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Marie aus E.

Bewertungen

Insgesamt 885 Bewertungen
Bewertung vom 31.08.2021
Merchant, Judith

SCHWEIG!


ausgezeichnet

Das Buch spielt am Vorabend vor dem Heiligen Abend. Esther will nur geschwind ihrer Schwester ein Geschenk vorbeibringen. Diese lebt einsam in einem Haus im Wald und alles ist so fürchterlich kompliziert mit ihr. Dabei hat Esther ja auch noch die ellenlange ToDo Liste für Weihnachten abzuarbeiten, aber wenigstens kurz mal vorbeischauen will sie.

Dann beginnt ein Kammerspiel de Luxe. Die beiden Frauen in dem einsamen Haus, draußen bahnt sich ein Schneesturm an und drinnen beginnt ein Sturm der anderen Art.
Anfangs scheint alles klar, die Rollen der Schwestern sind nachvollziehbar, doch dann wechselt die Erzählperspektive von Esther zu ihrer Schwester - und nichts mehr ist eindeutig. Das bleibt so während des Buches, diese abwechselnde Perspektive und so entblättert sich Seite um Seite eine zutiefst toxische Beziehung, die mit einem großen Showdown endet.

Die dichte Kammerspielatmosphäre, die mit voller Konzentration auf diese eine Szene (o.k. Rückblenden gab es schon auch) fokussiert war, machte es unglaublich spannend. Eine nicht alltägliche Erzählweise, die ich sehr intensiv empfand.

Das Ende hat mir dann nochmal einen Schauer über den Rücken laufen lassen.

Bewertung vom 29.08.2021
Benrath, Nora

Eskalation


gut

Der Thriller ist mit schlanken 320 Seiten ungewöhnlich kurz. Das fand ich aber durchaus angenehm, weil man ihn damit schön mal zwischendurch lesen kann.

Achtung: Minispoiler im letzten Absatz der Rezension bezüglich des Endes, nicht die Auflösung, aber zur Art der Auflösung.

Der Einstieg mit der unheimlichen Stimme aus der Freisprechanlage war sehr spannend. Kurz darauf begann es dann aber für mich schon mit den ersten nicht nachvollziehbaren Aktionen. Eine Polizeikontrolle verspricht Rettung. Wie Dina da reagiert, hm, das war für mich nicht nachvollziehbar.

An sich aber ein spannendes Buch, das mit seinen Folterszenen nichts für Cosby Crime Liebhaber ist.
Was mir allerdings etwas gefehlt hat: die Nähe zu den Figuren. Außer zu Dina, die natürlich im Fokus stand, blieben ihre Freundinnen blaß. Das mag aber auch der Buchlänge geschuldet sein, da war einfach kein Raum für mehr Entwicklung.

Das Ende hat dann einen etwas schalen Beigeschmack, da es so plötzlich aus dem Hut gezaubert wurde. Es gab keine Entwicklung im Buch zu dieser Auflösung. So etwas finde ich dann doch unbefriedigend.

Bewertung vom 29.08.2021
Bronsky, Alina

Barbara stirbt nicht


ausgezeichnet

Walter ist Rentner und hat Zeit seines Lebens die Vollversorgung durch seine Ehefrau als Selbstverständlichkeit nicht nur hingenommen, sondern auch seine Standards definiert und abverlangt.
Doch dann wird Barbara, seine Frau, krank und er muss von einer Minute auf die andere alles daheim wuppen.
Er hat keinen blassen Schimmer und kann nicht mal Kaffee kochen.

Walter ist einfach fürchterlich! Er ist unsympathisch, unfreundlich, unselbständig und ein Ignorant. Was er nicht wahrhaben will, gibt es nicht. Ob es die gleichgeschlechtliche Beziehungen der Tochter (die Partnerin ist für ihn die beste Freundin), die gescheiterte Partnerschaft des Sohnes oder eben Barbaras Erkrankung ist (ist ein bisschen schlapp, muss nur anständig was essen).

