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Nele33

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Insgesamt 831 Bewertungen
Bewertung vom 18.10.2022
Marrs, John

Die Schatten über uns


ausgezeichnet

John Marrs gehört mittlerweile zu meinen Lieblingsautoren im Bereich Psycho-Thriller. Auch mit " Die Schatten über uns" konnte er mich begeistern.

Mia und Finn ein junges Ehepaar wollen endlich ihren Traum vom eigenen Haus auf dem Land verwirklichen und leben aus Kostengründen so lange bei Finns Eltern Debbie und Dave. Mia und Debbie haben so ihre Probleme miteinander, um so glücklicher ist Mia, als sie endlich ihr Traumhaus finden. Lange hält ihr Glück jedoch nicht an: Bei den Renovierungsarbeiten im Haus entdeckt sie den Schriftzug: Ich werde sie vom Dachboden retten.
Welch grausigen Fund sie bei der Inspektion des Dachboden machen sprengt alles. Selbst die erfahrenen Ermittler die sich anschließend mit dem Fall beschäftigen müssen gruselt es stark.
So bleiben MIa und Finn weiterhin bei Debbie und Dave. Nach und nach kommen immer mehr Geheimnisse der Familienmitglieder ans Licht und Mia fragt sich wen sie denn da geheiratet hat.

In "Die Schatten über uns" zeigt sich der Autor wieder von der psychologischen Seite, und lässt mich als Leser in die Abgründe der Vergangenheit und der Gegenwart tiefe Einblicke nehmen. Er lässt MIa und Ginn in eigenen Kapitel ihre Gefühle und Eindrücke schildern, ebenso wie einen unbekannten Dritten.
Das Buch ist sehr bedrückend, aber gleichzeitig auch so spannend, dass ich es in kürzester Zeit gelesen habe.

Eine klare Leseempfehlung fü alle die psychologisch ausgefeilte Thriller mögen.

Bewertung vom 18.10.2022
Lodge, Gytha

Was ich euch verschweige


ausgezeichnet

"Was ich euch verschweige" ist der 4. Band um Detective Chief Inspector Jonah Sheens und sein Team.

Ein ruhiger, freier Nachmittag für Jonah, den er mit seiner Tochter nach einem Spilplatzbesuch im Biergarten mit seiner Freundin Michelle ausklingen lassen möchte. Doch es kommt alles ganz anders. Ein blutbeschmiertes Mädchen stolpert in den Biergarten des Pubs, und Jonah kümmert sich um sie. Sie schweigt zu seinen Fragen und so wird sie erste einmal mit in Präsidium genommen, nachdem sich herausstellt, dass sie und ihre jüngere Schwester seit Tagen als vermisst gemeldet sind. Doch wo ist Nina? Ist ihr etwas zugestossen, ist es ihr Blut, welches an Kelly klebt.
Kelly beginnt ein Katz und Maus Spiel mit Jonah. Dies fällt ihr aufgrund ihrer sehr hohen Intelligenz sehr leicht.

Die Geschichte wird von der Autorin in wenigen Tagen erzählt, quasi ein Evhtzeit Krimi. Als Leserin bin ich nicht schlauer als die Ermittler. Dieser Ansatz hat mir sehr gut gefallen und das Buch wurde für mich zu einem Pageturner.
Die Weiterentwicklung des Teams hat mir sehr gut gefallen. Das Privatleben von Jonah nimmt Raum ein, aber nicht in dem Maße, dass es nervend werden könnte. Es gibt einige Wendungen, die ich so nicht vorhersehen konnte.

Auch wenn es sich um den 4. Band des Teams handelt, kann er doch gut ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
Ich würde auch einen Folgeband noch lesen und vergebe gerne 4 Sterne für dieses spannende Buch.

Bewertung vom 11.10.2022
Strobel, Arno

Fake - Wer soll dir jetzt noch glauben?


sehr gut

Arno Strobel lese ich sehr gerne und erwartete mir, von "Fake" - wer soll dir jetzt noch glauben, spannende Unterhaltung.

