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Benutzername: Blackfairy71
Wohnort: Haltern am See
Über mich: gothic-angehauchte Schwarzromantikerin, Rattenmami, kleine Gewitterhexe und glücklich vergebene Partnerin eines Bastlers und Schraubers
Danksagungen: 9 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 55 Bewertungen
Bewertung vom 10.12.2013
Ein Weihnachtsgeschenk für Walter
Wersba, Barbara

Ein Weihnachtsgeschenk für Walter


ausgezeichnet

Was für ein wunderbares Buch, eine zauberhafte Geschichte und gerade jetzt in der Weihnachtszeit einfach ein Vergnügen zu lesen. Ich bin sehr froh, dass ich dieses Buch zufällig entdeckt habe.
Walter hat sich schon mit den ersten Sätzen in mein Herz geschlichen. Eine bibliophile Ratte. *g* Für ihn muss es ein Paradies sein, im Haus einer Schriftstellerin mit einer großen Bibliothek zu leben. Nacht für Nacht liest er dort die Bücher, große Werke der Literatur und zitiert diese gerne für sich. Denn Walter ist einsam, seine gesamte Familie ist bereits tot oder lebt woanders, nur er ist noch da. Genauso alleine wie Miss Pomeroy, die anscheinend auch keine Freunde oder Verwandte hat.
Durch die Briefe entwickelt sich eine Beziehung, die auf gegenseitigem Respekt beruht und als Weihnachten näher rückt, möchte Walter Miss Pomeroy unbedingt etwas schenken.

Die Figuren, besonders Walter, sind sehr liebevoll beschrieben. Die Autorin hat eine wundervolle Geschichte geschrieben mit viel Herz und auch Humor. Die Zeichnungen ergänzen das Ganze wunderbar.
Oft musste ich darüber schmunzeln, welche Gedanken sich Walter so macht. Sie regt aber auch zum Nachdenken an, besonders als Walter sich fragt, warum die Menschen Kaninchen, Meerschweinchen, Hunde, Katzen und sogar Mäuse mögen, aber Ratten ganz offenkundig hassen. Eine Sache, die ich selbst nie verstehen werde, denn Ratten sind etwas Wunderbares und sie sind intelligent, sozial und sauber. Wir sind es schließlich, die den Müll wegschmeißen und können es den Tieren wohl kaum vorwerfen, dass sie sich davon ernähren. Aber das ist ein anderes Thema.
"Ein Weihnachtsgeschenk für Walter" wird zwar als Kinder- und Jugendbuch geführt, aber ich finde es auch wunderbar für Erwachsene. Und sicher werden sie auch eher den Sinn der Geschichte verstehen.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 13.02.2013
Schrei, wenn die Nacht kommt
Gardner, Lisa

Schrei, wenn die Nacht kommt


sehr gut

Lorraine Conner, Rainie, wird vermisst. Der Wagen der ehemaligen Polizistin, die seit einiger Zeit mit ihrem Mann Pierce Quincy als Berater in schwierigen Fällen für die Polizei tätig ist, steht verlassen und mit laufendem Motor am Straßenrand in ihrer Heimatstadt Bakersville, Oregon. Was ist passiert? Wurde sie entführt? Oder bewahrheitet sich die Befürchtung ihres Mannes, dass Rainie wieder zu trinken begonnen hat? Vor einer Woche hat der pensionierte FBI-Profiler sie verlassen in der Hoffnung, dass sie dadurch wieder zur Besinnung kommt und sie wieder zueinander finden. Aber es scheint nun, dass dies ein großer Fehler war.
Schließlich erhält die Polizei von Oregon ein Schreiben und es ist klar, dass Rainie entführt wurde. Es soll ein Lösegeld gezahlt werden, das vergleichsweise niedrig ist und Quincy fragt sich, ob wirklich das Geld der Grund für die Entführung ist. Oder hat es mit einem der Fälle zu tun, an dem Rainie gearbeitet hat?
Währenddessen treffen auch Quincys Tochter Kimberly, ebenfalls FBI-Agentin und ihr Freund Mac, tätig beim GBI Georgia, zur Unterstützung in Bakersville ein.
Im Laufe der Geschichte erfährt man einiges über die letzten Wochen im Leben von Rainie und es wird klar, dass sie an ihrem letzten Fall fast zerbrochen wäre. Der brutale Mord an einem kleinen Mädchen und ihrer Mutter hat sie in einen Burn Out und zurück in den Alkohol getrieben. Von Albträumen geplagt zieht Rainie sich immer mehr in sich selbst zurück und lässt ihren Mann nicht mehr an sich ran. Die misslungene Adoption eines Babies trägt auch noch zu ihrem Leid bei.
Quincy setzt alles dran, dem Entführer auf die Spur zu kommen, auch wenn seine eigene Gesundheit darunter leidet. Ihm wird klar, dass Rainie für ihn alles bedeutet und ein Leben ohne sie nichts mehr wert.
Aber der Entführer ist ihnen immer einen Schritt voraus und hält sie zum Narren. Schließlich verschwindet auch noch ein kleiner Junge, um den sich Rainie gekümmert hat. Da ist für Quincy klar, dass es um etwas Persönliches gehen muss.

