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gaby2707

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Insgesamt 2031 Bewertungen
Bewertung vom 12.02.2023
White, Ebony

Unberechenbare Gier Erotische Geschichten


ausgezeichnet

Heiß und sexy

Ich habe schon einige Kurzgeschichten von Ebony White gelesen und wurde auch diesmal nicht enttäuscht.
Leicht, locker, doch sehr direkt und auf den Punkt gebracht, führt sie mich auch diesmal durch ihre sehr freizügigen Spiele mit Lia Mai, die keine Gelegenheit auslässt um ihre Sexsucht zu befriedigen; mit Lori, die Zweitfrau von Lukas, der für sie wie eine Droge ist; mit Sura, die Officer Max zu Höchstleistungen antreibt; mit Schneewittchen, die mit Jan und Joshua nicht nur die WG teilt; mit Samantha, die Chris mit einem Zauber verführt und dadurch nicht nur die Lust in ihm weckt und Sydney, die aus dem beherrschten Gentleman Emil die letzten Emotionen heraus holt.

Ihre 11 sehr erotischen Kurzgeschichten sind locker und leicht geschrieben. Nach einer kurzen einleitenden Handlung geht es los mit Erotik und Sex pur. Es geht zwar handfest zur Sache, es wird aber nicht anstößig oder geht unter die Gürtellinie. Im Gegenteil, sie regen die Fantasie an und mein Kopfkino läuft auf Hochtouren.
Mir haben diesmal ausnahmslos alle Kurzgeschichten gefallen. Bei der bunten Mischung ist aber auch für jeden Geschmack etwas dabei. Ich kann sie absolut empfehlen.

Zum Abschluss bekomme ich als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine weitere heiße exklusive Geschichte von Ebony White als E-Book aus dem Internet herunter laden kann. Und wie üblich ist auch hier ein Lesezeichen passend zum Buch mit dabei.

Bewertung vom 12.02.2023
Casparis, Dina

High Heels - Heisse Mode


ausgezeichnet

Ein spannender und interessanter Blick hinter die Kulissen der Modewelt

Für die junge Rechtsanwältin Tara Bernhard geht ein großer Traum in Erfüllung, als ihr Klient, der Schweizer Modekönig Karl Georg Fuchs, Patron von Finny Mode, sie in die Schweiz zum Green Fashion Summit beim Weltwirtschaftsforum in Davos einlädt. Dass sie dort einen Vortrag halten soll, findet sie weniger prickelnd. Doch dann kommt sowieso alles ganz anders. Karl Georg Fuchs wird zusammen mit seiner Textilingenieurin Cheru Wüstenhagen, die das neue, für Sensationen sorgende Kleid Smarty trägt, entführt. Haben die Aktivisten, die sich Fair Fashion auf die Fahne geschrieben haben und vor dem Hotel rum lungern, etwas damit zu tun? Oder geht die Entführung auf das Konto der Modemafia?
Tara, die die Entführten befreien soll, bekommt dabei auch einen sehr guten Einblick in die dubiosen und zwielichtigen Seiten des Modebusiness.


395 Seiten Spannung und Unterhaltung aufgeteilt in 35 Kapitel, dazu Epilog, ein Glossar, wo nicht alltägliche Begriffe, die im Buch vorkommen, erklärt werden, was ich sehr hilfreich finde und eine Danksagung – das alles bekomme ich in dem Modekrimi von Autorin Dina Casparis. Kleine Fußnoten jeweils am unteren Seitenrand tragen ebenfalls zu Erklärungen bei. Und obwohl ich mich nicht so sehr für Mode und Fashion interessiere, hat mich die Geschichte schon nach wenigen Seiten gepackt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen.
Bevor die Geschichte anfängt, lerne ich verschiedene Figuren, denen ich im Buch immer wieder begegne kurz kennen, was mir den Einstieg schon ein bisserl erleichtert hat.
Nach High Heels – heiße Deals ist dies der 2. Modekrimi aus der Feder von Dina Casparis. Für mich ist es allerdings der erste Fall, den ich mit Tara Bernhard löse. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, können sie aber auch unabhängig voneinander gelesen werden und ich hatte nicht das Gefühl etwas für diesen Fall Wichtiges nicht zu wissen. Trotzdem möchte ich Tara Bernhard mit ihrem ersten Fall gerne noch kennenlernen.