Die Autorin schildert das alles so trocken und so real, als wären wir dabei. Und ja nun, so ein bisschen bis ganz schön viel Walter kennt man auch aus dem eigenen Familien- und Bekanntenkreis.

Wir als Lesende nehmen dabei Walters Perspektive ein, wissen also nur das, was Walter als seine Wahrheit gelten lässt. Sein Umfeld weiß deutlich besser Bescheid. Interessante Herangehensweise, die das Lesen spannend macht.

Im Laufe des Buches geschieht es dann - in ganz kleinen Schritten - Walter nimmt seine neue Rolle an. Natürlich bekommt er auch Hilfe, ganz viel aus dem von ihm bislang völlig unentdeckten Internet. Er entdeckt einen Fernsehkoch und mit dessen Facebook-Seite erobert er sich Zug um Zug die Kochwelt. Ganz köstlich zu lesen, wie Walter sogar eine kleine Internet-Berühmtheit wird.

Ich habe das Buch verschlungen, der böse Witz der Autorin, gepaart mit der treffender Charakterstudie einer Generation von Männern (ja, ich weiß, natürlich sind nicht alle so und es ist etwas überzeichnet) - ein echter Lesegenuss.
Sehr gelungen auch das Ende, nochmal ein Paukenschlag zum Abschluss.

Bewertung vom 29.08.2021
Milán, Greta

Beyond Eternity / Der Schwur der Göttin Bd.1


ausgezeichnet

Das Buch ist der seltene Fall, dass ich das Cover so gar nicht mag, die Story aber umso mehr. Besonders ist aber, dass das Motiv auch nach Abnehmen des Schutzumschlags auf dem Buch noch mal abgedruckt ist, das ist selten, aber umso schöner.
Die Tochter sagte zum Cover: "sieht aus, als hätte sie eine Glatze, aus der lauter Nebelschwaden kommen". Ja, sieht wirklich auch in meinem Blick nach Glatze aus. Aber zum Glück ist das Cover ja nicht entscheidend.

Die Story: Es geht um römische Gottheiten und einen fiesen Fluch, der auf Nayla liegt. Sie ist siebzehn, ihre Eltern sind sehr streng, was Dates angeht und bislang war sie auch noch nie wirklich verliebt. Doch jetzt sind da diese zwei neuen Austauschschüler an der Schule und...

Die römische Mythologie ist Grundthema des Buches, aber meine Befürchtung, dass es es trockene römische Götterkunde wird, hat sich glücklicherweise nicht bewahrheitet. Insgesamt nimmt das Thema deutlich weniger Raum ein als gedacht. Klar ist es ständig präsent, aber keinen Lesemoment verstaubt oder dominant. Echte Fans des Themas könnten aber deshalb evtl. enttäuscht sein.

Ich mag den Schreibstil - modern, humorvoll und Nayla, die ihr Umfeld mit dem "Gottheitengedöns" für völlig abgefahren hält. Klingt ja auch sehr unglaubwürdig. Spannend und dazu die süße Lovestory, eine richtig feine Mischung.

Wie erwartet endet das Buch als Zweiteiler natürlich mit einem üblen Cliffhanger - und jetzt heißt es warten bis Frühling 2022.

Die Altersempfehlung liegt ab vierzehn Jahren, es ist aber weder sonderlich brutal noch gibt es deutliche Liebesszenen, so dass ich es auch schon ab zwölf Jahre empfehlen würde.

Bewertung vom 29.08.2021
Engel, Kristina

Ein Koffer voller Schönheit / Frauen, die die Welt schöner machen Bd.1


gut

Ich kenne die Avon-Beraterin noch aus meiner Kindheit, das war immer sehr spannend für uns Kinder, da sie einen Hauch Glamour ins Haus gebracht hat.
Deshalb habe ich mich sehr auf diese Zeitreise gefreut.

