluste werden hier erzählt. Man kann sich ebenso auf gefühlvolle und emotionale Kapitel freuen, die das Buch noch schöner machen.

Auch hier sind sowohl ein Personenregister als auch ein Verzeichnis mit Anmerkungen vorhanden, die dem Leser helfen, sich zurecht zu finden.


Fazit:
Nach dem sehr gelungen ersten Band bin ich mit hohen Erwartungen an das Buch herangegangen. Diese wurden nicht nur erfüllt, sondern übertroffen! Ich freue mich schon sehr auf nächstes Jahr, wenn der dritte Band erscheint. Am liebsten würde ich jedoch direkt weiter lesen. Denn diese Geschichte hat mich wirklich gefesselt. Diese Trilogie kann ich jedem empfehlen!

5 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.