Dina Casparis hat einen so anschaulichen Erzählstil, der mir von Anfang an Bilder in den Kopf setzt und mein Kopfkino zu Höchstleistungen motiviert. Als ehemalige Rechtsanwältin in einem internationalen Modeunternehmen und Beraterin in der Finanzbranche weiß die Autorin, wovon sie hier schreibt. Und das meine ich bei diesem Roman auch zu spüren. Ihr Erzählstil lässt sich sehr gut lesen, ist unterhaltsam, alles ist für mich gut nachvollziehbar und glaubhaft dargestellt, und auch mal humorvoll. Es geht nicht wie oft üblich um Mord und Totschlag; sondern natürlich um Mode, um deren Nachhaltigkeit. Aber auch um die Arbeitsbedingungen im Ausland, um Geldwäsche, Intrigen und natürlich um Macht.

Ein spannender und interessanter Blick hinter die Kulissen der Modewelt, die mich einerseits fasziniert und andererseits desillusioniert hat. Ich habe mich hier vor allem sehr gut unterhalten gefühlt.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 11.02.2023
Teichert, Fritzi

Storchenherzen / Die Hebammen vom Storchennest Bd.1 (2 MP3-CDs)


ausgezeichnet

Ein toller Wohlfühlroman mit ernsten Sequenzen

Das Cover des Buches „Storchenherzen“ mit den beiden Klapperstörchen, eingebettet in pastellige Blumen und Blätter hat mir auf den ersten Blick sehr gut gefallen. Die Geschichte des Autorenduos Fritzi Teichert, das sich aus Friederike Grauf und Mina Teichert zusammensetzt, hat mich ab der ersten Seite abgeholt und sofort meine Aufmerksamkeit erobert.

Nachdem die Geburt des Babys ihrer Tante Linda so unglaublich gut geklappt hat, weiß Madita, sie will unbedingt Hebamme werden. Sofort nach der Ausbildung macht sie sich auf den Weg zu ihrer neuen WG und zu ihrem neuen Arbeitgeber, dem Storchennest. Mit ihrer Kollegin Helga, die genau wie sie mit ganz viel Herzblut für ihren Beruf brennt, die aber vom Naturell so ganz anders und auch 20 Jahre älter ist, kommt es anfangs immer wieder zu Reibereien. Aber sie raufen sich zusammen, meistern manche schwierige Situation, sowohl beruflich als auch privat, und bald wird aus den Beiden nicht nur ein ganz tolles Team, sondern es entsteht auch eine ganz besondere Freundschaft.
Ich gehe mit den beiden und ihrer Chefin Monika aber nicht nur ein Stück in ihrem gemeinsamen Berufsleben. Ich begleite sie auch durch ihren Alltag, der bei Beiden ganz verschieden verläuft.

Abwechselnd erzählen die beiden Autorinnen aus der Sicht von Helga und Madita über deren Berufsalltag und machen auch vor Tabu-Themen nicht halt. Dadurch fühle ich mich noch näher an den beiden Frauen und ihren Gedanken dran.
Da ich meine beiden Kinder auch mithilfe von Hebammen bekommen habe, habe ich mich, obwohl das nun schon fast 40 Jahre her ist, in der ein oder anderen Situation wiedererkannt. An die verschiedenen werdenden Elternpaare, die hier beschrieben werden, kann ich mich auch noch gut erinnern. Damals fand ich sie nervig, hier haben sie mich teils amüsiert und schmunzeln lassen. Allerdings hat sich im Hebammenalltag seit damals vieles verändert.
Und ich habe mich gefragt, welche der beiden Autorinnen in der Figur der quirligen dauerfröhlichen und vor Energie strotzenden Madita steckt, die durch ihre offene, positive Art bald neue „Kundinnen“ anlockt. Und wer die ruppige und mit ihrer Art nicht bei allen Müttern ankommende Helga verkörpert.
Ich bekomme ein gutes Bild über den Beruf der Hebamme, der außer ungeregelten Arbeitszeiten und ständiger Bereitschaft so viel mehr zu bieten hat.
Obwohl die Geschichte, genau wie das Leben, nicht immer nur Sonnenseiten aufzeigt, sondern auch die Schattenseiten beleuchtet, schaffen Helga und Madita ein gewisses Wohlgefühl in der Geschichte. Natürlich darf auch die Liebe nicht fehlen und es gibt eine Überraschung mit der ich nicht gerechnet habe.
Am Ende des Buches bekomme ich noch die Leseprobe zu Band 2, auf den ich mich jetzt schon freue. Und auch die „Gedanken einer Hebamme“ sollte man sich nicht entgehen lassen.

