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Wir sind zwei Bücherwesen: Der Bücherwichtel und die Bücherfee. Wir lesen alles was uns anspricht und bewerten aus unserer Sicht.
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Bewertungen

Insgesamt 931 Bewertungen
Bewertung vom 06.03.2015
Riggs, Ransom

Die Stadt der besonderen Kinder / Die besonderen Kinder Bd.2


ausgezeichnet

Inhalt:

Jacob und die anderen konnten aus der Zeitschleife fliehen und sind jetzt im Jahre 1940 unterwegs um Miss Peregrine zu helfen, denn seit ihrer Flucht ist sie in ihrer Vogelgestalt gefangen und kann sich nicht zurück verwandeln. Was sie alle dringend brauchen ist eine der Ymbrynes, denn nur eine von ihnen kann Miss Peregrine helfen. Laut Gerüchten, lebt eine davon in London, somit macht sich die Gruppe auf den Weg dorthin. Als sie dort ankommen, treffen sie auf Miss Wren, eine andere Ymbryne und alle dachten dass wieder alles gut wird.
Doch ihre ärgsten Feinde warten dort bereits auf sie.

Meine Meinung:

Der Vorgänger hat mir schon recht gut gefallen, doch der Nachfolger war für mich noch einen ticken besser. Meiner Meinung nach passierte in "Die Stadt der besonderen Kinder" um einiges mehr als im Vorgänger.
Die Gruppe ist auf einer sehr gefährlichen Reise und erlebt einige Situationen, aus der sie sehr oft nur mit knapper Not entkommen. Auch lernt man die einzelnen Charaktere näher kennen und eines kann ich schon vorab erwähnen, dass mir Enoch sehr unsympathisch ist. Er sieht in allen Situationen nur das Negative und man hat das Gefühl, dass wenn die Welt untergeht er es nur mit "ich habe es euch doch gesagt" kommentiert. Ansonsten sind alle recht sympathisch.
Die Idee hinter der Geschichte hat mir im ersten Teil schon sehr gut gefallen, doch in diesem Teil kommt dieser Aspekt meiner Meinung nach noch etwas mehr zur Geltung.
Am Anfang des Buchs hat der Leser noch den Eindruck, dass die ganze Situation recht Hoffnungslos scheint, doch die Gruppe der Kinder gibt nicht auf und setzt alles daran um Miss Peregrine zu retten.
Was mir auch sehr gut gefallen hat war, dass in gewisser Weise auch der Schrecken des 2. Weltkrieges den Lesern etwas näher gebracht wird.
Besonders die Szene am Bahnhof in der die Kinder aus London aufs Land evakuiert werden, ist mir sehr nahe gegangen.
Sehr interessant ist auch die Entwicklung von Jacob, nicht nur im Hinblick auf seine Fähigkeit, die sich im Laufe der Geschichte immer mehr zeigt, sondern auch seine Gefühle zu Emma und was es für ihn bedeutet, dass er sein altes Leben für sie aufgegeben hat.
Das wird ihr auch bewusst und nichts tut ihr mehr Leid als dass Jacob alles für sie aufgegeben hat und wahrscheinlich niemals in seine Zeit zurückkehren kann.
Für mich war dieses Buch ein sehr guter zweiter Teil und ich hoffe, dass es bald einen Nachfolger geben wird, damit ich das Abenteuer um Jacob und die anderen weiter miterleben kann.

Mein Fazit:

Ein gelungener zweiter Teil, der noch einen kleinen Ticken besser ist als der erste

Bewertung vom 28.02.2015
Cass, Kiera

Liebe oder Pflicht / Selection Storys Bd.1 (3 Audio-CDs)


sehr gut

Inhalt:

Bevor America aufgrund des Castings an den Königshof kam, gehörte ihr Herz einem anderen, Aspen. Als er auch noch als Leibwächter in den Palast kommt, wird America auf eine harte Probe gestellt, denn Aspen hat immer noch einen Platz in ihrem Herzen.
Doch wie ergeht es Aspen und Maxon während des Castings? Was unternimmt und beredet Maxon mit den anderen Mädchen wenn er nicht mit America zusammen ist?
Doch vor allem aber stellt sich die Frage, welche Fäden der König hinter den Kulissen zieht.

