Benutzer
Benutzername: 
kleinbrina
Wohnort: 
Köln

Bewertungen

Insgesamt 1388 Bewertungen
Bewertung vom 16.06.2016
Riley, Lia

Upside Down - Weil du mir den Kopf verdrehst


sehr gut

"Upside Down. Weil du mir den Kopf verdrehst" ist mir bereits lange vor dem Erscheinungstag ins Auge gefallen und ich muss sagen, dass ich sehr gespannt war, als es endlich erschienen ist. Hier habe ich mir eine unterhaltsame und prickelnde Liebesgeschichte erhofft und ich bin froh, dass ich letztendlich nicht enttäuscht wurde.

Hier hat mir der Schreibstil besonders gut gefallen, denn die Autorin verzichtet fast gänzlich auf Ausschweifungen und katapultiert den Leser direkt in die Geschichte hinein, sodass man von der ersten Seite an mittendrin ist. Dabei hat sie nicht nur die Dialoge bestens ausgearbeitet und ein hervorragendes Setting geschaffen, sondern auch den Figuren eine gewisse Tiefe gegeben, was man bei dem Genre oftmals vermisst.

Hier fand ich besonders Talia sehr sympathisch und ich habe es größtenteils geschafft, mich in sie hineinzuversetzen. Sie hat nicht gerade die schönste Vergangenheit und musste nicht nur den Verlust ihrer Schwester verarbeiten, sondern auch den Verlust ihrer Mutter, die die Familie im Stich gelassen hat. Nun will sie eine Auszeit vom Leben, Kräfte neu auftanken und zu sich selbst finden, doch dann begegnet ihr Bran und stellt ihr Leben auf den Kopf. Doch auch bei Bran merkt man schnell, dass er seine ganz eigenen Sorgen und Probleme mit sich rumschleppen muss. Für beide gilt es plötzlich das ein oder andere Risiko einzugehen, aber auch die Frage, ob sie bereits bereit sind, sich auf einen anderen Menschen wieder einzulassen und Vertrauen zu schöpfen.

Auch wenn man hier ziemlich schnell erahnt, wohin das Ganze laufen wird, muss ich dennoch sagen, dass mir die Geschichte wirklich gut gefallen hat, denn es hebt sich inhaltlich schon ein wenig von anderen Büchern aus dem Genre ab. Zwar ist der Ablauf in gewisser Hinsicht ähnlich, allerdings gibt es hier weitaus ernstere Themen und die Geschichte erhält eine Tiefe, die ich bei so vielen anderen Büchern vermisst habe, von daher hoffe ich sehr, dass "Upside Down. Weil du mir den Kopf verdrehst" in dem Genre nicht untergehen wird.

Das Cover schafft es zwar nicht, sich von anderen Covern aus dem Genre abzuheben, ist aber dennoch schön anzusehen und passt hervorragend zur Geschichte, sodass es da nichts zu kritisieren gibt. Ich muss sogar sagen, dass mir das deutsche Cover weitaus besser gefällt als das Original. Die Kurzbeschreibung konnte ich mich ebenfalls direkt überzeugen, sodass ich dem Buch gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Upside Down. Weil du mir den Kopf verdrehst" ist ein guter und vielversprechender Auftakt, der mit einer gewissen Tiefe und vielseitigen Figuren überraschen konnte, sodass ich bereits jetzt auf die weiteren Bände gespannt bin. Ich bin begeistert und kann das Buch somit nur empfehlen.

Bewertung vom 15.06.2016
Theby, Viviane

Das Kosmos Welpenbuch


ausgezeichnet

Obwohl unser Hund mit knapp zwei Jahren bereits aus dem Welpenalter raus ist, lese ich dennoch gerne solche Ratgeber, um zu schauen, ob man noch irgendwas verbessern kann und ob man alles richtig gemacht hat. Dieses Welpenbuch aus dem Kosmos Verlag ist dabei nicht nur gut unterteilt, sondern glänzt auch vor allem mit einer doch recht einfachen Erklärweise. Für manch einen Leser könnte dies vielleicht schon fast zu einfach gehalten sein, allerdings finde ich es immer gut, wenn man auf unzählige Fachausdrücke verzichtet und dabei lieber genau erklärt, wie man den Hund zu behandeln hat und wie man sich ebenfalls zu verhalten hat.