Eine tolle Geschichte über zwei wundervolle Frauen, die ihren Beruf mit Leidenschaft, vielen Emotionen und Humor erfüllen.

Bewertung vom 10.02.2023
Sabbag, Britta

Rettet Saurutius / Die Dinoschule Bd.2


ausgezeichnet

Sauritius in heller Aufregung

Als Onea, Freddy und Tom die Stimme des Schuldirektors Dr. Wissler durch das Schulmegafon hören, dass Hubschrauber vor der Insel Sauritius entdeckt wurden, machen sie sich gleich auf die Suche nach den Dinos. Denn die müssen sich jetzt erst mal verstecken. Nicht auszudenken, was mit der Insel, den Dinos und der Schule passiert, wenn andere Menschen sie entdecken.

Nachdem meinen beiden Enkeln „Die Dinoschule – Betreten für Eltern verboten!“ so gut gefällt, musste ich natürlich auch Band 2 gleich lesen. Auf 121 Seiten, aufgeteilt in 10 Kapitel, die sich auch gut als Gute-Nacht-Geschichten lesen lassen, erfahre ich, was die Kinder und Jack Sattle alles unternehmen, um die Insel Sauritius und damit ihre Schule, vor allem aber die Dinosaurier, die dort leben, zu retten.

Auch wenn man Band 1 noch nicht kennt, kann man der Geschichte gut folgen. Aber uns hat es mehr Spaß gemacht, die Kinder und die Dinos von Anfang an auf der Insel kennenzulernen.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und unsere beiden Jungs hören immer gebannt zu. Die Sätze sind nicht zu lang und vor allem sind die Illustrationen im Buch, die von Clara Vath genau auf die Geschichte abgestimmt sind, einfach toll. Gerade an der Mimik der Kinder lässt gut erkennen, wie sie sich gerade fühlen.
Es ist so schön zu lesen, dass die drei Kinder, die ja so unterschiedlich sind, sich so gut verstehen und jedes seine Fähigkeiten bei der Rettung der Insel einbringt.
Zum Schluss werden die neuen Dinos in diesem Band, der Acrocanthosaurus, der Gallimimus, der Spinosaurus, der Utahraptor und der Velociraptor, kurz vorgestellt. Als Abschluss habe ich mir in der Leseprobe schon Lust auf den 3. Band geholt. Ich bin gespannt, was es mit dem Flugungeheuer auf sich hat.

Ein spannendes Buch für große und kleine Dinofreunde, zum vorlesen und für Leseanfänger auch zum selbst lesen.

Bewertung vom 10.02.2023
Mischke, Susanne

Alle sehen dich / Kommissar Völxen Bd.12


ausgezeichnet

Spannende Unterhaltung

Im Kommissariat in Hannover geht es gerade hoch her. Die langjährige Kollegin von HK Bodo Völxen Oda Kristensen hat sich in ein Sabbatjahr nach Südfrankreich verabschiedet. Erwin Raukel hat mal wieder über die Strenge geschlagen und wird zu den verschiedensten Veranstaltungen geschickt um seine Aggression in den Griff zu bekommen. Und der neue Anwärter Joris Tadden ist Amtsleiter Völxen einfach zu unerfahren. Wobei die Damen der Abteilung sehr gerne hinter dem friesischen Sahneschnittchen herschauen und er sich gar nicht so dumm anstellt.
Völxen muss sich auch immer noch mit der Gartenbloggerin Charlotte Engelhorst herumschlagen, die sich zum einen verfolgt fühlt und sich zum anderen sicher ist, dass ihr Ex-Mann Joachim nicht durch einen Unfall ums Leben gekommen ist. Sie wittert hier einen Mord. Und nun ist auch noch eine ehemalige Schulfreundin von ihr aus dem Fenster ihrer Wohnung gefallen...