Meine Meinung:

Als erstes möchte ich das einzig negative an dem Hörbuch erwähnen, die Stimmen. Mich haben die Stimmen der beiden Sprecher nicht besonders angesprochen, aber trotzdem haben sie die beiden Kurzgeschichten von Maxon und Aspen gut in Szene gesetzt.
Jacob Weigert, der Sprecher von Maxon, hat mich noch eher überzeugt als Fabian Muschard. Das einzige was mich bei ihm störte, war wie er den König gesprochen hat. Ich fand es etwas zu übertrieben, auch wenn der König aus den Büchern als eher aufbrausend bekannt ist.
Was mich am Sprecher von Aspen gestört hat, war dass der Hörer das Gefühl hat es langweilte ihn dieses Buch zu sprechen. Zumindest war das mein Eindruck.
Ansonsten fand ich dieses Hörbuch mehr als gelungen, denn ich finde es sehr interessant auch zu erfahren was Maxon zum Beispiel mit anderen Mädchen redet oder unternimmt wenn er keine Zeit mit America verbringt.
Am interessantesten jedoch war für mich die Sicht von Aspen, denn durch ihn bekommt man auch Eindrücke über die politischen Aktivitäten im Palast und womit sich der König rumschlägt.
Man merkt auch richtig wie sehr er America liebt und wie leid es ihm tut, dass er sie zu dem Casting regelrecht gezwungen hat.
Ich kann gar nicht sagen wen ich von den beiden am sympathischsten finde, denn beide haben etwas nettes an sich. Maxon leidet sehr unter seinem Vater, der irgendeine Abneigung gegen ihn hat die ich noch nicht verstehe. Vielleicht sogar Neid, dass Maxon das Volk besser führen könnte?
Aspen hingegen hat nur seine Familie im Kopf, wie er sie über Wasser halten kann und America wieder für sich gewinnen soll.
Bis auf die gewöhnungsbedürftigen Stimmen, muss man das Hörbuch als Fan der Reihe auf jedenfall gehört haben.

Mein Fazit:

Für Fans ein Muss, wenn auch die Sprecher etwas gewöhnungsbedürftig sind.

Bewertung vom 28.02.2015
Dellaira, Ava

Love Letters to the Dead, deutsche Ausgabe


ausgezeichnet

Inhalt:
Laurel soll im Englischunterricht einen Brief an eine verstorbene Person schreiben. Sie schreibt an Kurt Cobain, Judy Garland, Elizabeth Bishop und viele andere Berühmtheiten. Ihre Briefe gibt sie nicht ab, aber sie helfen ihr die Vergangenheit zu bewältigen und zu sich selbst zu finden, denn seit dem Tod ihrer Schwester May fühlt sich Laurel nicht mehr als ein Ganzes.