Die Avon-Beratung nimmt jedoch nur wenig Raum im Buch ein, sie ist vielmehr der Aufhänger für ein kleines Stück Unabhängigkeit in einer Zeit, in der eine Frau nur mit Einverständnis des Mannes berufstätig sein durfte.

Anne erkämpft sich dieses kleine Stück Freiheit und wir erleben mit ihr, wie das Leben damals als Frau so war. Mitten im Wirtschaftswunder, als man endlich nicht mehr hungern musste, aber auch erst kurz nach dem Krieg, der überall noch greifbar war und schwere traumatisierte Menschen hinterlassen hat.

Locker erzählt und doch war es mir zu viel der Bandbreite. Ich hatte mehr Avon erwartet und auch wenn die Zeitreise interessant war, wollte das Buch für mich zu viel. Insbesondere eine Episode zum Schluss hin war mir viel zu viel an Drama und kaum war sie gemeistert, folgte schon das nächste.

So ganz war geworden bin ich nicht mit dem Buch. Leichte Unterhaltung mit ernsten Untertönen, für mich wäre weniger mehr gewesen.

Bewertung vom 26.08.2021
Terry, Teri

Dark Blue Rising Bd.1


sehr gut

Tabby ist mit ihrer Mutter Cate immer unterwegs, nie bleiben sie lange an einem Ort, bis Cate eines Tages verhaftet wird und Tabbys bisherige Welt auseinanderbricht.

Cate soll gar nicht ihre Mutter sein, sondern hat sie entführt? Kann das wirklich stimmen? Tabby weiß nicht mehr, was sie glauben soll und dann überschlagen sich die Ereignisse.

Der Klima-Thriller, als der das Buch angekündigt ist, muss sich im Laufe der Trilogie erst noch richtig dazu entwickeln, erst zum Ende des ersten Teils wird hier etwas stärker Bezug genommen.

Mit hat gut gefallen, dass man so schön im Dunkeln tappt und sich nur ganz allmählich Zusammenhänge entblättern. Sehr mysteriös - und richtig viel weiß man leider auch mit dem Ende des ersten Bandes noch nicht.

Die Grundstimmung im Buch ist düster - deshalb teile ich die Altersempfehlung des Verlags, der das Buch ab vierzehn Jahre empfiehlt.

Zwischendrin hatte ich mal etwas einen Hänger, da zog es sich und die ständigen Wiederholungen der Faszination des Meeres für Tabby hat mich auch etwas gestört.

Aber zum Ende hin wurde es dann richtig spannend - so spannend, dass ich jetzt am Überlegen bin, ob ich Band 2 nicht als englische Ausgabe lese, damit ich sofort weiterlesen kann.

Bewertung vom 12.08.2021
Whitehead, Colson

Harlem Shuffle


weniger gut

Ray ist Ladenbesitzer in Harlem. Sein Möbelgeschäft bringt ihn und seine Familie gerade so über die Runden, aber die nächste Miete aufzubringen, das ist immer ein Kampf.
Seine Schwiegereltern vermitteln ihn auch noch ständig das Gefühl, dass er weit unter ihrer Würde ist und dann sind die Enkelkinder auch noch richtig dunkelhäutig, auch das ein stillschweigender Vorwurf an Ray.
Irgendwie schliddert Ray von kleinen Betrügereien in immer größere Raubzüge, obwohl er eigentlich nur still und zufrieden mit seiner Familie leben will.
Das alles in Harlem, in den 60ern, verbunden mit einer Liebeserklärung an das berühmte Viertel in New York (so zumindest die Kurzbeschreibung des Romans).

So - mit großen Erwartungen habe ich zu lesen begonnen, doch die ersten hundert Seiten waren unglaublich zäh. Ständige Sprünge, für mich zusammenhanglose Absätze ohne wirkliche Aussage, ich habe mich richtig geplagt beim Lesen.
Das wurde leider im Verlauf des Buches nicht besser, ich hatte gehofft, dass es Einstiegsschwierigkeiten sind, aber das Buch und ich wurden keine Freunde.
Whitehead erzählt in epischer Breite, etwa beim Beschreiben des Einrichungsstils einer Wohnung. Ja, Ray ist als Möbelladenbesitzer vom Fach - aber ich kenne mich mit Möbelmarken der 60er weder aus, noch interessiert es mich so sehr, dass ich da eine halbe Seite darüber lesen will.
Nur ein Beispiel.
Lesefluss stellte sich bei mir nie (!) ein.