Ich habe mich schon sehr auf den 12. Fall für HK Bodo Völxen und sein Team gefreut. Diesmal geht es, wie das Team bzw. Völxen selbst erst recht spät heraus findet um einen Cold Case, der sich um die Garten-Influenzerin Charlotte Engelhorst rankt und den er vor Jahren ungelöst zu den Akten gelegt hat. Charlotte, eine Dame Mitte 60, die mir einfach zu anstrengend war. Nur gut, dass sich Elena Riffkin, Fernando Rodriguez und der Neue, Joris Tadden, größtenteils um diesen Fall kümmern. Aber auch das dritte R aus der Ermittlerreihe Erwin Raukel mischt ein bisserl mit.

Es hat mir wieder viel Spaß gemacht, den Fall bzw. hier sind es ja mehrere Fälle die zu einem alten Fall gehören, mit zu verfolgen und mit zu ermitteln. Den Spannungsbogen fand ich diesmal nicht ganz so hoch wie gewohnt, dafür war der Unterhaltungswert für mich sehr gut. Ich liebe einfach die kleinen Geschichten, das Drumherum um Völxen, seiner Sabine und seinen Tieren, um Elena Riffkin und Rodriguez, seiner Jule und seiner Mutter, die Tadden sogar bei sich aufgenommen hat. Vermissen würde ich auch die Sekretärin Frau Cebulla mit ihrer mütterlich Art, die sich aber auch gut durchzusetzen weiß. Und natürlich Raukel, der mal wieder gar keine Schuld an seinem Schlamassel bei sich sieht und sich den Konsequenzen auch noch entzieht. Bei Joris Tadden hoffe ich, dass er sich im Kommissariat gut eingliedert und noch lange dabei bleibt.

Wieder ein spannender, sehr unterhaltsamer Krimi mit Menschen, die sich seit langem einen Platz in meinem Herzen erobert haben. Jetzt geht das Warten auf Fall Nr. 13 los.

Bewertung vom 08.02.2023
Ritchey, Pamela

Ich bin verdorben! Erotische Geschichten


ausgezeichnet

Leidenschaftlich, gierig und lustvoll

Ich habe schon einige Kurzgeschichten von Pamela Ritchey gelesen und sie hat mich jedes mal mit ihrem angenehmen Schreibstil, der mich schnell in die einzelnen Geschichten hinein zieht, überzeugt. Genau so empfinde ich es auch bei diesen neuen Stories.

Leicht und locker führt sie mich durch die 10 verschiedenen Spiele von Darius und seiner Tante Marlene; Ralf, der erst spät bemerkt, dass seine angebetete Isabell eine Lesbe ist, die ihn trotzdem verwöhnt; Dietrich, der seine Tochter auf den Schulball begleitet und dort ihre Lehrerin kennenlernt, die er eigentlich schon lange kennt; und Moritz, der sich von Petra, der Freundin seiner Mutter, verwöhnen lässt. Wohin das führt, das müsst ihr schon selbst lesen.

Die so unterschiedlichen Protagonisten sind in ihrer Unterschiedlichkeit sehr gut beschrieben und sie regen mit ihren Aktionen die Fantasie und mein Kopfkino an. Ihr Verhalten ist zwar sehr direkt nur auf das eine gerichtet, aber nie derb, geschmacklos oder geht unter der Gürtellinie. Keine Geschichte gleicht der anderen, sie sind abwechslungsreich, voller Sinnlichkeit und einfach faszinierend.

Zum Abschluss bekomme ich als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine weitere heiße exklusive Geschichte, diesmal von Simona Wiles, als E-Book aus dem Internet herunter laden kann. Und wie üblich ist auch hier ein Lesezeichen passend zum Buch mit dabei.

Ich hatte mit diese erotischen Geschichten von Pamela Ritchey einige angenehme, angeregte Lesestunden.

Bewertung vom 07.02.2023
Wiles, Simona

Sex im Auto Erotische Geschichten


ausgezeichnet

Stimmungsvolle Sexgeschichten rund ums Auto

Die Geschichten von Simona Wiles finde ich immer sehr an- und aufregend. In diesem Buch bekomme ich wieder einiges geboten. Wie man schon am Cover erkennen kann, geht es hier im, am und rund ums Auto um Sex und Erotik.