Ich habe von Lisa Gardner schon ein paar Bücher gelesen und kenne daher auch die Geschichte von Rainie und Quincy, wie sie sich kennengelernt und in einander verliebt haben. Beide haben viel durchgemacht und große Verluste in der Vergangenheit erlitten und sich gegenseitig Halt gegeben. In ihrer Arbeit sind beide Perfektionisten und geben alles für ihren Job. Quincy hat als FBI-Profiler bereits alles gesehen, was ein Mensch einem anderen antun kann. Und trotzdem kann er seiner Frau nicht helfen. Im Laufe des Buches kann man die wachsende Verzweiflung sehr gut nachfühlen, seine Hilflosigkeit.
Durch den Wechsel der Erzählperspektiven (Quincy, Rainie, Kimberly und Mac, die Ermittlungen der Polizei) gelingt es der Autorin die Spannung sehr gut aufrecht zu erhalten. Relativ kurze Kapitel, zu deren Beginn immer die jeweilige Uhrzeit steht, steigern diese noch.
Einen Teil der Charaktere kannte ich ja schon aus den vorherigen Büchern. Rainie mochte ich immer schon, denn trotz ihrer Vergangenheit war sie eine starke Frau. Sie nun so zu sehen, tat mir sehr leid. Aber es zeigt mal wieder, dass auch Polizisten nur Menschen sind.

Alles in allem ein spannender Krimi, den ich wirklich empfehlen kann. Man muss die Vorgänger auch nicht unbedingt gelesen haben, da hier auf die Vergangenheit der Hauptcharaktere auch eingegangen wird.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 10.02.2013
Edens Asche
Giorgi, Monika De

Edens Asche


sehr gut

"Engel der Rosen" ist die Fortsetzung von "Edens Asche" und beginnt dort, wo der erste Teil aufhörte. Nachdem Francois Damians Gefährten Joshua umgebracht hat, flieht dieser mit seinem Bruder Kim und ihrer gemeinsamen Freundin Beatrice, ebenfalls ein Jungvampir, nach Italien.
Immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass Francois ihn finden und ihn und seine Lieben töten wird, versucht er ein halbwegs normales Leben zu führen. Aber die Trauer um Joshua lastet schwer auf ihm.
Eines Tages taucht die Vampirin Alessandra auf, die ebenfalls zur Blutlinie von Joshua gehört. Sie will Damian im Kampf gegen Francois unterstützen und nimmt ihn dazu mit in ihre Heimat Schottland. Dort trifft er auch einen weiten Vampir, Jamie. Gleich bei der ersten Begegnung spüren beide eine große Anziehung zueinander.
Aber zunächst gibt es Wichtigeres, denn Alessandra ist sich sicher, dass Damian mehr ist als ein "gewöhnlicher" Jungvampir. Es geht um eine alte Prophezeiung, um Vampire mit außergewöhnlichen Fähigkeiten und den "Orden der schwarzen Rose". Aber ist Damian wirklich ein Dunkler Engel und der "Auserwählte"? Und was würde das für seine Zukunft bedeuten?