Patrick Dosterts Tagesplanung war eine völlig andere: Er freut sich auf den freien Tag mit seiner Frau Julia, macht ein tolles Frühstück, alles fängt so richtig harmonisch an. Doch dann klingelt es an der Tür und die Kripo konfrontiert ihn mit der Tatsache, dass er beschuldigt wird eine Frau entführt zu haben. Doch Patrick ist die Frauvöllig unbekannt. Zum Glück kann er ein Alibi vorweisen, war er doch mit einem Kunden zu einem Geschäftsessen verabredet. Wie ein Kartenhaus fällt dies jedoch zusammen, als der Kunde unauffindbar ist. Als dann auch noch ein Video auftaucht, das Patrick während der Tat zeigt landet er in Untersuchungshaft.

Erzählt wird die Geschichte von Patrick in der dritten Person, diese Perspektive wechselt dann im Laufe des Buches zu einer anderen Person.
Der Schreibstil von Strobel ist wie gewohnt flüssig und angenehm zu lesen. Die Idee zum Plot finde ich gut, nur mit der Umsetzung bin ich schlussendlich nicht glücklich geworden. Die handelnden Personen waren mir nicht genügend charakteriesiert, besonders Julia konnte meine Sympathie nicht erlangen.

Bei "Fake" handelt es sich nicht um Strobels bestes Werk. Lesenwert, aber nicht überragend.

Bewertung vom 11.10.2022
Harper, Jane

Der Sturm


gut

"Der Sturm" ist nicht das erste Buch der Autorin welches ich gelesen habe, ihr Buch "Hitze" hatte mich regelrecht begeistert. Darum war ich sehr gespannt auf den Sturm.

Die Geschichte von Kieran beginnt mit einer Rückkehr in seine Heimat, wo er seine Mutter mit dem dementen Vater unterstützen muss. Begleitet wird er auf diesem schwierigen Weg von Mia, seiner Freundin und Audrey seiner kleinen Tochter. 12 Jahre war Kieran nicht zu Hause, 12 Jahre in denen seine Schuld am Tod des Bruders nicht vergessen wurde, weder von ihm, noch von den anderen.
Kurz nach seiner Ankunft wird die Leiche einer jungen Frau angespült und es stellt sich die Frage, was passierte vor 12 Jahren wirklich.

Der Plot hat mir von der Idee her sehr gut gefallen, leider gab es in der Geschichte sehr viele Wiederholungen, durch die ich aus dem Spannnungsfaden gerissen wurde. Die zwei Zeitebenen in denen aus der Sicht von Kieran erzählt wird sind gut gelungen. Es gibt viele Nebenpersonen, von denen ich gern mehr charakterliches erfahren hätte.
Für mich in gutes psychologisches Buch, aufgrund der Längen allerdings kein Thriller, darum von mir 3 Sterne.

Bewertung vom 09.10.2022
Nealon, Louise

Snowflake


gut

Bei "Snowflake" handelt es sich um den Debut Roman der irischen Schriftstellerin Louise Nealon.

Schon die zur Verfügung gestellte Leseprobe hat mich mit ihren Schreibstil gepackt. Die Figuren schienen mir lebendig und ausgearbeitet. Debbie, eine junges Mädchen von gerade mal 18-19 Jahren, aufgewachsen auf einem Milchbauernhof ergattert einen begehrten Studienplatz in Dublin.
Was sie sich so schön ausgemalt hat, weg vom Bauernhof, macht ihr in erster Linie Angst, Angst vor dem Unbekannten, den vielen fremden Menschen. Ihr Onkel Billy nötigt sie dennoch weiter zu studieren. Billy, der in einem Wohnwagen haust, der auf dem Grundstück des Bauernhofes steht.

Debbie kommt aus einer schrägen und psychologisch ziemlich angeschlagenen Familie. Ihre Mutter, wechselt zwischen Depression und Manie-ein Schicksalsschlag wirft sie dann allerdings völlig aus der Bahn und verlangt Debbie alles ab.

Ich habe nach der Leseprobe ein völlig anderes Buch erwartet, als ich nun letztendlich gelesen habe. Der Schreibstil hat mich, trotz aller Kritik die ich an die Überladung mit den Problemen in der Geschichte habe, völlig gepackt. HIer wäre weniger auf jeden Fall mehr gewesen.

Darum leider nur 3* für dieses Debut, aufgrund des tollen Schreibstils würde ich aber ein weiteres Buch der Autorin lesen.

Bewertung vom 05.10.2022
Frasier, Anne

Todesflattern


ausgezeichnet

Mit "Todesflattern" der Autorin Anne Frasier ist der zweite Band um Detective Daniel Ellis und die Ex-Profilerin Reni Fisher erschienen.