Meine Meinung:
Am Anfang habe ich befürchtet, dass es hier um die Anbetung einiger Film- und Musikstars geht, aber darum geht es nicht.
Auch wenn Laurel einige wichtigere Erinnerungen an jeden von ihnen hat (schon die Mutter hat von Judy Garland geschwärmt, May hat ihr einige Lieder der Musiker vorgespielt), so ist es keine Schwärmerei. Laurel beginnt diesen Personen ihr aktuelles Leben, ihre aktuelle Situation aufzuschreiben.
Sie erzählt von dem Verlust und von den letzten Jahren und auch von ihrer Kindheit.
Die Schwester tot, die Mutter abgehauen, die Tante eine streng Gläubige und in diesem ganzen Chaos verliebt sich Laurel auch noch.
Auch wenn sie sich recht schnell mit zwei Mädchen anfreundet, wirkt sie oft verloren und allein. Sie macht sich selbst Vorwürfe und weiß nicht, wie sie mit der Situation umgehen soll.
Je weiter ich im Buch kam, desto trauriger wurde es. Es kamen schlimme Sachen aus dem Leben der Hauptprotagonisten ans Licht. Sie hat ihre Schwester vergöttert, aber mit der Zeit sieht der Leser, dass auch May nicht perfekt war.
Laurel hat einige Probleme zu bewältigen und das Schreiben hilft ihr den Kummer zu bewältigen und das Leben und sich selbst neu zu entdecken. Sie wirkt von Seite zu Seite erwachsener, bleibt aber immer verletzlich.
Ich fand das Buch wundervoll. Es gab so viele schöne und noch mehr traurige Situationen.
Laurel habe ich sehr ins Herz geschlossen, aber auch ihren Schwarm Sky, der geheimnisvoll, intelligent und interessant war.
Auch sein Leben ist seit Jahren alles andere als normal und trotzdem wird er eine Art Beschützer für Laurel.
Alle Jugendlichen in diesem Buch haben ihre Last zu tragen. Ihnen drohen Trennungen, sie müssen ihre Liebe verstecken, sie ziehen sich zurück aber sie geben nie auf.
Sie halten zueinander, sie teilen den Kummer, sie lachen und feiern gemeinsam.
Für mich rundum gelungen und auf jeden Fall empfehlenswert.

Fazit:
Traurig und schön zugleich empfand ich dieses Buch mit einer verlorenen Protagonistin auf der Suche nach sich selbst.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 28.02.2015
Raml, Sabine

Heldentage


ausgezeichnet

Inhalt:
Lea ist fünfzehn und zählt die Tage, denn in 790 Tagen ist sie volljährig. Bis dahin muss sie nicht nur ihre Mutter ertragen, sondern auch ihre Luftnot, ihre Hitze die sich auch in ihrem roten Gesicht widerspiegelt, ihre Omasandalen und die Babys in ihrer Klasse. Als wenn das nicht schon genug Probleme sind ist da noch Lenny. Lenny. Lenny.

Meine Meinung:
Heldentage - Do what you Love! - Der Titel klingt nach einem typischen Jugendroman, denn vor allem die Jugendlichen machen doch gerne was sie lieben und nicht nur das was sie sollen. Der erste Blick auf den Klappentext hat schnell gezeigt, das hier aber nicht alles rosig und schön ist so wie sich das eine Heldin vorstellt.
Leas größtes Problem ist wohl ihre Mutter, denn diese versäuft das Haushaltsgeld und kümmert sich um nichts.
Lea ist für alles verantwortlich: Für Ämtergänge, Bier holen, sich selbst versorgen. Etwas Essbares ist selten im Haus und ihre Klamotten bekommt sie von diversen Hilfsorganisationen.
Für mich als Mutter wirklich schwer vorstellbar wie man sich so gehen lassen und sein Kind vernachlässigen kann.
Ich finde es nicht schlimm wenn Menschen auf die Tafel, oder Hilfsorganisationen angewiesen sind.
Was ich aber schlimm und traurig finde ist das in dieser Geschichte ja wenigstens etwas mehr Geld da wäre, wenn die Mutter nicht saufen würde. Dass Lea mit alten und hässlichen Schuhen rum läuft ist nicht schön, aber auch nicht tragisch. Dass sie oft Hunger leidet und es nichts zu Essen gibt tat mir schon leid.
Ich hätte Lea gerne zum Essen eingeladen, mir ihre Probleme angehört und etwas mit ihr unternommen.
Sie ist ein sympathisches Mädchen dem die Last auf den Schultern so schwer wiegt, dass es körperliche Probleme bekommt.
Als Leserin war ich froh, dass sie eine tolle Freundin hat, aber auch der hat sie sich nicht anvertraut.
Natürlich hat sie auch ganz normale Probleme wie sie junge Menschen haben. Vor allem der Liebeskummer zu Lenny und die Sehnsucht zum Vater ziehen sich durch das gesamte Buch.
Lenny mochte ich überhaupt nicht, aber später tauchte noch ein anderer Junge auf und den fand ich sofort nett.
Ich bin durch das Buch geflogen, wollte es überhaupt nicht mehr weglegen so interessant, aber auch traurig war es.
Begeistert war ich von Leas Stärke, denn obwohl sie jeden Grund hätte sich durch das komplette Buch zu jammern und überall bei Freunden einen Mitleidsbonus zu erhaschen, war sie zwar unglücklich aber stark.