Ich lerne Benjamin und eine fremde Frau in der Autowerkstatt kennen; Daniela, die mit ihren Kollegen Caleb, Elias, Gideon und Ivan die Firmenfeier ausklingen lässt; Dennis, der sich von Elisa in seinem Linienbus verwöhnen lässt; Adele, die Johann nun durch sein Geschenk immer bei sich hat und Mirco und Larissa zeigen mir, was auf einer Probefahrt mit einem tollen Auto alles passieren kann.

In diesem Buch von Simona Wiles bekomme ich 10 Geschichten, die Lust auf Mehr machen. Gefallen hat mir auch hier die erotische Sprache, die ohne vulgäre oder anstößige Ausdrücke auskommt. Trotzdem hat mein Kopfkino klare heiße Bilder der verschiedenen Abenteuer im Kopf gespeichert. Die Autorin versteht es, mich mitzunehmen in eine Welt der Erotik und der Lust, der Liebe und des Abenteuers.

Zum Abschluss bekomme ich als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine weitere heiße exklusive Geschichte von Simona Wiles als E-Book aus dem Internet herunter laden kann. Und wie üblich ist auch hier ein Lesezeichen passend zum Buch mit dabei.

0 von 58 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 07.02.2023
Potthast, Jessica

Wilde Hoffnung


ausgezeichnet

Ein so wundervoller Wohlfühlroman – trotz sehr vieler Tränen

Als Emilias Freund Max sie nach 10 Jahren für eine andere verlässt, braucht Emilia nicht nur ihre gute Freundin Anne, bei der sie übergangsweise unterkommt, sondern vor allem eine bezahlbare Wohnung in Berlin. Durch eine Anzeige kommt sie zu der verbohrten, verbitterten, gehässigen und dauernegativen Vera Rosentreter und ihrem Dackel Odin. Frau Rosentreter hatte einen Unfall und braucht Hilfe im Haushalt usw. Dafür kann Emilia kostenfrei bei ihr wohnen. Was soll das nur werden.
Doch es gibt gerade im Nachbarhaus auch Menschen, die genau wie Emmie die Natur, die Blumen und Pflanzen und das Gärtnern lieben. Hier trifft sie auch Lars, der sich für Urban Gardening stark macht. Zu beiden Grundstücken, die aneinander grenzen, gehört je ein großer ungenutzter Hof. Aus diesen beiden Höfen wollen sie alle gemeinsam eine blühende und grünende Oase schaffen…

Jessica Potthast beschreibt den wundervollen Garten, den Emmie und Lars mit den Bewohnern des Nachbarhauses und deren Kindern zum Blühen und das Gemüse zum wachsen bringt, so schön, dass ich mich selbst mit dem Gedanken trage, auch unseren Garten mal umzugestalten. Es ist so schön zu lesen, wie Emmie dank ihrer Leidenschaft fürs Gärtnern immer mehr aus ihrem Tal der Traurigkeit und Tränen heraus kommt. Bald sind es keine Tränen der Verzweiflung mehr, sondern eher der Freude, die hier immer wieder fließen. Ich habe die Bienen und die Schmetterlinge auf den Blüten von Rittersporn, Lavendel, Flammen- und Ringelblumen direkt vor Augen und deren Duft in der Nase. Es macht so Spaß Lars bei seinem Projekt „Kantine für alle“ zu begleiten, bei dem Entstehen dieser tollen Oase aus zwei ungenutzten Hinterhöfen mitten in Berlin dabei zu sein und mitzuerleben, wie aus vielen einzelnen Menschen eine wundervolle Gemeinschaft wird. Fast zu schön um wahr zu sein. Denn auch hier wäre es fast mit der Idylle vorbei gewesen, wenn… Mehr wird hier aber nicht verraten. Diese Geschichte muss man einfach selbst lesen.

Mir gefallen in diesem Buch neben den Blumen und Pflanzen ganz besonders die so gegensätzlichen und unterschiedlichen Menschen. Emilia, die am liebsten alles bis ins Letzte plant und immer streng organisiert ist. Der krasse Gegensatz, die sich aber bekanntlich anziehen, ist Lars, der eher alles auf sich zukommen und gerne alle Fünfe gerade sein lässt. Die größte Verwandlung macht in der Geschichte die alte Vera Rosentreter durch. Ihr Schicksal, an dem sie seinerzeit verzweifelt ist, möchte ich aber auch nicht durchleben müssen. Und auch der zurückgezogene Dennis kommt langsam aus seinem Schneckenhaus heraus und zeigt, dass er mehr kann als nur Computerspielen. Der absolute Goldschatz in der Geschichte ist für mich aber Dackel Odin. Alle diese Menschen aus zwei großen Berliner Mehrfamilienhäusern zeigen hier, wie und was man gemeinsam alles erreichen kann.