In den sozialen Medien taucht ein erschreckendes Video auf, welches eine Wanderin gepostet hat: Es zeigt eine tote Frau in einem Zelt auf dem beliebten Pacific Crest Trail. Schnell wird das Video vom Netz genommen und Detective Daniel Ellis kann Reni Fisher, die Tochter eines Serienkillers zur Zusammenarbeit bewegen. Reni kennt sich in der Wüste aus wie keine andere, lebt sie doch abgeschieden in ihr. Nachdem die Frage ob es nun ein Fake ist oder nicht geklärt wurde, konzentriert sich die Suche auf die drei Teenager die mit der ermordeteten Frau unterwegs waren. Sie sind wie vom Erdboden verschluckt, auch gibt es keine Lösegeldforderung. Die drei Mädchen befanden sich in einer Therapie-Einrichtung für social Media Abhängige und befinden sich offensichtlich in Lebensgefahr.

Der Autorin ist es wunderbar gelungen die handelnden Akteure Daniel und Reni weiter zu entwickln, ohne zu viel Raum im eigentlichen Fall damit einzunehmen. Sie wirken sehr authentisch und lebendig mit ihren Gedanken und Gefühlen. In diesem Band steht Daniel mit seiner Lebensgeschichte etwas mehr im Vordergrund, aber auch Renis Umgang mit ihrer traumatisierenden Vergangeheit bekommt ausreichend Raum.
Die Atmosphäre des Buches ist durchweg düster und auch beklemmend, die Schilderungen der Wüste unterstreichen dies gekonnt.

Ich hoffe auf einen dritten Band mit diesen sympathischen Protagonisten.

Bewertung vom 04.10.2022
Penner, Sarah

Die versteckte Apotheke


gut

"Die versteckte Apotheke" der Autorin Sarah Penner wird auf manchen Seiten als Fantasy Roman beschrieben. So habe ich ihn nicht empfunden, dafür waren mir zuwenig Fantasy Anteile in der Geschichte. Für mich ordne ich ihn als historischen und feministischen Roman ein.

Als erstes lerne ich als Leserin Nella kennen, die im London des 18. Jahrhunderts eine Apotheke betreibt. Eine Apotheke, in der es ein Tages- und ein Abendgeschäft gibt. Dieses Abendgeschäft ist in erster Linie dazu da, Frauen in schlimmen Lebenslagen zu "unterstützen". So kommt dann auch Eliza zu Nella, will doch ihre CHefin ihren Ehemann loswerden und benötigt dazu das passende Gift von Nella. Eliza soll die Tat als ihr Dienstmädchen ausführen. Aus den beiden wird bald ein ungleiches Team, Eliza schließt sich Nella an und lernt viel von ihr, bis zu einem folgenschweren Fehler, der beide um ihr Leben bangen lässt. Wie zu dieser Zeit üblich, spielt das Thema ungewollte Schwangerschaft hier ein große Rolle.

Ganze 300 Jahre später kommt dann der Erzählstrang mit Caroline, die auf wundersame Weise den Weg in die Apotheke findet, die all die Jahrhunderte nicht entdeckt wurde. Leider wird die Geschichte für mich ab da ein wenig unglaubwürdig. Alles funktioniert reibungslos und ohne Pannen.

Begeistert hat mich der Erzählstrang und die Persektive von Nella und Eliza, gab doch tiefe Einblicke in das Leben der Fareun zu ihrer Zeit in London. Der Schreibstil war angenhm zu lesen, aber aufgrund des für mich unglücklichn Stang um Caoline kann ich nur sehr gute 3 Sterne vergeben.

Bewertung vom 02.10.2022
Indriðason, Arnaldur

Wand des Schweigens / Kommissar Konrad Bd.4


ausgezeichnet

" Wand des Schweigens" ist der mittlerweile 4. Band um den pensionierten Kommissar Konráð des Autors Arnaldur Indriðason.

Im Mittelpunkt steht diesmal der Fund eines Skelets in einem Kellerraum. Diese Fund ruft bei Eygló, einem Medium und Bekannter von Konráð schlimme Erinnerngen wach. Wurde sie doch vor 40 Jahren von der damaligen Besitzerin uum Hilfe gebeten. Eygló kann sich noch sehr gut an die Gefühle der Angst und des Erdrückens erinnern, denen sie sich ausgeliefert fühlte bei der Begehung des Hauses. Wie bei Indriðason üblich werden in dieser Geschichte wieder geschickt die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben und zum Ende hin gekonnt vereint.
Auf der anderen Seite versucht Konráð weiterhin den Mord an seinem Vater, der 1963 begangen wurde, aufzuklären. Er trifft auf eine Mauer des Schweigens oder Leugnens und sieht sich einem Sumpf von Gewalt und Missbrauch ausgesetzt.