Fazit:
Sabine Raml hat mich mit ihrer Geschichte geschockt und fasziniert. Ein schönes und gleichzeitig trauriges Buch. Mein Mamaherz möchte alle Leas da draußen bekochen.

Bewertung vom 21.02.2015
Melki-Wegner, Skye

Die Flucht der Fünf / Magnetic Valley Bd.1


ausgezeichnet

Inhalt:

Danika ist eine Scufferin. So nennt man Jugendliche die sich ohne Eltern durchs Leben schlagen müssen. Als ihr König aus purer Rache seine eigene Stadt dem Erdboden gleich machen will, schließt sie sich einer Gruppe Gleichaltriger an, die aus der Stadt fliehen wollen. Auf dem Rücken von Foxarys, fuchsähnlichen Tieren die so groß sind wie Ponys, reiten sie aus der Stadt. Als Danika dann aus Versehen auch noch ein Flugzeug der Flotte des Königs zum Absturz bringt, wird sie zur meistgesuchten Person des Reichs. Somit bringt sie nicht nur sich in Gefahr sondern auch die ganze Gruppe.

Meine Meinung:

Magnetic Valley war ein Buch, das mich so richtig überrascht hat. Was aber wohl daran lag, dass von mir als Leser keinerlei Erwartungen an das Buch gestellt wurden. Mir hat das Cover mit dem reitenden Fuchs gleich gefallen und der Rückentext dazu und ich wusste dass ich dieses Buch lesen wollte. Ich habe es auch nicht bereut, denn die Geschichte war richtig sagenhaft.
Faszinierend war die Idee des Buches und deren Umsetzung.
Die Autorin hat es geschafft, Fantasy und Science-Fiction gekonnt miteinander zu verbinden. Ein kleines bisschen erinnert es mich an Witch und Wizard.
Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und das Buch ist so auch für die angesprochene Zielgruppe sehr flüssig zu lesen.
Mir ging es so, dass ich die Geschichte um Danika und ihre Gefährten kaum aus der Hand legen konnte, denn man wird richtig mitgerissen von den Geschehnissen.
Man stolpert von einem Abenteuer ins andere und man weiß nie ob es gut für die Gruppe ausgeht.
Was mir auch noch sehr gut gefallen hat ist die Idee mit den Tattoos im Nacken, die sich erst zum Ende der Pubertät voll entwickeln und die magische Neigung der Person preisgibt.
Viele der Jugendlichen haben zwar schon einige Fähigkeiten, wie bei Danika Illusionen, aber richtig ausgereift ist keine.
Die Zusammenstellung der Gruppe ist auch etwas ungewöhnlich, denn sie besteht aus einem sehr bekannten Dieb, zwei Mädchen die aus einer reichen Familie stammen, Radnor der selber zu den Scuffern gehört und dem Schmuggler Hackel.
Später im Verlauf der Geschichte bekommt man auch bei einigen einen Einblick wieso sie aus der Stadt geflohen sind. Sehr interessant fand ich das bei den beiden Schwestern Clementiné und Maisy, da sie ja aus einer reichen Familie stammen.
Von den Protagonisten waren mir alle recht sympathisch, bis auf Clementiné, denn sie hatte von Anfang an etwas gegen Danika.

Mein Fazit:

Ein tolles Buch für Jung und Alt, das man einfach lesen muss.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 16.02.2015
Munk Jensen, Sanne; Ringtved, Glenn

Wir wollten nichts. Wir wollten alles


sehr gut

Inhalt:
Louise und Liam werden tot aus dem Limfjord gezogen. Ihre Hände sind mit Handschellen aneinander gekettet und die Polizei steht vor einem Rätsel. Wurden die zwei Teenager umgebracht, oder haben sie Selbstmord begangen?
Der Leser begleitet Louise durch die Kapitel die sich zwischen Vergangenheit und Gegenwart abwechseln.
Was ist passiert und warum?