Hierbei merkt man auch, dass die Autorin, die selbst als Hundetrainerin arbeitet, wirklich Hunde liebt. Viele Hunderatgeber sind oftmals recht lieblos zusammengestellt, hier merkt man jedoch, dass die Autorin nicht nur sehr viel Wissen an den Tag legt, sondern beschreibt den liebevollen Umgang auch sehr gut, sodass man aus dem Buch wirklich etwas mitnehmen kann.

Die dazugehörige App, die man kostenlos herunterladen kann, ist dazu auch relativ hilfreich, denn hierbei können Geräusche simuliert werden, bei denen man genau beobachten kann, wie sich der Hund in der jeweiligen Situation verhält und man was dabei besser machen kann.

Dazu gibt es in dem Buch noch zahlreiche Fotos, die nicht nur meist sehr schön anzuschauen sind, sondern auch hilfreich sind, sodass man jederzeit in nahezu jeder Situation genau weiß, wie man seinen Hund zu behandeln hat und wie man diesen besser verstehen kann. Ich bin demnach von diesem Hunderatgeber mehr als begeistert und kann diesen nur empfehlen.

Bewertung vom 12.06.2016

The Forest - Verlass nie den Weg


weniger gut

Der Film hätte so gut werden können, schließlich war jede Menge Potential vorhanden und Filme, die in Japan spielen, haben sowieso immer Welpenschutz bei mir. Dennoch hat mich der Film enttäuscht, denn obwohl man hier mit dem Wald und den sogenannten Geistern jede Menge hätte machen können, blieb am Ende tatsächlich nur ein knappes Schulterzucken und die Frage, wieso man den Film so vermurkst hat. Kaum gruselige Momente, ein eher mäßiger Cast, der zwar letztendlich ganz nett war, dem Drehbuch aber bei Weitem nicht gerecht wurde und Effekte, die den gewollten Horror nicht transportieren konnte. Nein, das war leider nichts.

Bewertung vom 10.06.2016
Morgan, Kass

Heimkehr / Die 100 Bd.3


sehr gut

Nachdem mir die ersten beiden Bände der "The Hundred"-Reihe gut gefallen haben, stand für mich schnell fest, dass ich auch den dritten Band "Heimkehr" lesen möchte. Ich hatte zwar zunächst ein paar Bedenken, ob der Abstand zwischen Band 2 und 3 nicht zu groß gewesen sein könnte, allerdings kam ich relativ schnell wieder in die Geschichte hinein, sodass es hierbei keinerlei Probleme gab.

Dadurch, dass die Geschichte weiterhin aus der Sicht von Wells, Clarke, Bellamy und Glass erzählt wird, bekommt man sämtliche Ereignisse hautnah mit, fängt sämtliche Emotionen auf und stellt eine immense Weiterentwicklung zum zweiten Band fest, was mir sehr gut gefallen hat.

Die Überlebenskämpfe, sowie die Ankunft auf der Erde mit den Neuankömmlingen werden von der Autorin wieder einmal sehr spannend, detailverliebt und stellenweise auch recht brutal geschildert, was der Geschichte allerdings deutlich gut tut, denn so ist man immer mittendrin, statt nur dabei und erlebt die Ängste und Gefühle der Figuren hautnah mit.

Es gibt nur eine Sache, die mich diesmal wirklich gestört hat: Eigentlich ist "The Hundred" zunächst als Trilogie gedacht gewesen, was man besonders dem dritten Band auch anmerkt, allerdings gibt es nach Beendigung des Bandes für mich noch so viele Fragen und zu wenig Antworten, sodass ich das Ende als unbefriedigend eingestuft hätte. Umso besser, dass sich die Autorin jetzt doch dazu entschlossen hat, noch mindestens einen weiteren Band zu schreiben. Ich hoffe demnach sehr, dass im vierten Band noch einige Fragen beantwortet werden.