Wie schon in Teil 1 haben die Vampire auch hier nichts mit in der Sonne glitzernden Wesen á la Twilight gemeinsam. Sie sind beinah überirdisch schöne Wesen, elegante Raubtiere, Jäger der Nacht. Unterwegs in den Clubs auf der Suche nach geeigneter Beute, um ihren Blutdurst zu stillen. Und nicht selten überleben die willigen Opfer den Hunger des Vampirs nicht. Aber das ist der Lauf der Natur. ;-)
Für mich jedenfalls sind Damian, Alessandra oder auch Jamie Vampire so wie ich sie mir vorstelle. Und die Geschichte ist flüssig erzählt und mit sehr viel Liebe zum Detail, durchgehend spannend, wenn auch ohne große Action. Das Ende ist offen und ich hoffe, es kommt bald in einem dritten Teil zum entscheidenden Showdown mit Francois.

Minuspunkte muss ich allerdings auch verteilen, die gehen aber nicht an die Autorin, sondern an den Verlag. Denn das Buch wimmelt von unsinnigen Zeilenumbrüchen. Dafür fehlen diese dann, wenn sie Sinn machen würden, wie bei Szenenwechseln. Daran sollte man vielleicht noch arbeiten.

Bewertung vom 10.02.2013
Von Den Elben
Faun

Von Den Elben


ausgezeichnet

Gleich mit dem Opener „Mit dem Wind“ geht es gut los. Ein Text, bei dem man direkt die Koffer packen und dem Wetter hier entfliehen möchte. ;-)
Gut gefallen mir auch die Songs „Tanz mit mir“ und „Schrei es in die Winde“. Beim ersten erhalten Faun Unterstützung von Santiano. Da habe ich irgendwo eine Kritik gelesen, das kann ja nichts werden, wenn die sich einen „Shanty Chor“ dazu holen. Naja, so würde ich Santiano nicht gerade bezeichnen, aber sei es drum.
In „Schrei es in den Wind“ geht es um eine Hexe und der Song ist ein Cover von Eluveitie.
Auch Subway to Sally haben Faun diesmal unterstützt und Eric Fish singt mit Ihnen zusammen das „Minne Duett“.
Das dritte Stück ist der Titelsong „Von den Elben“ und etwas ruhiger, aber es passt gut in den Mix des gesamten Albums.
Teilweise habe ich ja schon Kritik gehört, jetzt würden Faun auch noch kommerziell. Schon bei Fernsehwerbung geht so manchem Fan ja die Hutschnur hoch.
Schade, denn schließlich ist es doch das, wofür ein Künstler arbeitet: Erfolg. Und wenn er diesen bei einer breiten Masse hat, ist das doch schön und man sollte sich mit ihm freuen. Solange sie doch ihrem Stil einigermaßen treu bleiben und nicht eine komplett andere Richtung einschlagen, ist doch alles okay. Ich finde das Album sehr gelungen.

5 von 12 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 21.09.2012
Nibelungenmord / Kommissar Jan Seidel Bd.1
Merchant, Judith

Nibelungenmord / Kommissar Jan Seidel Bd.1


sehr gut

Ich war schon einmal in Königswinter und ich meine, auch auf dem Drachenfels. Das ist aber schon fast 20 Jahre her, daher kann ich mich nicht mehr so richtig daran erinnern. Aber das war auch ein Grund, warum ich dieses Buch gerne lesen wollte. Und ich finde, gerade Krimis aus Deutschland sollten eine Chance bekommen, denn sie müssen sich vor der Konkurrenz aus Amerika, England oder Skandinavien nicht verstecken.
Judith Merchant kennt sich aus in Königswinter, das merkt man an ihren Beschreibungen und Ortskenntnis gefällt mir immer sehr gut an Büchern.
"Nibelungenmord" ist ein solider, gut konstruierter Krimi mit geschickt verzweigten Handlungssträngen, die den Leser oft in die Irre führen und wenn man denkt, man ist vielleicht auf der richtigen Spur, dann taucht wieder eine Wendung auf. Eine Story zum Miträtseln á la Agatha Christie.
Es gibt zwar keine große Action mit wilden Verfolgungsjagden oder ähnlichem, aber trotzdem gelingt es der Autorin, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten.
Edith, die Großmutter des Kommissars Jan Seidel, mochte ich gleich, denn sie erinnert natürlich an Miss Marple. Geistig noch total fit, weigert sie sich standhaft in ein Altersheim zu ziehen und nimmt ihren Enkel vorübergehend bei sich auf, der nach einer geplatzten Hochzeit auf die Renovierung seiner Wohnung wartet.
Mit Jan selbst konnte ich zunächst nicht so recht warm werden und man erfährt auch erst ziemlich zum Ende des Buches den Grund für die kurzfristige Trennung von seiner Verlobten. Die mir auch nicht sehr sympathisch war, ebenso wie Jans Kollegin Elena. Was vielleicht auch mit ihrem des Öfteren erwähnten "Pferdehaar" zu tun hatte. *g* Und ihrer doch sehr zynischen Meinung über Männer.