Meine Meinung:
Das Buch hat mich auf den ersten Blick neugierig gemacht, denn auch ich wollte wissen was passiert ist.
Ich bin sehr gut ins Buch gekommen, denn die beiden Autoren haben einen Schreibstil der verständlich und mitreißend ist.
Es beginnt damit, dass Louise erzählt wo sie und Liam gefunden wurden. Sie erzählt von ihrer Familie, von ihrer besten Freundin Cille und auch von dem Tag an dem sie mit Cille unterwegs war und auf Liam und seinen Kumpel Jeppe gestoßen ist. Obwohl Cille die Hübschere von beiden ist gehören Liam und Louise von Anfang an zusammen.
Ihre Beziehung wirkt im Laufe der Geschichte mehrfach krankhaft, denn Louise sucht immer bei sich die Schuld und ordnet sich unter.
Am Anfang war mir Liam sehr sympathisch, denn zwischen den beiden wirkte es wie eine ungezwungene Liebe. Man spürte ihre Jugend und ihre Spontanität.
Mit der Zeit wurde die Geschichte aber immer verkorkster. Ich hatte das Gefühl als wenn der Sex im Vordergrund stand. Ebenso gab es immer mehr Drogen und Alkohol so dass ich teilweise wirklich verwundert war in welche Richtung das Buch lief.
Obwohl mir das nicht gefallen hat weil es mir zu extrem wurde, gehörte es zur Geschichte. Es brauchte diese "Exzesse" um den Verlauf der Geschichte und auch das Ende zu verstehen.
Für Louise empfinde ich Mitleid und Mitgefühl, denn einerseits ist es schön wie verliebt sie ist und dass sie sich ohne Liam nicht als ein Ganzes fühlt. Anderseits wirkt sie teilweise wie eine Marionette die sich hergibt und nur noch existiert und nicht mehr lebt.
Sie hatte ein gutes und solides Leben und wollte mehr. Was sie am Ende bekam ist ja schon am Anfang klar und auch der Weg dorthin war nicht einfach und auch nicht schön.
Wenn man mich fragen würde, welcher Protagonist mich am meisten berühren könnte so ist das definitiv der Vater von Louise. Verzweifelt macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit und verliert und gewinnt auf diesem Weg einiges.
Auch Liams Bruder war mir sehr sympathisch, denn bei ihm konnte man den stummen Schmerz des Verlustes sehr gut spüren.

Fazit:
Ein Buch das sich zwischen dem Leben und dem Tod abspielt und einige Höhen und Tiefen hat.

Bewertung vom 13.02.2015
Riggs, Ransom

Die Insel der besonderen Kinder / Die besonderen Kinder Bd.1


sehr gut

Inhalt:

Normalerweise werden einem als Kind von den Großeltern Märchen erzählt, doch was Jacob von seinem Opa zu hören bekam war etwas ganz anderes. Er erzählte immer wieder von einer Insel auf der Kinder mit besonderen Fähigkeiten wohnen und von Monstern die diese verfolgen. Mittlerweile ist Jacob auch schon älter und hat diese Geschichten vergessen, bis sein Großvater auf mysteriöse Weise stirbt. Für Jacob wird es immer wahrscheinlicher, dass die Geschichten stimmen und somit macht er sich auf die Suche danach. Er findet eine Welt in der die Zeit stehen geblieben ist und findet die ungewöhnlichsten Freunde die man sich vorstellen kann, doch auch die Monster sind mehr als real. Und sie sind Jacob gefolgt.