Das Cover passt sich – wie auch schon beim ersten Band – dem der TV-Serie an, sodass man hier bereits die Figuren vorgefertigt erhält. Kann man mögen, muss man aber nicht. Ich hätte es ehrlich gesagt schöner gefunden, wenn ich nicht sofort gewusst hätte, wie die Figuren allesamt aussehen. Die Kurzbeschreibung ist dagegen wieder einmal gelungen und hat mich direkt neugierig gemacht.

"Heimkehr" ist insgesamt eine gute Fortsetzung, die noch sehr viele Fragen mit sich bringt, mich aber dennoch aufgrund der Weiterentwicklung der Figuren und der spannenden Weiterführung der Geschichte überzeugen konnte. Dennoch hoffe ich, dass in dem vierten Band "Rebellion" noch einige meiner Fragen beantwortet werden.

Bewertung vom 10.06.2016
Lotz, Sarah

Tag Vier / Die Drei Bd.2


sehr gut

Obwohl mir schon "Die Drei" von Sarah Lotz immer wieder empfohlen wurde, habe ich es dennoch noch nicht gelesen. Da ihr neuestes Werk "Tag Vier" allerdings wieder einmal sehr spannend klang, wollte ich der Autorin endlich eine Chance geben und ich muss sagen, dass ich diese nicht bereut habe, denn Sarah Lotz konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistern.

Sarah Lotz hat mit "Die Vier" nicht nur einen Thriller geschaffen, sondern dem Ganzen auch noch eine Prise Mystery einverleibt, was der Geschichte sehr gut tut und viele Wendungen mit sich bringt. Diese wurden fast durchweg spannend und nachvollziehbar erzählt, sodass mir der Schreibstil mitsamt den Dialogen und den vielen Ideen gut gefallen hat.

Dadurch, dass die Geschichte aus mehreren Sichten erzählt wird, lernt man nicht nur die Passagiere des Schiffs, sondern auch das Personal gut kennen. Man erlebt sowohl die einfachen Passagiere als auch diejenigen, die dem Personal die Hölle auf Erden bescheren. Dazu bedient sich die Autoren an den üblichen Klischees, die es zu Urlaub auf Kreuzfahrtschiffen gibt, was mich allerdings nicht gestört hat.

Die Idee, dass sich nach genau vier Tagen alles auf dem Schiff verändert und sich dieses mehr oder weniger aufgrund eines Mordes, Problemen mit der Weiterfahrt und vielen mysteriösen Ereignissen zu einer Art Geisterschiff verändert, hat mir gut gefallen, denn auch hier wurde sehr gut dargestellt, wie Menschen in solchen Situationen entweder über sich hinauswachsen können oder auch komplett enttäuschen.

Auch die Idee, dass anscheinend jede Figur hier ihr eigenes Süppchen kocht und Geheimnisse hat, fand ich sehr interessant. Insgesamt muss man sagen, dass die Figuren sehr gut ausgewählt wurden, da sie sehr vielseitig sind. Da gibt es z.B. einen Arzt, der medikamententechnisch sein bester Kunde ist, zwei alte Witwen, die den Tod herbei sehnen und sich nach dem Urlaub umbringen wollen, eine Seherin, die für eine Spinnerin gehalten wird und vieles mehr. Diese Mischung hat mir überaus gut gefallen, da man sich immer wieder auf die einlassen musste, ohne dabei allerdings den Überblick zu verlieren. Ich kann mir zwar vorstellen, dass nicht jede Figur zwingend jedermanns Sache ist, mir haben sie allerdings gut gefallen.

Das Cover gefällt mir sehr gut und platziert nicht nur den Titel sehr gut, sondern fängt die düstere Stimmung, die hier oftmals vorherrscht, perfekt ein, sodass das Cover für mich ein Hingucker ist. Die Kurzbeschreibung liest sich stimmig und spannend und war der Grund, weshalb ich dem Buch unbedingt eine Chance geben wollte.

