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Benutzername: Blackfairy71
Wohnort: Haltern am See
Über mich: gothic-angehauchte Schwarzromantikerin, Rattenmami, kleine Gewitterhexe und glücklich vergebene Partnerin eines Bastlers und Schraubers
Danksagungen: 9 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 55 Bewertungen
Bewertung vom 08.02.2012
Engelstränen
Carpenter, Tanya

Engelstränen


ausgezeichnet

Wow! Ich war ja schon von "Tochter der Dunkelheit" begeistert, aber die Fortsetzung ist fast noch besser.
Tanya Carpenter schafft es in ein Buch mit knapp 220 Seiten soviel Handlung und Spannung zu packen, dass man hinterher denkt, man hätte mindestens 500 Seiten gelesen. Die Geschichte spielt wieder an vielen verschiedenen Orten wie London, Rumänien, New York, New Orleans.
Die Handlung ist keine Minute langweilig oder uninteressant. Die Charaktere sind noch ausgereifter, man erfährt zum Beispiel einiges über die Vergangenheit von Lucien und Dracon.
Im Vordergrund steht natürlich Melissa. Gerade erst zum Vampir geworden möchte sie eigentlich nur mit ihrem geliebten Armand zusammen sein, dem Vampir, der sie in die Dunkelheit geholt hat. Aber als Hexe hat sie ein sehr menschliches Wesen und als Lucien, Armands Dunkler Vater sie zu sich ruft, weiß sie, dass er der einzige ist, der ihr über die erste Zeit nach der Wandlung hinweg helfen und sie lehren kann, was es heißt, ein Vampir zu sein.
Armand fällt es nicht, Melissa gehen zu lassen, aber er kann nichts dagegen tun und hofft, dass ihre Liebe stark genug ist, dass sie zu ihm zurückkehrt.

Neben der Spannung hat das Buch auch wieder einige emotionale Momente. Melissa fürchtet sich zunächst vor ihrer Rückkehr ins Mutterhaus der Ashera. Wie wird Franklin, ihr Vater, auf ihr verändertes Wesen reagieren? Kann er akzeptieren, dass sie nun ein Vampir ist und zu Armand gehört, dem Mann, den er selbst auch begehrt?
Zum Ende gerät Melissa in einen Gewissenskonflikt, in dem sie eine schwerwiegende Entscheidung treffen muss.

Zu meiner Freude tauchen neben Armand und Melissa auch fast alle der Figuren aus dem ersten Teil wieder auf: Der Dunkle Lord Lucien, Dracon, Franklin, Mels Großtante Camille, die Wölfin Osira usw. Lemain taucht diesmal allerdings leider nur kurz auf.
Lucien hat hier einen wesentlich größeren Part und ich muss sagen, ich bin hin und hergerissen. Auf der einen Seite ist er ein wunderschöner, sinnlicher, leidenschaftlicher Vampir, andererseits hat er nach fünftausend Jahren fast seine gesamte Menschlichkeit verloren und handelt stets in seinem eigenen Interesse, Sterbliche bedeuten ihm nichts.

Es werden auch einige interessante neue Charaktere eingeführt, die hoffentlich in einem weiteren Buch wieder dabei sein werden.

Bewertung vom 08.02.2012
Frisch gebissen / Chicagoland Vampires Bd.1
Neill, Chloe