Was ich dem Buch aber zugute halten muss: Die Diskriminierung, der POC damals ausgesetzt waren, ist ständiger Begleiter, oft in Nebensätzen.
Sei es, dass Rays Frau in einem Reisebüro arbeitet, das gefahrloses Reisen für Schwarze anbietet (also sichere Hotels bzw. Reiserouten fernab von Klu-Klux-Klan Schwerpunkten), Alltagsrassismus, in dem dunkelhäutige Menschen in vielen Geschäften einfach nicht bedient werden.
Das fand ich sehr gelungen, auf den Alltag heruntergebrochen und erschütternd zu lesen, gerade weil der Autor das so nüchtern in seine Sätze einbaute.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 10.08.2021
Welk, Sarah

Wie du die Welt verändern kannst


ausgezeichnet

Politik- und Demokratieverdrossenheit? Nicht, wenn man Zugänge so schafft, wie mit diesem Buch. Na gut, ganz so einfach ist es vermutlich dann doch nicht, aber das Buch ist auf jeden Fall schon mal ein sehr, sehr guter Anfang.

Wir sind ohnehin groß Sarah Welk Fans, aber eigentlich eher aus der erzählenden Kinderbuchecke (Ziemlich beste Schwestern, Sommer mit Opa,...).

Jetzt haben wir also das zweite Sachbuch von ihr gelesen - und ich habe demokratische Prozesse noch nie so bunt, fröhlich und verständlich erklärt bekommen - einschließlich eines herrlich quatschigen Rätsels on top, das sich durch das ganze Buch zieht.

Dramaturgisch prima aufeinander aufgebaut - beginnend im Kleinen (Demokratie in der Familie) und dann über das Klassenzimmer in die eigene Stadt oder Region bis hin zu Deutschland und der großen weiten Welt.
Dabei wurde auch vor Förderalismus und den Erst- und Zweitstimmen nicht zurückgeschreckt.
Überhaupt ist es super, dass die Bundestagswahl auch so schön erklärt wurde - da werden im September ganz bestimmt Fragen dazu kommen.

Was mir auch noch sehr gut gefällt, es ist kein reines Erklärbuch, sondern ermuntert mit handfesten Tipps, sich selbst einzubringen.
Wie kann ich in meiner Schule etwas verändern? Was brauche ich, um mit Politikern verhandeln zu können ? Bringen Demonstrationen etwas und was kann ich sonst noch tun?

Das alles in einem locker-lustigen Schreibstil, so dass das Lesen auch richtig Spaß macht.

Das Kind war ohnehin schon auf Seite Zehn völlig vom Buch überzeugt. Die Autorin hat nämlich in de zweiten Rätselfrage die absolute Lieblingsband des Kindes verwurstelt ("Deine Freunde" - falls es interessiert) und mich verpflichtet, diese wichtige Information unbedingt in der Rezension weiterzugeben. Hiermit geschehen (-;

Fazit: So müssen Sachbücher für Kinder sein! Auch für Erwachsenen noch sehr fein.

Bewertung vom 07.08.2021
Barreau, Nicolas

Die Zeit der Kirschen


gut

Ein Buch über Literatur und Kochen und dann noch so ein wunderschönes Cover?
Nachdem mir die Leseprobe gut gefallen hat, wollte ich unbedingt weiterlesen.

Ich kenne den ersten Band nicht, das war aber überhaupt kein Problem. Anfangs wird Bezug darauf genommen, so dass man problemlos einsteigen kann.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, das Buch lässt sich schön leicht lesen. Trotz 400 Seiten habe ich das Buch innerhalb eines Tages gelesen.