Kurz gesagt: "Tag Vier" ist eine spannende und oftmals düstere Geschichte, die mich von der ersten bis zur letzen Seite aufgrund eines starken Schreibstils und interessanten Figuren in den Bann ziehen konnte. Ich kann dieses Buch demnach nur empfehlen.

Bewertung vom 08.06.2016
Jager, Jennifer Alice

Being Beastly. Der Fluch der Schönheit (Märchenadaption von »Die Schöne und das Biest«) (eBook, ePUB)


schlecht

Ich liebe Märchenadaptionen, von daher war ich schon sehr auf "Being Beastly. Der Fluch der Schönheit" gespannt, denn hier wird eines meines absoluten Lieblingsmärchen, nämlich "Die Schöne und das Biest", thematisiert. Meine Erwartungen waren demnach extrem hoch und ich habe mir hier so viel erhofft, doch am Ende war ich dann doch so enttäuscht, dass ich die Geschichte nach etwas mehr als achtzig Prozent abgebrochen habe.

Dabei war die Grundidee an sich gar nicht mal so schlecht, allerdings ist die Geschichte bei mir an der Umsetzung sowie den Figuren gescheitert. Valeria gehört leider zu der Art Figur, die mich bereits von der ersten Seite an genervt hat, denn diese ist nicht nur vollkommen verwöhnt und oberflächlich, sondern dazu auch noch unsympathisch, sodass es mir sehr schwer fiel, auch nur ansatzweise mit ihr warm zu werden. Alles dreht sich nur um ihre Schönheit, durch die sie sich Anerkennung und einen guten Ehemann verspricht. Klar, in der damaligen Zeit war das sicherlich so, allerdings fand ich es einfach nur wahnsinnig oberflächlich, sodass ich bereits früh das Interesse an ihr verloren habe. Auch die anderen Figuren konnten mich ebenfalls nicht begeistern und somit ist für mich vieles nur dahingeplätschert. Zwar muss ich sagen, dass ich die Idee mit den Windlichtern nicht schlecht fand und auch die Rückblicke an sich gelungen sind, nur dies allein hat mir leider nicht gereicht.

Dennoch wollte ich die Geschichte zum damaligen Zeitpunkt noch nicht abbrechen, denn ich hatte immer wieder die Hoffnung, dass noch irgendwas passieren könnte, was mich möglicherweise umstimmen könnte, doch am Ende hat es einfach nicht gereicht und ich habe die Geschichte vorzeitig abgebrochen. Dies tut mir besonders für die Autorin leid, denn sie hat durchaus bewiesen, dass sie sehr gut schreiben kann und alles so detailliert beschreibt, dass ich mir vieles bildlich vorstellen konnte, doch leider sollte es zwischen "Being Beastly. Der Fluch der Schönheit" und mir nicht sein.

Trotzdem werde ich Jennifer Alice Jäger zukünftig noch einmal eine Chance geben und hoffe, dass ich dann mehr überzeugt sein werde. Nur dieses Mal wollte es einfach nicht funktionieren...

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 02.06.2016
Sparks, Nicholas

Wenn du mich siehst


gut

Bücher von Nicholas Sparks sind für mich seit vielen Jahren ein absolutes Muss, da ich von dem Autor bislang nur sehr selten enttäuscht wurde. Es ist demnach kein Wunder, dass ich mich sehr auf sein neuestes Werk "Wenn du mich siehst" gefreut und hohe Erwartungen hatte. Diese waren vielleicht am Ende zu hoch, denn ich fand die Geschichte an sich zwar gut, aber nicht so überragend, wie ich es erhofft habe.

Dies liegt wohl hauptsächlich daran, weil ich wohl einfach zu hohe Erwartungen hatte. Nicholas Sparks muss wahrlich nicht mehr beweisen, dass er schreiben kann, denn dies hat er einfach zu häufig schon unter Beweis gestellt. Auch hier wirkt alles sehr stimmig. Die Figuren sind gut ausgearbeitet und man lernt sie gut kennen und auch die Dialoge zwischen ihnen haben mich gut unterhalten. Dennoch hat mir hier in gewisser Hinsicht das gewisse Etwas gefehlt, denn die Thematik war für mich einfach nicht neu.