Ich lese seit Jahren die Bücher des Autors, angefangen mit der Erlendur Reihe, der wie auch Konráð ein großes Päckchens Vergangenheit mit sich herum trägt. Der Schreibstil ist gewohnt dezidiert und auf den Punkt gebracht.
Konráð war noch nie ein großer Sympathie Träger, dies wird in diesem Band noch weiter reduziert, passt aber zur konsequenten Weiterführung des Charakters.
Da die 4 Bände aufeinander aufbauen, empfehle ich die Reihenfolge einzuhalten. Nicht das beste Buch der Reihe, dennoch empfehlenswert.

Bewertung vom 22.09.2022
Poznanski, Ursula

Stille blutet / Mordgruppe Bd.1


gut

Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen, sowohl ihre Jugend-, als auch Erwachsenen Bücher und fand sie immer ganz okay bis sehr gut.

Bei "Stille blutet" handelt es sich um den Auftaktband zu einer neuen Thriller Reihe. Der Einstieg ist relativ spannend gehalten, spricht doch das erste Opfer Nadine Just ihre Todesnachricht in ihrer Nachrichtensendung. Ihr Ex-Freund Tibor Glaser gerät durch sein Verhalten schnell ins Visier des Ermittlerteams, verhält er sich doch äußerst verdächtig.

Wie heutzutage üblich macht der #inkürzetot in den sozialen Medien die Runde und das Ermittlerteam, allen voran die Neue Fina Planck hat alle Augen damit zu tun, Fake von realen Ankündigungen zu unterscheiden.

Bei der Bewertung des Buches bin ich zwiegespalten, gefällt mir doch der gewohnt abwechslungsreiche Schreibstil der Autorin ausserordentlich gut. Ebenos finde ich die Neue im Team Fina als Protagonistin sehr sympathisch, auch wenn sie durch ihren Kollegen keinen einfachen Start hat.
Der unbekannte Schreiber hat ich anfangs doch sehr irritiert, wobei er bestimmt noch seinen Platz in der Reihe einnehmen wird.
Für einen Thriller plätscherte es für mich zu sehr dahin, darum reicht es nur für 3,5*.
Einen Folgeband würde ich aus Neugier lesen.

Bewertung vom 08.09.2022
Eschbach, Andreas

Freiheitsgeld (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Mit "Freiheitsgeld" hat der Autor Andreas Eschbach eine Dystopie geschrieben, die verdeutlicht, wie es sich in einer Voll-digitalisierten Welt mit einem bedingungslosen Grundeinkommen leben könnte.

Die Welt ist eine andere, als die die wir jetzt kenne, als Valentin mit seiner Frau Lina in die Oase zieht um sein Freiheitsgeld durch seine Arbeit als Physiotherapeut aufzustocken. Die Oase ist eine Wohltat, alles sauber, alles schön. Doch was ist der Preis den Valentin für diese Annehmlichkeiten zahlen muss? Die Oase ist in Zonen eingeteilt, sein Wohnsitz ist in der B-Zone, zum arbeiten darf er die noch luxeriösere Zone A betreten.

Auf der anderen Seite lebt Ahmed, der als Steuerpolizist seinen Unterhalt aufstockt, lieber würde er aber Verbrechen aufklären. Sein Wunsch wird im Laufe der Stroy erfüllt, gibt es doch kurz hintereinder 2 Tote.

Die Aussicht auf eine Welt, wie sie Andreas Eschbach schildert, mach nachdenklich. Sind wir doch so nah im kippen des Klimas und der Roboter, die die Arbeit der Menschen übernehmen. Er konstruiert wieder einmal mehr ein schlüssiges Bild, welches sehr düster und beklemmend wirkt.
Die Namensgebung des Freiheitsgelderfinders Robert Havelock, Bundeskanzler a.D., Eu-Präsident a.D. und lies mich dann auch noch schmunzeln.

Insgesamt eine Dystopie, wie ich sie von Herrn Eschbach erwartet habe.
Gute Unterhaltung: Empfehlenswert.