Also wer gute Krimikost aus deutschen Landen mag, dem kann ich "Nibelungenmord" empfehlen. Und das nächste Buch "Loreley singt nicht mehr" werde ich auch lesen, auf jeden Fall.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 06.08.2012
Verbotene Bisse / Chicagoland Vampires Bd.2
Neill, Chloe

Verbotene Bisse / Chicagoland Vampires Bd.2


sehr gut

„Verbotene Bisse“ ist der zweite Teil der Chicagoland-Vampire-Serie. Merit ist nun seit gut zwei Monaten ein Vampir und wurde zur Hüterin des Hauses Cadogan ernannt. Um ihrer Aufgabe besser nachkommen zu können, zieht sie bei ihrer Freundin Mallory aus und in ein Zimmer im Hause Cadogan.
Nachdem ja schon in Teil 1 festgestellt wurde, dass Mallory eine Hexe ist, stehen auch für sie einige Veränderungen an.
Gleich zu Beginn erfährt Merit, dass ihre Erzfeindin Celina wieder auf freiem Fuß ist und es bleibt zu befürchten, dass sie sich rächen wird.
Außerdem muss Merit diesmal ihre Verbindungen zur High Society von Chicago nutzen. Dies tut sie allerdings nur widerwillig, denn das Verhältnis zu ihrem opportunistischen Vater und ihrer versnobten Mutter war schon vor ihrer Verwandlung nicht gut. Nun soll sie aber auf Befehl ihres Meisters Ethan Sullivan zur Tarnung reumütig in den Schoß ihrer alten Familie zurückkehren, um ihrer neuen Familie, den Vampiren, zu helfen. So geht sie mit Ethan zu einer Party bei der alteingesessenen Familie Breckenridge, mit deren Sohn Nicholas Merit in der High School befreundet war.
Aber warum ist er so feindselig den Vampiren gegenüber? Ist es allgemeines Misstrauen oder steckt mehr dahinter?

Es gibt wieder einige knisternde Szenen zwischen Ethan und Merit. Ebenso zwischen Morgan, dem Meister des Hauses Navarre, und Merit. Aber leider scheint das sehr einseitig zu sein. Schade, ich mag Morgan sehr gerne, er kommt sympathisch rüber und hat einen tollen Humor.

Ich muss sagen, Teil 2 fand ich nicht ganz so spannend wie Teil 1. Es fehlte ein echter Höhepunkt in der Story, was vielleicht daran lag, dass diese anscheinend nahtlos im 3. Teil fortgesetzt wird. Vielleicht kommt da wieder mehr Spannung auf.
Schade fand ich auch, dass Mallory, Catcher und auch Merits Großvater diesmal nur kleinere Auftritte hatten.
Aber nach wie vor ist mir die Protagonistin Merit sehr sympathisch und ich mag auch den Humor in der Geschichte und die Erzählweise der Autorin.

Teil 3 „Mitternachtsbisse“ ist ja bereits erschienen und ich werde es auf jeden Fall lesen, denn ich will wissen, wie es weitergeht. Denn zum Schluss wird bei Teil 2 noch ein interessanter Charakter eingeführt: Gabriel Keene, der Chef des Rudels der Formwandler von Nordamerika. Bin gespannt, was da noch so passieren wird.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.