Die Idee, dass ein Mann aus gutem Hause mit Aggressionen zu kämpfen hat und dabei auf eine Frau trifft, die so ganz anders als er zu sein scheint, aber durchaus ihre eigenen Probleme hat, ist zwar wirklich nett, allerdings findet man dies mittlerweile in fast jedem New Adult-Roman, von daher musste ich hier jede Menge Vergleiche anstellen. Maria und Colin fand ich zwar an sich ganz sympathisch und ich konnte mich auch teilweise in sie hineinversetzen, allerdings hat mir die Besonderheit gefehlt.

Die Liebesgeschichte zwischen Maria und Colin ist zwar wie so häufig vom Autor wunderbar ausgearbeitet und authentisch und mit kleineren und größeren Problemen versehen, das Problem ist allerdings, dass die Thriller-Elemente, die hier noch zusätzlich eingebaut wurden, bei mir leider nur selten zünden konnten, denn Nicholas Sparks ist und bleibt einfach ein Experte für Liebesromane und sollte von daher meiner Meinung nach auch weiterhin darauf bauen.

Das Cover ist wunderschön und passt sich den bisherigen Büchern von Sparks sehr gut an. Die Landschaftsbilder laden immer wieder zum Träumen ein, sodass es für mich ein absoluter Eyecatcher ist. Die Kurzbeschreibung weiß ebenfalls zu überzeugen und war für mich der Grund, weshalb ich das Buch unbedingt lesen wollte.

Kurz gesagt: "Wenn du mich siehst" ist insgesamt zwar ein schöner und stimmiger Roman, allerdings nicht zwingend das beste Buch von Nicholas Sparks. Hier ist zwar alles wunderbar ausgearbeitet, aber dennoch hat mir letztendlich das gewisse Etwas gefehlt, um vollends begeistert zu sein. Dennoch ist das Buch für alle Sparks-Fans wieder einmal ein absolutes Muss.

Bewertung vom 31.05.2016
Clare, Cassandra;Black, Holly

Der Weg ins Labyrinth / Magisterium Bd.1


gut

"Der Weg ins Labyrinth" von Holly Black und Cassandra Clare stand schon längere Zeit ungelesen im Regal. Da es nun endlich an der Zeit war, das Buch aus dem Regal zu befreien, hatte ich hier große Erwartungen und war gespannt wie ein Flitzebogen und ich muss sagen, dass mir die Geschichte an sich gefallen hat - wären da nicht einige Schwächen, über die ich nicht hinwegschauen kann.

Die Geschichte hätte so verdammt gut werden können, mein Problem ist jedoch, dass die Figuren zum Teil nicht gut ausgearbeitet sind. Mein größtes Problem war hierbei Callum, der mir unglaublich auf die Nerven ging. Dieser wirkt oftmals sowas von weltfremd und naiv, dass ich echt Mühe hatte, das Buch nicht einfach zur Seite zu legen, denn ich habe mir hier einen weitaus mutigeren und vielseitigeren Protagonisten gewünscht. Ich hätte mir von daher gewünscht, dass die Autorinnen die Figuren vielseitiger und sympathischer gestaltet hätten. Ansonsten muss ich aber sagen, dass die Geschichte fast durchweg spannend ist und mit dem Magisterium ein Ort geschaffen wurde, der mir gut gefallen hat.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Callum besitzt magische Kräfte und soll auf das Magisterium, ein Internet für Magie und Zaubererei, gehen, um dort zu lernen, wie er mit seiner Magie umzugehen hat und wie man die Elemente beherrscht. Sein Vater, der der Magie den Rücken gekehrt hat, ist gegen den Schulaufenthalt und möchte, dass seinem Sohn die Magie entzogen wird. Callum, der zunächst nicht ins Magisterium wollte, findet jedoch immer mehr Gefallen an der Schule und lernt nicht nur mehr über seine Magie und sich selbst kennen, sondern hat auch zum ersten Mal in seinem Leben Freunde und Menschen um sich herum, die sich nicht über ihn oder sein kaputtes Bein lustig machen. Dass innerhalb und außerhalb der Schule allerdings auch die ein oder andere Gefahr lauert, vergisst Callum doch leider viel zu häufig und somit begibt er sich nicht nur in oftmals gefährliche Situationen, sondern springt auch gerne mit Anlauf in die Fettnäpfchen hinein. Hätte ich nicht gewusst, dass Callum bereits zwölf Jahre alt ist, hätte ich ihn höchstens auf sechs oder sieben geschätzt.