Meine Meinung:

Das Buch lag schon etwas länger auf meinem SUB und da der zweite Teil schon in den Startlöchern steht, habe ich ganz schnell den ersten Teil gelesen und war bis auf ein paar kleine Schwächen sehr begeistert.
Die Idee mit der Insel und der dazugehörigen Zeitschleife hat mir sehr gut gefallen, denn ich könnte mich nicht erinnern etwas Ähnliches schon gelesen zu haben.
Auch wenn die Geschichte recht lange braucht bis sie in Fahrt kommt, wurde ich doch recht gut unterhalten. Der Anfang könnte für den Leser sicher etwas ereignisreicher sein, obwohl er für mich doch auch recht wichtig war, denn so bekam man Einsicht in die Kindheit von Jacob und wie er seinen Großvater erlebt hat.
Am interessantesten wird es jedoch erst wenn Jacob sich auf die Insel begibt um sich auf die Suche noch dem Heim zu machen in dem sein Großvater aufgewachsen ist. Sehr interessant fand ich den Aspekt, dass sich die Zeitschleife immer um einen Tag dreht und die Kinder zwar nicht altern, aber dennoch schon sehr viele Jahre dort fest hängen.
Sehr gut gefallen haben mir auch die Fotos in dem Buch, die wie man hinten im Buch erfährt echt sind und von Sammlern stammen.
Was mich außer dem recht zähen Anfang aber auch noch stört ist, dass mir Jacobs Vater ziemlich unwirklich vorkommt. Seine Reaktionen wenn Jacob zu spät ins Hotel kommt oder ähnliches wirken nicht echt. Mal ehrlich, welche Eltern reagieren gelassen darauf, wenn sein Kind mit "Freunden" alleine eine Insel erkundigt und erst Stunden später als ausgemacht war zurückkehrt ?
Trotzdem hat mir die Geschichte sehr gut gefallen und ich freue mich auf den zweiten Teil.

Mein Fazit:

Eine schöne Geschichte mit einer tollen Idee, die sich am Anfang sehr zieht und auch sonst noch ein paar Schwächen hat.

1 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 07.02.2015
Berg, Eric

Schrei


ausgezeichnet

Obwohl ich den kurzen Infotext so interessant fand, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte war ich skeptisch. "Schrei" hat ziemlich wenig Seiten und meistens wirken diese Bücher dann vollgestopft, oder nur halb fertig.
Ich muss gestehen, dass ich diesmal wirklich positiv überrascht war.
Der Autor hat es von Anfang an geschafft mich mit seinen Worten zu fesseln und zu faszinieren.
Lulu ist eins der begehrtesten Mädchen im Internat, wenn nicht sogar das begehrteste. Sie ist hübsch, klug und sportlich und ihr Freund Lars passt perfekt zu ihr. Könnte man meinen. Da ist aber auch noch Niko der eher ruhig ist und sehr gefühlvoll. Lulu ist hin- und hergerissen zwischen ihren Gefühlen und sie drückt sich vor einer Entscheidung.
In diesem Buch liest man abwechselnd Kapitel aus der Sicht der Klassenkameraden bei denen man gleich den Eindruck bekommt, dass noch etwas Gewaltiges kommen muss und aus Lulus Sicht.
Ich muss sagen, dass ich Lulus Verhalten nicht gut finde. Ich denke, sie hätte erst überlegen und dann handeln müssen. Man darf aber nicht vergessen, dass sie erst siebzehn ist und noch keine großen Lebenserfahrungen hat sammeln können.
In diesem Buch gibt es einige interessante und eklige Dinge die mit dem Thema Mobbing zu tun haben. Die ganze Geschichte wirkt so als wenn hinter jedem Klassenkamerad ein Psychopath stecken könnte.
Es gibt noch ein weiteres wichtiges Thema, aber wenn ich das verraten würde, dann hätte ich schon zuviel erzählt.
Von mir gibt es auf jeden Fall eine klare Empfehlung, denn dieses Buch ist schön, traurig und ernst zugleich.

Fazit:
Die Entscheidung zwischen zwei Jungs bedeutet manchmal auch den Übergang von Liebe zu Hass.
Ein gewaltiges Buch das sprachlich und inhaltlich fesselt.

0 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.