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Nele33

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Insgesamt 831 Bewertungen
Bewertung vom 08.09.2022
Willingham, Stacy

Das siebte Mädchen


gut

Bei " Das siebte Mädchen" handelt es sich um des Thriller Debut der Autorin Stacy Willingham.

Der Klappentext hat mich sehr angesprochen: Chloe, die als 12-jährige erleben musste wie ihre Freundin und weitere Mädchen verschwanden und ihr Vater aufgrund eines Schatullen Fundes im Schlafzimmer die Taten gestand und seitdem im Gefängnis sitzt. Mittlerweile arbeitet Chloe als selbstständige Psychologin, hat allerdings immer noch mit den Folgen der Geschehnisse zu kämpfen.
Genau nach 20 Jahren passiert das Unfassbare, es verschwindet wieder ein Mädchen. Chloe beginnt zu zweifeln, ob mit ihrem Vater der richtige Täter verurteilt wurde und begibt sich auf eine nicht ganz ungefährliche Suche.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Chloe, es gibt tiefe Einblicke in ihre emotionale Verfassung und wie es ihr heute mit ihrer Vergangenheit geht. Dies hat dem Thriller einiges an Spannung genommen, da die Autorin darauf sehr detailliert eingegangen ist. Leider konnte ich mit Chloe als Protagonistin nicht warm werden, dafür war sie mir zu sehr in ihrem Alkohol und Tabletten Problem gefangen-dies als Psychologin. Ich habe während des Lesens auf spannende Wendungen gewartet, doch leider endete der Thriller genau so, wie ich schon ziemlich schnell vernutet hatte.

Fazit: Nach oben Ausbaufähig.

Bewertung vom 02.09.2022
Carter, Chris

Blutige Stufen / Detective Robert Hunter Bd.12


ausgezeichnet

Chris Carter hat mit "blutige Stufen" den 12 Band um das Ermittler Duo Robert Hunter und Carlos Garcia veröffentlicht.

Die Bücher von Chris Carter erwarte ich immer sehnsüchtig, freue mich auf spannende und grausige Lesestunden.

Dieses Mal treibt ein Psychopath sein Unwesen, dessen Taten so unvorstellbar grausam sind, dass selbst Hunter und Garcia an den Tatorten schlucken müssen. Dabei dachten sie, es gäbe nichts, was sie nicht schon gesehen hätten.

Dieser Serienkiller braucht 3 Emotionen bei seinen Opfern und Taten, die er meint seinen Opfern als Mentor vermitteln zu müssen:
Angst, Schmerz und Tod!

Der Spannungsbogen bleibt im gesamten Buch äußerst hoch, die Emotionen sowohl der Handelnden im Buch, aber auch bei mir als Leserin werden auf vielfältig Weise angesprochen. Die psychologischen Aspekte sind super bildlich ausgearbeitet und führen in die dunklen Abgründe in die Seele des Täters.

Chris Carter hat es wieder einmal geschafft, dass ich den Thriller kaum aus der Hand legen konnte. Absolut empfehlenswert, wenn auch wirklich grausam.

Bewertung vom 01.09.2022
Seeck, Max

Feindesopfer / Jessica Niemi Bd.3 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Mit "Feindesopfer ist der dritte Band der Hexenjäger Reihe des Autoren Max Seek erschienen.

Am 50. Jubiläum seiner Firma wird Eliel Zetterborg in seiner Wohnung durch einen gezielten Stcih ins Herz ermordet. Hängt das Verbrechen mit der Stilllegung eines gesamtes Betriebszweiges zusammen? Die betroffenen Mitarbeiter verlieren dadurch alles. Schnell gibt es eine ganze Reihe von Verdächtigen, war der Ermordete doch ein harter und unachgiebiger Zeitgenosse. Gade sein Sohn musste enorm unter seine Härte leiden.

Das finnische Ermittlerteam um Jessica Niemi, die aufgrund einer Krise nicht direkt an den Ermittlungen teilnehmen kann, entwickelt sich enorm weiter. Besonders Jusuf, der zum Ermittlungsleiter in diesem Fall ernannt wird, macht Riesenschritte.