Seine Freunde Aaron und Tamara sind dabei auch häufig an seiner Seite und helfen ihm so manches Mal aus der Patsche, sind aber auch bereit dazu, ihn mit Kritik zu überhäufen, wenn er sich mal wieder selbst überschätzt und Dinge macht, die die gesamte Schule in Gefahr bringen. Dabei kommt es dadurch manchmal zu Momenten, wo ich wirklich mit dem Kopf schütteln musste, denn Callum besitzt oftmals mehr Glück als Verstand.

"Der Weg ins Labyrinth" wird oftmals stark kritisiert, weil es angeblich an die "Harry Potter"-Reihe erinnern soll. Nun, ich muss zwar sagen, dass es sicherlich die ein oder andere Ähnlichkeit gibt, mich diese allerdings nicht gestört haben, denn es ist nur schwer zu vermeiden, dass sich bei der Thematik mal etwas wiederholt. Wer die Reihe also bislang lediglich wegen dem ewigen Vergleich mit der "Harry Potter"-Reihe gemieden hat, der sollte der "Magisterium"-Reihe einfach mal eine Chance geben.

Das Cover ist wunderschön und ein absoluter Hingucker. Die vielen Verzierungen passen hervorragend zum Magisterium, das hierbei selbstverständlich nicht fehlen darf. Die Kurzbeschreibung hat mich ebenfalls direkt angesprochen, sodass ich dem Buch letztendlich sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Der Weg ins Labyrinth" ist ein spannender Auftakt der "Magisterium"-Reihe, der allerdings deutlich unter den unsympathischen Figuren zu leiden hat. Hier hat mich besonders Callum mit seiner oftmals weltfremden Art enorm gestört, sodass ich mehrfach nur genervt die Augen verdreht habe. Dennoch finde ich die Geschichte insgesamt so interessant, dass ich definitiv auch noch den zweiten Band "Der kupferne Handschuh" lesen möchte.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 30.05.2016
Laymon, Richard

Das Spiel


gut

Nachdem ich bereits "Das Haus" von Richard Laymon gelesen habe und davon begeistert war, stand für mich schnell fest, dass ich auch weitere Bücher des Autors lesen möchte. Meine Wahl fiel dabei auf "Das Spiel", das von der Kurzbeschreibung sehr spannend klang. Nun, Spannung war letztendlich tatsächlich da, allerdings besitzt die Geschichte auch so manche Schwäche.

Auffällig ist hierbei, dass Richard Laymon die Geschichte an sich zwar sehr spannend beschreibt, ihm allerdings auch vollkommen egal zu sein scheint, ob man die Figuren sympathisch findet oder eben nicht. Diese sind zwar an sich gut ausgearbeitet, allerdings findet man hier keinen einzigen Sympathieträger, womit ich dann doch ein kleines Problem habe. Dennoch fand ich die Idee an sich, dass Jane , mitsamt ihres Begleiters Brace, immer wieder Aufgaben erfüllen muss und dafür belohnt wird, sehr interessant, nur leider gab es für mich dabei zu viele Logikfehler, über die ich nicht hinwegsehen konnte.