Frisch gebissen / Chicagoland Vampires Bd.1


ausgezeichnet

Ich gebe zu, ich war ja zuerst skeptisch anhand des Klappentextes und habe mehr was für Jugendliche erwartet, halt so in Richtung Twilight oder so.
Aber ich bin positiv überrascht von dem Buch, denn Merit, die Hauptperson, ist keine Schülerin, sondern eine siebenundzwanzigjährige Doktorandin an der Universität von Chicago, als sie nachts im Park überfallen wird. Sie überlebt den Angriff des Vampirs nur, weil ein anderer Vampir sie verwandelt.
Überraschend ist das zwar nicht für sie, denn vor acht Monaten traten die Vampire an die Öffentlichkeit und verkündeten, dass sie keine Wesen aus Schauergeschichten sind, sondern tatsächlich existieren. Trotzdem ist sie von ihrer Wandlung zunächst nicht begeistert. Im Gegensatz zu ihrer Freundin und Mitbewohnerin Mallory, die sich schon immer für das Übersinnliche und Okkulte interessiert hat und fast enttäuscht ist, dass es sie nicht erwischt hat.
Allerdings hat sie im Verlauf der Geschichte keinen Grund mehr neidisch zu, aber ich will nicht zuviel verraten.
Als Merit am dritten Abend nach ihrer Wandlung nach Hause kommt, erfährt sie, dass sie vom Meister des Vampirhauses Cadogan, Ethan Sullivan, verwandelt und somit vor dem Tod gerettet wurde. Aber ihre Dankbarkeit hält sich in Grenzen, denn nun erwartet sie ein Leben, das sie selbst nicht für sich gewählt hat. Besonders wütend macht sie, dass ihr Job durch das Haus Cadogan bei der Uni gekündigt wurde, ohne dass sie davon wusste.
Bei einem ersten Besuch im Haus Cadogan stellt sie Ethan zur Rede und macht ihm klar, dass sie sich nicht herumkommandieren lässt. Ethan ist Ungehorsam von „Neugeborenen“ nicht gewohnt und erteilt ihr im Kampf vor anderen Vampiren eine Lektion. Von da an herrscht bei jedem Zusammentreffen der beiden knisternde Spannung, denn so sehr Merit auch versucht ihren Meister zu hassen, kann sie doch nicht leugnen, dass sie sich zu dem attraktiven Vampir hingezogen fühlt.
Aber zunächst gibt es andere Probleme, denn es wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, die Merit sehr ähnlich sieht. Ist ein Serienmörder in Chicago unterwegs, ein abtrünniger Vampir und sollte Merit auch sein Opfer werden?
Merit ist eigentlich der Familienname der Hauptperson, ihren Vornamen erfährt man – zumindest in diesem ersten Teil – nicht. Dieser Name ist allerdings sehr bekannt in Chicago, denn ihr Vater hat nichts Besseres zu tun, als sein Leben lang Geld und Reichtum anzuhäufen und sich somit Macht und Einfluss in der Stadt zu erkaufen. Eine Tatsache, die Merit zuwider ist und sie daher kaum Kontakt zu ihrer Familie hat, mit Ausnahme ihres Großvaters. Charles „Chuck“ Merit ist ehemaliger Polizist und seit 4 Jahren in Pension. Zumindest hat er das seiner Enkelin erzählt. In Wahrheit leitet er eine kleine Spezialeinheit, um das Gleichgewicht des Übernatürlichen zum Rest der „normalen“ Bevölkerung Chicagos aufrecht zu erhalten. Diese Truppe besteht aus dem Hexenmeister Catcher, dem Formwandler Jeff und einem Vampir, dessen Identität nur Charles kennt.
Catcher unterrichtet Merit in Kampftechniken und Mallory macht ihr klar, wie sie sich als Angehörige eines der mächtigsten Vampirhäuser in Chicago zu kleiden und zu benehmen hat. Und allmählich gewöhnt Merit sich an ihr neues Leben, das nur nachts stattfinden kann, da sie eine schmerzhafte „Sonnenallergie“ entwickelt hat.
Und als der große Abend kommt und Merit offiziell mit anderen Vampirneulingen dem Haus Cadogan die Treue schwört, wird sie mit einer einflussreichen Position in der Hierarchie belohnt. Bei den vielen Vampir- und Fantasyromanen ist es für einen Autor natürlich schwer, etwas komplett Neues zu erfinden. Daher gibt es auch hier Parallelen zu den Romanen von Charlaine Harris, Ilona Andrews, Jeanne C. Stein oder Kim Harrison. Aber das fand ich jetzt nicht schlimm, denn Chloe Neill hat eine spannende Geschichte mit sympathischen, Figuren geschrieben. Das Buch hat für mich alles, was einen guten Roman ausmacht: eine fesselnde Geschichte, Herz, Humor und einen Hauch Erotik.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 17.11.2011
Tochter der Dunkelheit - Ruf des Blutes
Carpenter, Tanya