Max Seek konnte mich mit diesem Thriller der Reihe wieder voll überzeugen. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und die einzelnen Lebensgeschichten runden die Storys um die Ermittler ab. Die Wendung zum Ende hatte ich so nicht erwartet und endete in einem packenden Finale.
Es ist sinnvoll die anderen Bände gelesen zu haben um einen Zusammenhang herstellen zu können.

EIn Team, welches ich sehr mag und auf weitere Fäll hoffe.

Bewertung vom 30.08.2022
Goldammer, Frank

Ein dunkler Ort / Felix Bruch Bd.1


weniger gut

Nach dem Klappentext und der Leseprobe war ich sehr gespannt auf das neue Team des Autoren Goldammer, da ich seine Bücher und Charaktere sehr mag.

Celina, 12 Jahre verschwindet und Bruch und seine neue Kollegin Nicole Schauer sollen den Fall lösen. Sie ermitteln und treffen auf eine Nachbarschaft, die nicht durch Kooperation auszeichnet.
Auffallend, vor 2 Jahren ist dort schon mal ein Mädchen verschwunden, es tauchte nach 2 Wochen unversehrt wieder auf. Diesen Ansatz will das Ermittlerteam verfolgen, doch die Familie des betroffenen Mädchen mauert und versagt ihre Unterstützung. Warum wollen sie die Polizei nicht unterstützen? Haben sie, genau wie ihr Nachbar Jolisch etwas zu verbergen? Die Chancen Celina lebend zu finden schwinden mit jeder Stunde.

Dieses Ermittlerduo, insbesondere Bruch ist kaputter als manch Täter über den ich bisher gelesen habe. Die Bücher des Autoren lese ich normalerweise sehr gerne, doch hier sind mir die Charaktereigenschaften, der Umgang miteinander und auch die Wortwahl wirklich too much.
Was vielleicht als geheimnisvoll wirken sollte, Bruchs Geschichte- hat mich leider nur genervt. Das Ende war für mich durch einige Bemerkungen auch vorhersehbar und nicht überraschend.
Mit diesem Team werde ich keine Freundschaft schließen können und darum keine weiteren Folgebände lesen.
Darum leider nur 2 Sterne von mir.

Bewertung vom 23.08.2022
Jeschke, Tanja

Svendborg 1937


ausgezeichnet

Der Autorin Tanja Jeschke ist es mit "Svendborg 1937" gelungen einen sprachgewaltigen Roman über die jüdische Familie Dinkelspiel in Dänemark zu schreiben.

Ox Dinkelspiel ist ein zufriedener Kunsthändler aus Stuttgart, der mit seiner Frau, den beiden Töchtern Meret und Ricarada und dem kleinen Friedrich vor dem Nazi Regime nach Dänemark flüchten muss. Sie finden Unterschlupf bei der Freundin von Ox Großmutter, Tante Gertrud einer Quäkerin. DAs Zusammenleben ist nicht so einfach und harmonisch wie beide Seiten sich dies vorgestellt haben. Besonders Meret und Ricarda vermissen ihre Heimat und fühlen sich in der Fremde verloren und alleine.

Dies ändert sich, als sie Ruth Berlau und Brecht und seine Frauen kennenlernen. Teilen sie doch alle das gleiche Schicksal. Ricarda und Meret versuchen ihr nun wieder freieres Lebensgefühl zu halten, in dem sie im Moment leben und diesen genießen.

Der Roman ist trotz der Schwere des Themas mit viel Wärme und Poesie geschrieben, dadurch aussergewöhnich bildgewaltig und berührend. Die vielen großen Namen, wie z.B Willy Brandt die im Buch auftauchen machten das Buch für mich sehr realistisch. Der Blickwinkel aus Sicht von Meret verdeutlicht, welche Gedanken sich ein Mädchen an der Schwelle zur Frau in diesen grausamen Zeiten machte.

Ein sehr empfehlenswerter Roman.