Jane gehört zu den Figuren, die ich absolut nicht ins Herz schließen konnte, denn sie ist mir viel zu egoistisch und geldgeil veranlagt, sodass sie mir fast von der Seite an unsympathisch war. Zwar sind diese Charakterzüge durchaus wichtig, um dieses "Spiel", geleitet vom "Master of Games", tatsächlich durchzuziehen, allerdings hat mir bei ihr insgesamt das gewisse Etwas gefehlt. Dazu gab es mir bei dem Spiel, bzw. dessen Aufgaben zu viele Zufälle, die zum Teil die Spannung aus der Geschichte herausgenommen haben.

Das Cover ist für mich jetzt nicht gerade der größte Hingucker, passt allerdings hervorragend zur Geschichte, sodass man bei dieser Gestaltung nicht meckern kann. Die Kurzbeschreibung liest sich sehr spannend und war mit der Grund, weshalb ich dem Buch unbedingt eine Chance geben wollte.

Kurz gesagt: "Das Spiel" ist an sich sehr interessant, leidet aber enorm unter den Figuren, mit denen ich bis zum Schluss nicht warm wurde. Gleichzeitig haben sich in die Geschichte zu viele Logikfehler eingeschlichen, sodass ich diese an sich zwar gut, aber nicht überragend fand. Dennoch: Für Laymon-Fans ein absolutes Muss.

Bewertung vom 27.05.2016
Todd, Anna

Before us / After Bd.5


gut

Nachdem ich die ersten vier Bände der "After"-Reihe sehr gemocht habe, war ich schon sehr auf "Before Us" gespannt, denn hier erfährt man endlich mehr über Hardins Vergangenheit und die Frauen, die er früher u.a. verletzt hat. Meine Erwartungen waren riesig und dies wurde mir anscheinend zum Verhängnis, denn am Ende war ich tatsächlich ein wenig enttäuscht.

Die Idee, dass man hier mehr aus Hardins Zeit in England und seinen Anfängen in den Vereinigten Staaten erfährt, fand ich zunächst sehr spannend. Ebenfalls interessant ist hier auch, dass man etwas mehr über Molly erfährt, die meiner Meinung nach in den vorherigen Bänden viel zu kurz gekommen ist. Dennoch hat mir hier ein wenig das gewisse Etwas gefehlt, sodass ich die Geschichte an sich zwar mochte, der Funke allerdings nicht völlig überspringen wollte.

Dass Anna Todd schreiben kann, hat sie bereits häufiger unter Beweis gestellt, allerdings muss ich sagen, dass "Before Us" ihr wohl bislang schwächstes Buch ist. Die Dialoge sind zwar an sich wieder in Ordnung und auch die Figuren lernt man auf andere Art und Weise kennen, allerdings haben mich einige Zeitsprünge dann doch etwas sehr gestört.

Ich habe bereits häufiger gelesen, dass viele andere Leser die Geschichte als Lückenfüller empfunden haben, da man hierbei nicht viel Neues erfährt. Dies stimmt meiner Meinung nach nicht ganz, denn hierbei lernt man u.a. Steph und Molly sehr viel besser kennen und stellenweise muss ich sagen, dass ich ihr Verhalten sogar nachträglich ein wenig verstehen konnte. Auch der Abschnitt, in dem Hardin Tessa das erste Mal begegnet und wie es sich zwischen ihnen entwickelt, ist an sich interessant, nur es fehlte was. Das Buch hat definitiv seine Berechtigung, allerdings hat Anna Todd hier zu wenig draus gemacht, was verdammt schade ist.

Das Cover ist dagegen richtig schön und passt sich den vorherigen Bänden an, wirkt aber schon fast edler als die bisherigen Cover. Die Kurzbeschreibung hat mich ebenfalls direkt angesprochen, sodass ich "Before Us" gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Before Us" hätte so gut werden können, allerdings hat mir bei Hardins Geschichte dann doch das gewisse Etwas gefehlt, um vollends begeistert sein. Es ist zwar interessant, dass hierbei auch mal Hardins Frauen zu Wort kommen und man besonders mehr über Molly erfährt, allerdings kann es die Autorin besser. Wer die "After"-Reihe bislang mochte, sollte unbedingt zu dem Buch greifen, allerdings nicht die allergrößten Erwartungen haben.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.