Tochter der Dunkelheit - Ruf des Blutes


sehr gut

Es müssen nicht immer amerikanische Autoren sein, die gute Fantasy oder Vampirbücher schreiben. Tanya Carpenter kommt aus Hessen und muss sich hinter der internationalen Konkurrenz nicht verstecken.
Ich habe bisher Teil 1 bis 3 der Reihe "Ruf des Blutes" gelesen und war von allen begeistert.
Schon die schönen Cover beim Sieben-Verlag sind etwas Besonderes. ;-)
Tanya Carpenter versteht es den Leser mit ins Geschehen einzubeziehen und die Handlung anschaulich und nachvollziehbar zu schildern. Melissa Ravenwood ist mir gleich sympathisch gewesen.
Und hier sind die Vampire keine weichgespülten Kuschelwesen, die in der Sonne glitzern.
Neben den Vampiren tauchen auch noch Gestaltwandler auf und andere übernatürliche Wesen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 17.11.2011
Blutzoll / Blood Ties Bd.1
Huff, Tanya

Blutzoll / Blood Ties Bd.1


ausgezeichnet

Toronto wird von einer unheimlichen Mordserie erschüttert. Kann es wirklich sein, dass ein Vampir dahinter steckt?
Privatdetektivin Vicky Nelson wird beauftragt, die Morde zu untersuchen. Dabei kommt die ehemalige Polizistin ihrem Ex-Partner Mike Celucci in die Quere, der ebenfalls den Mörder sucht.
Und ein dritter ist auf der Jagd nach dem Killer, wenn auch aus eher eigennützigen Motiven: Vampir Henry Fitzroy, 450 Jahre alt und unehelicher Sohn von Henry VIII.
Ich habe diese Buchreihe gelesen, als der Markt noch nicht von so vielen Vampirbüchern überschwemmt wurde und war sofort begeistert von Tanya Huffs Schreibstil, ihrem Humor und der Darstellung ihrer Charaktere.
Leider war nach 5 Teilen Schluss, es gab dann noch ein Buch mit Kurzgeschichten.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 17.11.2011
Das rote Licht des Mondes
Kaffke, Silvia

Das rote Licht des Mondes


sehr gut

Dieser Roman ist einer der besten historischen Krimis, die ich bisher gelesen habe. Silvia Kaffke hat sehr viel Zeit für ihre Recherchen verwendet und das merkt man. Die Handlung liegt über 150 Jahre zurück und trotzdem ist sie sehr lebendig. Man sieht die Straßen Ruhrorts direkt vor sich und kann sich wunderbar vorstellen, wie es damals gewesen sein muss. Keine Elektrizität, kein fließendes Wasser in den Häusern. Und Anstand und Moral hatten einen hohen Stellenwert, zumindest nach außen hin.
Lina Kaufmeister ist eine junge, mutige Frau, die sich nicht in die von der Gesellschaft vorgegebene Rolle der Frau fügen will und auf eigenen Beinen stehen möchte. Jahrelang hat sie als "Hausangestellte" im Elternhaus, das nun ihrem Bruder gehört, gelebt und gearbeitet, das Hauspersonal beaufsichtigt und alles organisiert. Und ihren kranken Vater gepflegt. Aufgrund einer körperlichen Einschränkung - eine steife Hüfte - gab es nie jemanden, der sie heiraten wollte und Lina selbst hat die Hoffnung auf eine Ehe aufgegeben.
Zum einen ist "Das rote Licht des Mondes" ein historischer Roman und man erfährt viel über das Leben im Ruhrgebiet im 19. Jahrhundert, auch über die industrielle Geschichte und Entwicklung. Franz Haniel ist ein Stichwort. Und es ist der Kampf einer mutigen jungen Frau für ihr Recht auf ein eigenständiges Leben. Lina war mir von Anfang an sympathisch. :-) Außerdem gibt es eine spannende Krimi-Story um eine geheimnisvolle Verbindung mächtiger Geschäftsleute in Ruhrort, die auch vor grausigen Morden und Kindesentführungen nicht zurückschrecken, um ihr Ziel zu erreichen.