Bewertung vom 18.08.2022
Jägerfeld, Jenny

Mein genialer Tod


ausgezeichnet

Mit " Mein genialer Tod" der Autorin der Autorin Jenny Jägerfeld geht es mit dem Leben von Sigge weiter.

Sigge wohnt mit seiner Mutter und Schwester immer noch bei Oma im ROYAL GRAND GOLDEN HOTEL in Skärblacka. Er fühlt sich dort sehr wohl, geht in die Schule und ist dort nicht mehr der Aussenseiter. Als nun auch noch die super coolen Zwillinge Sixten und Jona Kontakt zu ihm suchen, schent Sigges Leben perfekt.

Wir haben uns sehr gefreut, dass es mit Sigge und seiner doch manchmal sehr chaotisch anmutenden Familie weitergeht. Mit viel Humor beschreibt die Autorin das Leben eines Teenagers, was auch immer ein großes Hin und Her gerissen bedeutet. Die erste Liebe bzw das Verliebtsein findet einen schönen Platz in der Geschichte, neben dem wichtigen Thema Mobbing.

Sigges Familie ist toll ausgearbeitet und sehr bildlich beschrieben.
Das Buch lässt sich super ohne Kenntniss des Vorgängerbandes lesen und ist in sich abgeschlossen.

Ein Buch für junge Menschen, welches nicht den Zeigefinger erhebt und doch wichtige Themen, insbesondere das der Wichtigkeit von Freundschaft und Loyalität mit der nötigen Dosis Humor vermittelt. .

Bewertung vom 18.08.2022
Mentges, Jennifer

Elternhaus


ausgezeichnet

Tobias Hansen, ein charmanter Konzertpianist lässt die Vergangeheit keine Ruhe. Fast täglich fährt er an seinem verlassenen Elternhaus vorbei, welches für ihn äußerst negativ besetzt ist. Als Yvette Winkler mit ihrer Familie aus Österreich zurück nach Hamburg zieht, verliebt sie sich augenscheinlich sofort in dieses Haus. Dieses muss ihr neues Zuhause für sich und ihre Familie werden. Tobias, der auch Klavierunterricht gibt, wittert seine Chance die Vergangenheit zu ändern und schleicht sich in das Leben der Familie. Den Winklers ist nicht klar, welch Bösem sie da Tür und Tor öffnen.

Für einen Thriller beginnt die Geschichte seltsam ruhig und entspannt. Die einzelnen Protagonisten werden vorgestellt und dies sehr schön datailiert. Trotz der Ruhe in der Geschichte, ist von Anfang eine eine hintergründige Bedrohung aus den Zeilen heraus zu lesen, die mich gefangen nahm. Die verschiedenen Perspektiven, die die AUtorin nutzt geben tiefe Einblicke in die Gefühlswelt der Protagonisten. Besonders die des psychopathischem Tobias konnten bei mir punkten. Consuela die Haushälterin und die blinde Gerda waren für mich ein echtes Highlight in dem Buch.

Das Ende war für mich etwas überzogen, so dass es leider nur für 4 anstatt der bis dahin 5 Sterne reicht. Ein Thriller, der sich gut und schnell lesen lässt .

Bewertung vom 18.08.2022
vor Schulte, Stefanie

Schlangen im Garten


ausgezeichnet

Nachdem mich der Roman " Junge mit schwarzem Hahn" der Autorin Stefanie vor Schulte dermassen begeistert hat, war ich sehr gespannt auf ihren zweiten Roman.

Dieser hat mich in keinster Weise enttäuscht, sondern mich noch mehr begeistt und berührt als ihr Debut. Die Sprachgewalt der Autorin in Bezug auf das Thema Trauer ist enorm. DIe Familienmitgliedern trauern auf unterschiedlichste Weise, genauso untschiedlich und Facettenreich die Gestalten die der Familie Mohn an die Seite gestellt werden um die Trauer lebbar und den Weg wieder zurück ins Leben ebnen sollen. Hilfreich ist dabei die wechselende Perspektive auf der einen Seite die Kindheit der Verstorbenen, auf der anderen die zurückgelassenen Trauernden.