Es ist eine Liebesgeschichte - klar. Aber mir haben die ganz großen Emotionen gefehlt. Im Buch waren sie vorhanden, aber bei mir kamen sie nicht entsprechend an.
Keine Tränen in den Augen, kein Schniefen und Seufzen, ungewöhnlich bei mir, wenn ich den schon mal Liebesgeschichten lese.
Dafür kann man es problemlos in der Öffentlichkeit lesen...

Gut gefallen hat mir die wechselnde Ich-Perspektive, wechselweise aus ihrer und seiner Sicht geschrieben.

Im Buch spricht der Verlag unseres männlichen Hauptdarstellers von "charmanter Wohlfühlprosa" und das trifft es meines Erachtens gut.
Es ist ein Wohlfühlbuch, schön zu lesen mit sympathischen Charakteren. Nicht mehr und nicht weniger.

Bewertung vom 02.08.2021
Wolff, Tracy

Crave / Die Katmere Academy Chroniken Bd.1


sehr gut

Ich habe die Leseprobe gelesen und war begeistert, deshalb wollte ich das Buch unbedingt weiterlesen. Voranstellen muss ich aber, dass ich noch kein einziges Buch aus dem Genre "Vampirroman" gelesen habe (wenn man mal von vielen lustigen Vampirmädchen-Kinderbüchern absieht). Ich kann also überhaupt nichts zu oft gezogenen Vergleichen mit Twilight oder generell zu dem Genre schreiben.

Zur Handlung: Es beginnt gleich traurig. Grace hat bei einem Unfall beide Eltern verloren und muss vom sonnigen Californien ins eisige Alaska zu ihrem Onkel ziehen. Der ist Schulleiter des elitären Internats Katmere Academy.
Gleich am ersten Tag macht Grace Bekanntschaft mit dem düstern Jaxon. Obwohl alle Angst vor ihm haben fühlt Grace sich magisch angezogen.

Soweit, so gut. Irgendwie ist alles in diesem Internat eigenartig, aber so ganz genau weiß man nicht, was los ist, geschweige denn, wem man trauen kann und wem nicht. Das fand ich schon spannend, die Autorin hat sich da auch gut Zeit gelassen, bis sie konkreter wurde.
Überhaupt hat mir der flapsig-lustige Schreibstil aus Sicht der jugendlichen Grace total gut gefallen, das hat sich so erfrischend gelesen. Ich war regelrecht hingerissen, darauf bezieht sich Teil eins der Überschrift.

Die Beschreibung des Internats hat mir auch gut gefallen, der Lageplan im Buchinneren hat da gute Unterstützung geleistet.

Die Vampirelemente, ja nun, wie soll ich sagen...Es hat schon seinen Grund, warum ich bislang keine Bücher dazu gelesen habe. Hierauf bezieht sich Teil zwei der Überschrift. Ich konnte damit überhaupt nichts anfangen, auf keinen Fall in dem Umfang. Aber das kann ich dem Buch nicht anlasten, ich kann ja auch keinen Krimi lesen und mich hinterher über Mord und Totschlag beschweren.

Was mich etwas gestört hat, war die Beschreibung von Mister Superman Nummer eins (natürlich gibt es zwei davon, muss ja). Obwohl er ja ein Schüler im Internat ist, hatte er so gar nichts von einem jungen Menschen der Altersklasse. Den Bruch zwischen "ich darf aber nicht zu spät zum Unterricht kommen" und Verführungsszenen fand ich einfach nicht stimmig.

Ebenso das Verhalten von Graces Onkel - der merkwürdig lethargisch ob der Gefahr wirkt.

im letzten Drittel hatte das Buch für mich auch deutliche Längen, die erste Hälfte hatte ich noch durchgesuchtet, dann war irgendwie die Luft etwas raus.

Insgesamt fand ich das Buch aber unterhaltsam und bereue es nicht, dass ich den Ausflug in eine mir völlig fremde Buchwelt gewagt habe.