Mir hat diese sehr emotionale Geschichte mit den vielen wunderschönen Gartenbildern, die sich in meinem Kopf gebildet haben und den so hoffnungsvollen Momenten sehr gut gefallen.

Bewertung vom 07.02.2023
Weber, Judith;Weber, Marcus

Toffi erforscht die Erde


ausgezeichnet

Wir erforschen gemeinsam die Erde

Der kleine Affe Toffi geht heute mit Lämmchen Lina und Frosch Fips wandern. Dabei kann man sehr vieles darüber lernen, wie unsere Erde entstanden ist und woraus sie besteht; wie sich Berge gebildet haben und was sich tief unter der Oberfläche alles tut. Sie bemerken, dass alle Steine anders ausschauen und sie finden eine alte Versteinerung. Lina, die sich mit dem Thema schon sehr gut auskennt, erklärt Toffi und Fips wie alles zusammen hängt.

Auf den insgesamt 9 Hartpappdoppelseiten haben Judith und Marcus Weber kleine Texte platziert, denen die kleinen Zuhörer gut folgen und sie verstehen können. Die Erklärungen von Lämmchen Lina regen auch zu vielen weiteren Fragen rund um das Thema Erde an. Marta Costa hat dazu jede Doppelseite farbenfroh und detailreich gestaltet, so dass es Spaß macht, auch einfach nur die Bilder anzuschauen und die vielen Kleinigkeiten zu entdecken, die sich dort verstecken.

Ein tolles Sachbilderbuch für unsere jüngsten Zuhörer ab 2 Jahren, das Lust darauf macht, genau so wie Toffi, Fips und Lina auf Entdeckungs- und Erforschungstour zu gehen.

Bewertung vom 07.02.2023
Schneider, Noemi

Ludwig und das Nashorn


ausgezeichnet

Ein philosophisches Bilderbuch, das mich begeistert hat

Schon das Cover des Berliner Duos GOLDEN COSMOS in deren charakteristischem Siebdruckstil bietet so viel kleine Details, die es sich zu entdecken lohnt. Wie ich finde, einfach wunderschön gestaltet.

Als Ludwig´s Papa abends ins Kinderzimmer kommt und fragt, mit wem Ludwig da gerade geredet hat, erklärt der ihm, dass da ein Nashorn in seinem Zimmer sei. Aber Papa sieht kein Nashorn; weder im Schrank, noch unter dem Bett oder unter dem Schreibtisch. Es entspinnt sich eine philosophische Diskussion zwischen Vater und Sohn, ob nur da ist, was man auch sehen kann? Oder ob es Beweise braucht um daran glauben zu können? Dabei haben wir Ludwig und das Nashorn doch gleich auf der ersten Seite schon entdeckt.

Bisher kannte ich kein Kinderbuch, dass sich mit der wahrhaftigen Existenz von Dingen beschäftigt. Also war ich ganz gespannt, wie dieses Thema von Noemi Schneider ausgerbeitet wird. Sie nimmt eine Diskussion zwischen Ludwig Wittgenstein, einer der bedeutendsten Philosophen des 20. Jahrhunderts, und seinem englischen Professor Bertrand Russell als Grundlage für diese philosophische Gute-Nacht-Geschichte. Mehr zu deren Diskussion findet sich auch hinten im Buch. Mir hat diese Umsetzung sehr gut gefallen.

Doris Freigofas und Daniel Dolz von GOLDEN COSMOS haben die ganzseitig farbigen Bilder im Siebdruckstil mit ganz vielen kleinen Details liebevoll gestaltet. Dies war ihr erstes Kinderbuchprojekt. Von ihnen würde ich mir mehr Bücher wünschen.

Ein wunderbares Buch, dass nicht nur Kinder ab 4 Jahren zum philosophieren anregt. Auch ich mache mir hier meine eigenen Gedanken - und finde das wundervoll.