Selber bin ich hospizlich unterwegs und denke, ich werde dieses wichtige und berührende Buch das ein oder andere Mal empfehlen.

Bewertung vom 13.08.2022
Haller, Elias

Schmerz und kein Trost


ausgezeichnet

" Schmerz und kein Trost" ist der 8. Fall für den Kommissar Erik Donner geschrieben von Elias Haller.

Nach den vielen Schiksalsschlägen die Erik Donner in den letzten Jahren einstecken musste, blieb ihm keine andere Wahl, als sich nun doch damit auseinander zu setzen und aus diesem Grund begibt er sich bei Jana Brenner in Therapie. Doch schon bei der zweiten Sitzung läuft es ganz anders, stellt die Therapeutin komische Fragen und Donner ist nicht wohl dabei. Der Hintergrund ist wieder einmal tragisch, übers Handy ist der Entführer ihres Sohnes zugeschaltet. Ein alter Bekannter? Marit, Donners Schwester soll in Gefahr sein und ist verschwunden. Da sie in Berlin lebt schaltet Donner die dortige Polizei ein. Mit dem Fall befasst sich Johannes Martin, versetzt nach Berlin aufgrund einer Fehlentscheidung in seinen Handlungen. Mit diesem Fall möchte er endlich beweisen, dass er besser ist, als alle Kollegen vermuten.

Bei seinen Recherchen stößt Donner auf einen alten Fall, den er durch seine privaten Probleme verdrängt hat. Was hat dieser Fall mit der Gegenwart zu tun, ist der Täter von damals doch mittlerweile verstorben. Ein rasanter und spannender Wettlauf beginnt.

Dieser Fall ist nichts für schwache Nerven, behandelt er doch wirklich gausame und dabei sehr detailierte Tathergänge. Wie gewohnt, bleibt Donner in dem ganzen leicht depressiv und seine Sätze sind auf dem Punkt:
"...seitdem bin ich an dieses Unleben gekettet wie ein Hund." Für solche Sätze liebe ich die Bücher von Elias Haller sehr.
Gefallen hat mir auch die Konversation Donners mit Arne Stiller dem Kryptologen, aus Hallers anderer Reihe.

Ich hoffe es gibt auch noch einen neunten Fall für Erik Donner. Das Buch kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden, auch wenn dann Donners Entwicklung nicht ganz so einleuchtend ist. Eine klare Lese-Empfhlung für Thriller Fans.

Bewertung vom 11.08.2022
Benda, Susanne

Dein Schweigen, Vater


ausgezeichnet

Das Debut " Dein Schweigen Vater" der Autorin Susanne Brenda hat mich mit der Leseprobe sehr angesprochen und ich wurde mit dem Gesamtwerk nicht enttäuscht.

Uli und Marie machen sich auf die Reise nach Brünn, den Ort aus dem ihr Vater Paul mit 12 Jahren auf den bekannten Todesmarsch von Brünn geschickt wurde. Die 27000 Deutsche, die aus Tchechien vertrieben wurden, hatten keinerlei Nahrung bei sich. Nach 2 Jahren kommt Paul mit dem Verlust von Mutter und Oma bei einer Tante in Wien an. Dem jungen Paul bleibt es zeitlebens nicht möglich über die Vertreibung und Grausamkeiten zu sprechen. Marie und Uli, nach Paul Beerdigung realisieren, dass sie nichts über ihren Vater wissen und machen sich auf um Tile des Todesmarsches selber zu gehen.

Dies ist das erste Buch, welches sich so detailiert mit der transgenerationalisierten Traumatisierung beschäftigt. Die Autorin beschreibt in der Geschichte ihre eigene Familiengeschichte und dies auf sehr eindrückliche, sprachlich gewaltige Weise, dass es mit teilweise schwer fiel weiter zu lesen.

Die Grausamkeiten und die Übertragung eigener Traumata auf weitere Generationen wird sehr deutlich.

Ein Buch was wahrlich keine leichte Lesekost darstellt, aber unbedingt empfehlenswert ist.